Arbeitsministerin verlangt Fachkräfte-Einwanderung

Der Krieg gegen die Bevölkerung geht weiter: Jetzt forderte Bundesarbeits­ministerin Ursula von der Leyen mehr qualifizierte Einwanderer; man müsse die Schranken für Fachkräfte senken, erklärte sie gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Das wäre natürlich für die nationale Wirtschaft und ihren angeschlossene Politiksektor viel kostengünstiger, als selbst in Ausbildung zu investieren. Die zurückbleibenden nationalen Nichtfachkräfte werden eben als Sozialschmarotzer marginalisiert und müssen schauen, wo sie bleiben.

Wirklich, ich frage mich, ob die reichsblonde Übermutter in ihrem neuen Job nicht noch viel mehr Schaden anrichtet als davor im Zensurministerium.

(via tagesschau)

24 Kommentare

  1. Irgendwie wird bei dieser ganze qualifizierte Einwanderer-Debatte meist total vergessen, dass es da einige mit akademischen und anderen hochwertigen Ausbildungen im Land sind, deren Ausbildung/Titel aber nicht anerkannt wird. Da müssen dann Ärzte oder Ingenieure Taxi fahren nur weil es anscheinend ein unendlicher Krampf ist, einen ausländische Ausbildung anerkennen zu lassen.

    • Seit ewigen Zeiten betreibt die BRD eine negative Bildungspolitik. Das Resultat ist eine verdummte Gesellschaft die abhängig von ausländischen Fachkräften ist. Eine gezielte Vernichtungspolitik die sich gegen das Deutsche Volk richtet, und ihm den Volkstot beschert. In 100 Jahren wird es höchstens noch 10 Mio. Deutsche geben, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden. Dann können Multikultitouristen den letzten Urdeutschen auf Helgoland oder in den Hochalpen in freigehegen beobachten. Gute Nacht Deutschland du bist schon Tot nur noch nicht umgefallen!

  2. Ja und dann kommen noch Einkommenshürden hinzu, die verlangen über 60000 Euro Jahreseinkommen wenn man bleiben will.

    Den Post an sich finde ich Mist, auch wenn ich von der Leyen nicht leiden kann dann ist doch anzumerken das sie recht hat bei der Einwanderung. Nein wir haben nicht genügend hochqualifizierte Fachkräfte, das liegt einfach daran das die Deutschen zu faul sind und nicht flexibel und nicht an der fehlenden Ausbildung. Punkt.
    Ausserdem ist es doch ein Kompliment für unser Land wenn andere Menschen zuwandern, wir sollten sie mit offenen Armen empfangen.

    • [ das liegt einfach daran das die Deutschen zu faul sind und nicht flexibel und nicht an der fehlenden Ausbildung. ]

      du bist nur ein vollkommener mainstream-verblödungs-und-massenverarschungs-medien-manipulierter VOLLTROTTEL mit dem eine diskussion (über die tatsächlichen missstände in diesem lande) anzufangen nicht mal im ansatz lohnen würde!

      das einzige was ich dir (und solchen wie dir) raten kann ist einfach mal einen blick in die NDS seiten zu werfen. evtl. geht dir und den anderen simpeln vllt. mal ein kronleuchter auf!

      http://www.nachdenkseiten.de/

      • @Knallbonbon
        dann bin ich mal gespannt wie die ganzen hochqualifizierten Arbeitslosen beispielsweise meinen Job machen. Ich muss mir wirklich das Lachen verkneifen. Die meisten würden ja schon daran scheitern sich für ein Studium zu qualifizieren.
        Aber das ist sicher auch nur eine Verschwörung zur Versklavung aller Menschen. *lach*

    • Ben, bitte nicht so kurz denken. Wir haben hierzulande gerade unter einer Million offener Arbeitsplätze (da sind auch die 1-euro-jobs reingerechnet, die gar nicht wirklich offen sind), davon laut Industrie 400.000 offene Ingenieursjobs, gegenüber mehr als 3 Millionen offiziellen Arbeitslosen und insgesamt über 10 Mio, die Stütze oder Zusatzleistungen kriegen, weil einfache, ehrliche Arbeit eben nicht mehr zum Leben reicht. Darüber hinaus bin ich natürlich für Einwanderung und gegen die künstlich geschürte Ausländerangst.

    • So einen Schwachsinn habe ich noch nicht gehört. Ausländer sehen unser Land als Rentnerparadies an, und haben ein System dem Staat das Geld abzuzocken. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wer sich mit dem Migranten Miliaeu auskennt glaubt seinen Augen und Ohren nicht zu trauen, denn es tun sich Abgründe auf. Deutschland wird das auf dauer nicht verkraften und eines Tages wird es unter der Last der Fremdvölker zusammenbrechen. Dann regiert die Mafia der Islam und ein Türkischer Bundeskanzler! Vieleicht heißt er schon Cem Özdemir…

  3. VOTZE ist noch viel zu gut für diese wertlose und überprivilegierte SCHLAMPE!!!

  4. Hm – welche Schranken das wohl sein mögen? Wahrscheinlich wird man es doch in diesen Fällen mit der in CDU / CSU-Kreisen so lautstark geforderten Zwangsakkulturation in Richtung deutsche ‘Leitkultur’ plötzlich nicht mehr so genau nehmen. Wenn diese Regierung von ‘Werten’ schwadroniert, geht es stets nur um solche in ökonomischer Hinsicht. Ein ‘guter Ausländer’, ist in dieser Logik stets einer, der das BIP zu steigern verheißt. Als ‘integriert’ kann nach solch materialistischem Verständnis folglich immer nur derjenige gelten, der einen gültigen Arbeitsvertrag besitzt, danach heißts ‘ab nach Hause!’: sowas nennt man Rassissmus, glaub ich (Zynismus ist es allemal). Dieselben Herrschaften, die ‘Multikulti’ eben für ‘tot’ erklärt haben, versuchen also den Fehler der seit den 50er/60er-Jahren des letzten Jahrhunderts versäumten Integrationspolitik gegenüber ausländischen Fachkräften (hießen damals ‘Gastarbeiter’) gleich noch einmal zu begehen.

