“Fat Is Dead” lautet der Titel eines Diät-Buches, das von Friedrich Nietzsche (pic) in den späten 90er Jahren des 19ten Jahrhunderts verfasst, lange verschollen blieb, bis es vor drei Jahren durch einen glücklichen Zufall wiederentdeckt wurde und nun in einer Übersetzung ins Englische vorliegt. Eine Bestsellerkarriere ist vorprogrammiert. Nietzsche verfolgt in seinem Buch einen für durchschnittliche US-Amerikaner geradezu revolutionären Ansatz. Die Gewichtszunahme, so der Philosoph, entstünde aus einer falschen, unselbständigen Mentalität heraus.
Das Befolgen gleich welcher Regeln führe nicht zum Erfolg. Statt dessen müsse sich der Mensch seinen Ängsten und seiner Scham stellen, und essen, was er am meisten fürchtet (siehe unten stehende Abbildung). Nur so könne er sich frei machen von Ess-Zwängen und die Nahrungsaufnahme tatsächlich seinem freien Willen unterwerfen.
Ernährungsexperten kritisieren die Herangehensweise an das Problem der Gewichtsabnahme, was der allgemeinen Begeisterung für Nietsches Grundlagenwerk zum Thema aber keineswegs schadet. Das berichtet zumindest das US-amerikanische Gesundheits- und Ernährungsmagazin the onion.
3 Kommentare
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Da werden McDonalds, Burger King und der ganze Klüngel der Müllnahrungsfabrikanten sehr schnell was dagegen unternehmen. Wenn sich jeder Amerikaner frei aussuchen könnte was er essen will – Gott! Wie furchtbar! Denen würden die Kunden in Scharen davonlaufen! :)
Teilweise hat Niezsche mehr recht, als all diese „Ernährungsexperten“ zusammengenommen.
Denn die reden nur darüber, *wie* man richtig isst, und was man essen *soll*, u.s.w.
Sie ignorieren (teils bewusst) aber den wichtigsten Faktor: Das essen von solchem Müll macht süchtig. Im Sinne einer Ersatzhandlung. (Z.B. für inneres Glück).
Der bestinformierteste Mensch der welt, wird kein Gramm abnehmen, wenn er sich aus lauter unverarbeiteter Traurigkeit dauernd Schokolade zwischen den Salaten reinstopft. Ganz dumme (also *wirklich* selten dämliche) „Ernährungsberater“, gehen ja dann mit Druck an die Sache. Von wegen „tja, sie *müssen* halt durchhalten“. Und machen die Sache damit nochmal viel schlimmer. (Noch mehr Traurigkeit = noch mehr Schokolade.) Was bis zum Tode führen kann. (Kein Scherz!)
Also Bedarf es als zweiten Standpfeiler neben der Ernährungsberatung noch eine Psychotherapie, um der Sache Herr zu werden.
Wenn etwas nicht funktioniert und man es tut und dann kommt ein Herr “was-uns-nicht-umbringt-macht-uns-härter” Nietzsche daher und sagt man soll genau das tun, was man nicht tut, denn was man tut ist ja schlecht und das was man nicht tut automatisch gut.
Im endeffekt bedeut es doch für die Fetten sich von viel Frischem und selbst zubereitetem zu ernähren und nciht von Fastfood und selbst nicht mehr in der Küche stehen.
Das ist schon der verhaltenstherapeutische Ansatz. “wenn du krank bist, dann über winde dich und heile dich durch deine angst”.
Ob man das mit nem Buch hinbekommt und nicht wirklich einen Thera braucht ist allerdings die Frage…