In der “Hamburger Erklärung” (siehe 11k2) fordern Verlage aus ganz Europa einen Teil der Suchmaschinenerlöse und die Kontrolle über alle Umsätze, die auch nur entfernt mit Inhalten zu tun haben, die sie für kleines Geld von Journalisten und Fotografen erworben haben. Jetzt antwortete Google in Person von Josh Cohen, Senior Business Product Manager, auf diese, ich will es mal aussprechen, Unverschämtheit, mit wohlgesetzten Worten.
Seit Anbeginn des Internet sei es möglich, durch das Setzen eines HTML-Tags Suchmaschinen vom Durchlesen und Indizieren seiner Website abzuhalten.
Mit “User-agent: * Disallow: /” kann eine Site, mit <meta name=”googlebot” content=”noindex”> eine Page vor dem emsigen Suchmaschinenbot versteckt werden.
Andererseits werden mehr als 25.000 Nachrichten-Organisationen von Google und den anderen Search Engines indiziert, und mehr als eine Milliarde Internetnutzer monatlich von Google zu den Web-Präsenzen der Zeitungsverlage dirigiert, wo als Ansprechpartner sie für die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle zur Verfügung stehen. Da hat Josh irgendwie recht.
Aber das hat natürlich nichts mit der Hamburger Erklärung zu tun. Denn diese zielt darauf ab, per Lobbydruck mehr Geld von anderen Marktteilnehmern abzupressen, und zwar ohne Angabe nachvollziehbarer Gründe. Man nennt das “Geistiges Eigentum”, aber dieser Euphemismus umschreibt eigentlich eher sein eigenes Gegenteil, nämlich fortgesetzte Versuche der Verlagsindustrie, die geistige Leistung anderer zu stehlen. Trotzdem danlke an Josh für die Richtigstellung.
( googlepolicyeurope) (pic jelene cc)
5 Kommentare
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wär mal interessant zu wissen wie viele leute hier OHNE google auch hergelangt wären. ich bin lustigerweise einer davon. hab nen link in nem ääääh fachforum(!) zu nem beitrag bekommen und bin bis heute glücklich drüber :o)
Richtige *Männer* haben hier ein RSS-„Abo“. :D
(Und richtige Frauen ebenso!)
eeeek richtige Männer und Frauen surfen die seiten direkt an und brauchen keine RSS :P
Es gibt auch noch die „Robots.txt“-Datei.
Naja, die Peinlichkeiten reißen eben nicht ab – immer nach dem Motto
“Vielleicht kommen wir ja damit durch, wir brauchen bloß mehr B*ld-Artikel,
und noch einen im Sp*gel für die weniger ungebildeten Idioten!”