  5. Von dem 3 Mio Arbeitslosen in Deutschkand sind ja viele gar keine Deutsche. Von den Deutschen unter diesen 3 Mio ist eine Vielzahl ungelernt und angelernt. Vor allem doch deshalb, weil diese deutschen Menschen einfach nicht die geistige oder sozialen Fähigkeiten haben, die ihre Qualifizierung für hochqualifizierte Jobs in Technik und Ingenieurswesen möglich machen würde. Wer in den letzten 40 Jahren als Deutscher mit einer Note schlechter als 2 in Mathe, Deutsch und Englisch die Hauptschule verlassen hat, taugt vielleicht für einen Job im Handwerk, sicher aber nicht für hochqualifizierte Jobs in Technik und Ingenieurwesen. Letztere aber sind es, die das Schaffen von Jobs für Minderqualifizierte in Handwerk, Handel (Lageristen) und Dienstleistung (Straßenfeger und Müllabfuhr) erst möglich machen. Genau deshalb hat Frau VdL zum ersten Mal ihrem Leben Recht und genau deshalb benötigen wir hochqualifizierte Zuwanderer. Deutsche Sozialkeramiker, Stahlwerker und Bergleute wird man in ihrer überwiegenden Mehrzahl schlechterdings nicht zu hochqualifizierten Technikern und Ingenieuren umschulen und qualifizieren können, einfach weil ihnen schon aus Grund- und weiterführenden Schulen die Grundlagen in Mathematik und Naturwissenschaften fehlen.

    • noch so ein propaganda-geschädigter VOLLTROTTEL!!!

      [ Herrliche Belege für Kampagnenjournalismus

      Hier die Überschriften und die Einführungstexte zu den einschlägigen Produkten des offensichtlichen PR- und Kampagnenjournalismus:
      1. SpiegelOnline vom 19. September 2010, 07:48 Uhr
      Not auf dem Jobmarkt
      Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus
      Von Markus Dettmer
      Deutschlands Arbeitsmarkt entwickelt sich prächtig, bald sind wohl weniger als drei Millionen Menschen ohne Job. Doch was gut klingt, bereitet Ökonomen große Sorge: Dem Land droht ein Fachkräftemangel, der durch das Altern der Gesellschaft noch verstärkt wird. Der Ausweg: mehr Zuwanderung.

      Quelle: SPIEGEL Online

      Den Namen des Spiegelredakteurs Markus Dettmer muss man sich wohl merken. Offensichtlich ist er PR-Journalist.

      Vergleichen Sie seinen Beitrag mit den folgenden:
      2. SpiegelOnline vom 07. Juli 2010, 14:23 Uhr
      Industriestaaten-Vergleich
      Jubel über schwarz-rot-goldenes Jobwunder
      Das hat sonst kein Industrieland geschafft: In der Bundesrepublik ist trotz Wirtschaftskrise die Arbeitslosigkeit gesunken. Eine neue OECD-Studie lobt die Entwicklung in Deutschland – nur ein großes Problem gibt es. In anderen Staaten finden Arbeitslose wesentlich schneller wieder einen Job.
      Quelle: SPIEGEL Online
      3. Bild-Zeitung vom 13. August 2010
      Wirtschafts-Märchen Ausland feiert Deutschlands Konjunktur-Boom
      Höchstes Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung +++ Politiker halten 3 Prozent Wachstum für möglich +++ Experte: „Sommermärchen!“
      Krise war gestern, heute ist Aufschwung! Die deutsche Wirtschaft boomt wieder, meldet das Statistische Bundesamt in Form von Zahlen: Ganze 2,2 Prozent legte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zu. Das höchste Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung!
      Quelle: BILD.de
      4. Bild-Zeitung vom 30.7.2010
      „Fachkräftemangel wird zum Schlüsselproblem“ Brüderle will Spezialisten aus dem Ausland mit Geld locken
      Unternehmen sollen Lock-Prämien zahlen +++ Kritik von CSU und Verdi
      Quelle: BILD.de
      5. Bild-Zeitung vom 28.7.2010
      2010 rund zwei Millionen Arbeitsplätze mehr Neue Studie sagt Jobwunder voraus!
      Brüderle spricht schon von Vollbeschäftigung
      Quelle: BILD.de
      6. und noch einmal die Bild-Zeitung – vom 17.9.2000:
      Keiner kommt so gut aus der Krise wie wir! Das neue deutsche Wirtschaftswunder
      Die Amerikaner feiern die starke deutsche Wirtschaft als „Powerhouse“
      Von Oliver Santen und Jan W. Schäfer
      Keiner kommt so gut aus der Krise wie wir! Das neue deutsche Wirtschaftswunder
      Die Amerikaner feiern die starke deutsche Wirtschaft als „Powerhouse“
      Von Oliver Santen und Jan W. Schäfer

      Als „Germany Superstar!“ und „Deutsches Powerhouse!“ feiern uns die Amerikaner. Unser Jobwunder wird zum Wirtschaftswunder.
      +++ Wachstum rauf! +++ Arbeitslosigkeit runter! +++ Auftragsbücher voll!
      Bald haben wir unter drei Millionen Arbeitslose und so viele Jobs wie vor der Wende. Die Welt staunt über die bärenstarke deutsche Wirtschaft!
      US-Medien feiern die deutsche Wirtschaft bereits als „Germany’s Superstar Economy“ und neues „Powerhouse“ (dt. Kraftpaket). Das angesehene „Wall Street Journal“ urteilt „Merkel 1, Obama 0“ und lobt: „Die Kanzlerin befolgte eine simple Regel: Schade der Wirtschaft nicht.“

      +++ Von April bis Juni wuchs die Wirtschaft um stolze 2,2 %. Das ist das größte Plus seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren. Zum Vergleich: Die US-Wirtschaft legte nur um 1,6 % zu.

      Mittlerweile beklagen viele Unternehmen, dass sie nicht mehr genügend Mitarbeiter finden. (…) CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs: „Wir müssen klären, wie wir die Abwanderung von jährlich 150 000 Fachkräften aus Deutschland stoppen können. Und wie wir mehr ausländische Fachkräfte zu uns ins Land holen können.“
      Quelle: BILD.de

      Im September lief erkennbar die gleiche Kampagne wie im Juli und August. Es ist zu erwarten, dass dies so weitergeht. Übrigens wurde der letzte Artikel in der Bild-Zeitung von einem ausgewiesenen PR-Journalisten mit verfasst, von Oliver Santen. Leser der NachDenkSeiten wie auch meines Buches „Machtwahn“ kennen ihn schon von der Kampagne zur Privatisierung der Renten. Er war früher als Pressesprecher der Allianz AG tätig und wechselte dann zu der Bild-Zeitung und betreibt dort allerlei Produkte des Kampagnenjournalismus.

