Steuergesetz gegen Demokratie und Freiheit

Bereits über 100 NGOs (BUND, Greenpeace, Attac, LobbyControl, Humanistische Union und andere) haben einen offenen Brief (PDF) an den Bundestag unterzeichnet. Sie protestieren darin über eine geplante Steuergesetz-Änderung, das für regimekritische Organisationen in Deutschland schwere Nachteile bringen würde.

Im für den Herbst zur Abstimmung vorgesehenen Steuergesetz 2013 soll das Wort “widerlegbar” gestrichen werden, mit der Folge, dass Finanzämter nicht mehr nachprüfen, ob der “Verfassungsschutz” zu recht eine Organisation als “extremistisch” und damit “nicht gemeinnützig” einstuft. Bisher sind alle solcher Prüfungen positiv für die Betroffenen ausgegangen, künftig könnte der rechtsblinde und ansonsten wirkungslose Verfassungsschutz sehr leicht zum politischen Instrument werden. Kritische Stimmen und ihre Organisationen würden damit unter starken finanziellen Druck geraten, Spenden müssten versteuert werden etc, Deutschland würde sich weiter an totalitären Staaten orientieren.

Liebe Bundestagsabgeordnete: Leider haben wir in unserem Land sehr schlechte Erfahrungen mit totalitären Regierungen gemacht, so dass wir bitte nichts mehr davon haben wollen, wenn das vielleicht möglich wäre.

attac, pic amnesty international

22 Kommentare

  1. [...] Gastbeitrag: fritz [...]

  2. jo, und nochmal jo!

  3. egal um was es sich handelt im einzelnen, seien es steuervor- und nachteile für oder gegen einzelne schichten, demomokratie-abbau im allgemeinen, einschränkungen von menschenrechten und der aushebelung von rechten aller bis auf privilegierte ausnahmen, die immer weiterreichende zerstörung von umwelt und lebensgrundlagen oder die immer weiter vorangetriebene verelendung ganzer völker zum vorteil einiger weniger usw. usf.

    mehr und mehr komme ich zu dem traurigen schluss das nur noch massive gewalt gegen die momentan herrschenden helfen wird um dann eine, zuerst wie auch immer geartete, wende herbeizuführen.

    man sieht (fühlt) es ja fast täglich, manchmal fast hautnah. weder gute worte, intelligente konzepte, von vernuft und menschlichkeit getragene vorschläge, kompromiss- und verhandlungsbereitschaft, ehrliche studien zum wolle aller, wahlen oder sonstige maßvolle maßnahmen führen zu irgendwelchen längerfristigen ergebnissen im sinne und zum vorteil aller menschen denn . . .

    . . . “SIE” – also die protagonisten aus politik, den finanz- großwirtschafts- und großmedien-oligarchien und/sowie den institutionalisierten religionen – machen einfach immer nur so weiter. völlig egal und entgegengesetzt von dem was die absolute mehrheit der menschen oder die völker im einzelnen wollen oder nicht. es wird einfach darauf geschissen, höchstens mal kurzfristig auf die bedürfnisse vieler eingegegangen (hauptsächlich um die leute einerseits zu verwirren und andererseits ruhig zu halten) um dafür im nächten moment noch frecher, dreister und unverschämter da weiterzumachen wo vorher abgebrochen wurde.

    ich glaube langsam aber sicher das es zu einem riesengroßen showdown kommen muss um die menschheit von diesen ganzen maßloser von gier und absoluter selbstsuchtt und selbstüberhöhung (nicht zu verwechseln mit gesundem egoismus und selbstwertschätzung) zerfressenen parasiten zu befreien bevor sie es endgültig schaffen ihre wirtskörper – die menschheit als solches und den planten (also die natur – umwelt, flora, fauna) als ganzes – ins totale elend zu stürzen und schlussendlich abzutöten.

  4. Antwort des Bundestags: Nein.

    So leicht ist es, wenn du nur darum „bittest“.

    Ich verstehe nicht, wie Leute denken, dass sie was ändern könnten, indem sie die Arschlöcher die Spielregeln kontrollieren lassen, und sich selber zum Bettler herabstufen.

    Das Motto muss lauten: „Das ist keine Bitte. Das ist ’ne Ansage!“
    Sonst ändert sich nämlich genau garnix.

    • Wie immer bist du noch viel ironischer als ich. Ok. Nix neues.

    • Finde soeben deine “Ansage” – ja gut, prima, und weiter?
      Wo ist sie bitte, deine Ansage, kommt die noch?
      Wobei der Unterschied zwischen Bitte und Ansage von dir ja präzise benannt ist, also Fußloser (bar der Füße), wer sagt nun wann was an?
      Schau mal zu meinem Kommentar zum Knallerchen rein, eventuel bekommst du da eine Idee.

