Der republikanische Gouverneur von Texas, Rick Perry, schwadronierte am Rand einer “Tea Party” am gestrigen Mittwoch über mögliche Sezessionsabsichten seines Bundesstaats: “Texas ist ein wirklich einzigartiger Platz, und wir sind hier ein ziemlich unabhängiger Haufen”. Diese “Tea Parties” werden derzeit von rechtsgerichteten Politikern in der ganzen USA veranstaltet, um Stimmung gegen Präsident Obama und seine Infrastrukturpolitik zu machen.
Der Name lehnt sich an die “Boston Tea Party” am16. Dezember 1773 an. An einem der wenigen historischen Wendepunkte, an welchen Amerikaner etwas wirklich Revolutionäres taten, schlichen sich Bostoner Bürger als Indianer verkleidet in den Hafen und warfen Säcke voll Tee ins Meer, um gegen die Besteuerung der britischen Krone zu demonstrieren.
Auch heute demonstrieren US-Bürger auf den “Tea Parties” gegen Besteuerung und Staatsausgaben, lustigerweise aber erst, seit Herr Obama im Weissen Haus sitzt und weniger Geld für den militärisch-industriellen Komplex und mehr für die Infrastruktur, also die Bürger bereit stellt. Eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch Texas wäre übrigens gegen die US-Verfassung und den Vereinigungsvertrag von 1845: Damals wurde Texas das Recht zugestanden, sich bei Bedarf in vier separate Bundesstaaaten zu teilen, nicht aber die Union zu verlassen.
Ein unabhängiges Texas ist also ein ähnliches Luftschloss wie die Ausrufung eines neuen bayrischen Königreichs; in beiden Fällen nichts als folkloristische Spinnerei.
(via huffingtonpost)
4 Kommentare
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woher hast du denn die information, dass obama dem militärisch- industriellen komplex weniger geld gibt? soweit ich weiß, hat der alte und neue “verteidigungsminister” robert gates vor kurzem verkündet noch MEHR geld für militärische zwecke zu verwenden. außerdem ist die obama- regierung nun auch noch dabei, eine quasi paramilitärische organisation namens “civilian national security force” aufzubauen. für mich ist da überhaupt keine abnehmende, sondern eher noch eine zunehmende militarisierung der amerikanischen politik zu erkennen. meiner meinung nach wird obama höchstens in der darstellung nach außen besser sein als bush. ich finde es nicht schlecht, dass sich amerikanische bürger an die friedlichen und freiheitsliebenden grundsätze ihres landes erinnern, die sowohl von republikanernals auch von demokraten im weißen haus schon längst vergessen worden sind. selbst wenn sie, wie du schreibst, aus der rechten ecke kommen, die eigentlich nicht mein zuhause ist.
Ach Quatsch. Gesetze gelten nur, wenn jemand sie erzwingt. Und ich denke nicht dass irgendeiner was dagegen hätte, die „bible-belt“-Staaten loszuwerden. Im Gegenteil. Die meisten würden sich freuen. McCain wird ihr Präsident. Paling Vize. Und dann sollen se sehen wie se zurechtkommen. Sind se die Idioten doch schön los. :D
Ich meinte natürlich „Sarah ‚VPILF‘ Palin“.
Obama wird leider nichts besser machen als sein Vorgänger.
Für mehr Infos hier der Film dazu:
Obama Deception 2009 DEUTSCH / GERMAN 1/11