Das ist was Grösseres: U.S. District Judge Robert Sweet vom Bezirksgericht in New York entschied gestern, dass Patente auf Gene nicht zulässig seien, weil sie etwas beschreiben, das nicht etwa von Jemandem erfunden wurde, sondern schon in der Natur vorkommt. Also ein Grundsatzurteil.
Das jetzt von der Gentechnik-Industrie mit allen Mitteln (notfalls bis zum Supreme Court und dem Präsidenten) angefochten werden wird. Im konkreten Fall geht es um ein Verfahren für einen Brustkrebstest, das sich das US-Unternehmen Myriad Genetics Inc schützen liess. Die Folgen sind allerdings kaum absehbar, würden sie doch die Bemühungen von Monsanto und anderen Gen-Industrie-Betrieben massiv behindern.
( businessweek via techdirt) (pic pd)
2 Kommentare
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Hab’ da grad ein Déjà-vu… liegt das am LHC? Zeitschleife, irgendjemand?
Da war doch grad ein Chaosradio zu dem Thema…
da: http://chaosradio.ccc.de/cre143.html
Ich bin zwar im Allgemeinen für Offenheit, freien Zugang und so weiter. Warum sollte man aber Gene nicht patentieren, man kann sie durchaus synthetisieren und als Software für Nanomaschinen betrachten – jedenfalls im jetzigen Softwarepatentdschungel würde das nicht mehr ins Gewicht fallen. Obwohl die Sinnhaftigkeit von Softwarepatenten durchaus diskutabel ist. Oder sind Gene doch Hardware? Alles abschaffen – Zumindest mal reformieren wäre sinnvoll.