Taraa! Die altehrwürdige London Times berichtete vorgestern über eine Veröffentlichung des Physikers Alex Wissner-Gross, wonach Google als CO2-Sau und Klima-Killer gelten solle. Zwei Suchvorgänge in der grossen weissen Suchmaschine hätten demnach den selben CO2-Ausstoss zur Folge wie das Erhitzen von genug Wasser für eine Tasse Tee.
Prompt geht die Geschichte um die Welt und Tageszeitungen aller Coleur (ja, grade auch die selbsternannt seriösen) plappern das nach: Google ist schuld am Weltuntergang. Naja, so ungefähr. Nur: Jetzt meldet sich Alex selber zu Wort und sagt, er hätte das alles so nicht gesagt. Grundsätzlich, so sagt er, mag er lieber Kaffee als Tee, also kann der Vergleich so nicht von ihm stammen. Klar hat er gesagt, dass Google eine Menge Strom verbraucht und deshalb einen gewissen Einfluss auf die Umwelt hat. Aber das wussten wir alle schon vorher. Er hätte auch gleich bei der Times angerufen, und zum eine Korrektur gebeten. Ist aber nichts passiert.
Was er wirklich gesagt hat, wurde von der Times zugunsten des billigen Skandals unterschlagen: Dass er nämlich eine Firma betreibt, die CO2-Zertifikate ausliefert. Huch, ein Interessenkonflikt! Nein, eigentlich nicht, sondern nur Sensationshascherei. Sehr schön der Kommentar zum Times-Artikel von Michael, Phoenix, USA, von Beruf Datacenter Admin: “If you don’t like the internet then don’t use it”. Ja, ok. (via techcrunch) (pic alex)
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