Studie: Piraterie fördert Verkäufe

Der Wirtschaftswis­sen­schaftler Robert Hammond, Assistant Professor an der North Carolina State University hat seine Studie “Profit Leak? Pre-Release File Sharing and the Music Industry” vorgestellt. Er hat dazu zwischen Mai 10 und Januar 11 Millionen von Datenbewegungen auf BitTorrent beobachtet und diese anschliessend mit den Verkaufszahlen von über 1000 Alben korreliert.

Und zwar vor allem solchen, die vor dem Veröffentlichungstermin ge-filesharet wurden. Ergebnis: “I find that one additional download is associated with 2.6 additional sales…”. Und überhaupt: Der Einfluss von tauschgebörsten Leaks ist, wenn überhaupt, positiv. Und nicht negativ, wie die Kontrollfreaks der Rechtverwertungsindustrien behaupten.

Ja aber: Gab es da nicht noch das Argument, die Filesharer müssten so oder so für die Downloads bezahlen? Wegen… dem Urheberrecht oder so? Naja, nee. Letztendlich ist das Internet nicht sowas wie eine Bibliothek oder eine Plattenladen, sondern eben ein elektronisches Medium, aus der Ecke von Radio und Fernsehen. Das kann jetzt meinetwegen verstehen oder nicht, wer will. Die Studie vom Wirtschaftsprofessor Hammond ist jedenfalls hier. Rechnet selber nach.

torrentfreak

Update: Auf Zeropaid läuft eine (derzeit 17-teilige) Analyse zum Thema “What Filesharing Studies Really Say”.

 

27 Kommentare

  1. Reblogged this on Ich sag mal.

  2. Nein Fritz. Internet ist nicht radio oder Tv. Unterschied gefällig? Probiere doch mal deinen täglichen Scheiß dort an den Mann zu bringen…Funktioniert nicht? Warum wohl?

    Internet ist ganz einfach “öffentlicher Raum”. Freizeitpark,Einkaufszentrum,Informationsdient…..sich umsonst an den Leistungen anderer zu bereichern ist weder hier wie auch sonst nirgendwo auf der Welt in Ordnung. Und wenn Dinge im “öffentlichen Raum” nicht regelkonform funktionieren passiert was? Genau! KEINE Revolution der Spinner, um Schmarotzertum zu fördern…

    Wenn Studien aussagen, dass die Menschheit zum überwiegenden Teil NICHT auf den Preis schaut, frage ich mich, warum es Sonderangebote gibt. Schonmal gesehen, wenn Mediamarkt so eine “Spezailrabatt-Geschichte ” anbietet? Da herrscht “kurz vor Mord und Totschlag”, oder H&M….Ich kann ncht nachvollziehen, wie man sich selbst so bis zur kompletten Realitätsentfremdung ideologisieren kann.

    • war ja klar das sich das dümmliche PR-zäpfchen gleich als einer der ersten meldet.

      [ Da herrscht “kurz vor Mord und Totschlag”, oder H&M….Ich kann ncht nachvollziehen, wie man sich selbst so bis zur kompletten Realitätsentfremdung ideologisieren kann. ]

      der einzige ideologisierte hier zZ bist alleine du selbst.

      es ist schon einzigartig wie du einzelne kaufkritische tatbestände auf ALLE (also auf die mehrheit) überstülpst.

      es gibt genau 3 arten von käufern

      1) die welche UNBEDINGT auf den preis achten müssen weil sie einfach nicht anders können.

      2) die billigheimer bzw. die geizkrägen.

      3) die käufer die hohe qualität einkaufen weil sie es – ohne darüber nachdenken zu müssen – einfach können, diese achten zwar auch auf den preis, aber auf einer gänzlich anderen ebene. für diese kommt zuallererst mal die qualität der ware als kaufkriterium in den sinn. erst danach kommt die höhe des preises.

      die allermeisten menschen (kunden) gehören in die klassen 1 und 3. wobei wiederum die allermeisten in klasse 1, wenn sie es denn nur könnten, eher teure, hochqualitative waren statt billige, minderwertige waren kaufen würden. fast keiner würde den ramsch vorziehen wenn es die persönliche finanzielle lage erlauben würde anders handeln zu können.

      natürlicherweise sieht jeder zu das er die begehrte ware/leistung zum möglichst günstigen (hat mit “billig” nichts zu tun) preis einkaufen kann, trotzdem ist der preis einer ware/leistung für die (aller)-meisten – im rahmen ihrer individuellen finanziellen möglichkeiten – immer nur zweit- und dritt-rangig einzustufen.

      diejenigen von denen du redest sind im besten falle – obwohl in der gesamtmasse trotzdem sehr zahlreich – in einem 4/4 glass als der 1/4 bodensatz anzusehen.

