Goldgrube Aluminium

Der US-Finanzkonzern Goldman Sachs besitzt ausgedehnte Lagerhäuser in der Immobiliensenke Detroit, in welchen rund ein Viertel des globalen Aluminiumbestands gelagert ist.

Die Konzentration und der stetige Zufluss von verarbeitetem Metall verursacht einen Ansicht des Weltmarktpreises für den viel verwendeten Grundstoff und Lieferschwierigkeiten für einzelne Abnehmer. Schon das Vermieten des Lagerraums bringt Goldman Sachs mehrere 10 Millionen US-Dollar pro Jahr, die eingelagerten Bestände sind überwiegend in Spekulationsverträgen gebunden, an welchen der Konzern teilweise beteiligt ist. Grosse Finanzunternehmen sind also in der Lage, Rohstoffmärkte zu manipulieren, um damit Gewinne zu erzeugen. Sollte das nicht reguliert werden? Sind dafür nicht Kartellbehörden da?

reuters, pic Steve Jurvetson cc by

 

6 Kommentare

  1. nach eingehender beobachtung der letzten hundert jahre lässt sich ganz klar sagen, dass jedwede spekulationsgeschäfte immer nur den einflussreichsten finanzunternehmen genutzt haben, mit ausnahme bestimmter selbstmordaktionen. also, ich wäre dafür das bankenwesen vom ballast des spekulativen kapitalmarktes zu befreien und mehr stabilität in die gesamte weltwirtschaft zu bringen.

  2. Ja in einem demokratischen Staat ja. (Wenn sowas in der Realität existieren könnte…)

    In einem Faschismus sieht das anders aus. Denn da sind die Kartellbehörden ja die Firmen.

    Du musst wissen dass die Chefs der Federal Reserve, EZB und der Weltbank alles („Ex-“)Goldman-Sachs-Leute sind. (Prüf es nach. Ich bitte dich darum.) Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

  3. die wollen nur ein generationenraumschiff bauen
    hab ich so schon mal in einem roman gelesen

  4. Solange es “nur” Rohstoffe sind geht es ja noch. Pervers finde ich wenn das auch mit Lebensmitteln gemacht wird.

    Wobei ich letztens ein Gerichtsurteil gelesen hab in dem es um Marktmanipulation ging. Handler X hatte sich überlegt bei welchem Wert die ING Amro die Aktie Ö verkaufen würde (77€). Sie platzierten eine Order von 10000 Aktien für 73€. Im zweitem Schritt kauften Sie diese Aktie für 76,50€ auf (irgendjemand verkauft immer) und der Wert der Aktie sank auf 76,50. Bei der ABN wurde daraufhin automatisch diese Aktie verkauft (an X für 73€ da dessen Order ja schon platziert war).
    Das Gericht (Holländisch) verurteilte X wegen Marktmanipulation.

    So, nach dem langen Umweg: Ist das spekulative aufkaufen (und somit künstlich verknappen) von Rohstoffen nicht genauso zu behandeln?

    [Hätte das RGericht auch so geurteilt wenn die ABN sowas gemacht hätte?]

    • @Gördi: erstaunlich, daß das Gericht so geurteilt hat. Im Allgemeinen gelten diese Gesetze nämlich nicht für Reiche, offensichtlich. Bei Lebensmitteln müssen aufgrund der Verderblichkeit natürlich andere Regelungen her, z.B. müssen Patente und Ähnliches auf Nahrungsmittel weltweit verboten und das wiederholte Zuwiderhandeln mit dem Tode bestraft werden. “Stirb, Monsanto!”

  5. stand schon vor einem Monat in der FTD,
    das US Banken jetzt die Lagerhäuser aufkaufen auf die sich die LME bezieht

    https://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:rohstoffe-us-banken-kaufen-massiv-metall-lagerhaeuser-auf/60074223.html

    das heisst sie bestimmen auf dem Papier wie voll oder leer die Lagerhäuser sind und können somit den preis in jede Richtung drehen
    auch praktisch wenn man den Futues-markt aufmischen will


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