      Und nicht vergessen:
      Wer Demokratie (Mehrheitsherrschaft) durchsetzen will, muß sich stets selber daran halten und – SELBER erkennbar Mehrheit akzeptieren!
      Oder: eben (eigene) Mehrheit organisieren, passende, zur rechten Zeit, wahrnehmbare und nicht “verschiebbare” …

  5. “mehr und mehr komme ich zu dem traurigen schluss das nur noch massive gewalt gegen die momentan herrschenden helfen wird um dann eine, zuerst wie auch immer geartete, wende herbeizuführen.”-

    Mein liebes knallerbschen, es war schon immer die rohe grobe Gewalt, die mangels Fähigkeit und Fertigkeit (auch mangels irgendwo schließlich unbrauchbares Verständnis von Information) die größten Zerstörungen und das größte Mensch- und Umweltleid verbrochen haben, ist dir das nicht bekannt?
    Wenn nicht, dann ab in die Schule und das nachholen und ERST DANACH wieder hier mitfummeln, so wie oben stellst du dieses blog nur als Dummerle dar, was es nicht verdient (das blog meine ich …).
    Was du alles hier hinklatscht an Weltschmerz, gehört mal in deinem Köpfchen etwas geordnet, hast du niemanden, der dir dabei helfen kann?
    Oder ist das alles nur abgeschrieber (Um)Weltenschmerz aus den Magazinen, den du so einmal zusammengetragen, ständig aber auch auf jede Stulle schmieren willst, egal worum es gerade geht.

    Da tust du so, als ob du nun der restlichen Welt ordentlich eins in die Fresse geben wirst, und das tust du immer wieder und wieder, das so tun. Das dürfte fürs Knallerbsbonbonchen etwas schwer werden.
    “ich glaube langsam aber sicher das es zu einem riesengroßen showdown kommen muss um die menschheit von diesen ganzen maßloser von gier und absoluter selbstsuchtt und selbstüberhöhung (nicht zu verwechseln mit gesundem egoismus und selbstwertschätzung) zerfressenen parasiten zu befreien …” -
    Hm, und was bitte sollte das dann sein, der “riesengroßen showdown”?
    Der findet bereits täglich statt, und ist durch Gelabere nicht zu bremsen, und durch irgendwelche “Gewalt” erst recht nicht, das sind nur Ablenkungsmanöver derer, die es gern weiter so hätten.
    Schlage vor, du konzentrierst dich immer jeweils nur auf ein einziges Problem und denkst an diesem mit, so daß damit was anzufangen ist, wenn du dich wirklich engagieren willst.
    Heute und jetzt haben wir HIER das Thema “Steuergesetz gegen Demokratie und Freiheit”, alles klar?
    Wenn du damit nicht zurechtkommst, dann erst mit Steuern beschäftigen, dann mit Gesetz, dann mit Demokratie und dann auf jeden Fall noch mit Freiheit- der Anderen!
    Die vielgelobte Demokratie ist die schlechteste Gesellschaftsregelung, die es gibt, leider ist uns keine bessere bekannt. Was macht man in solchen Fällen? Man versucht die schlechte Regelung so gut als möglich hinzukriegen – es ist der EINZIGE sinnvolle Weg, der zur Verfügung steht, und als solcher eine große Chance ….
    Keine Demokratie der Welt in Geschichte und Gegenwart wurde bisher ohne ihre jeweiligen Sklaven gegründet, keine einzige, auch die heutigen nicht: Alle setzten die Existenz dieser Basics-Sklaven stets stillschweigend voraus, um auf deren Rücken (ihre begrenzte eigene) Demokratie einzurichten. Andere Beispiele mit breiter dauerhafter Funktionsfähigkeit haben wir (noch) nicht.

    Allein das, und nur das ist der Grund, warum Demokratie letztlich auch von denen gut zu machen sein muß, die wenig davon halten, nur die sollten, gerade diese Leute, darin eben besser sein als am gesellschaftlichen Wohl weniger interessierte Leute, sollten besser sein im sich Informieren, im informieren anderer, in Teilhabe an Gesetzgestaltung, besonders solchen, die diese schlechte Demokratie verschlechtern könnten.