      schlussfolgere also nicht von deinesgleichen auf andere und schon gar nicht auf eine mehrheit.

      dieses haben schon XX-etliche untersuchungen über die letzten 4 jahrzehnte zutage gefördert, von denen sehr viele sogar in den hoch-zeiten der “GEIZ IST GEIL” -WELLEN angestellt wurden gerade weil in den fast gleich-geschalteten und von PR-agenturen.propaganda beherrschten medien der eindruck enstand das “die deutschen” ein volk von geizkrägen wären.

      tatsächlich handelt es sich dabei aber nur um den aller-kleinsten teil der bevölkerung der freiwillig so handelt oder so zu handeln hinreisen lassen möchte.
      und das sind dann meist die immer gleichen dümmlichen fressen die sich um den BILLIGSTEN RAMSCH in schlangen anstellen und sogar dazu anstiften lassen sich um den dreck zu prügeln.

      • Haha, was is angesagt Wichtelwilly? Sauer, das ich noch vor Deinem “Bravissimo Maestro Fritz” reagiert habe? Hat der Scheiß-File gerade Überlänge gehabt?

        Aber Ernst beim Clown, deine Analyse ist diesmal im Ansatz ja sogar SUBSTANZIELL geprägt. Respekt, vielleicht antizipierst Du ja tatsächlich aus den “vernünftigen Anteilen” die sich mittlerweile in diesem Blog finden. Und – surpise surprise – Geschenkt mon ami.

        Bei der Einteilung von 1,2, und 3 kann ich auf den ersten Blick nichts Falsches erkennen. Vielleicht sollte man aber weiter differenzieren. Es gibt auch Leute, die bei bestimmten waren und Dienstleistungen richtig Geld ausgeben, bei anderen aber sparen. Will sagen, der fette benz beim Aldi ist gar nicht mal so selten. Und das ist teil des relevanten Problems.

        Mediamarkt und Saturn erfreuen sich jedenfalls ganz gutlaufender Geschäfte, kleinere Spezialistenläden in Sachen Hifi beispielsweise? Hmm ok, dafür gibts ja nu heutzutage i-zeugs. War aber schon seinerzeit absehbar weniger werdend.

        Lidl,Aldi,Penny,Plus…hab ich was vergessen? gehören jedenfalls deutlich zum gewohnteren Strassenbild als der Feinkost-Schmitz. Selbst Rewe und Edeka als nur eher mäßig teurer haben richtig zu kämpfen.

        Meine Analyse : Es gibt irgendwas kleiner/gleich 10 % die kaufen prinzipiell Qualität. Der Rest guckt zumindest partiell aufs Geld. Eine Ware die künftig generell zum privaten gebrauch gratis sein soll hat schon mittelfristig gesehn absolut “fertig” und braucht gar nicht mehr im Regal stehen. Der Trend ist übrigens schon lange erkennbar, denn das Sortiment im Saturn ist ja bereits reduziert. Andere Plattenläden? Fehlanzeige.

        • Man man, schlaues kerlchen! So viel Fehler in deinem Modell! Schau Dir mal deine letzten 2 Zeilen an.. Ist Dir, in dem trendabfallendem Zeitraum auf den Du dich beziehst, entgangen das zb die digitale Distribution stark gewachsen ist? Der Trend ist übrigens schon lange erkennbar;-) deine fehlenden plattenläden heissen iTunes, amazon mp3, etc.. jede Statistik ist so gut wie man sie täuscht. Schönen Tag noch:-)

          • Hoppppla, noch so ein Fachmann.SO viele Fehler? Na, dann sag mal an, bin ganz Ohr.

            Die digitale Distribution? Das ist aber fachmännisch formuliert.
            2011 betrug der Verkauf von “downloads” in Deutschland 15 %. Das bedeutet das 85 % verkaufter Musik auf CDs passiert. Und INSGESAMT spiegelt der Gesamtumsatz bei weitem nicht den tatsächlichen Konsum wider.
            Interessanterweise liegen wir da deutlichst hinter USA, wo zuletzt erstmals mehr Verkauf über “downloads” passierte. Haben die dort die bessere Zahlungsmoral? Oder liegt es ganz einfach an den “strengeren” Regelungen?

    • Dies ist ein freies Land, und du musst nicht lesen, was ich geschrieben habe (“…ein elektronisches Medium, aus der Ecke von Radio und Fernsehen”) sondern darfst einfach irgendwas antworten (“Internet ist nicht radio oder Tv.”). Ist ok. Kein Problem.

