Ein durchaus individueller Standpunkt, aber trotzdem fundiert. Thom Yorke von der britischen Band Radiohead, erklärte in einem Interview:
“Zur Zeit können wir einen Prozess der natürlichen Auslese beobachten. Das Music Business trieb seinem Ende entgegen, vor ungefähr 20 Jahren. Aber dann, halleluja, kam die CD ins Spiel und alles ging noch ein bischen weiter. Aber im Grunde war die Branche tot”.
Wenn man so überlegt, was der Mann da sagt, kommt es einem ganz plausibel vor.
Schliesslich war schon die Ära des Vinyls vom selben Problem geplagt wie die heutige digitale: Die Distribution von Musik wurde von Managern bestimmt, die nicht einmal mehr in der Gebrauchtwagenbranche einen Job bekommen hätten. Industrielle Massenproduktion von austauschbaren Inhalten ist eben kein Erfolgsrezept. Schon gar nicht, wenn neue und neuere Medien ins Spiel kommen (wie eben z.B. Spiele).
Thom deutete übrigens an, Radiohead werde womöglich das Album-Format ganz aufgeben, und statt dessen Singles und EPs veröffentlichen. Klingt auch vernünftig. Ich hoffe doch, dass sie ihren Kurs beibehalten und auch zukünftig ihre Songs auf dem eigenen Webshop zu einem Preis verkaufen, der von jedem Kunden selbst bestimmt wird. Das funktioniert wenigstens.
( twentyfourbit via techdirt)
2 Kommentare
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Keine Alben mehr? Wollen die weniger Tracks rausbringen oder werden die vielen Single CDs die Umwelt belasten?
Gemeint wahrscheinlich Downloads als primärer Vertrieb und CD’s mehr so nach On-Demand-Modell, denke ich.
Die Idee 1-Song-1-CD ist nicht so ganz tragbar.
Dafür können die Fans damit ihren eigenen persönlichen Alben zusammenstellen, das wäre sicherlich auch ein Anreiz, wenn man einen Baukasten dafür hätte.