Sicheres P2P mit OneSwarm

Informatiker an der University of Washington haben den BitTorrent Client OneSwarm entwickelt, um den Schutz der Privatsphäre beim Übertragen von Daten zu stärken. Nicht nur durch Bilden von geschlossenen Nutzergruppen, sondern auch beim freien Download von irgendwoher. Der Trick: Beim Umstellen auf “privates P2P” kann der Client nur noch seine Nachbarn und ihre IP-Adressen sehen.

Nicht aber die Quelle der Daten, und damit auch nicht die IP des Uploaders. Sehr schön, aber leider wird das dann den betreffenden Nachbar-Computern, ihren IPs bzw deren Nutzern zum Verhängnis. Obwohl diese dann nichts Uploaden, sondern nur Weitergeben, tritt in Nullkommanichts eine sogenannte “Störerhaftung” ein. In den USA gibt es eine solche noch nicht im selben Ausmass wie hierzulande, aber auch das ist eine Frage der Zeit und wird spätestens mit dem Protect IP Act eingeführt.

OneSwarm ist also nur ein Zwischenschritt in Richtung technisch garantierter Privatsphäre beim freien Austausch von Wissen und Kultur.

torrentfreak

5 Kommentare

  1. Ganz blöd gefragt, aber gibt’s das nicht schon längst? Ich dachte, Tor etc. arbeiten auch so?

    • Tun sie auch. Und das Konzept hat sich schon als fundamental fehlerhaft herausgestellt. Da es mittlerweile haufenweise TOR-Ausgangs-Knoten gibt, die z.B. vom Geheimdienst stammen. Und Ausgangs-Knoten können ja sehen wo eine Person rumsurft und was sie tut. Wer der jenige ist, scheint, nach dem was ich gelesen hab, recht leicht rauszufinden zu sein.

      Scheinen noch immer zu blöd zu sein, um das Grundprinzip des zwischenmenschlichen Vertrauens in Software umzusetzen.

      • Richtig, wenn genügend knoten von Tor kontrolliert werden kann man den einzelnenn “ausrechnen” (oder so ähnlich)

        Wobei der Betreiber des exit Nodes dann auch noch Daten mitlesen kann wenn man nicht über https surft.

      • i2p hat interne Tracker und ist nicht so langsam wie Tor. Das “Grundprinzip des zwischenmenschlichen Vertrauens” ist auch drin, indem man nur zu bestimmten Nodes verbindet.

  2. Nah… OneSwarm gibt’s schon recht lange. Imho liegt in privaten Netzen wie Darknets (am besten mit persönlicher Bekanntschaft) die Zukunft. Quasi eine sozialisierung des Filesharings.


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