      • Wäre ja auch noch schöner, wenn man dich hier unwidersprochen diese verrückte Propaganda betreiben ließe. Wenn du dir ein Megaphon kaufst, um die Leuten auf dem Marktplatz mit deinen Wahrheiten zuzuschreien, lass es mich wissen. Ich und mein Megaphon werden da sein…

        • ja, wäre echt zuviel verlangt erst zu lesen, was man kritisiert. wo kamen wir denn da hin? in die vernunft vermutlich, aber wer will das schon? und zur verhälrnismässigkeit: du hast doch dein megaphon schon. schade nur, dass alle anderen flüstern.

    • Öffentlicher Raum stimmt, aber mehr nicht.
      Bei uns im Südwesten ist Peter Lenk in fast jeder Gemeinde präsent. Er wird für jeden ausgeführten Auftrag [bold] 1x [/bold] bezahlt. Nun stelle dir mal vor, in Konstanz würde die Imperia https://de.wikipedia.org/wiki/Imperia_%28Statue%29 mit Tüchern verhüllt und jeder der ein Blick dahinter werfen will, muss erst einmal zahlen. Nun rate mal, wieviel Touristen sich den Konstanzer Hafen ansehen würden.

      • Und das soll jetzt was genau aussagen? Ich gehe davon aus, dass Herr Lenk mit dem jeweiligen Geschäftsmodell einverstanden ist. Würde er Ein Werk schaffen, dieses in seinen mit Sichtschutz präparierten Garten ausstellen und dafür jeden Tag pro Nase Eintittsgeld nehmen, würde ihn wohl auch bei euch im Südwesten keiner daran hindern? (Eventuelle Einlassungen vom Gewerbeausfsichtsamt oder sonstiger Regulatorenstellen mal außen vor…)

        Käme eine Partnerschaft mit jemanden zustande, der dieses Werk in dafür angemieteten Räumen ausstellen würde und organisatorische Aufgaben übernimmt und die 2 würden sich die Eintrittsgelfder teilen, wäre das wohl ebenfalls möglich.

        Würden die beiden jetzt eine Agentur beauftragen und Werbeflyer auf dem Mount Everest und im Marianengraben verteilen lassen und sich nun die Einnahmen in Übereinkunft zu 33,3/33,3/33,4 oder 40/30/30 oder 1/2/97 auf die 3 Parteien verteilen, wäre dies alles wohl auch problemlos möglich. Auch bei euch im Südwesten.

        Also was genau willst du sagen? Ich vermute, “saugen” ist ok?

  3. Fritz, hast Du die Studie wirklich gelesen?

    Die Zahl 2.6 ist -so wie Du sie zitierst- nicht richtig,

    Hammond selber relativiert sie auf geschätzte 0,26, ohne sich da näher festlegen zu wollen.
    Du hast den sehr wichtigen zweiten Teil des entsprechenden Satzes leider einfach unterschlagen:

    ‘… an effect that has to be scaled down due to the fact that each download in my data represents many more downloads in the population. For example, if each download on APT represents 10 downloads in the population, then the findings says that one additional download in the population is associated with 0.26 additional sales.’

    Außerdem sagt er doch ganz klar:

    1) Im Vergleich zu allen anderen verkaufsfördernden Maßnahmen ist der Effekt äußerst gering.

    Und noch viel wichtiger:

    2) Der Effekt bringt nur großen und bekannten Künstlern ( also der ‘Contenmafia’ ) etwas, unbekannten und kleinen Bands hilft er gar nicht.

    Das genaue Gegenteil also von dem, was Du gerne propagieren möchtest.

    • In Internetsprache formuliert: “Unbekannte Künstler sind unbekannt”. Deswegen bringt denen auch Filesharing weniger. Die müssen auch Marketing machen, klar.

      • ‘…This increase is sales is small relative to other factors that have been found to affect album sales. I conclude (…) that file sharing benefits more established and popular artists but not newer and smaller artists.’

        Er schreibt ganz explizit, dass laut seinen wissenschaftlichen Untersuchungen ‘neueren’ und ‘kleineren’ Künstlern filesharing NICHT hilft.

        Genau das ist aber ein doch gewichtiges Argument in des ganzen Piratenvortrags, dass man durch die Freigabe des privaten filesharings gerade diesen kleineren und neueren Künstlern helfen wolle. Beachtlich finde ich übrigens, dass Hammond die Wirkungslosigkeit des Filesharings nicht mal nur auf echte Newcomer bezieht, sondern auf Künstler, die durchaus schon auf dem Markt agieren.

        Wäre das nicht der Punkt, diesen unsinnigen Argumentationsstrang nun endlich mal fallen zu lassen?

        P.S. Ich fände es auch korrekt, dass Du Dein Ausgangsposting korrigierst. Es liest ja schließlich nicht jeder die ganze Untersuchung, und so wie es da steht, ist es doch eine ziemliche Fehlinformation.

  4. Is echt traurig, dass wir jetzt die Hasswörter der Medienmafia adoptiert haben sollen. So lange du nicht „Diebstahl auf hoher See“ meinst, sollte da „Filesharing“, „Kopieren“, oder sowas stehen..

