Das sind zwei Grafiken, herausgegeben vor einigen Jahren von der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb). Oben die Verteilung bei der CD (Album), unten bei Downloads (Single).
Natürlich zeigen die Grafiken den klassischen Fall “ich unterschreibe bei einer Plattenfirma, weil, die bringen mich gross raus”, wobei die Firma heute auch bei Konzerten und Tshirtverkäufen mitkassiert. Wenn du alles selber machst, bleibt dir natürlich mehr Geld. Die kassierten Gema-Anteile fliessen übrigens zum grössten Teil auch woanders hin, zu Verlagen und privilegierten Gemamitgliedern. basicthinking
12 Kommentare
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25% ans Bezahlsystem? Mein lieber Schwan, das sind mir vllt alles Preistreiber. Wir sind uns sicher alle einig, dass wir auch schon vor diesen wunderschönen Grafiken wussten, dass die Künstler zu kurz kommen. GEMA hin oder her (ich kann den Laden auch nicht leiden), aber die Preistreiber kann man zunächst mal ganz beruhigt woanders suchen. Das ist das gleiche Spiel wie mit dem Spritpreis. Ob ein Barrel zwei Mark mehr oder weniger kostet … wayne? Es gibt genug Hebel um darauf zu reagieren, aber man spart halt nicht gern im eigenen Haus, nicht wahr?
Ich weiss wie die das gerechnet haben: Paypal nimmt 1,9 % + 0,35 €. Das kommt dann hin.
Dass man das in der Realität nie machen würde, sondern ein Bezahlsystem nehmen würde, das entweder ausschließlich prozentual, oder noch besser einen realistischen Betrag (der dem Wert der Gegenleistung entspricht) abrechnet, wurde ausser vor gelassen.
Auch wurden in der Grafik 3,5% auf 4% aufgerundet. Was in dem Zusammenhang völlig inakzeptabel ist. Und es wurde weggelassen, dass der Künstler davon noch das Studio (ja, noch ein zweites Mal) bezahlen muss.
Ganz ehrlich: Wer wäre denn bitte so dämlich??
Käufer!
Der Link führt zu einem Artikel von ’77.
http://cliphead.wordpress.com/2010/04/12/sind-leer-cassetten-der-tod-der-schallplatte/
Paypal hat für Kleinbeträge andere Konditionen.
Da ist aber doch was gewaltig faul.
Ich weiss nicht, welcher Vollidiot sich in obengenanntes Schema drücken lassen würde? Das sind doch bis auf die Umsatzsteuer und das Bezahlsystem alles Fantasieposten. Und wo sind die Traffic-/Serverkosten? Wer immer das zusammengestellt hat, hat doch das Kamillendampfbad gesoffen!
Und meines Wissens bekommt bei der CD…
1. …der Künstler nur 3,5%. Und selbst das nur wenns hoch kommt.
2. …der Produzent 60%.
und beim Download…
3. …das Bezahlsystem 2%!
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/urheberrecht-und-popmusik-dreieinhalb-minuten-11704933.html
Meines Wissens sind die Zahlen da noch viel zu positiv (z.B. weil die Mehrwertsteuer heute deutlich höher sind). Bei CDs ist der HAB (Handelsabgabepreis eher bei 10 €. Und der download kostet ja auch nicht mehr 1,39 € sondern liegt eher bei 1 €.
ich halte ja viel von der bundeszentrale für politische bildung, aber solche graphiken über angebliche umsätze oder gewinne sind natürlich schwachfug und entbehren jeglicher realität, und sie sind daher auch nicht dazu geeignet irgenetwas auszusagen.
die künstler verdienen nur 4%? selbst im schnitt ist das vermutlich mehr, wobei schon der schnitt vermutlich nur deswegen so scheisse ist, weil es auch viel betrug und abzocke in diesem geschäft gibt, oder weil viele leute material raushauen ohne dabei gewinnabsicht zu haben und dann drauflegen.
es ist auch immer ein bischen unglücklich die umsatzsteuer und den gewinn des einzelhandels mit reinzunehmen, um beweisen zu wollen wie wenig beim “künstler” ankommt.
