Warum ich Wikileaks für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen habe

Der norwegische Parlamentsabgeordnete und Musiker Snorre Valen hat Wikileaks für den nächsten Fiedensnobelpreis nominiert.

Es sei immer einfacher, sagt er in seinem Blog, für Meinungs- und Pressefreiheit zu sein, wenn das gerade veröffentlichte auch mit der eigenen Meinung übereinstimme. Eben deswegen sei Wikileaks ein Prüfstein für unser Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie, meint der skandinavische Sozialist. Wenn Liu Xiabao für sein Eintreten für Grundrechte, Demokratie und Meinungsfreiheit in China den Nobelpreis erhalten hat, argumentiert Valen, müsse das auch für Wikileaks gelten, die so viel für dieselben Werte getan hätten.

Ich stimme ihm zu; meinetwegen soll Julian Assange den Preis stellvertretend entgegen nehmen. Ach, und lasst Bradley Manning endlich frei!

(snorrevalen) (pic Sosialistisk Venstreparti cc by)

 

 

 

15 Kommentare

  1. Naja, nach der verfrühten Nummer mit Obama hat der Preis für mich etwas an positiver Symbolik eingebüßt.

    • richtig, oder der symbolkraft wegen obama den preis aberkennen und im gleichen atemzug dann anderweitig verleihen. diesmal an jemanden, der das nachgewiesener weise verdient.

  2. [...] This post was mentioned on Twitter by Wikileaks, 11k2. 11k2 said: Warum ich Wikileaks für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen habe http://wp.me/pjgMd-5Uz [...]

  3. Kommentar von Corvus albusvom 3. Februar 2011- 23:25

    Wenn ein Obama, der immer neue Kriege anzettelt und die Europäer die Knute zeigt, wenn sie nicht mitmachen , den Friedensnovelpreis bekommt, kann ich nichts ,aber auch gar nichts mehr Ernst nehmen.
    Julian Assange wäre auch mein Vorschlag. Er hat nicht nur eine ungeheure Persönlichkeit und eine hohe Intelligenz doch was das Wichtigste ist, er vertritt die Meinung vieler Menschen, die von den Politikern mit Füssen getreten werden ist eine integere Persönlichkeit und würde, ich hoffe, ich beurteile ihn richtig nicht in die eingene Tasche wirtschaften.

    Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit dem Internet und mich darin zu bewegen. Sorry

  4. Bradley Manning hat Verrat begangen – nach welcher Rechtsauffassung sollte er denn bitte frei kommen?

    • Manning hat Missstände aufgedeckt und damit seinem und allen anderen Völkern einen grossen Dienst erwiesen. Er ist kein Verräter, sondern ein Held.

      • UNTERSCHREIB!!!

        genau die anderen (die Verantwortlichen) sollten wegen Hochverrat am- und wegen des Belügens des eigenen Volkes- sowie MORD in MILLIONENHÖHE und X-Tausendfachem TOTSCHLAGS an den eigenen Soldaten (als direkte folge durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen) – erst vor Gericht und dann gegen die Wand gestellt werden!!!

      • Der Tatbestand des Verrates ist erfüllt. Können wir nun Gesetze ignorieren, die sich nicht mit unseren politischen Idealen decken?

        • Ja, genauso wie wir die Lügen der Regierung ignorieren, sollten wir auch deren Gesetze ignorieren.

      • Ja, Manning ist ein Held ein aussergewöhnlicher junger Mann. Nur frage ich mich, ob er selbst sich über die ungeheuren Konsequenzen im Klaren war, als er sich mit dem “wirklichen Verräter Lama”, mit dem er ja über diese Dokumente gesprochen diskutiert hat.
        Er sitzt seit Monaten im Gefängnis. Welchen psychischen und physischen Druck wird er ausgesetzt sein den über die Verhörmethoden der amerikanischen Behörden und erst recht die des Geheimdienstes brauchen wir uns keinen Illusionen hingeben.

        Beide – Manning und Assange müssten den Friedensnobelpreis bekommen. Der eine für seinen wagehalsigen Mut – der andere für seine Intelligens, Fähig- und Möglichkeiten, diese
        Kriegsverbrechen an die Öffentlichkeit zu bringen.
        Wir werden noch von beiden einiges hören.

  5. Oder sind Sie wirklich dieser Auffassung, dass diese Kriegsgreueltaten geheim bleiben sollten? Ich nicht!
    Wir können immer wieder nur dankbar sein, dass es solche Menschen gibt die den Mut haben und dann auch noch die Möglichkeit haben, Ungerechtigkeiten aufzudecken obwohl fast jeder Mensch Gelegenheit hat, dagegen etwas zu tun – ob hier oder in Amerika – oder in Ägypten.
    Ich werde es immer wieder auf meine Weise versuchen.

    • @ Keidel-Aparcev

      Lass dich bloß nicht erwischen ;-)

      • Lieber Mischa,
        ich glaube, die haben mich längst auf der Liste!
        Was ich hier schreibe, ist Peanats dagegen.
        Viele Grüße
        Irene

        • du nennst mich bei meinem richtigen Namen – scary

          • Das scheint man nicht zu dürfen. Na, Fetttöpfchen sind mir nicht fremd. ich schlittere von einem in den anderen.
            Danke für den guten Tip. Aber ich denke, wir leben in einem Land, wo man seine Meinung frei äußern darf.
            Oder darf man das gar nicht mehr und nur ich habe das noch nicht mitbekommen? Shit!


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