Der saure Regen kommt zurück

Das Problem der schwefelhaltigen Brennstoffe (Kohle, Heizöl) und der Entstehung von Regen- oder Nebeltropfen, die Schwefelsäure (H2SO4) enthalten, ist einigermassen gelöst. Jetzt rollt ein ähnliches auf uns zu: Regen und Nebel mit Salpetersäure (HNO3), mit vergleichbaren Folgen. Nur die Quelle ist diesmal eine andere:

Ammoniak als agrar-industrielles Abfallprodukt, das durch chemische und biochemische Reaktionen zu Säure wird. Mit anderen Worten: Fleischfabriken machen da weiter, wo die Schwerindustrie in den 80er Jahren widerwillig aufhörte.

Diese Entwicklung wird in den USA bereits mit Sorge betrachtet, hierzulande erfreut sich der agrar-industrielle Komplex noch üppiger EU-Subventionen. Auf Kosten der umwelt-effizienter produzierenden Kleinbetriebe, der Konsumenten und der von uns allen genutzten Umweltbedingungen.

(scientificamerican via io9) (pic greenpeace)

16 Kommentare

  1. als kenner der landwirtschaft und chemie warte ich schon lange darauf das dieser effekt in das öffentliche interesse rückt.
    die anahme des von mir geschätzten autors den ich nahezu täglich lese ist aber falsch.

    im zusammenhang mit der bakterielen freisetzung von ammoniak ist die aufstallung von rindern und schweinen auf stroh das weit ungüstigere verfahren

    die lagerung von flüssigmist, die gesetzesbedingt unter luftabschluss stattfindet lässt keine ammoniaksynthese zu.

    zu ähnlichen effekten kommt se bei der ausbringung aufs feld.

    mit verlaub herr fritz die sache haben sie falsch recherchiert.

    abschliessend möchte ich aber noch erwähnen das ich aus anderen gründen kleinbäuerliche landwirtschaft bevorzuge und selbst meist nur fleisch aus selbiger bevorzuge (abgesehen von mir abgepressten mc donalds besuchen)

  2. noch eins was der breiten öffentlichkeit nich bekannt ist.

    biogasanlagendie von ökologischen tagträumern als beitrag zur energie und klimawende gefeiert werde stossen bei jeder störung(ca60 stunden pro woche)
    und jeder abschaltung durch die leitstellen der energieversorger (kommt auch nich selten vor manchmal sogar über sehr lange zeiträume) stossen erhebliche mengen h2so4 aus die so schnell keine stallanlage erreicht

    von ihrem schlimmen effekt auf den ackerboden den ich persönlich für noch viel katastophaler halte.

    meiner meinung werden biogasanlagen als einer der grössten fehler des westens in die geschichte eigehen

    ich bitte andere kommentatoren mich nicht für diese wahrheiten zu beschimpfen.

    • Selbst wenn dem so wäre (Quellen hast du ja nicht angegeben)

      Die Ablehnung einer Technologie aufgrund von technischer Anfälligkeit (die nicht systematischer Natur ist sondern eher in den Versuchsstadien solcher Anlagen zu finden ist) und die Unfähigkeit (bzw. Unwilligkeit) der Netzbetreiber ein Stromnetz zu schaffen dass die Spitzen erneuerbarer Energien auffangen und verwerten kann, finde ich doch etwas einfach….

      Natürlich ist Biogas kein Weltenretter aber es kann in vielen Situationen und Bereichen ein gesunder Beitrag zu den erneuerbaren Energien sein…

      • So wie die tatsache der ammoniak synthese bei aufstallung auf stroh
        hat auch die gährgasgewinnende branche kein interesse bedenkliche ja sogar nachhaltig zerstörerische aspekte ihres tuns publik zu machen.

