Deutschland will den Sozialismus

Ja? Ja! Hier die Fakten: Die Meinungsforscher bei Emnid haben von der schmierigen Bertelsmann-Stiftung den Auftrag für eine Umfrage bekommen. Die ist fertig, und jetzt sickern Details durch.

“Acht von zehn Bundesbürgern wünschen sich angesichts der europaweiten Krise eine neue Wirtschaftsordnung.“ Woa! Und man misstraut dem Kapitalismus (2 von 3 Deutschen tun das). Und was ist den Deutschen am wichtigsten? “Gesundheit”. Und dann “Zufriedenheit mit der persönlichen Lebenssituation”. Und dann “Schutz der Umwelt”.

Irgendwann ganz, ganz unten kommt dann “Geld und Besitz zu sichern und zu mehren”. Heisst das, in einem Jahr wählen die Teutonen Oskar Lafontaine zum Kanzler? Oder Sarah Wagenknecht? Kaum. Über die liest man ja so viel unschönes. Aber leichter wird es für die Neocons nun eben nicht. Brauchen wir also ein deutsches 9/11, damit Merkel an der Macht bleibt? Davor müssen wir uns nicht fürchten, die Stümper vom Verfassungsschutz versieben das garantiert. Subjektives Resümmee: Ich finde, Politik macht wieder Spass. zeit

20 Kommentare

  1. du bist ja richtig gut drauf heute, ich wusste garnicht, dass du auch gute sachen schreiben kannst.;)

    lehnen wir uns also zurück und warten ab, welche schlüsse man bei der bertelsmannstiftung aus diesem umfragergebnis ziehen wird.

    wenn ich raten darf:

    1.)
    wir brauchen noch mehr neoliberalismus, weil das gut für “wachstum” und damit für “arbeitsplätze” ist.

    2.) als besitzer von aktien von medienkonzernen sollte man auf die vorstände dahingehend hinwirken, dass die verlage ihre redaktionen wieder mehr linkes zeugs drucken lassen – um den absatz zu sichern und die marktmacht zu behalten.

  2. Gut, gut,
    oder besser:
    Nicht gut:
    Was ist denn von diesem Zeugs, das du da druckst, nun ein solcher So Zialis Mus?
    Mus – ja,
    So- auch, aber
    Zialis?
    Das fehlt alles.
    Weiß nicht wie du darauf kommst, daß “Deutschland” da was will?
    Glaubst du wirklich daran?
    Oder ob Bert Els Männerstiftung nur den nächsten Wahlkampf für die scheinbar in der “Mitte eingekeilten” SPDler anleiern will?
    Die sind doch so träge und brauchen etwas Zeit, bis sie merken, wo die Wegweiser hinzeigen (sollen).
    “Acht von zehn Bundesbürgern wünschen sich angesichts der europaweiten Krise eine neue Wirtschaftsordnung.“ – Das ist wie in der ordentlichen Familie: Jedes Jahr zu Silvester wünscht man sich was und nimmt man sich was vor, um nachzuhelfen, damit der Wunsch in Erfüllung geht.
    Die Frage hier ist nur: Was ist der Wunsch wirklich, ein neues Wirtschaftssystem oder eine neue Wirtschaft? – Prost.
    Da die Wirtschaft nach dem dritten Glas eh schnurz wird, ist also nur das erste Glas, eben das linke, und das auch nur für den Anfang (!) wichtig, nur mit Speck fängt man Mäuse – nur das sagt die Bert Els Männerstiftung natürlich nicht, jedenfalls nicht vor der Wahl…

  3. Welchen Sozialismus sich die deutsche Bevölkerung wünscht ist dann aber noch fraglich, bei einem Rechtsruck der Allgemeinheit. Fraglich ist dann auch, ob das wünschenswert wäre.

    Die Umfragewerte scheinen auf den ersten Blick erfreulich, doch sollte mensch nicht vergessen, dass auch Thilo Sarrazin bei seinen platten Aussagen ca. 80% Zustimmung erhalten hat. Diese Momentaufnahmen sind wohl dann eher ziemlich simplifizierend und eher nicht dafür gedacht, die Politik (explizit nicht Partei-Politik) danach auszurichten.

    Was wollen wir mit Sozialismus? Kommunismus jetzt, wir wollen kein Stück vom Kuchen, sondern die gesamte verdammte Bäckerei!

    • ich nicht.

