Journoblogger James Grimmelmann hat es ausprobiert: Er nahm ein Zitat aus einen Text, der von der Nachrichtenagentur Associated Press verbreitet wird, und erhielt von der automatischen AP-Lizenzgebührenmaschine eine Rechnung über 12 US-Dollar.
Das Zitat stammt allerdings vom lange, lange verstorbenen Ex-US-Präsidenten Thomas Jefferson, in dem er die Existenzberechtigung des Copyright bestreitet. Also? Betrug, oder? Nennt man heute auch “copyfraud”. Denn ohne Zweifel ist dieses Zitat schon lange in der Public Domain ( a.k.a. “gemeinfrei”).
Die AP reagierte darauf in einer Presseerklärung und bestand darauf, die Lizenzierung sei ja nicht für Blogger gedacht. Ach? Alle anderen darf man betrügen?
Was wir brauchen, ist eine Urheberrechtsreform, die uns vor solchen Betrügern schützt. Winziges Problem an der Sache: Genau solche Betrüger finanzieren gerade den Wahlkampf der deutschen Regierungsparteien mit. Wenn das mal gutgeht…
( laboratorium via boingboing & tipp von frankh)
4 Kommentare
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Hmn ja für denn dann, wenn nicht für Blogger? Für Leute die ein Buch drucken lassen wollen oder für andere Zeitungen und ihren Printausgaben?
Ich würde mal behaupten da weiss ein Arm wieder nicht was der andere gerade treibt, weil das Gehirn dazwischen irgendwann abgefallen ist.
“Winziges Problem an der Sache: Genau solche Betrüger finanzieren gerade den Wahlkampf der deutschen Regierungsparteien mit. Wenn das mal gutgeht…” Ich bin schon am Koffer packen :)
Hatte der Autor die Quelle verlinkt, oder hat ein Spider den Text ausfindig gemacht? Wenn es letzteres war, inwiefern wird der Text dann identifiziert?
[...] gegeben, sich bei allen unbeliebt zu machen. Und immer noch mehr Geld zu verlangen (siehe 11k2: hier, hier, hier und hier). Meine Konsequenz [...]