    Und dazu, liebes Knallerbschen, darf es nicht dazu kommen, daß man an übereifrige Weltschmerzler solche Texte zur Klarstellung richten muß: da ist zu arbeiten, und nicht über “großen Showdown” und “grobe und damit totalitäre Gewaltanwendung” als Werkzeug zur Sicherung von Demokratie zu lamentieren und zu schwadronieren.
    Somit gilt das hier auch an deine Adresse:
    “Liebe Bundestagsabgeordnete: Leider haben wir in unserem Land sehr schlechte Erfahrungen mit totalitär Regierenden gemacht, so dass wir bitte nichts mehr davon haben wollen” …

    • frage?

      und wer gab dir das RECHT diesen blog als plattform für deinen möchtegern-superioritäts -müll zu benutzen?

      eben! niemand! also finger still halten.

      leidwer ist dein geschreibsel ist nach “(das blog meine ich …).” vollkommen überflüssig da dem ich dem dreck von idioten*** (*** menschen die zwanghaft meinen andere wegen ihrer persönlichen meinung angreifen oder diffamieren zu müssen) keine beachtung schenke.

    • Dein meiner Ansicht nach in großen Teilen zutreffender Kommentar wird durch die süffisant-herablassende Art stark abgewertet. Das hättest Du Dir sparen können, auch wenn knallbonbons Aussagen häufig die Finger kribbeln lassen.

      “[...] Die vielgelobte Demokratie ist die schlechteste Gesellschaftsregelung, die es gibt, leider ist uns keine bessere bekannt. [...]”
      ‘Gesellschaftsregelung’ schließt bei Dir monarchische u. ä. Staatsformen aus, ja?
      Das Problem der Demokratie ist weniger das System selbst, sondern die Anwendung auf und Umsetzung durch “den Menschen” bzw. dessen Natur in all seiner Unperfektion. Das Ergebnis ist allerdings das beschriebene: Bei Anwendung auf eine menschliche Gesellschaft hat das System viele Defizite.

      BTT:
      Ich finde den Ansatz tendenziell ja nicht verkehrt. “Extremistische” Organisationen sollten nicht auch noch steuerbegünstigt werden. Ja, der Begriff “extremismus” ist juristisch nicht definiert, ich weiß. Für mich/mein Bauchgefühl: “Extremisten” richten sich gegen die Verfassung.
      Sollten die Finanzämter oder die Finanzgerichte dieses bewerten? Nein, mangels Kernkompetenz.
      Sollte der Verfassungsschutz das bewerten? Ja, sollte ja unter sein Aufgabengebiet fallen.
      Ist er dazu in der Lage? Fragezeichen!
      Imho sollten im Zweifelsfall die Rechtsmittel gegen die Verfassungsschutzbewertung, aber nicht gegen den Steuerbescheid eingelegt werden können.

      • @crossmonaut
        “in großen Teilen zutreffender Kommentar wird durch die süffisant-herablassende Art stark abgewertet. Das hättest Du Dir sparen können,”
        ist jetzt (nach dem Effekt) – gebongt.

        “‘Gesellschaftsregelung’ schließt bei Dir monarchische u. ä. Staatsformen aus, ja?”
        Nein. Jede Form der Regelung des Zusammenlebens der menschlichen Gesellschaft kann sich ausschließlich im Verständnis eines Systems (auch: eines GANZEN mit seinen Subsystemen / Teilen), also nur systemisch, vollziehen, unabhängig davon, wer da gerade “am Regulator” sich zu schaffen macht. Allerdings hatte ich hier nicht die Absicht, noch auf absolutistische Gesellschaftsregelungen einzugehen, sie beanspruchen zu den verschiedenen Zeiten auch verschiedene eigene nicht weniger zu kritisierende Wahrnehmungsplätze.
        Deswegen in dieser Richtung so reserviert, weil z.B. in Hawai die monarchistische Regelung die einzig gegenwärtig sinnvolle wäre, dem dort lebenden einheimischen Volk ihr angestammtes und gerade gefordertes Stammesleben zurück zu geben, daß in der Durchführung etwa zehn Stufen über der Qualität der dortigen jetzigen “Demokratie” liegen würde.
        Zugleich jedoch in Großbritanien und vielen Ländern des Commonwealth die offensichtliche MEHRHEIT des Volkes “liebevoll” mit “ihrer Majestät und dortigem Familienzauber” umgehen, die Tv-Bilder der letzten Wochen geben nichts anderes her und deutsch öffentlichrechtliche helfen DABEI kräftig nach – Was für eine herrliche Mehrheitsgeprägte Gesellschaftsregelung, Demokratie vom Feinsten? Es ist auch wieder nur EINE Demokratie … (siehe meine Aussags dazu).