        ich persönlich habe mich aus diesen gründen gegen den einstig in den
        sektor gährgasgewinnung entschieden

        das hätt mir so en gewinn von 200000 euros gebracht

        aus verantwortung dem grund und boden gegenüber der in 7 generation nach religionsbedingter enteignung und vertreibung urbar gemacht wurde und auch vom führer enteignet wurde, mein grossvater fiehl zudem im strafbatallion nahe kursk.
        war ich zu einem solchen schritt nicht bereit.

        das der landwirtschaft durch den strukturwandel der vergangenen 20 jahre in weiten teilen die verantwortung vor boden tier und nachhaltigkeit verloren ging wird sich rechen.

        das den modernen agrarmanagern hier selbsternannte umweltromantiker zuspielen sorgt in diesen kreisen bestimmt für belustigung.

        denn noch eins: gährgasanlagen sind grundlastanlagen
        störungen in selbigen sind meist systembedingt wegen der komplexität der anlagen (pumpenausfälle,verstopfungen,antibiotische gährungen,temperatursteuerugsprobleme,personelle überforderung).

        warten wir mal 5-10 jahre ab vielleicht werden sie sich dan noch an meine einschätzung erinnern.

        und überigens die zeche für dieses fortschrittliches energiekonzept zahlen klein und privatverbraucher.
        bzw der steuerzahler in form von gigantische investitionsförderung triebkraft hierfür ist der globale immesionshandel. auch en tolles konzept

        aber hey ich red ja doch nur dummes zeug, ich kann ja keinen verweis zu greenpease den günen oder jürgen domian vorweisen.
        und da ich keinem bioverband angehöre bin ich ja auch höchstwahrscheinlich ein agrarterrorist.

        dennoch is es mir unmöglich ihren ausführungen einen meinungsändernden aspekt auszulösen.

        • “dennoch is es mir unmöglich ihren ausführungen einen meinungsändernden aspekt auszulösen.”

          *Lach* Das habe ich nun wirklich auch nicht erwartet^^

          Es sei ihnen unbenommen sich für oder gegen Biogasanlagen einzusetzen. Und ich will bestimmt nicht evangelisierend durch die Lande treten und für Biogasanlagen eintreten.
          dafür ist das Thema auch zu sehr Nische. Auch mit der Vergasung von Pflanzenabfällen (also ohne in Konkurrenz zur Nahrungserzeugung zu treten) ist das Potenzial dieser Technik nicht groß genug um revolutionäre Umwälzungen im Energiebereich zu erzeugen. Aber es kann wie gesagt in vielen lokalen Bereichen eine sinnvolle Alternative bilden.

          Und die von ihnen angegebenen systembedingten Ausfälle als da wären

          “pumpenausfälle,verstopfungen,antibiotische gährungen,temperatursteuerugsprobleme,personelle überforderung”

          sind zur Gänze in den Griff zu kriegen. Wer ein Atomkraftwerk relativ sicher am laufen hält der kann auch mit solchen Widrigkeiten umgehen. Es fehlt allein an Erfahrung und Entwicklung. Und wenn denn einmal im Jahr eine größere Menge h2so4 entweicht ist das global gesehen auch kein Problem. Dem entgegen stehen die toxischen Rückstände der Kohleverbrennung und die Co2-Produktion bei deren Verstromung. Die verstromung einer endlichen Ressource für deren Abbau die natur weitaus “nachhaltiger” geschädigt wird. Aber das passiert ja schön weit weg wo es keiner sieht (und die Rückstände kommen in Fässer in Salzstöcke. Aus den Augen aus dem Sinn)

          Die zeche für jedwedes Energiekonzept zahlen übrigens immer die Verbraucher. Sei es bei der Subvention der Atomkraft samt der Endlagerung der Brennelemente, der Solarkraft, der Windkraft, der Wasserkraft (zumindest in der Vergangenheit) oder die Erforschung der Abscheidung und Speicherung des Co2`s unterirdisch oder Kernfusionsforschungen. Und wenn wir weiter so klimaerwärmend verstromen dann bezahlen wir den Deichbau, die erhöhten Versicherungsprämien, Agrarsubventionen aufgrund der Verwüstung, Völkerwanderung und Unruhen, Versorgungskriege etc.
          Das ist kein Argument für oder gegen Energiekonzepte.

