Hollywood verliert grosse PR-Schlacht

090614Fritz-AttawayAuf dem World Copyright Summit der International Confederation of Societies of Authors and Composers (CISAC) am 9. und 10. Juni in Washington, USA, erklärte Fritz Attaway, Executive Vice President der Motion Picture Association of America (MPAA): “Die Feinde des Copyright haben gute Arbeit geliefert, als sie die falsche Vorstellung aufbrachten, die Interessen der Copyright-Inhaber und die Interessen der Gesellschaft seien gegensätzlich”. Glück im Unglück, Fritz: Wenigstens gibt es ein klares Feindbild.

Es ist nicht etwa so, dass der ständige Kampf der Copyright-Industrie gegen neue Technologien (VHS, Tonband, Kompaktkassette, P2P), die ständigen Behauptungen, eine Privatkopie wäre kriminell, die ständigen illegalen Preisabsprachen der Konzerne, das Einfordern von Millionenbeträgen wegen angeblicher illegaler Verbreitung (von welchen die Künstler keinen Cent sehen), oder irgendwelche anderen Unverschämtheiten die öffentliche Meinung beeinflusst hätten. Nein, es waren die Feinde.

Sehr schön hat das übrigens auf dem selben Event Eduardo Bautista, Präsident des Managements bei der spanischen Verwertungsgesellschaft Sociedad General de Autores y Editores, formuliert: “Wir jaben einen lausigen Job abgeliefert. Man hätte uns feuern sollen”. Damit meint Eduardo aber nicht etwa, dass sie Künstler und Konsumenten über den Tisch gezogen hätten. Sondern, dass sie die PR-Schlacht verloren haben. Trotzdem: Gute Idee, Eduardo!

( ip-watch via zeropaid) (pic ftc)

3 Kommentare

  1. zumindest geben sie es jetzt zu (fast).

    der feind ist also (im erweiterten sinne) DIE dumme gesellschaft – ergo – der potentielle kunde an und für sich!

    ist doch dieser gepredigte “ominöse feind” ein untrennbarer teil dieser gesellschaft, lebt und arbeitet in dieser gesellschaft und spricht nicht nur und ausschließlich für einen relativ kleinen hochpriviligierten (teils weit überprivilegierten) anteil, welcher sich oftmals (heutzutage fast nur noch) besonders hervortut durch maßlose gier, machtgeilheit und skrupelloses geschäftsgebaren (mit teils betrügerischem, teils zersetzerischem einfluss (auf zB. amtsinhabern, etc.) schon lange aus dieser gesellschaft verabschiedet hat und der diese gesellschaft nur mehr selbstgerecht wahrnimmt als eine ausbeutbare, willenlose masse die nur noch deswegen überhaupt ein existenzrecht besitzt um der absolut selbstsüchtigen bereicherung einiger weniger willen.

  2. die “Feinde des Copyright”? Korrigiert mich wenn ich übertreibe, aber langsam klingt das nach religiösem Irrsinn was die da verzapfen…

  3. Der Tag wird kommen, an dem die Musiker, Autoren, Regisseure und sonstige Kreative das geldgierige Pack abschütteln und ein neues Modell die Distribution bestimmt: Samisdat. Eine ganze Kaste versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Es dürfte nicht mehr lange dauern.


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