        “Das Problem der Demokratie ist weniger das System selbst, sondern die Anwendung auf und Umsetzung durch “den Menschen” bzw. dessen Natur in all seiner Unperfektion” -
        Ja und – hauptsächlich – NEIN.
        Das “Problem” der Demokratie ist:
        - Sie funktioniert nur in der Form, für die sie entwickelt wurde: Auf dem Rücken von wie auch immer versklavten Minderheiten, und zwar überall
        - daß es eine (meist nur vorgebliche) Herrschaft von (meist selbsternannter oder selbst erzeugter) Mehrheit über verschiedene Minderheiten ist und keine (bestenfalls zu allerletzt) dem GANZEN dinende Herrschaft ist. Mit dem Mitteln der Demokratie sind beide “Probleme” unlösbar, und andere wollen wir nicht schon wieder.
        - daß “Gesellschaft” ein System ist, als solches entstand, als solches lebt (sozial wie biologisch, sowie in JEDE andere Hinsicht) und sich selber (!) durch systemeigene Elemente erhält, verändert bzw. gestaltet – wozu die Demokratie, als notlösungs-Kunstkonstruktion nicht gehört, jedenfalls nicht die Demokratien, die bekannt sind.
        Wesentliche Triebkraft für Entstehung, Erhaltung und Entwicklung des Lebens und damit auch der menschlichen Gesellschaft ist UNTERSCHIED.
        Nur die Existenz von Unterschieden schafft Bewegung, wozu auch immer, über die Wahrnehmung / Erfassung der Unterschiede (man kann auch mal bei Marx&Co schauen, andere Zeiten andere Begriffe) und deren “Bearbeitung” im SYSTEM nach sytemischen Kriterien (z.B. muß das System offen sein, innere und äußere Konturen / Grenzen, Schnittstellen und Strukturen – wie IDENTITÄT – haben und Bewegungen so gesteuert werden, daß in diesen und weiteren systemischen Kriterien das System erhalten, gestärkt und entwickelt wird. Das SYSTEM ist nicht die Regierung, nicht die Regierungsform sondern das GANZE, was ihm schadet muß sofort spürbar (“wahrnehmbar”) an die Verursacherkomponente zurück gehen: Als nicht geduldeter UNTERSCHIED.
        Unterschiede sind das einzige, das – von wem auch immer – wahrnehmbar / erfaßbar ist, und das, nur das (!!) ist Information. Strukturen, Grenzen, Schnittstellen, Identitäten – alles Unterschiede, alles Information.
        Information, als Unterschied, ist die Triebkraft für die Bewegung aller (!) Systeme, über sie werden ihre beiden “Mit-”Elemente in der Materie, Masse und Energie, erkannt und gesteuert, wie in der gesamten Materie.

        Aus DIESEM Verständnis heraus ließe sich auch regieren, von wem auch immer, aber stets für das Ganze einschließlich der Minderheiten.
        Aus diesem Verständnis heraus können “Hebel und Griffe” gefunden werden, um Banalitäten des Alltags und die des Überlebens besser “greifen” (erst erkennen – UNTERSCHIEDE – dann bezeichnen und dann bearbeiten) zu können.
        Eine Demos-Kratie (das ist etwas anderes als Demo-Kratie, die Kratie der “Demos” und der gegenseitigen Vorzeigungen) lebt aus den eigenen systemischen Kräften heraus, und hier sage ich dann ja: Auch das hängt vom WIE ab, wie Menschen als Teile des Systems sich begreifen und handeln, bietet aber nicht nur die größere Chance als die Demokratie der Jetztzeit, sie bietet überhaupt mal eine Chance, als GANZES sich zu begreifen und auch so zu regulieren, wenn die Ausführung ihren Stil nicht verläßt.
        Mir ist bewußt, daß beim Lesen dieser Gedanken jeder Politiker, der in Regierungsverantwortung steht, sofort behauptet: “ja genau das tun wir ja (so)” – Nein, so denken und handeln wir nicht.

        Und zum blogthema zurück:
        Das geht erst, nachdem gesagt wurde, was ich da meinte.
        Die Frage, wie das SYSTEM zu schützen ist (was es selbsverständlich tun muß, bei Strafe seines umgehenden Unterganges für alle) ist nur aus obigem Systemverständnis er- und klärbar, und nicht mal so wie “Stulle aus der Faust essen” schnell ein Gesetzli machen und dabei alle Minderheiten noch mehr wegschieben, raus aus dem System.
        Das muß ein “richtiges Menü” werden, von ALLEN Seiten – das ist das erste, was hier zu erreichen sein sollte …
        Sind wir frech und greifen mal diese falsche Losung auf:
        Wenn der “Markt” von der Nachfrage bestimmt wird, dann machen wir das jetzt hier gleich mal so und setzen die FDP zum Nachsitzen in die Ecke, machen wir NACHFRAGE zum Steuergesetz …
        Und wenn der “Markt” vom Angebot” bestimmt wird, dann paßt das noch besser: Lassen wir unser Angebot zum”Angebot” werden, zum Steuergesetz.
        Manch einer hat das, was ich hier mühsam zusammentrage, längst begriffen und sorgt “vor”, falls systemimmanente Kräfte so handeln, indem er schon mal die wild Spitzen der diesbezüglichen Sicherheitskräfte gegen ihm genehmere ersetzt, einfach so, einfach wie in einer Demoskratie, pardon: meine natürlich “richtige Demokratie”.