      Deutschland ist Schlusslicht: Einkommensentwicklung von 2000-2010 im EU-Vergleich

      Mit der laufenden Kampagne soll verdeckt werden, wie die Lage der Mehrheit der Menschen in Deutschland wirklich ist und wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt hat: sehr viel schlechter als in nahezu allen anderen Ländern der Europäischen Union. Dazu nur eine einzige Abbildung [PDF - 541 KB] mit der Quelle Kommission der Europäischen Union, die Darstellung der Einkommensentwicklung von 2000-2010 im EU-Vergleich. Deutschland ist bei der durchschnittlichen jährlichen Zunahme der realen Bruttoverdienste je Arbeitnehmer mit 0,1 % weit abgeschlagenes Schlusslicht.

      Noch zwei Ergänzungen:

      1. Zum Thema Fachkräftemangel, genauer zum angeblichen „Ingenieurmangel“ schickte uns einer unserer Leser das Ergebnis seiner eigenen Erfahrungen:

      „Hallo liebe NDS-Macher,
      leider werdet Ihr immer unverzichtbarer nicht nur “Integrationsunwillige” ,sondern die fast gänzliche sog. Elite lebt ja in einer Parallelgesellschaft.

      Bild Schlagzeile: Ingenieur: So kriegen Sie Deutschlands sichersten Job

      Dass ich nicht nicht lache, meine Kommilitonen und ich sind seit 6 Monaten meist erfolglos im Bewerbungsmarathon.

      Wir sind alle Wirtschaftsingenieure.Unsere Vorlesungen waren im Hauptstudium ausnahmslos auf englisch und alle haben noch eine 2.Fremdsprache erlernt.
      Wir waren jeweils 6 Monate im Ausland (USA,Kanada,China,Spanien,Schweden) und zusätzlich mindestens 6 Monate im Unternehmen (BMW,VW,Daimler,Eon,Thyssen,CLAAS,..).
      Das würde ich als eine mehr als gute Ausbildung bezeichnen.

      Die Realität ist, dass erst jetzt nach 6 Monaten die Ersten von uns Jobangebote haben und dass auch nur bei den Ingenieurdienstleistern, sprich Zeitarbeit.
      Flexibilität wird in jeder Hinsicht ausgeschlachtet und wer dafür 36.000 Euro brutto bekommt hat Glück gehabt. An Vorsorge ist auch da nicht zu denken.
      Nach einem Studium, welches nur durch eine externe Finanzierung möglich war, hatte ich nach 7 Semestern schließlich genau diese 36.000 Euro an Schulden bei der KfW angehäuft. Das ist die triste Wahrheit:20 Jahre Studienkredit abzahlen um sich als moderner Hilfsarbeiter ausbeuten zu lassen. Und das nach o.g. Studium.

      Aber das ist ja nur ein mickriges Beispiel zu den vielen Tausend noch schlechteren Zuständen.
      Die Bild Zeitung wird von Tag zu Tag unerträglicher in ihrer Propaganda.
      Wie ich gestern las :”Merkel ermahnt die ganze Welt” da hätte ich mich ja fast nass gemacht.
      Sie hat sich wieder verdient gemacht bei Springer u. Bertelsmann, also gibt es Streicheleinheiten.
      Die Machtverhältnisse sind hier klar geregelt ;-)

      2. Zweite Ergänzung – eine längere Anmerkung unseres Lesers G.K. zum Artikel in der Bild-Zeitung vom 17. September:

      Beim Lesen dieses Propaganda-Schmachtfetzens von BILD kann man sich nur noch an den Kopf fassen! Hier werden in schier unglaublicher Art und Weise Fakten wahlweise beschönigt, verdreht oder unterschlagen.

      BILD unterlegt ein Brüderle-Foto mit folgendem Text: “Er ist der Minister des neuen deutschen Wirtschaftswunders”. Selbst bei Existenz eines von BILD behaupteten deutschen “Wirtschaftswunders” hätte dieses mit der Person und Politik Brüderles rein gar nichts zu tun! Brüderle wurde erst Ende vergangenen Jahres Bundeswirtschaftsminister. Auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts des ersten Halbjahres 2010 hatte Brüderles Politik keinerlei Einfluss. Dies auch vor dem Hintergrund, daß die Handlungen der schwarz-gelben Koalition selbst nach Meinung der ihr nahestehenden Medien bisher von Chaos, widersprüchlichen Entscheidungen und Streit dominiert waren. Gäbe es das von BILD behauptete “Wirtschaftwunder”, dann trotz, nicht jedoch wegen Brüderles (und schwarz-gelber) Politik. BILD schreibt: “Durch Kurzarbeit konnten in der Krise rund eine Million Jobs gerettet werden. Viele Länder beneiden uns darum. In den USA ist das Wort `Kurzarbeit´ schon unübersetzt übernommen worden“ (wie `kindergarden´).” Wie sehr der angebliche “Wirtschaftswunder-Minister” Brüderle mit tatkräftiger Unterstützung von BILD mit fremden Federn geschmückt wird, zeigt sich exemplarisch und überdeutlich beim Thema Kurzarbeit: Der von der Grossen Koalition beschlossene Ausbau der Kurzarbeit ein SPD-Vorschlag gewesen, den die FDP entschieden bekämpft hatte.

