Nach dem Massenmord durch den norwegischen Terror-Arier Anders Behring Breivik haben norwegische Einzelhandelsketten begonnen, Computerspiele, in welchen irgendwie Gewalt vorkommt, aus den Regalen zu nehmen.
Das betrifft nicht nur völlig ungefährliche Killerspiele wie Homefront, Counter-Strike Source, Call of Duty, oder Sniper Ghost Warrior, sondern auch das disneybunte Nachwuchs-MMO World Of Warcraft. Man kündigte an, die Spiele irgendwann wieder ins Angebot zu nehmen, wenn ein angemessender Zeitpunkt gekommen sei.
Unterm Strich hat die Aktion weder etwas mit Gewalt noch mit Terrorismus noch mit Gaming zu tun, sondern nur mit PR für die betreffende Supermarktbetreiberfirma. Wenn’s um sinnvolle Folgen wäre, müsste man eher christliche Kirchen schliessen als Games aus dem Handel nehmen, oder?
5 Kommentare
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Puh, dürfen die Norweger dann bald auch kein Farmville mehr spielen auf Facebook? Da sterben nämlich Pflanzen, das ist auch höchst brutal.
Ja, das arme Moos! ;)
Politikertöten ist aber demnach natürlich noch erlaubt. ;)
Irgendein Unsinn wird immer im Reaktionsspektrum sein, vor allem wenn Entscheidungen von Gruppen (= “Massen”) getroffen werden müssen ( -> Gustave Le Bon). Das Einzige, was man müßte, ist, die Massen endlich zwangsaufklären darüber, wie Massen funktionieren, sonst grüßt weiterhin täglich das Murmeltier…
Politikertöten ???
Darf ich das als einen aktiven Aufruf zu Gewalt gegen Politiker verstehen ?
einen fiktiven aufruf zur virtuellen gewalt gegen
verbrecherpolitiker!