Die niederländische Privatbank DSB ist pleite. Wie? Zuerst gab es nur Gerüchte, dann eine Strafe der Finanzbehörden wegen unsauberer Geschäftspraktiken, dann Boykottaufrufe. Das alles kümmerte den berüchtigten DSB-Chef Dirk Scheringa nicht. Bis in der Nacht von Sonntag auf Montag niederländische Sparer ihre DSB-Konten abräumten, aus Angst vor einem weiteren Bankenkollaps.
Der tritt nun tatsächlich ein: 600 Millionen Euro Einlagen hat die Bank in einer Nacht verloren, jetzt ist sie am Ende und wird von der nationalen Zentralbank DNB übernommen. Hm. Das klappt ja doch! Wen boykottieren wir als nächstes? We are legion, nicht wahr?
( via tagesschau) ( pic, zur feier der dsb-pleite am 12.10: ruudgreven cc)
7 Kommentare
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“we are legion” ist das ein zitat vom exorzist oder dein schreibstil? :)
schade, dass es nur mit privatbanken funktioniert und noch schader, dass man da erstmal geld einliegen haben muss… aber ich denke in den nächsten jahren wird es derartige aktionen, die im grunde auch nur flashmobs sind häufiger geben.
angst treib die menschen…
„we are legion“ ist das ein zitat vom exorzist oder dein schreibstil? :) kommt eigentlich aus der bibel und wohl eins der besten zitate aus dem buch (keine angst kommt von der dunklen seite hrrr)
hmm bin irgendwie hollywood geschädigt dachte die haben die bank wircklich gesprengt :( war total entäuscht nicht n link zu nen youtube video zu finden
Man kann das eigentlich mit jeder beliebigen Bank machen. Wenn eine entsprechend große Anzahl von Kunden zeitgleich sämtliche Girokonten bis auf einen Euro leer räumt, kann sich das Institut spätestens nach 24 Stunden zwischen zwei Todesarten entscheiden: entweder Auszahlungen verweigern (übrigens ein Vertragsbruch) oder gleich liquidieren. Noch hässlicher würde es bei Barauszahlungen, damit ginge der Laden pünktlich zur Mittagspause in die Wirtschaftsgeschichte ein, weil er sich kein frisches Geld mehr leisten könnte. Netter Hack. Sollte man mal antesten.
[...] Quelle: Sparer sprengen Bank [...]
hab nun auch meinen beitrag geleistet und mal 20 banknoten zu 5€ geholt. :D
5€ scheine zu verknappen ist… naja besser als gar nicht drüber nach zu denken.
Einfluss haben wir mit dieser Methode nur auf Banken, die sich überhaupt noch mit “Endkunden” abgeben. Maximal können wir also kleine Lichter ausblasen.
Die “großen” Institute arbeiten aber nur noch mit Großkunden oder sind gleich reine Investmentbanken, von denen man also direkt Anteile kaufen muss um an ihren Geschäften zu partizipieren. Wer genug finanzielle Kraft hat, um diese Banken in Bedrängnis zu bringen wird sich im Allgemeinen hüten, dies zu tun.
Ist in der kapitalistischen Verwertungslogik auch schon angekommen:
http://earlstreet.rutan.de/index.php?id=303