  3. ich treibs jetzt auf die spitze aus klimaschutz und aus gründen der bodengesundheit ist die tierhaltung auf gülle das beste landwirtschaftliche verfahren.

    ganzjährige feldbegrünung vorausgesetzt.

    • Den Zusammehang verstehe ich jetzt aber mal gar nicht.

      Versteh ich das richtig, dass es besser sein soll, die Tiere in ihrer eigenen Gülle stehen zu lassen?

      Vor allem ist es ja auch bekannt, dass das Grundwasser durch diese Art der Düngung in Mitleidenschaft gezogen wird.

      Also was soll das dann bitte bringen?

      • vorab das aufstallen von nutztieren auf spaltenböden sprich gülle lehne ich etisch voll und ganz aus etischen gründen ab,verschiedene bioverbände (bioland) tun das nicht

        der hauptschlachtungsgrund für milchkühe ist die spaltenbodenhaltung. grund ist hierfür die klauenbelastung der tiere sowie infektionskrankheiten und euterkrankheiten.
        eine kuh auf stroh lebt länger.

        ihre einschätzung zur grundwasserbelastung ist aber grundlegend falsch.

        gülle ist sofort Pflanzenverfügbar bei ausbringung auf begrünte flächen bzw zeitnaher aussaat findet faktisch keine auswaschung statt.

        anders bei mist hier ist die pflanzenverfügbarkeit temperaturbedingt und für den landwirt faktisch nicht steuerbar. es kommt zu erheblichen nitratauswaschungen.

        auch wen gülle als geruchsbelastender als mist entfunden wird sind die ausgasungen von mist (no2=geruchslos) höchst klimaschädigent.

        die genauen zahlen sind mir nicht bekannt es is mir auch zu lästig sie zu suchen

        ich möchte nur zu bedenken geben ob es einer logik folgt die grundlage der ernährung zu verteufeln und zeitgleich uneingeschrängte mobilität und turbokonsum für sich einzufordern.

        eine ernährung der bevölkerung zumal bei verdrängung durch biogasanlagen ist nach demeter massstäben nicht zu vollziehen und für eine verarmende bevölkerung nicht tragbar.

        • “eine ernährung der bevölkerung zumal bei verdrängung durch biogasanlagen ist nach demeter massstäben nicht zu vollziehen und für eine verarmende bevölkerung nicht tragbar.”

          Sorry, aber das sind immer gleich so viele Punkte in Einem, Ernährung, Biogas, Demeter. Schon sehr schwierig so zu diskutieren.

          Fakt ist ja aber auf jeden Fall, dass man durch Reduzierung der Massentierzucht, die bewiesenermaßen viele schädliche Auswirkungen auf die Umwelt hat, gleichzeitig mehr Anbauflächen genutzt werden können um Pflanzen für den menschlichen Verzehr anzubauen.

          “Die Grundlage der Ernährung” wird dies demnächst nicht mehr sein, denn es werden sowohl die Anbauflächen fehlen, als das saubere Trinkwasser, usw.

          Eine Rückbesinnung wäre mal toll, bis zu den 70ern war es “normal” nur 1-2x die Woche Fleisch zu essen, erst danach ging dieser Massenhype los.

          • und dass “Turbokonsum” und “unbeschränkte Mobilität” nicht gehen, da sind wir uns einig.
            Aber wenn wir erst mal 9 Mrd. Menschen auf diesem Planeten sind, spätestens 2050, dann werden das auch die letzten begriffen haben.

          • genau so sehe ich das ja auch
            mir täten sogar die späten 80 reichen

  4. Sorry, aber ich als überzeugter Veganer beforzuge eher eine kräftige KuhdarmgasInhalation als diese standigen TodesAbgase an Straßenbahnhaltestellen eyy.