    • “Was wollen wir mit Sozialismus? Kommunismus jetzt, wir wollen kein Stück vom Kuchen, sondern die gesamte verdammte Bäckerei!” -
      Und dann, was willst z.B. du als Bambus dann damit? Sie vergammeln lassen?

      Im Kommunismus brauchen wir keine Bäckereien, da fällt das Brot vom Himmel … -
      Ach, das kommt dir als eine “versehentliche” Urheberrechtsvertletzung aus den Religionen vor? Ist es aber nicht,
      Kommunismus selber ist eine Religion.
      Warum?
      Weil
      - er nur funktioniert, wenn “man daran glaubt”, noch schlimmer: “nur wenn ALLE daran glauben” – er ist eine reine Glaubenssache
      - er keine wissenschaftliche Basis auf der Grundlage der Funktion natürlicher Systeme sondern nur eine konstruierte Denkkathedrale des vermeintlich (!) Wünschenswerten ohne Berücksichtigung von erforderlichen jedoch nicht herstellbaren Gleichheit (Unifomiertheit) von “zu schaffenden Menschen” ist: Menschen lassen sich nicht “schaffen”, weder von einem, noch von vielen Göttern, noch von Ideologien oder von “geschlossenen (und damit von vornherein abgestorbenen nicht sich selbst erhaltenden) Gesellschaftssystemen” – wofür es ausreichend historische und aktuelle Beispiele gibt
      - weil jede Zwangskonstruktion in dieser Richtung eine konstruktivistische, eine eingebildete, bleibt und daher nicht in der Lage ist mit abweichenden weil unterschiedlichen Erscheinungen das eigene System zu gestalten und zu erhalten, es ist nicht nur lebensfern sondern lebensfremd und im Endeffekt lebensfeindlich
      - weil es auf Entwicklung maximaler Gleichheit der Menschen statt auf Entwicklung ihrer Unterschiedlichkeit orientiert und darauf angewiesen ist, daß es nur funktioniert, wenn die biologischen, die sozialen und alle anderen erforderlichen Systemtriebkräfte, die Unterschiede (Widersprüche), gleich- und damit ausgeschaltet werden, was die zwangsläufige Vernichtung der eigenen Existenz als System bedeutet.
      Kein System aus lauter “Bäckern” ist funktionsfähig.
      - weil jegliche Kommunisterei theoretisch im Wunschspektrum der “allseits gebildeten Persönlichkeit des Gutmenschen” als positive Motivierung zwar interessant, bereits historisch jedoch, bei Strafe des eigenen Unterganges, nicht in der Lage ist, bereits die allerersten Schwellen zu Ihrer Verwirklichung, die Herstellung und dauerhafte Pflege der erforderlichen Bündnisse zur Schaffung und Erhaltung von stabilen dynamischen Mehrheiten bewerkstelligt, da das dem kommunismuseigenem Systemverständnis diametral entgegensteht und das deshalb mit solchen und ähnlichen Widersprüchen (Unterschieden) bisher nirgendwo praktisch beherrscht wurde.

      Es gäbe noch etliches mehr dazu zu sagen, ein Kriterium wichtiger als das andere.
      Keines davon als “antikommunistisch” diffamierbar, da allein aus der kommunistischen Grundidee und deren Eigenverständnissen durch deren Gegenüberstellung mit sich selbst und den Realitäten der Geschichte und Gegenwart sowie mit vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Aufbau und zur Funktion von Systemen – um die sich Kommunisten als erste hätten bemühen müssen, sich aber bis heute dafür nicht mal interessieren – abgeleitet.
      Der Frick würde einfach sagen: “Dat funzt nit …”

      So, und dafür möchtest du die “ganze Bäckerei …”?
      Ist dir eigentlich klar, was du da so leicht daherrufst?
      Bedenke:
      Jeder “gut” inszenierte Populismus erhält schnell viel Zulauf von Menschen, die es nicht gewohnt sind, “dahinter” zu schauen, die gutgläubig Anführern und Wortführern hinterher rennen und dann “von nichts gewußt” haben.
      Es gibt genügend Kommunismen und “Sozialismen”, nationale (!) wie andere, deutsche wie antideutsche, die alle schon an der großen Völkerschweinerei Anteil hatten, zum Teil in nie da gewesenen Millionengrößenordnungen an Toten.