für urheber, ausübende künstler, und die produktionsfirma bleiben, sofern man es mit seriösen partnern zu tun hat, circa 40% von dem übrig, was der grosshandels/vertrieb vom einzelhandel bekommt, und wie die drei das untereinader aufteilen bleibt ihnen selbst überlassen und sie sind demnach auch SELBST DAFÜR VERANTWORTLICH.
im übrigen suggeriert die überschrift “wieviel verdienen”, dass es sich hierbei um den GEWINN handeln würde, und das ist natürlich nicht so.
kein label der welt macht 30% vom einzelhandelspreis gewinn, das ist mit ach und krach der umsatz. es soll vorkommen, dass publisher auch unkosten für werbung, bemusterung, ein.- und verkauf ausgeben, und in einzelfällen zahlen sie sogar einkommenssteuer oder haben räumlichkeiten angemietet.
ähnlich sieht es beim einzelhandel aus, wenn der mit CDs 20% gewinn erwirtschaften würde, würde nicht ein laden nach dem anderen zumachen.
für die “künstler” hingegen sieht das schon ganz anders aus, für die sind ihre tantiemen und ihr gema und gvl einnahmen das, was man gemeinhin als “einkommen” bezeichen würde.
anderersetis, irgendwoher müssen diese zahlen ja kommen … und vermutlich sind es zahlen von 2 oder 3 der damals noch 5 grossen majors … da kommt das dann schon eher hin … :D
@einseinsnull
Guter Kommentar.
ALLES ist heutzutage verhandelbar zwischen Künstler und Plattenfirma. Natürlich sind die Majors darin weiterhin wesentlich unflexibler als die Kleinen. Sie haben ihre internationalen Vorgaben, und die sind in der Tat bisweilen nicht wirklich großzügig auf Künstlerseite.
Aber – niemand braucht so einen Deal heute noch zu unterschreiben, wenn er sich damit nicht wohlfühlt!
Man kann komplett selbständig oder in Kooperation mit einem kleinen Partner veröffentlichen, die Verteilung ist dann nur noch eine Frage des Wer-macht-was und Wer-bekommt-was-dafür.
Es stehen inzwischen ausreichend digitale Distributer zu Verfügung, die jeder nutzen kann ( ‘Tunecore’ z.B. ). Die Konditionen sind exzellent, hier behält man fast alles selber.
Alles das ist problemlos möglich, dafür braucht man nicht ein einziges neues Gesetz.
Wer etwas erschafft, dass er der Öffentlichkeit zugängig machen will, der kann heutzutage völlig frei entscheiden, wie und zu welchen Konditionen er das machen will, ob mit oder ohne GEMA, ob kostenlos oder gegen Bezahlung.
Es ist eine freie Welt voller Vielfalt und voller Möglichkeiten.
“Die kassierten Gema-Anteile fliessen übrigens zum grössten Teil auch woanders hin, zu Verlagen und privilegierten Gemamitgliedern.”
Willkommen zu Fritzens’ Märchenstunde…
Ist nun mal in der der wirklichen Wirklichkeit nicht so, auch wenn’s zur Zeit gut ankommt, das zu behaupten.
Selbst ein angeschlossenes Gema Mitglied, das nur einen einzigen Song im Leben geschrieben hat, bekommt diesen Song nach den gleichen Konditionen abgerechnet wie z.B. ein Dieter Bohlen.
Die Abrechnungsmodalitäten bei der Gema sind für alle Mitglieder gleich.
Das ist eine dreiste Lüge, Herr Rasta. ich glaube, du bist FDP-Politiker.
Wow – das heißt, wenn ich FDP Politiker wäre, dann wäre es eh gelogen? Interessanter Ansatz.
Ich kann Dich beruhigen – und muss Dir leider wieder mal eine Verschwörungstheorie kollabieren lassen. Ich bin kein Politiker und auch kein Lobbyist, nur ein Einzelgänger, der sich diesen Gefilden schon ‘ne Weile bewegt, und der gegen Destruktivismus in allen Lebensbereichen nun mal notorisch allergisch ist.
Ich war endlos lange ‘nur’ angeschlossenes Mitglied in der Gema, Viel länger, als ich es eigentlich hätte sein müssen. Ich habe über all diese Dinge nicht viel nachgedacht, mein Mitgliederstatus war mir nie wichtig.
Und weißt Du auch warum?
Meine Kohle war immer korrekt.