Links oder Rechts, Freiheit oder Ordnung

091110_polit_selfEin weiteres hübsches Hilfsmittel zur politischen Orientierung ist der englischsprachige, und ein wenig auf US-Themen bezogene, Political Compass. Du beantwortest politische Fragen in vier Graden der Zustimmung, und bekommst am Ende keine Wahlempfehlung wie beim legendären Wahlomat (siehe 11k2) sondern eine Einschätzung deines Standpunkts zwischen Links und Rechts, Freiheit und Ordnung. Meine Position ist oben abgebildet, unten die von Personen der Weltgeschichte nach Einschätzung der Compassexperten und die der deutschen Parteien 2005.

091110_polit_internationalAuch interessant. Für alles andere gibts ja schon den Bartle-Test (siehe 11k2).

(gefunden via twitgeridoo)

(alle pics: click > grösser)

091110_polit_parteien

 

8 Kommentare

  1. mhh.. meine „position“ sieht wie eine kopie deiner aus :-)

  2. Was natürlich nicht nur äusserst schwachsinnig, sonders auch sehr gefährliches Gedankengut ist. Da es suggeriert, es gäbe nur diese Dimensionen/Faktoren, oder gar nur Schwarz-Weiss-Denken.
    Wo doch klar ist, dass es sich bei diesen Ordnungseigenschaften nur um bedeutungslose Dummys handelt, die dazu da sind, Leute davon abzulenken dass sie in Wirklichkeit garkeine Wahl haben, da alles das selbe ist. (Jetzt mal von ein paar Piraten und dergleichen abgesehen.)

    Ich kann nur raten, jede Denke von schwarz-weiss auf eine freie Skala auszuweiten, Und diese relativ zum Beobachter zu machen. Danach sollte man dann das ganze auf so viele Dimensionen/Faktoren wie möglich ausdehnen, und diese ebenfalls sich gegenseitig modulieren lassen. Auch korrelationen sind so nicht auszuschliessen, aber genausowenig zwingend.
    Danach bleibt nur die Frage der Quantisiertheit des Skalen all dieser Faktoren zu beantworten.

    • Ach schade, es ist keine eierlegende Woll-Milch-Sau. ;)

      Da der Großteil der Bevölkerung deinen Beitrag über Korrelation, Dimensionen, Quantisierbarkeit und Modulieren nicht versteht, bin ich der Meinung, dass die Skala Rechts/Mitte/Links eine gute Kategorisierung der politischen Meinung beim nicht ganz so informierten Bürger ist. Es ist stark vereinfacht, aber ohne diese Abstraktion ist keine Tendenz ausmachbar.

    • Naja, als wirklich gefährlich würde ich es nicht einstufen, aber ich kann EvilMachine in dem Punkt zustimmen, dass es weit mehr als nur diese zwei Dimensionen gibt und dass es viel zu stark vereinfacht ist.

      @EvilMachine: Bitte erkläre uns nochmal, was du genau, in deinem letzten, ziemlich schwammig und hochgestochen formulierten Abschnitt, mit „freie Skala“, „relativ zum Beobachter“, „Dimensionen/Faktoren“, „gegenseitig modulieren“, „Quantisiertheit des Skalen“ meinst. Das versteht man so ja nur als Intellektueller und selbst dann kann man in deine Ausführungen noch alles hinein interpretieren, was man möchte… ;)

    • Wenn man in Betracht zieht, daß der ganze SINN und ZWECK dieser zweidimensionalen Einteilung es ist, wenigstens mal über die üblicherweise verwendete Eindimensionale hinwegzukommen… come again?

  3. Natürlich ist das Ganze vereinfacht, aber letztendlich ist und bleibt es ohnehin nur eine Gedankenspielerei ohne praktischen Wert. Auch wenn das Ergebnis letztendlich bei vielen ähnlich ist, zählt doch in erster Linie der Weg, wie man dorthin gekommen ist. Dass Mehrere das gleiche Ergebnis haben, bedeutet ja nicht, dass sie bei allen Fragen gleich abgestimmt haben …

  4. Ob das nun vereinfacht ist oder nicht spielt in diesem Fall nur eine untergeordnete Rolle, wir alle vereinfachen jeden tag alle möglichen hochkomplexen Sachverhalte um sie begreiflicher zu machen (was manchmal auch schade ist). Modelle bilden nunmal die Wirklichkeit nur ab, das bohrsche Atommodell z.B. wird heute noch an Schulen unterrichtet obwohl es reichlich ungenau ist. Was aber sehr witzig ist an diesem Modell, ist, dass sich alle Ärsche der Geschichte eher oben oder oben rechts befinden unten links sind nur die coolen Jungs wie Ghandi oder Mandela, Fritz oder ich :P


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