      Meinst du nicht auch, daß es an der Zeit wäre, anstelle die “ganze Bäckerei” zunächst bescheiden das Vertrauen der Mehrheiten der Menschen, die das auch möchten, so unterschiedlich sie sein mögen, zu gewinnen?
      Denke mal, das hätte den Wert von Tausenden “ganzen Bäckereien” -setzt jedoch das dafür erforderliche eigne Verhalten voraus …
      Kooperation als Mutuation sorgt seit Entstehung der Erde und des Alls evolutionär für dauerhafte Stabilität und Beständigkeit der sich autopoietisch selbst gestaltenden Systeme, überall, schafft nutzbare Symbiosen,.
      Konfrontation zerfleischt sie – und das ohne ohne Nutzen…
      Etwas tiefer denken ist angesagt, schon lange, sehr lange.

      • ich habe ja gesagt, dass ich keine bäckereien will, außerdem will ich deinen text auch garnicht lesen!

        • sorry Bambus, wenn du den Text nicht gelesen hättest, wüßtest du nicht, daß ich nur versehentlich dich angesprochen habe, gemeint ist natürlich wyrias, der die ganze Bäckerei will.
          Denke, du anerkennst meine Entschuldigung und – denkst nun erst recht über ALLES, aber wirklich über alles, nach, was du nicht lesen willst…
          Es geht nur so, oder du rennst in eine ausweglose Selbstzerfleischung.
          Nicht die kommunistischen Traditionsvereine, die Kommunismus heute weder erklären noch verteidigen können, bieten Erkenntnisgewinn, sondrern nur du selber, und zwar in der intensiven Beschäftigung mit dem Anderen, dem Fremden, denn nur so vermeidest du die ewigen Fehlschläge und die damit verbundene Resignation, verhinderst du, daß Die eigene Weltanschauung nicht zur stumpfen stupiden in Beton gegossenen leeren Pseudoreligion wird!
          Es gibt keinen Grund,zu verzweifeln, weil ein zweifellos gut gemeintes Weltsystem nicht machbar ist, Es hat einen Grund gegeben, daß diese Idee entstand, und der sowie die damit verbundenen Notwendigkeiten bleiben!
          Es ist jedoch ein machbarer Weg zu suchen, wofür sehr wenig Zeit bleibt, da sonst unsere zu gestaltenden Ressourcen und wir selber nicht mehr existieren, wenn wir jemals in dieser Idee praktisch angekommen sein sollten.
          Nicht ein einziges Märchen wurde jemals wahr – und dennoch finden fast alle sie durchweg schön und auch nützlich weil prägend, ohne daß auf ihre Wahrheit gepocht wird.
          Hier geht es jedoch “um die ganze Bäckerei” – aber nicht für einen Haufen, sondern eben für alle und mit allen – der einzig gangbare Weg.

        • sorry Bambus, wenn du den Text nicht gelesen hättest, wüßtest du nicht, daß ich nur versehentlich dich angesprochen habe, gemeint ist natürlich wyrias, der die ganze Bäckerei will.
          Denke, du anerkennst meine Entschuldigung und – denkst nun erst recht über ALLES, aber wirklich über alles, nach, was du nicht lesen willst…
          Es geht nur so, oder du rennst in eine ausweglose Selbstzerfleischung.
          Nicht die kommunistischen Traditionsvereine, die Kommunismus heute weder erklären noch verteidigen können, bieten Erkenntnisgewinn, sondern nur du selber, und zwar in der intensiven Beschäftigung mit dem Anderen, dem Fremden, denn nur so vermeidest du die ewigen Fehlschläge und die damit verbundene Resignation, verhinderst du, daß Die eigene Weltanschauung nicht zur stumpfen stupiden in Beton gegossenen leeren Pseudoreligion von Außenseitern wird!
          Es gibt keinen Grund, zu verzweifeln, weil ein zweifellos gut gemeintes Weltsystem nicht machbar ist, Es hat einen Grund gegeben, daß diese Idee entstand, und der sowie die damit verbundenen Notwendigkeiten bleiben!
          Es ist jedoch ein machbarer Weg zu suchen, wofür sehr wenig Zeit bleibt, da sonst unsere zu gestaltenden Ressourcen und wir selber nicht mehr existieren, wenn wir jemals in dieser Idee praktisch angekommen sein sollten.
          Nicht ein einziges Märchen wurde jemals wahr – und dennoch finden fast alle sie durchweg schön und auch nützlich weil prägend, ohne daß auf ihre Wahrheit gepocht wird.
          Hier geht es jedoch “um die ganze Bäckerei” – aber nicht für einen Haufen, sondern eben für alle und mit allen – der einzig gangbare Weg.