  5. Verstehe den Artikel nicht… „Verkauf“…? Von Information?? Das geht doch garnicht! Meinst du die Betrugsmasche des „lizensierens“ von wertlosen Kopien für Geld?

  6. Was sagt der Professor zum Unterschied von Korrelation zu Ursache und Wirkung? Oder setzt er voraus, dass man den Unterschied kennt? Ich hab den Unterschieid anhand von historischen Statistiken kennen gelernt. Als die Polizei noch eine minimale Kraft war, stellt sich heraus, dass die Zahl der Verbrechen stieg mit der Zahl der Polizisten. Eine eindeutige Korrelation, die eine widersinnige Aussage über Ursache und Wirkung erbringt. Also falls der Herr Professor nicht mehr als eine Korrelation zu bieten hat, dann ist “Piraterie fördert Verkäufe” wahrscheinlich Unsinn.

  7. Hm, das könnte in einem ja fast den Gedanken auslösen, dass es bei der Urheberrechtsdebatte weniger um das geistige Eigentum selbst als viel mehr um den Erhalt der Abmahnindustrie geht…

    • das außerdem und mit absoluter sicherheit.

      guck dir doch mal die durchschnittszahlen an die verlangt werden. alles zwischen 500 und 10000 ist dabei. und da sich sehr viele einschüchtern lassen und zahlen kannst du dir das daraus entandene einnahmevolumen leicht ausmalen.

      jedes jahr werden ca. 300 000 ubmahnungen des filesharing’s wegen verschickt. zahlt auch nur 1/3 der betroffenen ca. nur einen durchschnitt von 1000€, dann sind das ganz schnell mal 100 000 000 (hundert millionen) eingesackte euros.

      da ich aber annehme das viele mehr als nur die angenommenen 100T zahlen und der gesamtdurchschnitt weit höher liegt als die von mir angenommenen 1000€ pro abgemahnten – naja mein lieber . . .

      . . . da kommt doch ein ganz schön hohes häufchen zusammen, nicht wahr? und das praktisch für fast komplett NULL arbeitsleistung außer einen 08/15 vordruck per copy&past auszufüllen, einzutüten und ‘ne briefmarke drauf zu patschen.

      bei einem 50zig / 50zig (rechteinhaber/anwaltskanzlei) splitt macht das ja ein schönes, fast gänzlich anstrengungsfreies und lleistungsloses zusatzeinkommen für die abmahnenden.

      und dieser dreckjige abschaum will dann auch noch allen ernstes diebstahl und raub vorwerfen???

      das ich nicht lache.

  8. [...] 11k2 führte die Studie zumindest zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern [...]

  9. Wenn die Medienkonzerne von Raub reden ist das LOL – aber das Wort Raubkopie gibts ja schon länger als das www. Vor allem bei Musik – SOOOO viele Cover die dann zum Hit werden und sich dann an die Hose fassen weil Leute was kopiertes auch kopieren… =D
    Commodore/Amiga und vor allem die damaligen Softwarebuden sollen ja zum erheblichen teil von eben diesen Raubkopierern und Crackern in den Ruin getrieben worden sein. Wird sich schwer halten lassen; was zum Schluß schlimm war, diese nervigen Code-Abfragen schwarz auf schwarz damit man keine Kopie von machen konnte…
    Die Sache ist aber damals schon vielschichtig gewesen: Wären überhaupt soviele Rechner verkauft worden, wenn Kopien nicht so einfach gewesen wären – bei den SNES gings ja nicht. Und wenn schon damals behauptet worde, 100000 Kopien wären ein Schaden von 4 Mio Mark – als hätte jeder das Original gekauft. Genau so ist es heute auch. Viele hatten ja gar kein Geld für all die coolen Games die es damals gab… aber wenn eins WIRKLICH gut war, hat man allein schon ob der Anleitung usw. das Original geholt. Daß das heute wegfällt, weil es auch nur noch schäbbige Minibooklets dabei gibt und alles billig gemacht wird ist natürlich Schade.
    Als “Künstler” würde ich natürlich auch wollen, daß ich soviel Tantiemen wie möglich bekomme – aber noch wichtiger wäre mir doch daß mich viele Leute kennen. Und wenn man so gut ist, daß man dem Publikum auch Geld wert ist, kann man ja auch 20000 CDs weniger verkraften die kopiert statt gekauft werden. Dafür bekomme ich dann eben mehr Gage für Auftritte, weil Millionen einen hören/sehen wollen.
    Momentan ist es ja so schlimm nicht, Downloads für Geld werden in Anspruch genommen – ich glaube, daß gabs gar nicht, als Napster seine Hochzeit hatte.

