In einem Interview mit Torrentfreak erklärt Andreas Popp (siehe Bild), Spitzenkandidat der deutschen Piratenpartei, einige grundlegende Dinge. Er sagt, die Piratenpartei wende sich gegen eine pauschale Vorverurteilung des Internet, wie sie durch einige Politiker
hierzulande betrieben wird, oder gegen Gesetze wie die EU-Copyrightverlängerung, die ausschliesslich Unternehmen, und keinem Künstler nützt.
Die Piratenpartei habe in Deutschland bisher 1000 eingetragene Mitglieder, und ein Überschreiten der 5%-Hürde bei der EU-Wahl ist für die Piraten hierzulande unwahrscheinlich – dazu wären etwa 1,5 Millionen Wählerstimmen nötig. Trotzdem sei es sinnvoll, die Piratenpartei zu wählen, weil eine Partei nach geltendem Wahlrecht Kostenerstattung (Popp spricht hier von etwa 80.000 Euro jährlich) ab mindestens 0,5 % der Wählerstimmen bekommt (das wären rund 150.000). So viele können bundesweit doch zusammenkommen, oder nicht?
Tatsächlich bildet die Piratenpartei eine wertvolle Ergänzung anderer fortschrittlicher Parteien, die Themen wie Datenschutz, Privatsphäre und Informationsfreiheit nicht immer ganz oben auf ihrer Liste haben. Ich weiss jedenfalls, wen ich am 7. Juni wähle. Unten der offizielle Werbespot zu EU-Wahl. (piratenpartei via torrentfreak)
UPDATE: In Schweden hat die Piratenpartei nach aktuellen Umfragen 8 % der Wählerstimmen sicher, sie wird also am 7. Juni definitiv ins EU-Parlamant einziehen. (via times)
9 Kommentare
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‘Klarmachen zum ändern’ ist ein genialer Spruch für die Piratenpartei.
Hab sie schon gewählt, per Briefwahl.
Naja der Clip wirkt doch etwas schäbig ;) Aber ich habe sie schon bei den hessischen Landtagswahlen gewählt und werde sie sowieso nur noch wählen ;)
Jawoll, auf ganzer Linie Pirat sein ;)
Der Werbespot spricht zwar aus der Seele ist aber irgendwie daneben.
Motto / Slogan ist gut, der Spot ein totaler Reinfall.
GEZ abschaffen, Studiengebühren abschaffen, den Staat durchsichtig machen (weil sich der normale Mensch ja auch so für Vater Staat und Politik interessiert /ironie off).
Die Speicherung der Fingerabdrücke ist ja sehr umstritten. Grundsätzlich unterstütze ich diesen Fortschritt, bin jedoch verägert über das Wie.
Oder muss erst wieder was schlimmes passieren bis das Folk einsieht das diese Technik hilfreich ist?
Atomkraft?
Mindestlohn?
Reichensteuer?
Arbeitnehmerschutz?
Afghanistan?
Sind das unwichtige Themen? Ist das kopieren von Musik nicht eher Sache der Wirtschaft?! Wie die Politik in diesem Bereich versagt sieht doch jeder.
Illegaler Download wird doch derzeit kaum in Dt verfolgt. Alle par Monate nen ftp oder ne kleine ALT Seite. Das ist doch gar nix.
Natürlich sollte man seine eigene, gekaufte Musik kopieren dürfen.
*mit dem finger zeig auf* Kohloe
was isn das für einer
/flüster der hat ja noch garnix kapiert
(-_- ) dooh
Wer auf solch billige werbung reinfällt hat wohl erher „noch garnix kapiert“
[...] * Klarmachen zum Ändern! – best Wahlspruch, ever. Mehr Infos, mit einem eher peinlichen Video, auch hier. ARRRRR! [...]