Keine Ehre unter Dieben

Das finde ich jetzt wirklich amüsant: In der Schweiz laufen Steuerfluchtprofiteure Sturm gegen das Exportieren von Bankkontodaten. Klar. Millionen von Euro unversteuert in die Schweiz schaffen ist ja irgendwie verzeihlich. Sicher. Dochdoch. (screenshot: blick.ch)

14 Kommentare

  1. Ach pff. Das ist doch eine Ablenkungsmasche, komplett mit Sündenbock und Schaumstoff-Knüppel!

    Die richtigen Steuerschweine sind große Firmen. Und die brauchen so Maschen garnicht, weil die Experten haben, die den Gewinn einfach gegen Null rechnen, und die Regierung erpressen, wenn jemand da was gegen tun will.

    Und ich wette genau diese Experten sind es auch, die der aufstrebenden Konkurrenz von Kleinbescheissern auf die Art den Hahn abdrehen möchte. Man will ja seine Dominanzposition behalten.

    • erinnert mich an was:

      einfach mal youtube “steuerfahndung frankfurt” eingeben …

      da werden viele gute videos angezeigt, manche firmen haben es nicht mal nötig da irgendwas rum zu rechnen …

  2. Ganz ehrlich deutschland soll einfach belohnt auf hinweiße geben. Dann bekommt der typ sein geld halt das belohnung und nicht als bezahlung. und es lohnt sich auf für andere weiter diese daten zu sammeln.

  3. Tut mir leid aber ich halte von den Daten gar nichts. Ok, XXX Millionen mehr Steuereinnahmen? Gerne! Aber ich möchte nicht vergessen das ein Staat das einfach nicht darf und basta! Klingt spießig aber die Daten sind geklaut! Vor Gericht geht sowas auch nicht! Solche Beweismittel sind nicht zugelassen, genau wie Geständnisse unter Folter. Nee, gibts für mich persönlich kein vertuen. Ist für mich das gleiche als würde jmd Daten von meinem Rechner klauen und gegen mich verwenden! Hat was von Content Mafia: Egal wie an die (Nutzer-)Daten kommen (zur Not selbst Daten hochladen!) hauptsache Beweise.

    • jepp, so seh ich das auch. Zweierlei Maß.
      Auch wenn ich es ebenfalls so sehe das diejenigen, die der allgemeinheit ihren anteil vorenthalten, auch ordentlich zur Kasse gebeten werden dürfen.

      Wenn es zugelassen wird das dort illegal Daten gekauft werden kann man dieses Prinzip auch leicht auf andere Bereiche ausweiten. Beweise werden wie auch immer beschafft, sei es durch den widerrechtlichen zugriff auf einen heimischen PC, per ungenehmigter Durchsuchung etc etc.

      Abgesehen davon werden dann auch andere Leute versuchen irgendwie Daten zu beschaffen und diese zu verticken versuchen. 2,5 mille ist bestimmt schon ein netter Anreiz…

    • Ich denke auch, dass man dadurch einen sehr kritischen Präzedenzfall schaffen würde. Manche Sachen sind glücklicherweise auch für den Staat noch verboten, und wir können uns nur wünschen das es noch ein wenig so bleibt.

      Wegen den paar Millionen darauf zu verzichten wäre mehr als dämlich. Hmm….also ist die Sache wohl schon in trockenen Tüchern :(

    • In den USA ist es verboten, unrechtmäßig erworbene Beweise zu benutzen. Hier nicht. ;)

      Insofern darf der Staat das und soll es auch machen.

      • Auch gut so!
        Tut mir echt Leid, aber ein Beweismittel ist ein Beweismittel, egal woher es kommt! Wenn also im Laufe eines Gerichtsverfahrens die Wahrheit aufgedeckt werden soll, dann muß auch jedes Beweismittel zugelassen werden.
        Wenn jemand z.B. unrechtmäßig in ein Haus einbricht, um einen Beweis zu sichern, dann soll man diese Person eben wegen Einbruch und Diebstahl verurteilen!
        Der Beweis aber kann dadurch nicht objektiv entwertet werden!

        Und ehrlich, im vorliegenden Fall geht es ja ohnehin nicht um die Frage jemanden aufgrund der erworbenen Daten zu verurteilen, sondern lediglich darum, bei diesen Leuten mal ein bischen genauer hinzuschaun – oder seh ich das falsch?

  4. ob man das darf oder nicht ist doch völlig unerheblich. es wird halt gemacht. totalüberwachung und korruption is auch nicht schön, wird auch gemacht. defacto öffnet sich hier grad n neuer wirtschaftszweig. leute … lernt hacken, offensichtlich lohnt sich das. und warum sollte unsere generation nicht der geist sein, den die jetzige spitzenpolitik rief?

  5. klar um an geld zu kommen bedient man sich gestohlener bewiese, bei nem “normalen” verbrechen gilt sowas nicht, der täter wird aus mangel an beweisen freigelassen udn das opfer bleibt auch noch auf den kosten sitzen,….
    und da sagt noch einer dass alle vor dem gestz gleich sind

  6. XfrogX hat in der Sache recht. In welcher Sprache schreibt er? Juristisch ist das eine Belohnung und die hat´s immer schon für Hinweise zur Aufklärung von Strafsachen gegeben (und V-Leute und Kronzeugen…). Weiters ist die Dimension des Unrechts zu beachten:
    Schädigung der Allgemeinheit durch ehrlose Gierhälse im hohen Millionenbereich gegen ein paar (illegale) Kopierbefehle am Rechner. Jene muß der Staat überall packen, und nebenbei kriegen die Schweizer eins auf die Zwölf, odrr?

  7. ———————–
    § 259
    Hehlerei

    (1) Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    ———————–
    Der Typ hat die Daten bei seinem ehemaligen Arbeitgeber geklaut und versucht diue nun gewinnbringend zu versilbern.

    Ein Vergleich mit V-Leuten oder Kronzeugen passt nicht wirklich. Diejenigen machen nichts verbotenes und verkaufen auch nichts gestohlenes.

  8. [...] siehe auch 11k2_ keine ehre unter dieben [...]

  9. Das ist eh nur ein blöff, die gelder werden von der schweiz aus nicht rausgegeben,
    die setzten darauf das eine selbstanzeige erfolgt, die “steuersünder” wandern dann irgentwann aus und schluss ist sollens mit dem kauf lassen, das bringt doch eh nichts


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