  10. Was ne Diskussion… die Urheberrechtsdebatte wird (wie es schon immer war) von Politikern angestrengt, nicht von den direkt Betroffenen (Urheber). Dass das Jungpolitiker sind macht die Sache auch nicht besser.

  11. bisher bester artikel zum thema:

    [ Schlacht ums Urheberrecht

    Die Kulturindustrie verteidigt mit Klauen und Zähnen ihr altes Geschäftsmodell. Dabei ist es längst überholt und auch durch ein Rollback nicht mehr zu halten

    Selten hat eine fünfminütige Wutrede [1] in einem Spartenprogramm des Hörfunks () so viel öffentlichen Staub aufgewirbelt, wie die von Sven Regener, dem Teilzeitliteraten (“Herr Lehmann”) und Macher der “Element of Crime”.

    Merklich Oberwasser

    Seit dessen Furorsturm sehen sich die Verfechter des Urheberrechts wieder mächtig im Aufwind. Vor allem die Organe der “Kulturindustrie”, Verlage und Medienkonzerne, die ihr Broadcastingmodell schon den Bach runtergehen sahen, sich als “Opfer” von bösen Filesharern und Netzgiganten ausgaben und seitdem mit “Leistungsschutzrechten” und “Abmahnungswellen” gegensteuern, fürchten zu Recht, die Kontrolle über Werke und Produkte zu verlieren. Sind Texte und Songs, Bilder oder Videos einmal im Netz, können sie millionenfach und in Minutenschnelle kopiert, auf Festplatten gehortet und kostenlos weitergereicht werden.

    Reagierten Musiker, Künstler und Autoren davor bislang aus Angst, von den Usern durch Click- oder Kaufboykott abgestraft zu werden, eher kleinlaut, wenn sie zu Tauschbörsen oder den Bestimmungen zum “Schutz geistigen Eigentums” befragt wurden, so haben sie jetzt dank Regener neuen Mut geschöpft. Autoren, Künstler und Agenten publizieren seitdem nicht nur massig Aufrufe [2] und Manifeste, um die Politik zu drängen, das Recht des Urhebers und seiner Rechtsnachfolger auf ihre Werke zu bewahren oder gar zu stärken. Landauf, landab hört und liest man nur noch von den Vorzügen, die dieses “Schutzrecht” der Kultur angeblich bietet.

    Verlassen können sie sich dabei insbesondere auf die Massenmedien. Und da vor allem auf die Printmedien, die unter der Gratismentalität, die das Netz geschaffen hat, in den letzten Jahren sehr zu leiden hatten und die deswegen etliche Redaktionsteams verschlankt, Reporter entweder freigesetzt oder zu “freien Autoren” umfunktioniert haben.

    Rollback

    Dieses Rollback verwundert und überrascht zugleich! Insbesondere die Heftigkeit, mit der Autoren, Künstler und Verwerter ein Geschäftsmodell von vorgestern mit Zähnen und Klauen verteidigen. Dabei glaubte man in der Diskussion schon mal viel weiter zu sein. Zumal sich die verhärteten und ideologisch aufgeheizten Fronten in der letzten Zeit zunehmend aufgeweicht hatten und die Kontrahenten aufeinander zuzugehen schienen.

    Von Diffamierungen und/oder Kriminalisierungen, die noch in dem Begriff der “Raubkopie” mitschwingen (als ob jemanden etwas “gewaltsam” weggenommen werde) hörte oder las man nur noch selten. Auch die Mär von der “Content-Mafia” kursierte mitunter nur noch in speziellen Foren. Auf beiden Seiten schienen die Hardliner, auch dank des rasanten Aufstiegs der Piraten (Wenn Kunst und Kommerz sich küssen [3]), weitgehend auf dem Rückzug.

    Schließlich war der dramatisch gesunkene Wert von Rock und Pop schon akzeptiert, von den Produzenten ebenso wie von den Verwertern. Zwar sorgen Meldungen von Abmahnungserlösen, die Rechtsanwaltbüros gegenüber jugendliche Filesharern erzielen, weiter für Aufregung. Doch die meisten Musiker und Konzerne (wie die Atomindustrie auch) waren schon dabei, sich mit den “neuen Realitäten” abzufinden. Statt sich weiter über Filesharing und Gratismentalität zu ereifern und den Kampf gegen Windmühlen fortzusetzen, verhandelte man längst über Vergütungssysteme, Crowdfunding und Streaming-Dienste.

    Und auch von Sopa oder dem Acta-Abkommen (Das steckt hinter dem Acta-Streit [4]), mit denen das Urheberrecht noch international durchgesetzt, der Handel mit gefälschten Artikeln eingedämmt und Copyright-Verletzungen besser und strikter, etwa auch durch Netzsperren, geahndet werden sollten, war seit den Proteststürmen, die dieses Ansinnen entfacht hatte, kaum noch die Rede. Das juristische Scheitern dieser Pläne ist den Medien jedenfalls nur noch eine Randnotiz [5] wert.