          • Nochmals sorry, die Doppelung bitte vom Admin beseitigen, weiß nicht, wieso das kam.

      • “Meinst du nicht auch, daß es an der Zeit wäre, anstelle die “ganze Bäckerei” zunächst bescheiden das Vertrauen der Mehrheiten der Menschen, die das auch möchten, so unterschiedlich sie sein mögen, zu gewinnen?”

        Du scheinst nicht so in der Materie drin zu stecken oder? Klassenlose Gesellschaften ohne Volksführerinnen die Meinungen von Mehrheiten gewinnen wollen und son Kram? Das was du ansprichst, klingt eher nach Geert Wilders und bissl Populismus, also quatsch hier nicht so groß rum.

        • Soetwas hatte ich mir fast gedacht:
          Keinen Schimmer von GesellschaftsSYSTEMEN, wie sie funktionieren (müssen), egal welche, aber wie vor einem halben Jahrhundert von “Klassen” faseln, bitte um welche dieser von dir gemeinten “Klassen” geht es wohl, welche gibt es?
          Ich habe benenbei bemerkt weder von einer klassenlosen Gesellschaft noch vom Gegenteil gespriochen, da es wurscht ist, ob in Systemen Klassen existieren, sie müssen alle dem gleichen Funktionsbild eines “offenenSystems” folgen oder kopmmen nicht zustande bzw. implodieren sang- klang- und spurlos, wie ALLE bisherigen Versuche sogenannter “Klassenherrschaften”, die zuletzt nur sich als “linke” verstanden und nicht die geringste Ahnung entwickelten, warum ein SYSTEM nur als SYSTEM bestehen kann, und warum das offene Systeme sein müssen.
          Weißt du, mein Guter, für eine Klassengesellschaft bedarf es wohl zuerst mindestens zweier unterschiedlicher Klassen, bitte welche siehst denn du da? Doch nicht etwa die seit Jahrzehnten völlig abgetauchte “Arbeiterklasse”, die entweder keine Arbeiter sind, weil sie keine Arbeit haben oder weil sie nicht als Arbeiter arbeiten oder sich meistbietend nie selber dazu zählen würden!
          Was meinst du wohl, wieviel Hanseln für deine Klassenwirtschaft zur Verfügung stehen, um über sie eine Mehrheitsherrschaft auf welchem Weg auch immer durchzusetzen, 10? 100? Und welcher “Führungsqualität könnten die dann wohl zur Realisierung einer Klassenherrschaft entsprechen?
          Oder meinst, die Mensche (welche auch immer) dulden es nocheinmal, daß erneut eine Klicke von Unbedarften Radikalinskis sich mit Gewalt eine Minderheitenherrschaft unter den Nagel reißen und genau damit den Beweis antreten, daß sie immer noch nicht begriffen haben, warum Gesellschaftssysteme offene stabile freiwillige und zwangsbefreite Aktivitäten als Kooperationen benötigen, um überhaupt nur da sein zu können?

          Der Mann mit der Klappe von gestern bist wohl eher du, hast du nicht bemerkt, daß seit Marx sich viel geändert hat?
          Geblieben sind die Widersprüche, die Unterschiede (falls du das bitte verstehst) mit denen du aber weder ahnend noch wissend umgehst, wenn du solche rotzfrechen Bemerkungen ohne Substanz in die Öffentlichkeit hustetst.
          Antworte, wenn das nicht so ist, bitte auf die einfache Frage:
          Welche Klassen gibt es(tatsächlich und nicht nur im Geschichtsbuch) und welche hat / kann was zur Verbesserung zu tun?
          Ich wette, da kommt – nichts, weil weder die erforderliche Mannschaft noch die aktiv unterstützenden Fans noch zustimmende allgemeine Öffentlichkeit in annäherndem Umfang in Sicht sind, noch der erforderliche gangbare Weg (außer Krawallität), noch Vorstellung von der gegebenen Realität unserer Menschen bisher in deiner Artikulierung erkennbar war.
          Mal schauen, ob du eine substanzielle Antwort darauf hast, der die heutigen Realitätern zugrunde liegen.

