Mexiko fordert Legalisierung von Drogen in den USA

Um die Drogenkriege zwischen Polizei und rivalisierenden Dealer-Kartellen zu beenden, forderte der mexikanische Botschafter in den USA, Arturo Sarukhan, in einem Fernseh-Interview auf dem Nachrichtensender CBS, “ernsthaft über die Legalisierung von Drogen nachzudenken”. Nur so könne der Schwarzmarkt aufgelöst werden, der jährlich Tausenden von Menschen das Leben kostet.

Dass eine weichere Drogenpolitik für die ganze Gesellschaft Vorteile bringt, sieht man am Beispiel des US-Bundesstaats Kalifornien. Seit dem Ende der Übergriffe durch die Bundespolizei kann dort jeder Bürger auf ärztliches Rezept in vielen lizensierten Fachgeschäften Marijuana und Haschisch kaufen. Oder zum Eigenverbrauch selbst anbauen. Dennis Zine, Ex-Polizist und amtierender Stadtrat von Los Angeles: “Wir hören hier keine Beschwerden über Leute, die Marijuana rauchen”.

Das klingt realistisch. Zwölf weitere US-Staaten haben bereits ähnliche Gesetze zur Legalisierung von medizinischem Cannabis-Gebrauch, weitere diskutieren darüber.

(via rawstory, washingtonpost)

7 Kommentare

  1. . . . und bei uns ist es dann erst in 5 jahren soweit . . .

    nur mit der einschränkung das es sich bei uns keiner preiswert anbauen darf weil es so kommen wird (über die von lobbyisten reichlich bestochenen politiker) das sich bei uns die pharmakonzerne das ganze unter den nagel reißen werden.

  2. also die diskussion über die waffen finde ich wichtiger …

  3. @Hans – Erklär doch bitte mal was an einer ‘Diskussion über Waffen’ wichtiger ist.

    Ps – aber mir ist wichtiger das die Sonne scheint …

  4. Mir egal, Cannabis darf ruhig teurer als Alk und Ziggies sein. Ist ja auch unbestritten die bessere Droge :P

  5. Ola!

    Leider zeigt die Regierung Obama bisher wenig Interesse am Thema Legalisierung von Cannabis. Einzig zu einer “Bitte” an die DEA, künftig keine Medical Marihuana Dispensaries wer zu überfallen, wenn diese nicht gegen Staatsgesetze verstoßen, konnte sich der neue DrugZar bisher durchringen.

    Ich bin sehr gespannt, was die Kalifornier aus dem Gesetzesvorschlag zur Legalisierung machen. Der nächste Boom könnte durchaus eine wahrhaft grüner sein :)

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  6. haha … in 5 jahren soweit … Träum weiter, schön wärs … Tippe eher auf 20 jahre … Und hier in Österreich wurden vor 7 jahren sogar die grenzmengen für thc und H gesenkt … Seitdem sitzen sogar noch mehr leute im knast und der steuerzahler, also die nichtdenkende masse, zahlt dafür auch noch einen schönen batzen extrageld und glaubt auch noch, dass der staat so ein toller verbrechensbekämpfer ist, weil die gefängnisse überquillen … Kotz … In Österreich muss man schon froh sein, wenn nicht in einigen Jahren “lebenslänglich für einen joint” eingeführt wird … Überhaupt bei dem Erfolg, den die Rechtsextremen hier schon wieder haben … Zum Kotzen … Wo diese Partei doch gerade erst von 2000 – 2005 jämmerlich in der Regierung versagt hat … Aber wie gesagt, damit wären wir wieder bei der nicht denkenden masse … Und zu der Sache mit den Waffen – Find zwar auch, dass diese Meldung hier leicht fehl am Platz war, aber wenn ich so drüber nachdenke, ist es schon ziemlich krank, dass die USA privaten Waffenbesitz geradezu forcieren (und sich durch die Waffen-Legalität die höchste Mordrate der Welt einrbocken) und auf der anderen Seite durch die Illegalisierung bestimmter Substanzen wie Heroin auch wieder Leute umgebracht werden (bei legalen Bezugsmöglichkeiten wäre das Zeug nicht verdreckt und gestreckt mal 10und Überdosierungen wären auch nicht mehr möglich) … Also: Waffen illegal, Drogen legal wär bedeutend besser als umgekehrt, so wie’s jetzt is …Aber an der Drogenpolitik is sowieso alles dumm und krank und veraltet … Das Verbot der illegalen Substanzen hat absolut nichts mit deren Gefährlichkeit zu tun … Die Politik hinkt der Wissenschaft (offenbar auch absichtlich um ein schönes Feindbild für die Lemminge da draußen zu haben und von richtigen Problemen ablenken zu können)hier um Jahrzehnte hinterher … Die Leute sind ja schon zu blöd, zu merken, dass Alkohol und Zigaretten (harte) Drogen sind … Wenn man aber wen fragt, was denn der Unterschied sei, fällt eh keinem was ein … Wär halt was anderes … Wenn die Leute nur mehr von ihrem Gehirn nutzen würden … Ich plädiere für einen verpflichtenden IQ-Test und Wahlrecht erst mit einem IQ ab 110 :) … Dann wären wenigstens die Populisten und Extremisten weg vom Fenster :)