        • @Bertha Brahmer
          “[...] Das “Problem” der Demokratie ist:
          - Sie funktioniert nur in der Form, für die sie entwickelt wurde: Auf dem Rücken von wie auch immer versklavten Minderheiten, und zwar überall [...]”
          Diese These geht mir gefühlt ein bißchen zu weit – auch wenn ich in der Thematik nicht wirklich bewandert bin. Ich denke, dass, wie in Deinem folgenden Punkt beschrieben, die Demokratie überwiegend so ausgelegt und praktiziert wird. Demnach wäre das eingentliche “Problem” , dass die Demokratie (vielleicht sogar die Gesellschaft) keine Mittel hat, diesen Zustand zu unterbinden. Dieses fehlende Mittel würde aber niemandem auffallen, wenn das egozentrische Individuum “Mensch” nicht dazu neigen würde, solche Lücken zu seinem Vorteil auszunutzen.

          Wenn ich stark vereinfachend Deine “Demos-Kratie” als “allumfassendes Meinungskanalisierungssystem zur Regelung und Umsetzung des Gemeinwohles” betrachte: Um ein so komplexes SYSTEM überhaupt in einen stabilen, “eingeschwungenen” Zustand zu versetzen, muss ich da nicht die strenge Reglementierungen treffen und UNTERSCHIEDE von vornherein limitieren? Störgrößen (Abweichler, Minderheitsmeinungen, Individualinteressen etc.) ausgrenzen oder zumindest “bedämpfen”, also abwerten?
          Selbst wenn es dann gelänge, objektiv richtig “für das Ganze” zu regieren: Würde das von den Betroffenen dann noch als solches wahrgenommen werden?

          • crossmonaut du mußt dich bei mir nicht entschuldigen, du hast mir nichts (an)getan.

            “…geht mir gefühlt ein bißchen zu weit” –
            genau das soll sie, gewissermaßen als “Wecker”, es ist Zeit, außerhalb der Straßenbahnschienen nachzudenken, nicht immer nur zwischen zwei Schmalspurgleisen … (denn es ist leider so die Wahrheit, allein in Deutschland sind es heute über 10 Millionen Prekärsklaven und “von der Freiheit, sich mit eigener Arbeit allein zu unterhalten, “entfernte”, wenn wir bei jedem nur eine weitere betroffene Person dazurechnen, wohlgemerkt: nur eine, dann ist etwa ein Viertel unserer Bevölkerung davon betroffen – falls Fragen: Bitte stellen)

            “Deine “Demos-Kratie” als “allumfassendes Meinungskanalisierungssystem zur Regelung und Umsetzung des Gemeinwohles” betrachte: Um ein so komplexes SYSTEM überhaupt in einen stabilen, “eingeschwungenen” Zustand zu versetzen, muss ich da nicht die strenge Reglementierungen treffen und UNTERSCHIEDE von vornherein limitieren? Störgrößen (Abweichler, Minderheitsmeinungen, Individualinteressen etc.) ausgrenzen oder zumindest “bedämpfen”, also abwerten?” -

            Diese Frage ist (hier) berechtigt, da auch noch nicht (hier) erörtert:
            Das “System” ist nicht “versetzbar”, denn es ist nicht der Staat, nicht die Regierung nicht das Parlament, nicht die Verfassung, nicht die Gesetze – Das SYSTEM SIND WIR, die gesamte Gesellschaft, mit allem drum und dran, ein soziales System, daß durch seine inneren Unterschiede (Widersprüche?!) in Bewegung gehalten und damit gestaltet wird und daher NICHT GESTALTBAR im Sinne von KONSTRUIERBAR ist.
            Es ist einfach nur die existierende soziale Gesamtgesellschaft, das GANZE, das abgrenzbare Subsysteme noch und noch beinhaltet, die alle (jedes für sich und alle zusammen, ob gewollt, gezielt, oder nicht) auf die Erhaltung der eigenen Systeme und Elemente, aber auch des / der jeweils ordinierten Systeme und deren Funktionsfähigkeit und Entwicklung bedacht sein müssen oder untergehen.

            Das geht nur, wenn JEDES Teil für sich bereits Veränderungen (Unterschiede) nach den ERFORDERLICHEN systemischen Gesichtspunkten so wahrnehmen / erfassen und verarbeiten (vergleichen und ausgleichen und neue Unterschiede erstellen) kann, daß in seinem Aktionsfeld das / die Systeme nicht destabilisiert werden.