        • Ich würde an deiner Stelle meie Äußerungen nicht in die Nähe von Einem Wilders rücken.
          Warum?
          Weil das dreifach deinme Ahnungslosigkeuit und damit deine Inkompetenz beweist:
          - Keine Ahnung vom Gequatsche des Wilders (nix verstanden, nix begriffen, und was bleibt frisiert mit Notpomade, aber mehr als beschmutzende Verunglimpfung kam noch nie von Menschen deiner Argumentation, wenn sie an der Wand standen und die Argumente ausgingen
          - Keine Ahnung von dem, was due
          selbst hier (indirekt) als “links” anzubieten hast
          - Keine Ahnung von dem, was ich hier schrieb, ja offenbar sogar einfache Leseprobleme und Interpretation von vorgestanzten Worthülsen statt eigener Argumentation

          Das spricht nicht gerade für das Gewinnen von Mitstreitern ….
          (es gruselt denen dabei)

  4. @wyrias
    “Was wollen wir mit Sozialismus? Kommunismus jetzt, wir wollen kein Stück vom Kuchen, sondern die gesamte verdammte Bäckerei!”

    Antwort:
    “Bis in die Gegenwart stoßen wir immer wieder auf Radikale, die ohne Eigennutz die Menschheit mit Gewalt, Terror und Blutvergießen zu ihrem Glück zwingen wollen. Marat ist nur eine der vielen Persönlichkeiten, die diesen Weg versucht haben, obwohl die Geschichte uns längst gelehrt hat, dass diese Methode nicht funktionieren kann: Jeder Ermordete hinter­lässt eine Mehrzahl von Verwandten und Freunden, deren Vergeltungsdrang durch die Bluttat erst recht angefacht und verstärkt wird.” (geklaut aus einem Marat-Eintrag bei Wikidusslich)

    Fragen an @wyrias:
    - Kennst Marat? Er hat nie einem Menschen Gewalt angetan, aber viele dazu motiviert. Er hat nur etwas geschrieben – andere, die ihn meist nicht einmal verstanden, haben danach gehandelt, fast immer fragwürdig und unverzeihlich, das eigene Anliegen besudelnd.
    - Bist du ein Marat? Meinst du wir brauchen einen solchen, der hinterher weint über seine eigenen Texte?
    - Marat gab es auch (in dieser Schärfe), weil eine französische “höchste Dame” seinerzeit meinte “wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es doch Kuchen essen…” (sie landete unter der Guillotine), so ist das eben, mit dem Stück Kuchen und der ganzen Bäckerei…

    Und nun?

    • 1stens heißt der satz richtig:

      “wenn sie kein brot haben, dann sollen sie eben brioche essen!”
      (brioche ist kein kuchen sondern ein feines tafelgebäck)

      und

      2tens:

      hat marie-antionette (eigentlich “maria antonia” – 1770 heirat mit ludwig XVI) diesen satz nie gesagt sondern wurde von jean-jacques rousseau aus seinen erinnerungen an eine andere prinzessin als anekdote aufgeschrieben zu einer zeit in der marie-antionette noch ein kind war und in österreich lebte. also viele jahre vor ihrer thronbesteigung.

      zudem wurde dieser satz, in genau gleichem wortlaut, bereits ludwig XIV erster frau (1660 heiratete ludwig XIV maria theresia von spanien) vorgeworfen.

      ÜBRIGENS:
      verurteilt und hingerichtet wurde marie-antionette wegen hochverrats und unzucht.

      und jetzt halt endlich mal deine geschichts-dumme klappe, denn ganz offensichtlich hast du von geschichte (und im besonderen auch von den ursprünglichen kommunistischen/sozialistischen thesen von marx und engels) nicht die geringste ahnung. bei deinem dümmlichen von neoliberalem propaganda-durchseuchten mist, der nicht einmal davor zurückschreckt geschichtliche ereignisse zu verdrehen, krauseln sich einem buchstäblich die fußnägel.

      • Kompliment, Knallbonmot,
        fein und (im Vorspann) korrekt recherchiert – allerdings, wie längst bekannt und schon etliche Male auch hier belustigt erwähnt,
        leider wieder nur auf den Nebenschauplätzen,
        z.B. dem Untetrschied zwischen “Kuchen” und “feinem Tafelgebäck” – da scheinst du dich auszukennen.