      Laut BILD feiern “die” US-Medien die deutsche Wirtschaft. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß auch in den USA die Redaktionsstuben in den vergangenen Jahren personell stark ausgedünnt wurden, so daß die dortigen Journalisten immer weniger Zeit für die eigene Recherche aufbringen können und sich bei ihrer Berichterstattung sehr häufig aus “zweiter Hand” bedienen müssen. Im vorliegenden Falle heißt dies: Sie orientieren sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an der “Jobwunder-” und “Wirtschaftswunder”-Berichterstattung der deutschen Mainstreammedien. Als Beispiel für eine unkritisch-überschwängliche US-Berichterstattung zitiert BILD das “angesehene Wall Street Journal” – mithin jene Zeitung, die wie kaum ein anderes US-Medium das Sprachrohr des rechtskonservativ-neoliberalen Wallstreet-Finanzkapitalismus ist. Jenes Finanzkapitalismus, der nicht unwesentlich für die Ursachen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise Verantwortung trägt. BILD schreibt: “Das angesehene Wall Street Journal urteilt `Merkel 1, Obama 0´ und lobt: `Die Kanzlerin befolgte eine simple Regel: Schade der Wirtschaft nicht.´” Diese zustimmend von BILD zitierte Aussage des Wall Street Journal ist an Dreistigkeit kaum noch zu übertreffen:
      * Die schier unglaubliche wirtschafts- und finanzpolitische sowie innen- und außenpolitische Problemlast, welche Barack Obama von George W. Bush zu übernehmen hatte, läßt sich sehr trefflich mit dem Terminus “Erblast” umschreiben. das neoliberale Wall Street Journal verschweigt, daß vor allem die neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik Bushs (z.B. Steuergeschenke an Wohlhabende und die Wirtschaft, Umverteilung von unten nach oben, rücksichtslose Klientelpolitik) sowie der extrem kostenintensive Irakkrieg die Verantwortung dafür tragen, daß der US-Staatshaushalt bereits zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Finanz- und Wirtschaftskrise ein sehr hohes Staatsdefizit aufwies. Es sei daran erinnert, daß BILD hierzulande stets zu den eifrigsten Unterstützern des völkerrechtswidrigen und kostentreibenden Irak-Krieges zählte und auch Frau Merkel Deutschland an der Seite der “Koalition der Willigen” in den Irakkrieg führen wollte.
      * Das rechtskonservativ-neoliberale Wall Street Journal möchte wohl vegessen machen, daß es die unkontrollierten finanzkapitastischen Exzesse waren, die insbesondere in den USA zu unglaublich hohen “Kollateralschäden” führten und deren Folgen Barack Obama heute auszubaden hat.
      * BILD zitiert das Wallstreet Journal: “Die Kanzlerin befolgte eine simple Regel: Schade der Wirtschaft nicht”. Welch ungeheuerliche Verlogenheit! Dieses “Argument” liest sich so, als wolle BILD damit der von Schwarz-Gelb betriebenen Klientelpolitik (z.B. zu Gunsten der Atomindustrie, der Pharmaindustrie, der Versicherungswirtschaft und des Hotelgewerbes) sowie der Sparpolitik zu Lasten des “kleinen Mannes” einen Heiligenschein verpassen. Und: Wurden uns vor nicht allzu langer Zeit von rechtskonservativ-neoliberalen Medien die USA nicht stets als mustergültiges Land für “Deregulierung”, “Flexibiliserung” und “Privatisierung” mit Penetranz unter die Nase gerieben? Wurde nicht ständig darauf gedrungen, unser Land noch stärker am “flexiblen, modernen US-Kapitalismus” auszurichten? Kurzum: Wurde nicht permanent behauptet, ein noch Mehr an Neoliberalismus würde uns ins “gelobte Wirtschaftwunderland” führen? BILD verfährt heute nach dem Motto: “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern” (und möchte die deutsche Politik trotzdem auch weiterhin auf neoliberalem Kurs halten).

      BILD bejubelt ein momentan überdurchschnittliches deutsches Wirtschaftswachstum und blendet kritsche Fragen und Aspekte vollständig aus:
      * Während der Wirtschaftskrise schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt stärker als beim Durchschnitt der EU- sowie OECD-Staaten.
      * Wer heftig abstürzt, hat auch viel wieder aufzuholen: Trotz hohem BIP-Wachstum im 2. Quartal 2010 liegt das deutsche Bruttoinlandsprodukt noch um -2,7 Prozent unterhalb des Niveaus vom 1. Quartal 2008 (dem letzten Quartal vor Ausbruch der Wirtschaftskrise). Selbst die USA schneiden hier besser ab: Deren Wirtschaftleistung liegt nur um 0,3 Prozent unter dem Niveau vom 1. Quartal 2008 (Frankreich: -1,3 Prozent, Großbritannien: -3,4 Prozent, Griechenland: -5,4 Prozent).
      * Das deutsche BIP-Wachstum ist vor allem exportgetrieben und profitiert momentan von den weltweit aufgelegten staatlichen Konjunkturpaketen.
      * Während der Haushaltsdebatte erklärte Brüderle: “Das deutsche Jobwunder löst Hunderttausende persönliche Konjunkturprogramme aus”. Die “Qualität” der in diesem Jahr geschaffenen Stellen (zumeist schlecht bezahlte Leiharbeit/Teilzeitarbeit) blendet Brüderle völlig aus. Brüderle verschweigt zudem das im kommenden Jahr negativ wirkende “Konjunkturprogramm” aus mit hoher Wahrscheinlichkeit nominal stagnierenden und damit real sinkenden Renten sowie der Kürzung sozialer Leistungen vor allem bei den sozial schwachen Mitgliedern unserer Gesellschaft.
      * BILD blendet die negativen Folgen der extremen Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft völlig aus. So hat das hiesige Lohndumping der vergangenen Jahre (das mit einer äußerst schwachen Entwicklung des Privaten Verbrauchs einhergeht) der Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Staaten der Eurozone schweren Schaden zugefügt und trägt in nicht unwesentlichem Maße Mitverantwortung für die ökonomischen Probleme innerhalb der Eurozone. Deutschland weist in Europa mittlerweile den höchsten prozentualen Anteil der im Niedriglohnsektor beschäftigten Arbeitnehmer aus. Der von Deutschland ausgehende Druck auf die Löhne und Gehälter sowie die Sozialleistungen der übrigen Eurozonen-Staaten droht in einer deflationären europäischen Abwärtsspirale zu münden. Siehe hierzu auch folgende vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) veröffentlichte Studien:

      “Einseitige Exportorientierung belastet Wachstum – Frankreich besser als Deutschland”

      “Mit dem Export aus der Krise? Deutschland im Euroraumvergleich”

      Brüderle, BILD und zahlreiche Mainstreammedien bejubeln lautstark und völig unkritisch das angebliche deutsche “Jobwunder”. Sowohl bezüglich der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung als auch im Hinblick auf den längerfristigen Trend der Arbeitslosenzahlen wird jedoch von BILD, Brüderle und zahlreichen Mainstreammedien ein deutlich geschöntes Bild gezeichnet:

      So bejubeln unsere Medien den im Vorjahresvergleich “kräftigen” Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen. Dieser Zuwachs betrug im Juni 2010 (dem letzverfügbaren Monat, zu dem die Bundesagentur für Arbeit Daten bereit gestellt hat) im Vergleich zum Vorjahres-Juni 284.000 Personen. Wirft man hingegen einen Blick hinter die Kulissen der offiziell gemeldeten Daten, dann sind bzgl. der Qualität dieser Stellen deutliche Abstriche vorzunehmen. Es zeigt sich, daß sich die Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse selbst bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen weiter fortsetzt:
      * Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjobs hat sich im Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 174.000 Personen erhöht. Teilzeitstellen zeichnen sich im Vergleich zu Vollzeitstellen nicht nur durch eine niedrigere Stundenzahl, sondern auch durch eine um ca. 25% geringere Stundenentlohnung (lt. Statistischem Bundesamt) aus.
      * Die Zahl der zwar sozialversicherungspflichtigen, in aller Regel jedoch ebenfalls prekären Leiharbeiterjobs erhöhte sich im Juni 2010 im Vorjahresvergleich um 177.000.

