Doch, da muss ich dem Kollegen Roman Grafe recht geben. Nicht nur, weil er sich durch Enthüllungsliteratur zu an der Mauer erschossenen DDR-Flüchtlingen qualifiziert (Deutsche Gerechtigkeit) und seine Veröffentlichung auch gegen die Gewerkschaft der Polizei und andere professionelle Systemschützer durchgeklagt hat. Im Nachlauf zum ersten Jahrestag der Winnenden-Schiesserei hat er einige Fakten zusammengetragen und in einem Artikel zusammengefasst.
Bis zum Mauerfall, schreibt er, war der private Waffenbesitz in West-Berlin verboten. In Japan ist das nach vor der Fall. 1996 fand in Dunblane, England, ein Massaker an einer Schule durch einen damals 44jährigen statt, bei dem 17 Menschen durch 109 Schüsse aus vier legal erworbenen Faustfeuerwaffen der Marken Browning und Smith & Wesson ermordet wurden. Nach einem Aufruf der Boulevardzeitung Sunday Mail sammelten Bürger innerhalb von vier Monaten über eine Million Unterschriften, seither ist dort der Besitz von Faustfeuerwaffen verboten. Seitdem gab es in England keinen Amoklauf an einer Schule mehr. Überhaupt ist die Mordrate mit Waffen auf einen Minimalwert gefallen.
In Deutschland üben bereits viele Sportvereine mit Luftpistolen und -gewehren. Es gibt kein Grundrecht auf Schusswaffen. Und was macht unsere Regierung? (zeit) (pics: internet)
3 Kommentare
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Das ist mir zu flach.
England ist ein leuchtendes Beispiel für die Wirkungslosigkeit eines Totalverbotes.
Der legale Waffenbesitz ist statistisch gesehen kein Problem.
Winnenden und ähnliche Kathastrophen sind durch ein totales Waffenverbot nicht zu verhindern.
Auf jede legale Waffe kommen hierzulande 4 illigale.
Die Briten bringen sich jetzt sehr erfolgreich mit Messern und illigalen Waffen um.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,586782,00.html
Willst Du Messer auch verbieten? Und dann Baseballschläger? Und zum Schluß Steine?
Das Problem steckt in den Köpfen der Menschen.
Die zunehmende Gewaltbereitschaft wird immer einen Weg finden.
Ich habe auch keine Ahnung wie man das abstellen könnte, aber der britische Weg
mit tausenden von Kammeras und einem (Nur auf dem Papier existierenden) Totalverbot von Schusswaffen ist ein Fehlschlag.
“Winnenden und ähnliche Kathastrophen” ?
Nicht? Die Eltern hatten die Knarren also Illegal gehabt?
Die Täter waren nie in Schützenvereinen? Und auch sonst keinen zugriff auf Waffen?
Die Täter selber hatten keine, richtig, da kann man schnell argumentieren das der Waffenbsitz in dem Moment illegal war. Die Eltern hatten aber jeweils legal Waffen. Hätten die keine gehabt wäre der Knirps auch nicht ballernd durch die Schule gezogen.
Messer, Basebalschläger und co kann man damit nur ungefähr so wie Tretroller und Motorrad vergleichen.
Gib mal einen Tip ab wieviele Menschen man mit sowas verletzen kann bis man selber niedergestreckt wird? Und in welcher kondition man dazu sein muss.
Pistolen und co können auf größerer Distanz töten, das können Messer und Basi’s zb nicht; Der Täter muss sich also von Angesicht zu Angesicht jemanden vornehemen, wobei die davor eben Schiss haben weil sie dann auch entsptrechend auf die Fresse kriegen werden.
Um Ihre Aufgeregtheit zu bekämpfen kriegt jeder Poster hier einen Gutschein für eine Waffe seiner Wahl.
Yours, Häcksler
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