    Blütenkunde

    Welche seltsamen Blüten das alte Urheberrecht, das noch aus den Hochzeiten des Buchdrucks stammt, immer noch treibt, und welche Wertschöpfungsketten sich mit Schutzfristen von immer noch 70 Jahren generieren lassen, veranschaulicht bereits ein Gang durch die hiesigen Buchhandlungen oder Warenhäuser, die man am besten an Weihnachten oder zu Jubiläums- oder Todestagen bekannter Autoren und Künstler durchstreift.

    Im August etwa jährt sich zum fünfzigsten Mal der Todestag von Hermann Hesse. Wie den Prospekten zu entnehmen ist, plant der Suhrkamp Verlag eine Art “Hesse 10.0″ [6]. Nochmals kann der geneigte Kunde und Leser mit der Literatur von Hesse ins malerische “Tessin” reisen, erneut darf er “Stufen” erklimmen, “Freude am Garten” empfinden oder den Kalender des nächsten Jahres mit dessen schlauen Sprüchen gestalten.

    Gut ist das vor allem für seine Rechtsnachfolger und den Verwerter, in diesem Fall den Suhrkamp Verlag, der dank des bestehenden Urheberrechts Millionen damit umsetzt und einen Teil seiner mitunter erfolglosen Literatur finanzieren kann. Nur: wer braucht schon die x-te Auflage des “Demians”, von “Siddharta” und der “Morgenlandfahrt”, die alle paar Jahre in neuer Montur und Verpackung recycelt werden?

    Ähnlich verhält es sich, wenn man in der Vorweihnachtszeit die Bookstores aufsucht oder bei Amazon das Sortiment durchstöbert. Ständig werden Kompilationen mit den größten Hits, digital aufgebesserte Versionen ehemaliger Erfolgsalben oder Box-Sets verstorbener Künstler oder längst aufgelöster Bands neu aufgelegt. Sie werden meist mit Demos, Live-Mitschnitten oder Bootlegs aufgehübscht, mit Bildchen und Statements angereichert, damit der Fan und Kunde, obwohl er vielleicht die Vinylausgabe, die CD oder das Songbook längst zu Hause in seinem Regal liegen hat, sich das das alles nochmals zulegt.

    Nützliche Idioten

    Dabei müsste eigentlich allen Betroffenen klar sein, dass die analogen Strukturen und Regelwerke, auf denen das Urheberrecht fußt, sich unter fortgeschrittenen digitalen Bedingungen nicht mehr halten lässt (Es gibt kein Zurück ins echte Leben [7]).

    Das Manifest und die Unterschriftenliste [8], die der Literaturagent Matthias Landwehr jüngst gestartet und ins Netz gestellt hat, kann allenfalls als ein “Nachhutgefecht” betrachtet werden. Die Unterzeichner signalisieren darin nicht nur, dass sie die Realitäten der Vernetzung und Digitalisierung, die das Netz schaffen wird, nicht richtig verstanden haben. Sie halten auch weiter an einem Geschäftsmodell fest, das dank der rasanten Entwicklung der Netztechnologen und seiner Forcierer [9] nicht mehr ins Morgen gerettet werden kann.

    Neue Marktlage

    Die Zeiten des Buchdrucks, Geburtsort des modernen Subjekts, sind unweigerlich vorbei. Der Markt hat sich radikal verändert. User und Nutznießer der Werke und Produkte haben mittlerweile eine zentrale Stellung eingenommen. Sie lassen sich nicht mehr gern bevormunden. Weder von Medienkonzernen noch von Verleger- oder Künstlersubjekten. Der gar weinerliche Ton, den so mancher jetzt an den Tag legt, ist zwar verständlich, aber alles andere als angebracht (Telefonat mit einem griechischen Freund [10]).

    Dabei übersehen all jene, die sich jetzt etwas blauäugig vor den Karren der Verlagshäuser und Medienkonzerne spannen lassen, auf welche Weise sie längst ihrer “Anrechte” beraubt wurden und diese an die Verwerter veräußert haben. Mit der Unterzeichnung des von Verlagen diktierten “Leistungsschutzrechts” etwa haben sie alle weiteren Lizenzierungen, die fürderhin möglich sind, bereits an die Verwerter abgetreten. Der offene Brief [11], den der Kollege Matthias Spielkamp an den Chef des “Handelsblatts” verfasst hat, spricht diesbezüglich Bände.