      Der NachDenkSeiten-Beitrag “Statistisches Bundesamt: Rund neun Millionen Menschen wünschen sich (mehr) Arbeit” zeigt, in welch hohem Maße die offiziell ausgewiesenen Arbeitslosendaten die tatsächliche Lage auf dem Arbeitsmarkt verschleiern.

      Bezüglich des längerfristigen Entwicklungstrends bei den Arbeitsmarktdaten und der von den Medien bejubelten Zahl der in den vergangenen Jahren neu geschaffenen Arbeitsstellen schreibt das Neue Deutschland unter der Überschrift “Dichtung und Wahrheit des Beschäftigungswunders”:

      “Statistiker entdecken die »Vollbeschäftigteneinheit« als neue Grundlage für die Erwerbslosenzahlen. Die realen Erwerbslosenzahlen sind viel höher als es die offizielle Statistik Monat für Monat angibt. Nun hat der Staat eine neue Berechnungsmethode gefunden – sie ähnelt einer, die schon in der DDR angewendet wurde.
      Um diese Vielzahl von Erwerbspersonentypen zu bündeln, sei eine Neuberechnung zu »Vollzeitäquivalenten« erforderlich. Die verschiedenen Erwerbstätigengruppen werden dabei nach dem Maß ihrer Beteiligung am Erwerbsprozess gewichtet. Das Bild des deutschen Beschäftigungswunders verändert sich schlagartig, werden die auf diese Art und Weise berechneten Erwerbstätigenzahlen genutzt. Der bisher ausgewiesene Zuwachs von 1,9 Millionen Arbeitsplätzen im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 schrumpft nach diesen Berechnungen auf etwa ein Fünftel, nämlich nur noch auf 382 000 zusätzliche Vollzeitäquivalente. (…) Leider liegen aktuellere Daten für 2009 und 2010 nicht vor. Angesichts dieser Zahlen von einem Beschäftigungswunder zu sprechen, ist pure Heuchelei.”

      Die letztverfügbaren Daten des Jahres 2008 beziehen sich auf die Zeit, als sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf dem Arbeitsmarkt ausgewirkt hatte. Dies ist ein Indiz dafür, daß sich die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ähnlich darstellen dürfte wie zum damaligen Zeitpunkt. Im übrigen wird die im ND-Beitrag beschriebene Berechnungsmethodik auch in der Unternehmenspraxis häufig zur Ermittlung vergleichbar gerechneter Beschäftigungsdaten herangezogen. Diese Berechnungsmethodik zeigt, daß die seit 1999 in großem Umfang stattgefundene Umwandlung von Vollzeitarbeitsplätzen in Teilzeit- und Minijobs sowie die Einführung der 1-Euro-Jobs zu einer drastischen Aufhübschung der Erwerbstätigen- sowie der Arbeitslosenstatistik geführt hat.

      Ergänzend zu der auch im internationalen Vergleich schlechten Entwicklung der hiesigen Arbeitnehmereinkommen zeigt die deutsche Arbeitsmarktentwicklung der vergangenen Jahre eine sehr deutliche Verschlechterung der Qualitität der Arbeitsplätze:
      * Starke Zunahme der zeitlichen Befristung der Arbeitsplätze,
      * Umwandlung von Vollzeitarbeitsplätzen in zumeist schlecht bezahlte Mini- und Teilzeitjobs,
      * Einführung der sog. “1-Euro-Jobs”,
      * Deutliche Ausweitung der Leiharbeit.

      Zu diesen negativen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt schweigen sich BILD, die überwiegende Zahl der Mainstreammedien sowie Brüderle weitestgehend aus.

      Auch das Thema “Facharbeitermangel” wird propagandistisch eingespannt. Kritische Hinweise fehlen zur Gänze! Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag sowie die dort angeführten Links: “Einige Interessante Mails zur Debatte um den angeblichen Fachkräftemangel”

      BILD zitiert den CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs: „Wir müssen klären, wie wir die Abwanderung von jährlich 150 000 Fachkräften aus Deutschland stoppen können.” Fuchs gehört innerhalb der Unionsfraktion zur Riege der neoliberalen Hardliner. Sowohl BILD als auch Fuchs sollten sich einmal die Frage stellen, ob die seit langen Jahren andauernde schlechte Entwicklung der deutschen Löhne und Gehälter ursächlich oder zumindest mit ursächlich für die Abwanderung von Fachkräften aus Deutschland sein könnte. ]

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=6804

  6. und weil es noch so schön rein passt . . .

    [ Agenda-Setting der übelsten Art
    von Redaktion @ 19:10. abgelegt unter Deutschland, Medienmanipulation

    Im Auswanderungsland Deutschland versuchen die vom Umfragetief schwer getroffenen rechtsradikalen und wirtschaftsfaschistischen Regierungsparteien der schwarzgelben Hornissenkoalition gemeinsam mit der Lügenpresse der sie unterstützenden Milliardäre derzeit, eine gewaltige Kampagne gegen Arme und Migranten loszutreten, um die Bevölkerung damit von den Folgen der massiven Wirtschaftskriminalität der Regierungslobby abzulenken. Im Kern besteht die Strategie der Kampagne darin, die desaströsae wirtschaftliche Lage Deutschlands schönzulügen und sozialrassistische und fremdenfeindliche Vorurteile zu stärken.

    Nahziel ist offensichtlich Agenda-Setting der übelsten Art. Deutschland soll nicht über HRE-Schrottimmobilien-Paten, Hypo-Alpe-Adria-Amigos, sinnlose Kriege und geschmierte Rüstungsdeals, S21-Spezis und Atomlobbyisten mit dicken Geldkoffern reden, sondern über die Integrationswilligkeit von Migranten und die Arbeitsbereitschaft von Arbeitslosen und sich dabei obendrein im Nationalstolz angeblicher wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sonnen.

