Ich roll also grade mit dem frisch überholten Townie aus meiner favourite Grünzone zurück in die lokale Postkartenidylle – steht da der Landwirt samt dazugehöriger grünlackierter Ackerzugmaschine und hält Feldgüter feil. Was macht das bitte?
Ein Bund Karotten, zwei Gurken, ein Bund Zwiebeln, eine grosse Zucchini, ein Kopf Salat, zwei Kohlrabi, dazu ein nettes Gespräch und einen wohlmeinend-freundlichen Scherz darüber, dass ich beim Aussuchen der Vitaminware fast über mein eigenes Rad gefallen wäre, 4 Euro. Da lohnt sich doch nicht mal mehr das Kopieren, liebe Musikindustrie! Und, was lernen wir daraus? Garnix? Dachte ich mir…. pic cc by nc
8 Kommentare
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Aber echt. Die Leute realisieren nicht, wie billig die Sachen im Einkauf sind, und wie beide, der Bauer und wir, einen besseren Deal haben können, indem wir die Zwischenhändler ausschließen.
(Übrigens ist die Musikindustrie in der Rechnung eben jener Zwischenhändler, und kann deswegen deinen Rat, dass die Künstler doch bitte direkt mit dem Konsumenten handeln soll, nicht so wirklich annehmen. ^^)
den deal ohne zwischenhändler durchzuführen spürst du dann spätestens bei der nächsten lohnabrechnung am beitrag der arbeitslosenversicherung.
Im Sommer ist Gemüse, besonders Salat eh günstig. Für den Preis kann man dieses Sortiment auch im Discounter finden, muss man aber nicht.
Warum sollte ich Obst und Gemüse im Discounter kaufen, welches aus Spanien, Holland oder Israel extra nach Deutschland importiert wird? Da denke ich doch lieber an die CO2 Bilanz und kaufe es direkt beim heimischen Bauern (solange es ihn noch gibt, weil viel zu viele Leute lieber importiertes Gemüse kaufen überlegt der sich nämlich auch wie lange er so noch überleben kann). Besser schmecken tut es da auch.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Salat frisch vom Bauern auch nicht so schnell schlapp macht wie der aus dem Supermarkt. Und man kommt nicht in die Versuchung irgendeinen Firlefanz zu kaufen, der da günstig verramscht wird weil total billig und unfair produziert. Der Bauer hat “nur” die Sachen, die auch Saison haben. Und das ist trotzdem eine gute Auswahl.
Ein toller Vergleich zur Musikindustrie fällt mir im Zusammenhang mit “Frische” aber leider nicht ein :-)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Salat frisch vom Bauern auch nicht so schnell schlapp macht wie der aus dem Supermarkt
ist doch absolut LOGISCH! weil in der regel dass frischzeug im rythmus weniger tage vom acker in den verkauf kommt (bei wochenmärkten und im direkt vom hof verkauf teils sogar erntefrisch am gleichen tag, oder vom tag zuvor) und nicht erst teils X-viele tage lang (im besten falle) oder wochenlang durch alle herren länder und über alle ozeane hinweg herumgeschippert wird.
wir bezahlen das essen nicht mit dem preis, sondern mit den steuern und abgaben (agrarsubventionen).
weil der bauer da kräftig unterstützt wird, isses billig. bleibt auch billig im laden, weil kärftig steuerlich unterstützt.
einen zusammenhang mit musikverwertung sehe ich nicht.
Ausgegraben: Lehnt den Tonfilm ab!
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Lehnt-den-Tonfilm-ab/story/22319321