Da sieht man, was der Wähler so alles erreichen kann: Die neugewählte französische Kulturministerin Aurélie Filippetti (pic) findet die von Sarkozy mt grössem Getöse installierte “Anti-Piraterie-Behörde” Hadopi zu teuer und zu ineffektiv. Ziel des Amtes war es eigentlich, die Verkaufszahlen von Mediendownloads nach oben zu treiben – nichts dergleichen ist passiert, in knapp 2 Jahren Drohkulissenbetrieb.
Mit dem möglichen Entzug des Internetanschlusses bei dreimaligem nichtlizensierten Download lassen sich also Konsumenten nicht zum Kauf bewegen, wie das teure Experiment gezeigt hat. Etwa 340 Franzosen befänden sich Berichten zufolge bereits in dieser dritten Warnstufe, der Internetentzug soll aber nun doch nicht vollstreckt werden. Hadopi mit seinen 60 Beamten und 12 Millionen Euro an jährlichen Kosten soll daher zusammengekürzt oder ganz geschlossen werden. Na also.
torrentfreak, pic wikipedia.fr
3 Kommentare
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kann man in DE vergessen weil der wähler so gut wie keinen signifikanten einfluss ausüben kann. denn egal wie gewählt wird und wer gerade frankommt es bleiben fast immer die gleichen fressen im amt. es wird nur stühkerücken gespielt.
damit man versteht warum in FR oftmals nach der wahl doch mal etwas andere politik durchsetzt muss man sich nur das französische wahlverfahren durchlesen:
Wahlen und Wahlverfahren [ fr ]
http://www.ambafrance-de.org/Wahlen-und-Wahlverfahren
Ich DE hilft auch nur noch “vote from the rooftops”
Wenn man die Zahlen mal so flach anschaut, wieviel mehrverkäufe wollten die denn mit so einem Aufwand erzwingen?
Ich mein, 12 mille kann man auch in Frankreich wesentlich besser anlegen als einer kleinen Wirtschaftssparte zu mehr Umsatz zu verhelfen.