    Das Prinzip des gegenwärtigen Agenda-Settings der übelsten Art besteht darin, stets auf’s Neue möglichst bescheuerte öffentliche Bemerkungen aus rechtsradikalen Mottenkisten wie “Ausländer raus” und “Sozialschmarotzer” in die öffentliche Debatte zu werfen. Wenn damit Widerspruch genau zu diesen Äußerungen und zu diesen Themen zu erzeugt werden kann, dann ist das Ziel erreicht: die öffentliche Debatte dreht sich mehr und mehr um die Integrationswilligkeit von Migranten und die Arbeitsbereitschaft von Arbeitslosen und weniger um die verheerende Kriminalität der herrschenden Politkaste und der dazugehörigen Lobby.

    Den neuesten Höhepunkt der Kampagne liefert gerade CDU-Mann Volker Bouffier von der hessischen Tankstellen-Seilschaft. In einem Interview mit der FAZ greift er tief in die “Ausländer-Raus-Kiste” und versucht Vorurteile insbesondere gegen und Hass auf gut gebildete Muslime zu schüren:

    Die härtesten Integrationsverweigerer unter Muslimen begegnen mir im akademischen Milieu. Die Gleichung „Bildung gleich Integration“ geht nicht auf. Bildung bietet die Chance dazu. Nehmen Sie die Vertreter muslimischer Verbände. Das sind in aller Regel studierte Leute - und gleichzeitig diejenigen, die in bestimmten Fragen am härtesten auftreten.

    Im Klartext: raus mit muslimischen Ingenieuren und Ärzten. Bildung ist eine Gefahr für die herrschende Politkaste. Wer nicht dumm genug ist, die Propaganda von Springerpresse und Spiegel zu glauben, ist in Deutschland nicht willkommen. In Deutschland sind nur dumme und ungebildete Migranten willkommen. Selbst bei einer weniger hellen geistigen Leuchte wie Volker Bouffier ist davon auszugehen, dass er weiß, dass er da fremdenfeindlichen Blödsinn redet, der Deutschland schadet. 40% aller in Deutschland ausgebildeten türkischen Akademiker verlassen bereits jetzt das rassistische Deutschland und ziehen ein Leben außerhalb Deutschlands dem Ausgesetztsein der Hetze vor.

    Was Volker Bouffier als Begründung nachlegt, ist nicht weniger absurd:

    Wir haben schon längst eine Leitkultur, die ich für unverzichtbar halte: Das ist unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, die vor allem auch die Trennung von Staat und Kirche beinhaltet. Das unterscheidet uns komplett vom traditionellen Verständnis des Islam.

    Natürlich gibt es in Deutschland eine Trennung zwischen Staat und Kirche. Die geht soweit, dass der Staat Kirchensteuer erhebt, Kirchenpersonal finanziert und die Kirchen über Sitze in den Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu einem guten Teil das Programm bestimmen, mit dem die Untertanen des Staates verblödet werden. Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche geht in Deutschland schon seit dem Mittelalter Hand in Hand nach dem Prinzip: “halt du sie dumm, ich halt sie arm.” Es ist kaum anzunehmen, dass Volker Bouffier das nicht weiß, denn kaum irgndwo hat die katholische Kirche mehr Einfluss als im rechten Hessen und seine Partei führt das kirchliche “C” sogar im Parteinamen.

    Die schwarze FAZ spielt bei der üblen Kampagne willig mit, indem sie solch einen rassistischen Blödsinn unkommentiert abdruckt. Strike! Die Rechnung von Volker Bouffier könnte aufgehen. Widerspruch ist ihm gewiss. Und wenn die Leute dann den Kopf mit einer absurden Debatte zum Thema “integrationsunwillige islamische Akademiker” vollgestopft haben, dann ist da kaum noch Platz, um sich mit den unter der Ägide des seltsam ahnungslosen “C”-Politikers Edmund Stoiber verschwundenen Milliarden der Bayern LB zu beschäftigen. Wenn Volker Bouffier mal wieder vor einem Untersuchungsausschuss keine guten Antworten auf berechtigte Fragen hat, dann könnte Stoiber die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zum Beispiel im Gegenzug mit Bemerkungen zum Beispiel über “ausländische Sozialschmarotzer” ablenken. Insgesamt ist das also eine klassische Win-Win-Situation für die herrschende rechtsradikale C-Parteien-Politkaste.

    Volker Bouffier kann sich schon deshalb sicher sein, dass Widerspruch zu seinen rechtsradikalen Äußerungen kommt, weil das transatlantische Miliardärsblättchen “Die Zeit” gestern einen Artikel veröffentlicht hat, wo ein Vertreter der wirtschaftsfaschistischen Hotellobbypartei fordert, Deutschland müsse mit einem Punktesystem ermittelte “hochqualifizierte” Ausländer zur Immigration anwerben, um damit einem von “der Wirtschaft” angeblich beklagten “Fachkräftemangel” entgegenzuwirken. Natürlich kann es im geltenden Bereich des Grundgesetzes keine positiven oder negativen Punkte wegen Religionszugehörigkeit geben. Strike! Denn um das Anwerben hochqualifizierter Migranten geht es gar nicht. Ginge es darum, mehr hochqualifizierte Migranten in Deutschand zu haben, so müsste die Politik einfach nur dafür sorgen, dass weniger hochqulifizierte Menschen auswandern. Dazu könnten Politik und Medien ganz praktisch etwas tun, zum Beispiel, indem sie solchen fremdenfeindichen Stuss wie den der Sarrazins, Seehofers und Bouffiers nicht mehr verbreiten, oder indem sie für akzeptable Arbeits- und Lebensmöglichkeiten und eine bessere Bezahlung von “hochqualifizierten” Menschen sorgt. Glaubt jemand im Ernst, es kommt jemand, wenn man fragt: “Sind Sie als hochqualifizierter Arzt bereit, für 3,99 Euro die Stunde in Deutschland zu arbeiten und sich dafür obendrein von rechtsradikalen Regierungspolitikern fremdenfeindlich beschimpfen zu lassen?”

    Wichtig ist in dem Artikel der Zeit zweierlei: die Debatte um Migranten wird angefeuert und das Märchen vom angeblichen Fachkräftemangel wird verbreitet. Alles Lüge. Die Wahrheit ist, dass die rechtsradikalen und wirtschaftsfaschistischen Parteien Deutschand schon so weit ruiniert haben, dass selbst Höchstqualifizierte in Deutschland keinen halbwegs akzeptablen Job finden und sie deswegen in Scharen auswandern. Aber das Ziel ist erreicht: anstatt über die Korruption der Regierung und Parteispenden der Hotellobby, wird über Migration geredet.

