Reto Hilty ist Chef des Max-Planck-Instituts für geistiges Eigentum, hat aber trotz des Heissluftbegriffs an seinem Türschild relevantes zur Urheberrechtsdiskussion beizutragen. Und tut das dankenswerterweise auf dem “netzpolitischen Kongress” der Grünen; da ist etwas Aufklärung auch bitter nötig.
Der Wissenschaftler erschütterte dabei das liebgewonnene Vorurteil zum Urheberrecht, das angeblich dem Urheber dienen solle; statt dessen weist er daraufhin, dass es in Wirklichkeit ausschliesslich um die finanziellen Interessen der Verwerterindustrie gehe. Richtig, alles andere ist eine Lüge.
Er fordert auch, den Wettbewerb in der Kultur- und Wissensindustrie wieder herzustellen und Kartellbildung zu vermeiden; ein Instrument dafür wären Zwangslizenzen, die es etwa unterschiedlichen Anbietern möglichen machten, den selben Song oder Film bei konkurrierenden Preisen zum Download anzubieten. Gegen Tantiemen für den Urheber natürlich.
Ach richtig, die konsequente Version davon hatte ich ja vorgestern vorgeschlagen. Und die lesenswerte Zusammenfassung gibt’s hier als PDF. Und hier ist nochmal eine Langversion vom Institut. Die Verwirklichung einee gerechteren Urheberrechtsgesetzes hält der kluge Mann übrigens für schwierig: “…Armeen von Lobbyisten stehen bereit, um das Urheberrecht so zu erhalten, wie es ist.” Mhm.
(via netzpolitik, heise)
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[...] This post was mentioned on Twitter by mirjam r. kosewitsch, 11k2. 11k2 said: Generalüberholung des Urheberrechts : http://wp.me/pjgMd-5vE [...]
Deswegen sag ich ja immer: Bis wir rausgefunden haben, wie wir die Bestecher und Gehirnwäscher (aka Lobbyisten) kontrolliern, die die Regierung(en) kontrollieren, ist es reines Wunschdenken, da was zu ändern.
[...] muss eine Zusatzregelung eingeführt werden: „Verpflichtende Lizenzen“ (siehe 11k2 zu: Reto Hilty). Nach diesem Modell darf jeder Verwerter geistige Leistungen Kreativer nutzen, muss aber einen [...]