        Übrigens:
        hatte ich dir auch eine irgendwie-dumme Klappe vorgworfen? Wie, noch nicht?
        Du darfst beruhigt sei, das ist weder mein Stil noch der eines Kommunisten, das ist die Verzweiflung einbetonierter Gedanken, die nicht vom Fleck kommen.

        So sagte ich auch nicht, daß marie-antionette wegen “des (nun ja falschen) Kuchens” geköpft wurde, ich nahm Ihr Verhalten (womit weder Unzucht noch Hochverrat von mir erwähnt oder gemeint wurde, es jedoch durchaus auch zum “broiche”-Zitat passen würde – ein gut darin gebildeter Kommunist weiß sofort, wovon da die Rede sein könnte) nur zum Anlaß, einen Hinweis einzustreuen, den du wohl nicht erkennen konntest, weil dein Geist gerade mit einer fremden nicht dir gehörenden Klappe verstöpselt war.
        Das vergeht aber wieder.

        Wirklich schlimm (für dich) ist nur das von dir:
        “bei deinem dümmlichen von neoliberalem propaganda-durchseuchten mist, der nicht einmal davor zurückschreckt geschichtliche ereignisse zu verdrehen” -
        Das und in diesem Stil hört man seit fast 100 Jahren immer wieder aus stets der gleichen Politik-abstinenten Rabaukerei von Leuten, die sich gern “links” begreifen möchten, so sehr gern, vom Herzen wie aus Vernunft, aber nicht genau wissen, wie das geht, und deshalb JEDEN ANDERSDENKENDEN aufgrund der eigenen Wort- und Denkbegrenzung als “Geschichtsverdreher” und “Neoliberal” beschimpfen. Beschimpfen ist dabei wichtig, da es anscheinend für diese Leute sonst keine Wirkung hat.
        Es sieht so aus, als ob das die einzige erworbene Abwehrvariante ist, egal wer einheizt, und verbunden mit der Hoffnung ist, daß diese Begriffe “Geschichtsverdreher” und Neoliberaler” die “böseste” Verurteilung (Verunglimpfung) sei, die es im selbst gedachten linken Spektrum gäbe, ist sie nicht.
        Es gibt etwas Schlimmeres, ja Tödliches:
        “Betonarbeitender”.

        Was sagt uns das?
        Das sagt uns: “KNALLBONBON KEINEN BLASSEN SCHIMMER VON NEOLIBERAL”
        Denke mall an, das sage nicht ich, das zeigst du uns hier, ohne intellektuelle oder parteiliche Röte auf der Stirn.
        Bitte woher bekommt man solche verschrobenen falschen DIKTAte, was “ursprüngliche kommunistische/sozialistische Thesen von marx und engels” sein sollen?

        Regel nummer eins: Offen sei, Aufgeschlossen sein, wenn nicht – dann einfach aufhören, wegen der Sturzgefahr.

        Oder möchtest du, daß der Marxismus-Verbraucherschutz dazu eine Empfehlung erteilt?

        Eine Finesse:
        Was sollen denn die “ursprünglichen” … Thesen sein?
        Gibt es da etwa eine Differenz, zu heutigen oder wie?

        Für mich sind sozialistische Thesen eben solche (sozialistische) – oder es sind keine, ebenso die kommunistischen – oder bastelt da schon wieder jemand an der Verfälschung dessen, was war und was diese Thesen bewirkt haben?
        Kauf dir mal die Jacke der Erkentnis von Aufrichtigkeit – aber nicht bei den Neoliberalen, die mögen zwar vieles haben, nur diese wäre ihnen zu liberal.
        Wenn du wieder mal jemanden verhauen möchtest, dann bitte etwas qualifizierter, es tut echt weh, wenn man doch ein Hund ist und der andere mangels Masse dich nur als Gans verprügeln kann ….