            Auf diese Weise ist auch Leben entstanden.
            Wissenschaftler sprechen bei diesem Vorgang gern von der Autopoiese der Zellen, von ihrer Selbstgestaltungskraft.
            Alles was auf diesem Weg an z.B. menschlichem Leben entstanden ist, gehorcht freiwillig und unfreiwillig diesen systemischen Erforderlichkeiten, die dafür notwendig waren und sind, da es anderenfalls als System erlischt, was gegen eines der systemischen Bedingungen verstößt und daher unbedingt systemisch vermieden werden muß.

            Mehrere solche biologischen Systeme Mensch ergeben die Sozialität, nur über diese soziale “Gesellschaft” war es dem biologischen Wesen Mensch möglich, auch seinen biologischen Status zu dem heutigen zu entwickeln:
            Mensch (als System, als Organismus) ist untrennbar mit seinen Mitmenschen sozialisiert, ob ihm das paßt oder nicht, und kann diese Sozialisierung nur im gleichen systemischen Verständnis / Prinzip der “Unterschiedsregelung” zur Stabilisierung welches Systems oder Teilsystems auch immer erhalten und entwickeln.
            Nie gegen diese Bedingungen, z.B. daß Systeme immer OFFEN sein müssen UND daher eine Abgrenzung mit Schnittstellen erfordern.
            Aus diesem Verständnis heraus zu handeln erledigt bereits einen gewaltigen Teil des von dir angesprochenen Regulationsbedarfes, etwa im Sinne der “Subsidiarität” (wie die CDU bruchstückhaft gern lamentiert) oder im Sinne der Autopoiese, der Selbststeuerung der kleineren Einheiten, der Subsysteme, der einzelnen Menschen /-Gruppen.

            Und hier, in diesem Verständnis, möchte ich, wenn du gestattest, deinen Einwand zur Wichtigkeit und fragwürdigen Unbeherrschbarkeit der Wertigkeit der Handlung des einzelnen Menschen “einbetten”:
            Nur in diesem Gesamtverständnis kann man m.E. an den Andockplatz gelangen, über dem ein System sich (selbst) bereits systemstabilisierend erhält, ohne “Dirigentenwesen von oben”, ohne elitäre Verfremdung des statt dessen systemisch erforderlichen sozialen Zusammenlebens.

            Was bliebe dann noch?
            Das hier:
            “Selbst wenn es dann gelänge, objektiv richtig “für das Ganze” zu regieren: Würde das von den Betroffenen dann noch als solches wahrgenommen werden?”
            Es “regiert nicht dann “etwas” für “etwas”, sondern “Etwas sich selbst”.
            Was sich selbst regiert, nimmt das auch wahr – in Abhängigkeit davon, wofür ich mich gerade betrachte: Als Teil, als Ganzes oder als Mit-Teil vieler Ganze.
            Bei deiner Frage werde ich erinnert an eine Diskussion, die hier mit Knallbonbon lief.
            Ist deine Frage negativ zu beantworten, haben wir mehr Knallbonbons. Nur das hilft so nicht, niemandem.

            Kann es sein, daß nun, z.B. genau in diesem Zusammenhang, endlich die Funktion der INFORMATION, in welcher Erscheinung auch immer, und deren Wichtigkeit zu klären ist?

            Kann es sein, daß Information (Erinnerung: Unterschied) nicht nur der Schlüssel für Entstehung von Leben, Entwicklung von Mensch und Menschheit, sondern auch für Entwicklung und Gestaltung von Gesellschaft, dem sozialen System sein muß?

            Kann es sein, daß z.B. Markt etc. nur eine vom systemischen Sanitätshaus bereitgestellte “Krücke”, gewissermaßen Gehhilfe in der Erscheinung der Marktinformation ist , DAFÜR ist, für diesen Weg?
            Daß Markt (als nur ein Beispiel) nicht Ziel, nicht Weg, sondern Werkzeug dafür sein muß und der Hand gehorchen muß, die dieses werkzeug führt – nicht der Markt versucht, die Hand zu seinem Werkzeug zu machen?
            Daß das soziale System Gesellschaft, unsere diese UNTERSCHIEDSGESELLSCHAFT, nur über SOZIALE INFORMATION begreifbar und ausfüllbar zu seinem Gunsten ist?

          • >OffTopic @Berta Bramer
            Ich danke für Deinen Exkurs in die Welt der Soziologie. Mir fällt es allerdings relativ schwer, Deinen Vergleichen zu folgen. Allein schon, weil viele Begriffe für mich eine soziologie-fremde Belegung haben. Wenn ich mich in diesen Themen ein wenig besser aufgestellt habe, freue ich mich auf die nächste Diskussion.

