USA: Jeder vierte Arbeitnehmer bewacht die Reichen

Samuel Bowles, 70, (pic) leitet als Wirtschaftswissenschaftler das Behavioral Sciences Program am Santa Fe Institute im US-Bundesstaat New Mexico. Er sagt: Jeder vierte us-amerikanische Arbeitsplatz ist dafür da, Sicherheit für den Reichtum einiger weniger zu schaffen (“guard labor”).

Das bedeutet, dass ein Viertel der US-Arbeitnehmer nichts produziert, keinen Mehrwert schafft, sondern nur den Status Quo aufrecht erhält.

Die Nobelpreisträgerin für Wirtschaft 2009, Professor Elinor Ostrom von der Indiana University, bezieht sich in ihren Arbeiten übrigens wiederholt auf Bowles.

In anderen News zum Thema erfahren wir, dass die US-Arbeitslosenrate im Januar “unerwartet” von 10 auf 9,7 % gefallen ist. Klar, jemand muss die 100 Millionen US-Dollar bewachen, die sich der Chef der Pleitebank Goldman-Sachs als Bonus genehmigt hat.

( sfreporter via boingboing, upi)

2 Kommentare

  1. Es können bereits 1/4 der Arbeitnehmer davon leben, in einer hochproduktiven Gesellschaft nur noch Sicherheitsaufgaben zu übernehmen? Krass. Das heißt: Die us-amerikanische Wirtschaftsleistung kann es sich leisten, 1/4 der potenziellen Produktivkräfte inzwischen für nicht mehr direkt produktive Aufgaben zu unterhalten, also finanzieren. Wobei man berücksichtigen kann, dass auch die Sicherung der Ordnung bzw. die Erhaltung der Rechtssicherheit eine mögliche Grundlage für manche daraufhin möglichen produktiven Tätigkeiten des Menschen sind. Das heißt, ohne die (im Durchschnitt) erfolgreich arbeitenden Sicherheitsleute eventuell auch weniger produktiver Output einer Wirtschaftsgesellschaft.

  2. [...] Das bedeutet, dass ein Viertel der US-Arbeitnehmer nichts produziert, keinen Mehrwert schafft, sondern nur den Status Quo aufrecht erhält. (Quelle: 11k2) [...]


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