Der “First Person Observer” ist ein Meta-Medium erster Güte und damit charakteristisch für das literarische Schaffen des frühen dritten Jahrtausends. Einfacher gesagt: Der Spielejournalist Christopher Livingston hat etwas völlig Grossartiges auf die Beine gestellt, nämlich ein Gaming-Blog im Stil des US-Satiremagazins “The Onion”.
Mit Stories aus dem Spielekontext, ob das nun Cyrodiil, der Planet Cocytus, das Counter-Strike-Spielfeld um die Ecke oder die epische Frage ist, ob Health-Packs wirklich an jeder zweiten Ecke herumliegen sollten oder das nur ein Entgegenkommen der Developer an die vielen Loser unter den Gamern sei (also alle, die zu weich sind für den Nightmare-Modus).
Aber durch diese wundervolle Kombination von selbstreflektierender Satire und Gamerspeak begrenzt sich die Leserzielgruppe des First Person Observer eben nur auf einen Ausschnitt unserer Gesamtgesellschaft. So ungefähr alle unter 30.
3 Kommentare
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[ So ungefähr alle unter 30. ]
hmmmm? irgendwie glaube ich hast du vergessen das die h-core-zocker der 1sten (spielhalle), 2ten (spielhalle, atari, amiga etc.) und 3ten generation (spielhalle, konsole, handheld, pc+ usw.) nicht unbedingt mit vollendung des 18ten lebensjahres abruppt mit dem zocken aufhörten und das diese generationen mittlerweile (in “gamespeak” wohl nicht ganz unbewanderten mitmenschen – welche diese “spielesprache” sogar zT. “mitentwickelt” haben) standardmäßig auch schon zwischen 35 und 40+ jahre alt sind, oder wie?
> im Stil des US-Satiremagazins “The Onion”.
Du sagst das, als wäre das was gutes…
Unlustigkeit und mies drauf sein als lustig zu verkaufen, war noch nie was gutes.
Soso, er greift also charakteristische Eigenschaften und Situationen von Computerspielen auf und bastelt eine mehr oder weniger humorvolle Story herum. Wenn Computerspiele eigentlich eine Zeitverschwendung sind (wenn auch in sehr angenehmer Form), WAS IST DANN DAS?
Wenigstens bringen die Besucher über die Kommentare etwas mehr Leben und Komik rein!