    • Und typisch für „überzeugte Veganer“ (lies: geistig verwirrte Pseudomoraliker) ist deine Rechtschreibung auch schon durch die zerebralen Fehlfunktionen beeinträchtigt.

      • @BAReFOOt (lies: von sich selbst überzeugter ignoranter Klugscheisser):
        Ich möchte Dir, als ebenfalls als überzeugter Veganer, sagen, dass es keinerlei Anlass gab, “spill” in dieser Form zu beleidigen bzw. anzutrollen. Der beitrag war nicht sonderlich herausragend, aber immerhin nicht beleidgend, im Gegensatz zu Deinem.

        Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass es nachweislich wesentlich mehr Krankheitsbilder gibt, die durch die offensichtlich von Dir vertretenen ‘omnivoren’ Ernährung verursacht werden als durch die ‘Vegane’.

        Des weiteren möchte ich Dir noch nahelegen, evtl. mal die Fresse zu halten, wenn Du grad mal wieder keine Ahnung hast und eh nichts beitragen kannst, als Menschen grundlos zu beleidigen!
        Es wäre ja schön, wenn nur einmal eine Kritik mit Fundament von Leuten wie Dir käme, aber ich glaube da mangeltseinfach am nötigen Nachdenken.

        • Nachtrag: Und Deine Grammatik ist auch nicht gerade so überzeugend, dass Du Dich über die Orthographie anderer auszulassen brauchst!

  5. [ Düstere Prognose für die Menschheit

    Montag, 21. Juni, 11:41 Uhr

    Ein bekannter Wissenschaftler prophezeit den Menschen eine düstere Zukunft. Durch den Klimawandel könnte es bald zu Ende gehen mit den Erdbewohnern. Die Entwicklung sei nicht mehr aufzuhalten.

    "Wir werden aussterben", zitiert "The Australian" den Mikrobiologen Frank Fenner. "Was auch immer wir jetzt unternehmen, es ist zu spät." Schon in 100 Jahren könnte der "Homo sapiens" Vergangenheit sein.

    Aber auch für andere Lebewesen sieht Frank Fenner schwarz. Viele Tiere würden ebenfalls sterben. "Diese Situation ist nicht mehr aufzuhalten. Ich glaube, dass es zu spät ist. Ich vermeide es eigentlich, darüber zu sprechen. Immerhin versuchen die Menschen ja, etwas dagegen zu tun. Aber sie verschieben die ganze Entwicklung nur."

    Die Schuld an dem Ende der Menschheit sieht Fenner in der Bevölkerungsexplosion und dem "ungezügelten Konsum". "Die Klimaveränderungen stehen erst ganz am Anfang. Aber schon jetzt können wir auffällige Veränderungen beim Wetter beobachten", so der Wissenschaftler.

    Er befürchtet, dass dem Rest der Menschheit dasselbe Schicksal wie den Bewohnern der Osterinseln blühen wird. Durch die gedankenlose Rodung ihrer Wälder hatten die Eingeborenen ihr ehemals fruchtbares Land in eine Einöde verwandelt.

    Allerdings gibt es auch Gegenstimmen zu den düsteren Prophezeiungen des Wissenschaftlers. So zitiert das australische Nachrichtenportal dessen Kollegen Stephen Boyden mit den Worten: "Frank könnte Recht haben. Aber einige von uns hegen immer noch die Hoffnung, dass sich die Menschen ihrer Situation bewusst werden. Das wiederum könnte zu den notwendigen, revolutionären Maßnahmen führen, die die Umwelt zukunftsfähig machen."

    In Australien gilt der mittlerweile 95-jährige Wissenschaftler Frank Fenner als Ikone. Durch den Einsatz des Myxoma-Virus gelang es ihm, der Kaninchenplage in Australien in den 50er Jahren ein Ende zu setzen. Außerdem war er in den 60er Jahren an der weltweiten Ausrottung der Pocken beteiligt. ]

    http://de.news.yahoo.com/34/20100621/tsc-duestere-prognose-fuer-die-menschhei-98fda55.html


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