Amerika nähert sich der Legalisierung von Drogen

Der Amerika-Gipfel (Summit of the Americas) findet heute und morgen im kolumbianischen Cartagena statt. Die Welt sieht zu und bemerkt voller Erstaunen, dass sich diesmal tatsächlich was tut.

Nicht so wie bisher, als die Veranstaltung eher dazu diente, die Supermachtposition der US of A zu demonstrieren. Die Revolution geht diesmal aber nicht vom Volke aus, sondern von den Regierungschefs mittel- und südamerikanischer Länder, die schon in den Tagen und Wochen vor dem Summit heftige Kritik an der starren Haltung der USA zu Drogen übten.

Der Hardliner Otto Perez Molina, Präsident von Guatemala, bezeichnete den “War on Drugs” offen als Fehlschlag. Der bisher engste Verbündete in der Region, Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, forderte eine neue Herangehensweise an das Drogenproblem und erklärte: “Wenn das Legalisierung bedeutet und die Welt überzeugt ist, das sei die Lösung, bin ich dafür”. Staatschefs von Mexico, El Salvador und Costa Rica forderten ein Umdenken, bis hin zur Legalisierung; in Brazilien, Bolivien und Peru wird die US-Drogenpolizei DEA aktiv behindert.

Nachdem aber in den USA am 6. Novmber die Delegierten zur Präsidentenwahl bestimmt werden, wird sich bis dahin nichts an der Drogenpolitik der Supermacht ändern. Allerdings hat sich US-Vize Joe Biden bei Reisen durch den Südkontinent soweit von der harten Linie entfernt, dass er die Diskussion um eine Drogen-Legalisierung als “legitim” bezeichnete, was in Mittel- und Südamerika bereits als möglicher Verhandlungserfolg gewertet wird. aljazeera, aljazeera

Über die Dame auf dem Bild weiss ich leider weiter nichts, ausser, dass sie auf dem US-Onlinemagazin Sicklycat einen Artikel über die Vorteile von Marijuana für Teenager (nämlich weniger Alkohol und Pillen) bebildert.

In Deutschland hat die Piratenpartei die Legalisierung bereits als Teil des Parteiprogramms beschlossen. Auch die Linkspartei hat sich in dieser Richtung positioniert.

Peace.

6 Kommentare

  1. Es wird keine drei Tage dauern, dann erklärt das Führungspersonal der CSU ihnen den Krieg. Schon zum Schutz der deutschen Alkoholindustrie.

  2. Die Brasilianer finden das übrigens garnicht lustig, wenn man ihren Landesnamen mit „z“ schreibt. Eben wegen jener Dominanzposition der USA.
    In Deutschland haben wirs doch schon richtig, also wieso die Brasilianer damit beleidigen, hier auch noch die US-Schreibweise einzuführen?

  3. Übrigens müssen die Amerikaner doch nicht auf die USA hören. Oder sind das keine selbstständigen Staaten mehr?

  4. und da soll nochmal einer sagen das die piraten kein politischen inhalte im programm habne.

    • “einen Artikel über die Vorteile von Marijuana für Teenager (nämlich weniger Alkohol und Pillen)”

      aua!
      tut mal lieber die mörchen!

  5. Der Hardliner Otto Perez Molina, Präsident von Guatemala, bezeichnete den “War on Drugs” offen als Fehlschlag.

    nö/ja schon, aber nicht so soft.

    er sagte wörtlich (übersetzt):

    “der jahrzehntelange krieg gegen die drogenkartelle ist VERLOREN!”


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 964 Followern an