          • Ist das tatsächlich (nur) die Welt der Soziologie?
            Du sagst ja selber:
            „Mir fällt es allerdings relativ schwer, Deinen Vergleichen zu folgen. Allein schon, weil viele Begriffe für mich eine soziologie-fremde Belegung haben.“

            Es freut mich, dass dir das so auffällt. Könnte es wohl sein, dass das die (zu erklärende) Absicht ist?
            Nun weiß ich nicht, an welche der etlichen Soziologien du dich orientierst, ich zunächst an keiner der bekannten mehr.
            Warum?
            Es gibt keine Soziologie, die auf der Basis einer ALLGEMEINEN SYSTEMTHEORIE sich überhaupt mit Systemen im (Verständnis aktiver sich selbst erhaltender GANZHEITEN und / oder Organismen) als erforderlicher Grundlage jeder Soziologie beschäftigt, geschweige ein soziologisches System als (organfunktionelles) SYSTEM erklären kann und will, damit natürlich auch nicht die Funktionen solcher (und anderer) Systeme.
            Solche Soziologien sind keine, sie verhindern interdisziplinären Anschluß und stören in Gesellschaft und Wissenschaft das, was nötiger weise fachübergreifend in der Wissenschaft heute möglich und erforderlich wäre, worunter Gesellschaft leidet.
            Speziell die sogenannte „Luhmannsche Systemtheorie“ kennt weder ein SYSTEM als Organismus noch kann es das erklären (trotz einer von Luhmann eigens entwickelten Spezialsprache mit umfangreichen nicht kompatiblen Begriffsfestlegungen in dicken Spezial-Lexika), noch will sie das.
            Im Gegenteil: Beim selbsternannten Soziologen Luhmann und Nachfolgern geht es ausschließlich um den angeblichen Nachweis ihrer Ideologie des Radikalen Konstruktivismus mittels dieser in der SYSTEMATIK des Zettelkasten des Luhmann KONSTRUIERTEN Theorie, die er fälschlicher weise „Systemtheorie“ nennt, weil bei ihm SYSTEMATIK und SYSTEM durcheinandergebracht werden und er sich versteigt zu der Behauptung, in der Soziologie gebe es keine Menschen, da „kommunizieren keine Menschen …“. Seine gesamte Denke seines umfangreichen Zettelkastens fußt und gipfelt in der systemisch unsinnigen Behauptung, Soziologie spiele sich in „Operativ informationell geschlossenen Systemen ab“, obwohl seit Jahrzehnten, und besonders seit 1989, bekannt und bewiesen ist:
            Kein wie auch immer geschlossenes System ist lebens- oder überlebensfähig – Die DDR verstand sich selber als solches (nicht nur die!), und auf dem Gipfel ihrer operativen infomationellen Geschlossenheit inplodierte dieses System, es verschwand, indem es fast spurlos alle eigenen Systemidentitäten verlor, und das, obwohl die dafür Verantwortlichen bereits Jahre zuvor ausreichend Hinweise dazu hatten.
            Luhmann interessiert das nicht, es passt nicht für seine konstruierte IDEOLOGIE Radikaler Konstruktivismus.
            Auch andere Soziologien bewegt diese Seite und besonders die tatsächliche Funktion und das Funktionieren von Information in jedem Organismus, in jedem System nur wenig oder kaum, sie bearbeiten das Feld teilweise in der Manie des ehrlichen Kleingärtners.
            Das reicht nicht und geht nicht mehr.

            So halte ich mich an die ALLGEMEINE SYSTEMTHEORIE“ des großen Evolutionsbiologen Bertalanffy, der als erster SYSTEM aus seiner Evolutions-Forschung heraus versuchte, allgemeingültig, damit interdisziplinär, zu beschreiben und die erforderlichen Bedingungen und Funktionen untersuchte und benannte.
            Denke mal, dass das längst keine Frage allein von Soziologie ist, sondern zuerst eine Frage aller Wissenschaften und der gesellschaftlichen Handlungspraxis – und erst deshalb zwingend auch eine der Soziologie, die ich selber nur durch diesen Umstand mit „bedienen“ muß, ohne bei Soziologie verweilen oder Spezialist werden zu wollen.

