Ausländische Presse zu S21-Polizeigewalt

US-Blogger/Autor Cory Doctorow zitiert zum Gewaltrausch der Stuttgarter Polizei: “Diese extreme Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten erhält einen besonders schlechten Nachgeschmack durch den Jahrestag der Wiedervereinigung… Wenn die Polizei damals sich so verhalten hätte wie die Polizei heute in Stuttgart, gäbe es immer noch 2 deutsche Staaten”.

Ich finde es vollkommen in Ordnung, Godwins Gesetz von Nazi-Vergleichen auf Stasi-Vergleiche auszuweiten und diese mutig dort anzuwenden, wo sie hingehören. So wie hier, wo eine oberflächlich demokratisch gewählte Verwaltung zu totalitären Mitteln greift, wie wir sie aus China, Russland oder anderen modernen Diktaturen mit Scheinparlament kennen.

(boingboing)

12 Kommentare

  1. Was Bayern sein Wackersdorf, ist Baden-Württmeberg sein S21?
    Bloß gut, dass die im März 2011 Landtagswahlen haben…

  2. Es ist ja eigentlich zu heulen das es in Deutschland tatsächlich so zugeht wie in China. Jetzt kann ich jedenfalls nicht mehr offen die offensichtliche Unterdrückung in China kritisieren wenn ich sehe das es hier genau so läuft. Eine Schande, wirklich traurig.
    Jetzt noch die Zensur vorantreiben dann merkt man bald keinen Unterschied mehr.

    • naja die chinamänner ham schon noch die Nase vorn. Schließlich hatten die in Stuttgart keine Panzer… bisher…

      • @BesserWisser, dass ist wohl richtig, ich war oft in China und konnte bisher immer reinen Gewissens sagen das in D Meinungsäußerung frei geschehen kann und das niemals die Polizei gegen eine Gruppe mit Waffen vorgeht. Das ist jetzt vorbei, die sind bewaffnet auf unbewaffnete losgegangen. Erst danach haben vereinzelte Demonstranten wohl zu Steinen gegriffen, wahrscheinlich in Angst und Wut und nicht wie sonst mit Vorsatz.
        Die Verhältnismäßigkeit der Mittel wurde ich ganz klar nicht gewahrt, einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft.

        • wenn sich die mainstreamverblödeten erst mal an irgendeinem scheiß (der ihnen vorgekaut wurde) festgebissen haben, dann wollen sie davon einfach nicht mehr loslassen – EGAL WIE DIE BEWEISLAGE TATSÄCHLICH AUSSIEHT. . . .

          . . . was für die „STEINE-WERFER-THEORETIKER“

          [ . . . Hintergrund: Als Folge eines überharten Polizeieinsatzes waren am Donnerstag mindestens 130 Demonstranten verletzt worden, auch Alte und Kinder. Landesinnenminister Heribert Rech (CDU) hatte den Einsatz von Wasserwerfern und Pfefferspray mit dem „Selbstschutz“ der Beamten gerechtfertigt: auf sie seien „Pflastersteine“ geworfen worden. Später korrigierte er sich: Lediglich Kastanien seien geflogen, wie die Polizei bestätigte . . .

          Berliner Kurier, 02.10.2010 ]

          • also so ne Kastanie kann aber auch schon verdammt weh tun…

            Spaß beiseite – natürlich war das Vorgehen unverhältnismäßig und sollte maßgebliche Konsequenzen für die Verantwortlichen haben.

            Ob man aus dem gottseidank – noch – einzelnen Vorfall gleich schließen muss, dass ganz Deutschlands Exekutive moralisch bankrott ist halte ich für übertriebn.

            Wichtig ist – und das passiert ja hoffentlich gerade, dass der Aufschrei in der Öffentlichkeit bis zu den nächsten Wahlen am leben gehalten wird.

  3. [...] [via] Artikel verlinken: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können. [...]

    • was zur hölle sollen diese pingbacks?! das interessiert keine sau, wer den artikel irgendwo postet, oder MUSS es mir jetzt auch noch bei facebook GEFALLEN? ist daran irgendwas produktiv?! bitte um aufklärung.

      • Trackbacks sind keine wirklich neue Erfindung, auch im 11k2 sind sie von Anfang an dabei. Nur der automatisch übermittelte Text ist nicht immer sinnstiftend, aber so ist das Internet nun mal.

  4. War heut Abend dort am Bauzaun. Ich war nicht der einzige, den das da nicht an einen Zaun erinnert, sondern an eine Grenze. Gespenstisch.

    • Ja, im Wesentlichen fehlt nur noch, dass Mappus sich hinstellt und sagt “niemand hat die Absicht in Stutgart eine Mauer zu errichten”, nee, ein Zaun, der aussieht als wolle man demnächst Selbstschussanlagen dranmontieren reicht zur Abschreckung aus.

      Das Problem ist, dass die Verwaltung tatsächlich glaub, sie SEI der Staat. wird Zeit, dass die Bürger sich ihr Eigentum zurückholen.

  5. ein durchaus angemessener vergleich, wobei eine fixierung auf die tage vor 20 jahren nicht das maß sein darf, sondern allerhöchstens als kontrast dienen kann; bürgerliches aufbegehren, demonstration als allgemeingut einer demokratie muss selbstverständlich sein und nicht ein notwendiges übel !!!


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