  7. Oder wer weiß schon, dass reines Heroin körperlich so gut wie unschädlich ist … Im Gegensatz dazu bringen Alkohol und Tabak jährlich Millionen Menschen weltweit um … Die gesellschaftlichen Schäden die unter Alkoholeinfluss stehende, völlig verdummte und enthemmte Menschen anrichten (Schlägereien, Körperverletzungen, Misshandlungen in Familie, Verkehrsunfälle, Selbstmorde, Vergewaltigungen, etc.) … Damit hat sich die Masse abgefunden, das ist normal … Aber Heroin soll eine Todesdroge sein … Ist im Gegensatz zu den o. g. legalen Drogen nicht mal toxisch … lol … Die Propaganda funktioniert echt gut … Andererseits haben die Schweizer sogar für die Substitution mit Heroin gestimmt … Aber das ist wohl eine Nebenerscheinung der direkten Demokratie … Die zwingt die Leute selbst über politische Vorgänge und Gesetzesvorhaben nachzudenken … Im Gegensatz zur repräsentativen Demokratie wie im Rest Europas, wo die Leute Politiker wählen, die das denken für die übernehmen … Doch wird die Schweiz wohl das einzige Land bleiben, in dem das Volk solche Fragen beantworten darf … Wo würden Politiker sonst auch nur ein Stückchen ihrer Macht abgeben … Solche Forderungen hört man immer nur von Oppositionspolitikern .. Aber ich schweife vom Thema ab … Was ich eigentlich sagen wollte: Findet endlich andere Wege in der Drogenpolitik, Legalize it, Tolerate it, was weiß ich … Es ist ja wirklich wahr: Der Anti-Drogen-Krieg ist (wie die Alkoholprhibition in den USA) völlig gescheitert … Konsum und Preise stagnieren oder steigen trotz (bzw. eigentlich wegen des Drogen-Krieges), Konsumenten illegaler Drogen können sich die teuren Schwarzmarkt-Drogen auf Dauer nicht leisten (im Gegensatz zu Alkis die sich ihren Stoff billig im Supermarkt beschaffen können) und fangen mit Beschaffungskriminalität an (was wiederum die öffentliche Sicherheit beeinträchtigt und den Steuerzahler u. a. Geld für Polizeiarbeit kostet), der Steuerzahler muss Jahr für Jahr Unmengen an Geld für Polizei-, Sozial- oder Justizarbeit und Haftkosten (Häftling bei uns kostet gut 100 Euro pro TAG) ausgeben UND die einzigen, die von diesem “Krieg” profitieren, sind Mafia und Terroristen, die einen Riesenhaufen Geld mit dem Verkauf illegaler Drogen verdienen und damit oftmals eine Vielzahl an anderen schmutzigen Aktivitäten finanzieren können (das hätte man eigentlich auch schon aus der Alkohol-Prohibition in den 30ern in den USA und dem damit verbundenen Aufstieg der Mafia und illustren Figuren wie Al Capone lernen können) … Auf der anderen Seite lässt sich der Staat dieses Geld (Steuereinnahmen, etc.) und jegliche Kontrollmöglichkeiten (Jugenschutz, Qualitätskontrollen, etc.) durch die Verbotspolitik vollkommen entgehen … Das waren nur einige der schädlichen Auswirkungen, die die Drogen-Prohibition auf so gut wie alle Menschen hat … Man sieht, der Anti-Drogen-Krieg ist total kontraproduktiv … Man muss wirklich an der Intelligenz der Bevölkerung zweifeln, dass diese sich diese Vorgangsweise noch immer als erfolgreich verkaufen lässt (z.B. wenn wieder mal ein “großer” Drogenfund in den Medien gefeiert wird – Der wrkt sich zwar nicht auf das Angebot aus, aber das wird einam ja nicht gesagt … Man spricht lieber von “großen Schlägen gegen die Drogenmafia … Pfff) … Und ich red hier nicht mal nur von THC … Dass diese Substanz im Gegensatz zu Alkohol und Tabak illegal ist, ist sowieso eine Zumutung (sogar Kaffee ist schädlicher) … Auch so gut wie alle anderen illegalen Substanzen werden durch ihr Verbot gefährlicher … Warum wird also nichts getan? Außer ein paar Polizisten, Gefängniswärtern und Sozialarbeitern (und wahrscheinlich ein Haufen Mafiosi), die ohne Drogenkrieg keine Arbeit hätten, schadet der “War on Drugs” Konsumenten, Staat, Steurzahler und dem Rest der Gesellschaft … Also allem und jedem … Und die meisten wissen das nicht mal … Zum Heulen … Und mit dieser traurigen Botschaft schließe ich mit meinem skripturalen Erguss :(


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