            Die Untersuchung menschlicher sozialer Systeme als organisches Ganzes, als SYSTEM, von Gesellschaft, nach interdisziplinär anschlußfähigen (Er)Kentnissen zum Phänomen SYSTEM als sich selbsterhaltender Organismus und der Grund-Funktion, die Information (UNTERSCHIED) dabei spielt (im Gegensatz zur hochgepöppelten Rolle des INFORMATIONSWERKZEUGES KOMMUNIKATION), erlaubt ideologiefrei und glaubensneutral gemeinsame Anstrengungen unterschiedlichster (!) Kräfte (vergleiche: UNTERSCHIEDSGESELLSCHAFT), ohne daß diese ihre (volle) eigene Identität preisgeben müssen, erlaubt gemeinsames kooperatives Handeln zum Wohl EINES Ganzen, dessen Teile wir und diese alle nun mal sind, auf breiter weil anerkannter Plattform.
            Dies besonders auch in Annäherung an die von hochrangigen Wissenschaftlern bereits dem kleinen System ZELLE zugesprochenen AUTOPOIESE – Selbstentwicklung, Erhaltung und Veränderung, bereits im Kleinen – wie im Großen.
            Es geht um frisches freies Denken mit der Konsequenz, die jeweils eigene Identität DARI und DARAN nach zu weisen, für sich wie für andere.
            Auch das kann Soziologie.
            Kann sie sein

        • Ich entschuldige mich für die inflationäre Verwendung der ” ;o)

  6. @knallbonbon
    “…und wer gab dir das RECHT diesen blog als plattform für deinen möchtegern-superioritäts -müll zu benutzen?”
    Das ist zum einen der Blogger und zum anderen dein Text, den ich nachprüfbar (noch) nicht als Müll bezeichnet habe, auch nicht eine solche verfolge.
    Eventuell bemerkst auch du das irgendwann einmal, zu deinem Vorteil, wenn du richtig zulegst.
    Daß dich andere Sichten auch ohne meine deutliche Sprache wenig kümmern, merkt man an deinem jetzigen Text, denke mal, dir hilft soetwas nicht weiter.

    • ich, im gegensatz zu dir, stelle ja nicht in frage wer was wohin schreiben darf oder soll oder auch nicht.

      • Der “Gegensatz zu dir” (gemeint zu mir) ist falsch, das saugst du dir woanders her, in meinem Text findest du nicht ein Wort dazu, bitte dann auch korrekt bleiben.
        Nicht ein einziges mal stelle ich in frage, “wer was wohin schreiben darf, soll” usw.
        Sehr wohl allerdings den Sinn und die Wirkung dessen, auch mit Blick auf die NLB (NurLeseBlogger).

        Nur wer das Fenster aufreißt, sollte sich nicht wundern, wenn der Wind da durch rauscht:
        Wer sich (wie übrigens auch ich) hier offenbart, sollte auch das Echo (v)ertragen können – oder es sein lassen.
        Das Echo kommt NIE von allein, es muß zuvor immer einer erst mal was rufen, irgendwas …

        Aber nun sollte es auch gut sein damit, ich zweifele z.B. nicht an deinem Engagement und dessen guter Absicht, um auch mal das zu sagen, denn auch das ist erkennbar – in deinem Text.

  7. Offtopic:
    Jedes mal wenn ich einen Kommentar zu irgend einem Thema hier anfange, breche ich ab und lass es sein. Wozu auch. Man würde ja eh immer nur mit den selben paar Hanseln diskutieren. Und deren Einstellung hat sich in den letzten 2 Jahren nicht geändert.

    Dazu bekommt man noch hochtrabende 5-seitige Texte entgegen geschmissen, bei denen man auf der Hälfte einschläft, weil sie mit Phrasen und unterschwelligen Beleidigungen überfüllt sind.

    Man kann sich auch kurz fassen und trotzdem das selbe sagen.

    • So ganz stimmt das nicht, was du da glaubst zu erkennen:
      “Und deren Einstellung hat sich in den letzten 2 Jahren nicht geändert. ”
      Dann warst du in den letzten 5 Jahren nicht hier, oder: du hast nicht gelesen.
      Da gebe ich dir allerdings recht: Bei 5 Seiten Text kann mann sehr schnell übersehen, daß völlig neue Meinungen auf den Tisch kamen, es manchmal wieder knisterte – Ob du es lieber noch mal versuchst?
      Du weißt doch sicher: wer Lesen kann, ist im Vorteil – aber nur, wenn er es auch tut.
      Phrasen habe ich hier bisher nur eine gefunden: Die von Texten, die “hochtrabend” seien und zum “Einschlafen” verleiten.
      Das habe ich so früher immer dem Lehrer an den Kopf geworfen, wenn ich nicht aufgepaßt hatte und ihn dann nicht verstanden hatte.
      Im übrigen: Auch Kontinuität in der Meinung will ständig neu bewiesen werden, was stört dich daran, wenn es denn so sein sollte?
      Mal nicht son coolen Müden machen, abgeklärt ist das auch net.

    • @nixdagibs: Geht mir genauso.

      Der einzige der hier was engagiert ist eh der Fritz. Die andern labern nur. Sind wohl langweiler.

      • Dann lies mal deinen Satz nochmal durch, eventuell fällt dir dann auch auf, was anderen sofort etwas von dir erzählt, wenn nicht, bist wohl eher du der Langweiler …


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