    Und ganz nebenbei wird mit dem Märchen vom “Fachkräftemangel” die Basis dafür gelegt, sozialrassistische Vorurteile schüren zu können. Hurra, dank CDU/CSU und FDP ist nun ein Aufschwung da und die Arbeitslosigkeit sank gerade auf “nur” noch drei Millionen. Wer in solch goldenen Zeiten keine der zahlreichen offenen Stellen antreten will, der muss von der rechtsradikalen deutschen Volksgemeinschaft anständig bestraft werden und es wird immer öfter getan. Die öffentlichen Kassen sind nämlich klamm, weil es dank der desaströsen Politik der herrschenden Politikerkaste in Deutschland neben den offiziell Arbeitslosen noch 6,7 Millionen Menschen aller Berufsgruppen gibt, die entweder keine Arbeit haben oder von ihrem Lohn nicht Leben können und deshalb Hartz IV beziehen, während gleichzeitig Abermilliarden für Bankster und Krieg aus dem Fenster geworfen werden. Aber anstatt über diese Abermilliarden zum Fenster rausgeworfener Gelder diskutiert Deutschand über Migranten und darüber, ob fünf Euro mehr Hartz IV richtig oder falsch sind.

    So funktioniert das gegenwärtige Agenda-Setting der übelsten Art. ]

    http://www.mein-parteibuch.com/blog/2010/10/14/agenda-setting-der-uebelsten-art/#more-4192

    • Zitat Amazon Rezension (Andreas Vierecke) zu Deinem Buch Machtwahn:
      “Schade, dass der Autor seine Leser durch seine wütende, von jedem Zweifel an der eigenen Exzellenz unbeleckten Polterei von den vielen richtigen Argumenten seiner Klageschrift gegen den Neoliberalismus ablenkt. Denn in vielen Punkten seiner Diagnose wäre man gerne bereit, ihm ohne Wenn und Aber zuzustimmen. In manchen Punkten freilich wird sich kaum noch jemand finden, der der Müllerschen Argumentation zu folgen bereit ist.”
      Jupp stimmt.
      Aber teilweise durchaus zum Nachdenken anregend, wenn auch Deine Quellen nicht immer die besten zu sein scheinen und wie z.B. beim Thema Strom aus Norwegen von neulich einer kritischen Betrachtung nicht standhalten.

  7. Jaja, uns Ursel. Unfähigkeit in Person.

    Na klar brauche wir Fachleute. Die Industrielobby weint denen das doch vor.

    Das die Fachkräfte die vorhanden waren aber immer merh in Zeitarbeit gedrängt wurden, zu billiglöhnen gezwungen wurden, innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungen immer mehr abgeschafft wurden ist ja egal.
    Das hat ja bestimmt nichts damit zu tun.
    Und das die Jugend dadurch recht perspektivlos geworden ist ebenfalls nicht im Zusammenhang daran zu sehen.

    … Zeit vergeht…
    Uuups, wieso haben wir kaum noch Fachkräfte? Na sowas?
    Ok, “eigene” auszubilden ist teuer und unbequem, ausserdem muss man die auch gut bezahlen. Was ist also zu tun?
    Ha, genau! Das hat doch schonmal geklappt: Wir holen uns die Fachkräfte diesmal aus dem Ausland! Der besondere Clou: Aus nicht so weit entwickelten Ländern, damit auch die LÖhne schön unten bleiben.

    Ursula, machst du mal bitte eben? Danke!

    Achja, die qualität der Hochschulen und Universitäten ist ja auch so eine Sache. überall muss gespart werden, nur nicht an den Lobbygeschenken.
    Kiel geht sogar soweit und schließ deren Universität.
    Deutschland, ein Land auf dem Weg zum Bauernstaat.
    Die Bürger sollen sich Bildung gar nicht erst leisten können. Damit kann die auch mit billigen Mitteln gefügig halten.

    - Ich krich ne Hasskappe wenn ich sowas wie das von der Ursel höre.

    • Sie haben wie die meisten übersehen das es um hochqualifizierte Fachkräfte geht, NICHT um FachARBEITER, auch nicht Meister oder Vorarbeiter. Es werden Leute im mittleren Management gebraucht, Personen mit hohem techn. Wissen, Ingenieure, Master im Ingenieurbereich und so weiter.
      Facharbeiter kann man schnell selber ausbilden, da gibt es also sicherlich keinen grossen Mangel.

      • also noch einmal für den/die DOOFEN (denn als etwas anders kann man euch gar nicht mehr betrachten):

        ausschnitt von weiter oben:

        [ 1. Zum Thema Fachkräftemangel, genauer zum angeblichen „Ingenieurmangel“ schickte uns einer unserer Leser das Ergebnis seiner eigenen Erfahrungen:

        „Hallo liebe NDS-Macher,
        leider werdet Ihr immer unverzichtbarer nicht nur “Integrationsunwillige” ,sondern die fast gänzliche sog. Elite lebt ja in einer Parallelgesellschaft.

        Bild Schlagzeile: Ingenieur: So kriegen Sie Deutschlands sichersten Job

        Dass ich nicht nicht lache, meine Kommilitonen und ich sind seit 6 Monaten meist erfolglos im Bewerbungsmarathon.

        Wir sind alle Wirtschaftsingenieure.Unsere Vorlesungen waren im Hauptstudium ausnahmslos auf englisch und alle haben noch eine 2.Fremdsprache erlernt.
        Wir waren jeweils 6 Monate im Ausland (USA,Kanada,China,Spanien,Schweden) und zusätzlich mindestens 6 Monate im Unternehmen (BMW,VW,Daimler,Eon,Thyssen,CLAAS,..).
        Das würde ich als eine mehr als gute Ausbildung bezeichnen.

        Die Realität ist, dass erst jetzt nach 6 Monaten die Ersten von uns Jobangebote haben und dass auch nur bei den Ingenieurdienstleistern, sprich Zeitarbeit.
        Flexibilität wird in jeder Hinsicht ausgeschlachtet und wer dafür 36.000 Euro brutto bekommt hat Glück gehabt. An Vorsorge ist auch da nicht zu denken.

        Nach einem Studium, welches nur durch eine externe Finanzierung möglich war, hatte ich nach 7 Semestern schließlich genau diese 36.000 Euro an Schulden bei der KfW angehäuft. Das ist die triste Wahrheit:20 Jahre Studienkredit abzahlen um sich als moderner Hilfsarbeiter ausbeuten zu lassen. Und das nach o.g. Studium.

