Die vier Major Labels Sony, Warner, Universal und EMI haben in seliger Eintracht die Einführung eines neuen Digitalformats angekündigt: CMX (Arbeitstitel).
Ähnlich wie das unlängst bekanntgewordene Cocktail-System von Apple (siehe 11k2) handelt es sich dabei um einen Datencontainer, der ausser Musik auch das Cover, Infos und Zusatznutzen enthält. CMX soll im November auf den Markt kommen, Apples Cocktail schon früher.
Die London Times hatte berichtet, die Majors wären mit ihrer CMX-Idee bei Apple auf taube Ohren gestossen. Warum nur?
Das Angebot an CMX-Alben wird anfangs nur ein paar Titel umfassen und nicht mit iTunes kompatibel sein. DRM gibts in beiden Fällen garantiert gratis. Hm. Der gebildete Amerikaner nennt so einen Vorgehensweise “half-assed”, nicht wahr?
Anyways: Wir werden im Winter wieder was zu lachen haben, aus Schadenfreude, wenn die CMX-Kiste erwartungsgemäss den Bach runtergeht.
( guardian via crunchgear) (pic wikipedia cc)
10 Kommentare
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Stimmt, uns mangelt es ja nun wirklich an Dateiformaten!! ;-)
Vorsichtshalber sollte man Südkorea wegen der nordkoreanischen Atomsprengköpfe (brasilianische Waldbrände, eine umgekippte Tüte Reis in Sri Lanka, you name it) platt bomben, die Brüder Jungs entwickeln sonst wieder nur Player, die alle Formate schlucken.
seit MP3 gibt es alle daumen lang ein neues format – UND!!! wie viele davon haben sich auf breiter ebene durchgesetzt? EBEN!!!
bis auf ein bisschen OGG, FLAC (wegen fast lossloess) und Musepack (und natürlich der dumme lutsch von apple) ist bisher fast noch alles und jedes abgestunken und wieder irgendwo in der versenkung verschwunden.
so what the fuck? das gute daran – der MI wirds halt mal wieder einen haufen kohle, für quasi gar nix (also 0 wirkung), aus’em arsch gezogen haben. denn wie ich die deppen mittlerweile kenne haben sie dafür mindestens ein paar hundert millionen versenkt!
freue mich schon auf das herzzerreißende gejammere und geweine – und nat. auch auf die immer gleichen, monotonen, ausgelutschten und drögen schuldzuweisungen. :-)
“Datencontainer, der ausser Musik auch das Cover, Infos und Zusatznutzen enthält.”
ehm… und wo ist der der vorteil gegenüber der klassischen MP3?
Vermutlich ein geplanter Zusatznutzen für die Industrie, die die gekauften Dateien wieder vom Endgerät löschen kann, wenn sie plötzlich Lust auf einen Vertragsbruch hat. Wäre ja nichts Neues.
Ich glaube, der Hauptnutzen ist die mögliche Markierung des Download´s.
Wenn jeder Download zwar frei kopierbar ist, aber auch eindeutig zugeordnet werden kann, werden die “Raubkopien” weniger, weil ein zahlender “Kunde” Angst bekommt, seine Musiksammlung mit anderen zu teilen.
Saturn macht das genauso. Die Music Download Card kann man anonym im Laden kaufen (z.B 20€), die Seite im Web verlangt aber eine Registrierung.
Eigendlich könnten sie den ganzen Vorgang anonym abwickeln…. wollen sie aber nicht.
Ich vermute, daß die MP3´s mit einer Kennung versehen werden.
waaah es heißt ANYWAY nicht ANYWAYS
Wo liegt der Vorteil? In kurzer Zeit wirds nen CMX to mp3 converter geben. In sehr kurzer Zeit wirds halt direkt über record übernommen. Also datei durchhören und mitschneiden, erledigt natürlich alles nen prog.
@Kohloe: stimmt schon, aber die Kewl-Kids in den vereinigten Amerikanischen Emiraten hängen an alles mögliche ein “S” an, so auch an das anyway – und diese Schreibweise hat sich, entgegen aller Proteste der Oxford-English-Verfechter und Konsorten, vermehrt durchgesetzt. Yo, it’s the new kewl shizzle ;)
Anyways, nochmal zum Thema:
Wenn die Big-Four sehr früh den MP3-Markt ernstgenommen und so geschickt infiltriert hätten, könnten sie tatsächlich ein neues Format einbringen – siehe Microsoft mit all seinen (eigentl. unnützen) Formaten und Programmen – aber die haben halt die Marktmacht.
imo totgeburt