Copyrightverletzung durch Erwähnung

So weit ist es schon: In einer belgischen Quizsendung wurde neulich (unter anderem) ein reichlich textilarmes Bild einer Frau gezeigt. Nein, ich weiss auch nicht, warum Belgier so etwas tun. Die Sache fand prompt ein breites Medienecho, manchmal mit Bild, manchmal ohne. Die erwähnte Dame, Jelle van Riet, ist aber mit dem Sänger Helmut Lotti verheiratet, und dieser fordert unter Klageandrohung Schadensersatz wegen Urheberrechtsverletzung.

Das bedeutet, dass der Fotograf des Bildes auch mit involviert sein muss. Irgendwie.

Wirklich pikant wird die Geschichte aber erst dadurch, dass Lotti auch Publikationen abmahnen liess, die nur darüber berichteten, das Bild aber nicht selbst veröffentlichten.

Urheberrechtsbruch durch Nichtveröffentlichen? Ja, beteuert der Anwalt, das sei durchaus vergleichbar.

Da lacht ihr? Wartet nur, bis sie euch verklagen, weil ihr euch in einem 11k2-Kommentar über einen nicht lizenzierten Download, oder allgemein zu Filesharing geäussert habt, ohne euch gleichzeitig hinreichend und glaubhaft davon zu distanzieren.  Dann will ich hören, was ihr sagt.

(via techdirt) (pic: im internet gestohlen)

4 Kommentare

  1. ROFL =)

  2. Das wichtigste ist, sich von allen seinen Aussagen zu distanzieren. Oder noch besser: Jemanden zu zitieren, der sich von einem Zitat distanziert.

    Das nennt man Professionalisierung der Entfremdung :)

  3. Nicht einmal in Belgien kommt ein Anwalt mit so einem Schwachsinn durch.

    • Vergiss nicht, die Belgier sind ein böses Volk.


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