        Aber das ist ja nur ein mickriges Beispiel zu den vielen Tausend noch schlechteren Zuständen.
        Die Bild Zeitung wird von Tag zu Tag unerträglicher in ihrer Propaganda.
        Wie ich gestern las :”Merkel ermahnt die ganze Welt” da hätte ich mich ja fast nass gemacht.
        Sie hat sich wieder verdient gemacht bei Springer u. Bertelsmann, also gibt es Streicheleinheiten.
        Die Machtverhältnisse sind hier klar geregelt ]

        • Also ich habe es mir jetzt ein paar mal durchgelesen, aber speziell der Teil mit den scheinbar verschmähten Studenten erscheint mir aus eigener Erfahrung heraus – sowohl als damals Uni-Abgänger als auch mittlerweile indirekt als Arbeitnehmer-Suchender – sehr unglaubwürdig.

          Punkt1: Da steht 7 Semester studiert, davon min. 1 Semester im Unternehmen und 1 Semester im Ausland. Zusätzlich eine 2. Fremdsprache (neben englisch nehme ich an) gelernt.
          Wo soll da bitte Zeit für Studieninhalt gewesen sein? Fertiger Wirtschaftsingenieur in 2,5-3,5 Jahren. Da hatte ich gerade Vordiplom, kann also eher nur der Bachelor sein, oder?

          Punkt2: Finanzierung. 36kEUR Schulden in 7 Semestern?! Und das obwohl mindestens ein Semester im großen Betrieb also gegen Bezahlung war? Dazu scheinbar kein BaFög, also eher besser situiert aber trotzdem keine Unterstützung von den Eltern? Also ich hatte keine 12k im Jahr als ich studiert hab…

          Punkt3: Beschweren über 36kEUR Brutto Einstiegsgehalt? PI mal Daumen 1900 Netto im Monat. Nach 3,5 Jahren Studium? Sorry, aber da muss der Betrieb nun mal davon ausgehen, dass erstmal noch Wissenslücken gefüllt werden muss. Wenn sich der Betreffende als guter Mitarbeiter herausstellt wird die Bezahlung auch zügig ansteigen. Wenn nicht…

          Da scheint jemand nur flüchtige Bekanntschaft mit Wahrheit und / oder Realität zu haben.

          Und wenn dann noch sowas dazu kommt wie: Ich möchte aber genau da erbeiten wo ich schon immer gelebt hab und meine ganzen Freunde sind, braucht man sich nicht wundern.

          Sollte der Artikel allerdings aus der Zeit Ende 2008 / Anfang 2009 würde ich sagen kann sein, da war alles in Schockstarre. Aber das hat sich mittlerweile.

      • Fachkräfte sind auch Facharbeiter ;)
        Egal wo und in welcher Position sie tätig sein sollen, wir KÖNNEN die nicht selber ausbilden? Aha, interessante These.
        Wie haben wir das nur bisher überlebt?
        Achja, damals waren die Universitäten und Hochschulen noch nicht so überfüllt?
        Oder lag es daran das das lehmaterial damals Up-To-Date war, es mittlerweile aber nicht mehr ist?
        Hm, oder liegt es daran das viele deutsche Fachkräfte lieber im Ausland einen Job suchen?

        Anyway, es bleibt dabei: Es ist ein Hausgemachtes Problem.

        (Im übrigen brauchst du mich nicht Sietzen. Das da oben ist mein VORname ;)

  8. Finde das seltsam, die meisten meiner ehemaligen Studienkollegen haben mit min. 33Tsd Euro angefangen und sicher hat da niemand eine Erhöhung in den ersten beiden Jahren (gesamt) bekommen als 10%. Naja für weniger wäre ich jedenfalls nicht weiter bei meiner Firma geblieben. Wirtschaftsing. sind nicht so sehr gesucht, das habe ich schon oft gehört, viele Kollegen haben deswegen zwei Studiengänge hinter sich, einmal Ing. und einmal BWL oder dergleichen.
    Was sicher verbessert werden kann ich das Leute am Bedarf vorbei ausgebildet werden, aber dann finden sie mal Leute die einen Ing. Job machen so wie ich, nicht mal für die 40Tsd Euro Netto finden sich da Leute die das machen. Mein Chef erzählt mir das laufend und wir suchen weltweit.

  9. Facharbeiter sind auch Fachkräfte, ja das stimmt, aber ich denke nicht die die wir brauchen. Das soll jetzt gar nicht abwertend gemeint sein, aber in dem Bereich gibt es ja leider keinen Mangel.

    • Es gibt so einen Mangel das die 50 Millionen Europischen “Fachkräfte” nicht ausreichen?
      Bedenke das innereuropäisch solche “zuwanderungen” schon längst erlaubt sind und auch kein Problem darstellen.

      Achja, lediglich das worum es hier vermutlich geht:
      Diese Fachkräfte dürfen keinem deutschen den arbeitsplatz nehmen und sie müssen mindestens in gleicher Höhe wie eine deustche Fachkraft bezahlt werden.
      Uups.

  10. “reichsblonde Übermutter”… hat das irgendeinen Sachbezug? Oder einfach nur Godwins Law?

  11. Es fehlen eben nicht nur Ingenieure, sondern z.B. auch Pflegekräfte und Erzieher. Da braucht man kein Abitur dazu, verdient aber vergleichsweise wenig.
    Das nächste Problem ist, dass selbst in Handwerksberufen die Azubis schon knapp werden, weil die Kids nicht ausbildungsfähig aus der Schule kommen.
    Das gesellschaftliche Problem sitzt tief. Die schulische Ausbildung wird immer schlechter, Industriekonzerne bilden z.T. gar nicht mehr aus (zahlen lieber Strafe) und ausländische Abschlüsse werden gar nicht erst anerkannt.
    Wie in der Medizin sollten m.E. nicht die Symptome der Krankheit, sondern deren Ursachen bekämpft werden.
    Also Verbesserung der schulischen Ausbildung zur Vorbereitung auf das Berufsleben, Verpflichtung von Unternehmen ab einer gewissen Größe zur Ausbildung, Anerkennung von ausländischen Studienabschlüssen. Um nur mal ein paar zu nennen.

  12. bei dem ganzen übel den die frau in form von ständig wechselnden ministerrolen verbreitet (die kann ja alles !!! … ist vllt GOTTähnlich) frage ich mich wieso niemand etwas gegen ihre shizophrenie unternimmt ?!?!?


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