    Schlachtopfer

    Bereits bei Karl Marx heißt es bekanntlich: “Das Sein prägt das Bewusstsein”, die materielle “Tiefenstruktur” (Basis) die mentale “Oberflächenstruktur” (Überbau). Die “Produktionsbedingungen”, lesen wir weiter bei Walter Benjamin im “Reproduktionsaufsatz”, bedingen die “Entwicklungstendenzen” überhaupt aller “Kulturgebiete”. Ändern sich Medientechnologien, ändern sich zuerst die Produktionsweisen, und später auch die Eigentumsverhältnisse.

    Gewiss läuft diese “Umwälzung des Überbaus” laut Benjamin verglichen mit der des “Unterbaus” mit einer gewissen Zeitverzögerung ab. Die Revolution selbst lässt sich aber nicht aufhalten. In Abwandlung eines Satzes, den Paul Virilio einst formuliert hat, könnte man sagen: Die Kulturindustrie ist “das Sühneopfer der Hochtechnologie.” Geschlachtet wird sie auf dem Altar eines freieren Zugangs und einer freieren Zirkulation.

    Für den User und Nutznießer ist das gut so. Den Verwertern, die sich einst zwischen Autoren und Leser, Musiker und Hörer, Künstler und Konsumenten geschoben haben und danach Juristen fanden, die ihnen das Recht sicherten, selbstherrlich zu entscheiden, ob und wann, wo und wie lange ein Werk erscheinen darf, gefällt das selbstverständlich nicht.

    Doch schon Bertolt Brecht, der sich gegenüber neuen Medientechnologien stets aufgeschlossen zeigte, dachte anders. Der Film etwa, meinte er, sei immer “das Werk eines Kollektivs”. Dergestalt werde er die “bourgeoise Kunst” genauso abschaffen wie die Vorstellung, ein Autor kreiere ein ebenso originelles wie einzigartiges Werk. Gleichzeitig verschwände auch der Schein vom auratischen, irgendwie mit dem Religiösen verknüpften Werk. Schon deswegen sei die Vergesellschaftung der neuen Technologien für Kunst und Kultur zu einer “Lebensfrage” geworden.

    Mitmachkultur

    Gewiss schwang bei Benjamin und Brecht noch die Hoffnung mit, ein von Kollektiven geschaffenes Werk forme das Publikum zum Kollektiv um. Dieser Umschlag in Sozialismus hat sich jedoch, wie wir wissen, nicht bewahrheitet. Der Verwertungsgedanke sowie der Hang zur Autonomisierung und Individualisierung hat sich gegenüber dem Kollektivierungsanspruch als härter und stärker erwiesen.

    Stattdessen haben sich aber zwei andere, durchaus revolutionäre Erwartungen, die Brecht und Benjamin an Radio und Film knüpften, durchgesetzt. Die digitalen Medien- und Netztechnologien beziehen ihr Publikum nicht nur ein, sie haben es auch sprechen gemacht. Aus dem passiven und entmündigten, sich bloß berieseln lassenden Konsumenten ist längst ein aktiver und mündiger Hörer, Zuseher und Anwender geworden. Einerseits.

    Andererseits haben sie die Perspektiven von Sender und Empfänger, von Produzenten und Publikum symmetrisiert. Jeder kann heute selbst zum Künstler, Texter und Filmer werden und sein eigenes oder persönliches Kunstwerk schaffen. Kein Gatekeeper kann ihn fortan hindern, damit auf den Markt zu treten, um dort sein Werk feil zu bieten.

    Dieser neue Produzent und Künstler hat nichts mehr mit dem bürgerlichen Künstler- und Geniesubjekt zu tun, zu dem ihn die klassische Kulturkritik einst erkoren hat. Die romantische Idee vom unverwechselbaren Schöpfersubjekt hat sich erschöpft. Im postromantischen Zeitalter wird er, getreu den Worten Sven Regeners, zum bloßen Freizeit- und Hobbykünstler. Fortan muss er wie alle anderen, die es ihm gleichtun, um Aufmerksamkeitsspannen buhlen, die aufgrund der Vielheit des Angebots und des steten Wechsels immer kürzer werden. Auch dazu gibt es eine Vorlauffigur.

    Bloßes Anhängsel

    Bereits Benjamin erschien der von Funk und Film entleibte “Mensch” nur noch als “fünftes Rad am Wagen seiner Technik”. Für den Marxisten war sie genauso Organ wie für Ernst Jünger oder McLuhan. Die Technik war “extension of man”, und damit zugleich Agenda und Mittel zur Einebnung des Unterschieds von Mensch und Technik, von mechanischer und organischer Welt.

    “Medien bestimmen unsere Lage”, kann gut eineinhalb Jahrhunderte post Marx Friedrich Kittler von Freiburg aus formulieren, “sie definieren, was wirklich ist”. Weil die Medienevolution längst eine nächste Stufe erreicht hat, sind das nicht mehr Funk und Film, TV oder Telefon.