      • Was hältst du denn nun hiervon, Knallbobochen, ob dieser Satz wohl doch sehr viel mit dem Verlust des Kopfes der österreichischen Prinzessin zu tun hat, die da Marie Antoinette hieß:
        (http://www.kurzefrage.de/literatur-kunst/208851/Wenn-sie-kein-Brot-haben-warum-essen-sie-dann-nicht-Kuchen-Ist-das

        >”Wenn sie kein Brot haben, warum essen sie dann nicht Kuchen?” Ist das gesichert (und wie) oder ihr nur zugeschrieben, weil es so schön in ihr Image passt?
        gefragt von Juni am 28.08.2006 um 12:53

        antwortet am 28.08.2006 um 13:23
        Aus Wikipedia:
        “Um ihren Ruf zu schädigen, wurde die Geschichte in Umlauf gebracht, dass sie auf die Vorhaltung, die Armen könnten sich kein Brot kaufen, geantwortet habe: Dann sollen sie Kuchen essen! Richtig lautet die Redewendung S’ils n’ont pas de pain, qu’ils mangent de la brioche. Sie wurde von Jean-Jacques Rousseau einige Jahre vor Marie Antoinettes Thronbesteigung erfunden oder zitiert.”

        Wie du siehst, zusammen geht es überhaupt erst, erregt und beschimpfend lenkt jeder Schnellschuss stets vom Begreifen des Gedanken weg – GeschichtsBegriffsResidenz nix gut für einen Kommunisten:
        Nicht nur du, sondern auch die Marie Antoinett verlor eben doch wegen des Kuchens den Kopf, diese jedoch etwas unfreiwillig …

        • @bumms-bertha

          WOW! “fundiertes” geschichts–fachwissen direkt aus der wikipedia!!! äußerst beeindruckend?

          mittlerweile müsste eigentlich schon jedem irgendwie aufgefallen sein das wenn man auf wiki-seiten (im speziellen) geschichte nachließt welche dasselbe thema behandeln, das auf fast jeder seite andere ereignisdaten sowie teils gravierend abweichende beschreibungen zu lesen sind.

          man kann die wikipedia für so einiges sinnvoll nutzen, geschichte gehört aber, mehr als nur eindeutig, nicht dazu.

          noch das eine:

          [ Das und in diesem Stil hört man seit fast 100 Jahren immer wieder... ]

          tja, die aktuellen bankenkrisen (nix ist mit staatsschulden-krisen) sowie new-economy-krisen, geplatzten finanzblasen und kriegen gerade der letzten 20-30 jahre beweisen es geradezu überdeutlich. und haben es in der weiteren vergangenheit schon unzählige male bewiesen – u.a. durch die etlichen ablenkungs-kriege der letzten 100 jahre sowie durch mehr tote durch hunger, durst, verelendung, vernichtung der natürlichen lebensgrundlagen ganzer bevölkerungen und der fast grenzenlosen umweltzerstörung als alle bisherigen kriege und seuchen der aufgezeichneten menschheitsgeschichte seit der antike zusammengerechnet – das die liberalen/neoliberalen nichts weiter als ein haufen von gier zerfressener asgeier sind welche die ganze welt ein ums andere mal aufs spiel setzen nur um ihre kleinlichen giergelüste (auf kosten aller anderen lebewesen) nach macht, monetärem reichtum und unermesslichem eigentum zu befriedigen.

          und nur zur info:

          ich bin weder links noch rechts, aber auch nicht mitte im herkömmlichen sinne.

          politisch habe ich kein anderes lager als das welches auf die menschen- und naturrechte (mit ausschluss auf das recht des stärkeren) aufbaut, welches alle menschen als gleiche unter gleichen ansieht aber das individuum respektiert und nach kräften fördert unter der prämisse dass das individuum dem gesamten keinen schaden zufügt. auch habe ich kein problem damit das beste (das beste ist automatisch das was ALLEN MENSCHEN GLEICHERMASSEN UND ZU GLEICHEN TEILEN zugute kommt) aus allen politischen richtungen und sogar religionen zu extrahieren und völlig frei und fraktionszwangsfrei zu kombinieren.

          • “Ich bin weder links noch rechts, aber auch nicht mitte im herkömmlichen sinne.

            politisch habe ich kein anderes lager als das welches auf die menschen- und naturrechte (mit ausschluss auf das recht des stärkeren) aufbaut, welches alle menschen als gleiche unter gleichen ansieht aber das individuum respektiert und nach kräften fördert unter der prämisse dass das individuum dem gesamten keinen schaden zufügt….
            …(das beste ist automatisch das was ALLEN MENSCHEN GLEICHERMASSEN UND ZU GLEICHEN TEILEN zugute kommt)”