    Ein computergestütztes, Daten global verarbeitendes Netzwerk, schreibt Kittler, hat uns einen “Medienverbund” beschert, der nicht nur alle Einzelmedien integriert und abschafft, sondern auch noch das Fantasma vom selbstbestimmten Subjekt. Fortan “zählen nicht mehr Botschaften und Inhalte”, die “menschliche Seelen” empfinden und uns mitteilen, sondern “einzig ihre Schaltungen”.

    Wie Don Quichotte

    Doch Kittler, der “kuriose Medienphilosoph” [12], wusste auch: Solange es die “Kulturindustrie” noch gibt, gibt es Unterhaltung, gibt es “Gespenstererscheinungen”, gibt es “Gespensterdiskussionen”. Sie werden just dann aktiviert, wenn Verluste drohen, der von Macht und Einfluss etwa, oder der von Jobs und Kapital. Dann wird das Wehklagen über “böse Geister” besonders laut.

    Sie anzurufen, hat aber noch selten geholfen. Das erinnert an Don Quichotte und seinen Kampf gegen Windmühlen. So wie einst die Elektrifizierung der Eisenbahn den Heizer, die Erfindung des Tonfilms die Musiker und das Desktop Publishing den Buchdrucker oder klassischen Buchbinder überflüssig machte, genauso drohen jetzt auch die Mittler der “Kulturindustrie”, Buchhändler, Agenten und Verleger, überzählig zu werden.

    Und das ist auch gut so. Zu lange haben sie nach Gutdünken darüber befunden, ob was wie gedruckt, gesendet und verteilt wird. Dass Markt und Technologien damit aufräumen, muss, von den Betroffenen mal abgesehen, eigentlich niemanden sonderlich zu Tränen rühren. Eher gilt es, den digitalen Express wider den beharrenden und Trägheit vermittelnden Kräften zu beschleunigen.

    Schwierige Lage

    Gleichwohl müssen auch neue Lösungen her. Wie die ausschauen, steht, trotz aller gut gemeinten Vorschläge, weiterhin in den Sternen. Zumal es nur am Rande um Songs, Filme, Bilder, Bücher oder Programme geht, sondern auch um Patente, Formeln und Markenrechte. Genau genommen rührt das Urheberrecht das Selbstverständnis einer Gesellschaft, die kulturell zwar nach wie vor von der Macht und der Herrlichkeit des Künstlersubjekts überzeugt ist, und dieses unter besonderen Artenschutz stellen will, gleichwohl aber dabei ist, die Kulturproduktion von analogen Technologien auf computergenerierte Datenerhebung und -verarbeitung umzustellen.

    Diesen gordischen Knoten zu durchschlagen, ist aber auch deswegen ungeheuer kompliziert, weil die technologische Entwicklung rasant fortschreitet und diesbezügliche Lösungen nur global zu haben sind. Doch auch auf diesem Gebiet sind die Interessen, wie schon die Diskussion um eine Besteuerung von Finanztransaktionen zeigt, höchst unterschiedlich. Kulturwertmarken oder Kulturflatrates, die Nationen erheben, werden kaum helfen. Wie sollen etwa Erträge, die internationale Stars wie Madonna oder U2 erzielen, verrechnet werden? Wer ist dazu legitimiert, die Verteilung wie vorzunehmen?

    Mal abgesehen davon, dass das zentrale Problem damit nicht beseitigt wird. Warum sollen User für eine Information, ein Album, einen Essay oder ein Buch bezahlen, wenn sie im Netz, wie auch dieser Artikel, frei und kostenlos zu haben sind?

    Rudolf Maresch 19.05.2012 ]

    http://www.heise.de/tp/blogs/6/152026

  12. [...] wir den wissenschaftlichen Überbau von Professor Robert Hammond bekommen haben (siehe 11k2), hier noch ein aktuelles Beispiel zur Debatte um Kopien, deren Weitergabe und der kommerziellen [...]

  13. Schön zu lesen, dass es noch mutige Wissenschaftler gibt, die sich auch an solche Themen wagen.

  14. Lustigerweise hatte ich als “Urheber” bislang ausschliesslich Probleme mit der “Content-Mafia”, die sich einfach meine Flickr-Bilder für das Internetmarketing von Filmen “saugte”. Leider sichern deutsche Rechtschutzversicherungen solche Risiken nicht zu annehmbaren Preisen ab (zumindest vor 5 Jahren noch der Fall). Sonst hätte ich auch mal abgemahnt. Die sind jedenfalls wirklich ganz ekelig und verdienen zu sterben. Besonders die Großen…

  15. [...] Downloads kurbeln das Geschäft an” schrieb etwa die Wirtschaftswoche, und der Blogpost “Piraterie fördert Verkäufe” wurde mehr als 100 Mal getwittert. Doch die Erkenntnisse [...]


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