            Nun, Knallbonbon, das ist ja auch OK so, nichts einzuwenden DA-gegen.
            Das Problem, das wirkliche, ist ein ganz anderes:
            Genau das was du sagst, behaupten wortgleich oder ähnlich fast alle in Deutschland tätige Parteien, nur jede versteht etwas anderes unter diesen Begriffen, was nun? Wer hat recht?
            Solange das (nur) einer für sich bgeansprucht und meint, er könne die Deutungshoheit okupieren, solange funktioniert es bei keiner Partei.
            Es bedarf schon mindestens einer gemeinsam vertretenen Sicht, wie SYS
            TEM einer Gesellschaft funktioniert als SYSTEM, als lebendiger sich selbst regulierender Organismus, dann würde der Streit darum erst Sinn – und Erfolg ermöglichen.
            Deine Sicht ist eine sehr liebe aber mächtig naive, wen n du möchtest, daß sie Oberhand gewinnt, kommst du niemals umhin, für eigene Mehrheiten zu sorgen, und wie es seit hunderten von Jahren aussieht, geht das nicht ohne konsequente Bündnisse – die sich leider nicht für eine Differenzierung nach Klasseninteressen interessieren, es ist leider so, das zu ignorieren heißt, den selben Murks statt (!) Marx zu machen, wie die linken Protagonisten bisher.

  5. Was ihr hier gleich mit Gewalt und Radikalen kommt. Wenn das euer Verständnis von einer klassenlosen Gesellschaft sein soll, weiß ich nicht, mit welchen “friedlichen” Methoden ihr euch so das Zusammenleben vorstellen könnt. Aber gut, euer Extremismusbild ist in etwa so fundiert, wie das einer Kristina Schröder.

    Bäckerei? Klar, alles für alle und nicht ein paar Menschen, die meinen, die Brötchen bestimmen zu können. Euren Geschichtsdiskurs möchte ich auch nicht folgen, weil es einfach zu langweilig ist.

  6. Aber wyrias, was schwätzt du da, kennst du denn das “Extremismusbild einer Kristina Schröder” tatsächlich?
    Du haust ganz schön auf die Kacke, mit Verlaub, und ahnts wohl nicht, daß das nicht mehr zieht. Das ist aus der Mottenkiste “Aggitation und Propaganda” und nicht aus dem Laden “politischer Diskurs”
    Zähle die für dich real existierenden Klassen auf und ich antworte dir auf das, was du “nicht weißt”:
    Wie z.B. ich mir “Gesellschaft” vorstelle, was ich unter einem ORGANISMUS (das ist ein sich selbst erhaltendes dynamisches Gebilde) verstehe, bei dem die Lunge nicht behauptet, die Leber hätte Unrecht, bei dem der Kopf mit seinem Hirn nicht meint, die Füße hätten nichts zu sagen, bei dem geatmet, gegerssen, gesoffren – kurz gestoffwechselt wird, wie es der Organismus (!! – das System) erfordert und nicht nur ein Teil davon, was nur geht, wenn das SO auch BEKANNT ist …(bei den Elementen und Komponenten dieses Systems).
    Es ist eine alte allerdings bis heute und bis in die linken Linken hinein hochwirksame Lüge des Hochkapitals zur Sicherung der eigenen Pfründe, daß der Mensch des Menschen Wolf sein muß, um in der Gesellschaft e4xistieren zu können.
    “Teile und herrsche”, und niemand ist in der Vergangenheit mehr darauf hereingefallen, gefallen im Sinne des Wortes, als unsere teure “Linke” – welche auch immer.
    Wäre Mensch dies von Anbeginn der Menschheit gewesen, hätte er von Anbeginn auf den Emergenzeffekt (Systemeffekt) der sozialen Gemeinschaft durch dieses Verhalten tatsächlich verzichtet, dann gäbe es Menschheit heute weder in unserer Qualität noch überhaupt.
    Ausschließlich die evolutionäre Kooperation, damit auch die soziale, ermöglichten die Entwicklungt des heutigen Menschen mit seinen jetzigen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
    Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann schau mal nach bei Kropotkin oder Joachim Bauer und schmeiß den Luftikus und Geldschneider Dawkins mit seiner “Memerei” in die Tonne, da hier Skepsis angesagt ist, im höchsten Maße (er propagiert das alte teile und herrsche Verständnis).
    Und, lieber wyrias, so langweilig scheint das alles auch wieder nicht zu sein, sonst würde ich diese Meinung hier von dir nicht lesen: Auf Langweiliges antworte ich nicht, ich jedenfalls.


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