US-Airforce fliegt Terrorangriffe gegen Zivilisten

Die britische Tageszeitung Guardian berichtet, dass die US-Luftwaffe routinemässig Terrorangriffe gegen Zivilisten in Pakistan fliegt. Die Bombenangriffe werden mit ferngesteuerten Dronen durchgeführt, jeweils etwa eine Stunde nach dem eigentlichen Angriff auf ein mehr oder weniger “militärisches” Ziel (angebliche Taliban-Basen etc).

Damit erwischt man typischerweise Rettungskräfte, die am Ort eines solchen Luftüberfalls Verletzte bergen wollen – eine Taktik, die von US-Behören als “terroristisch” bezeichnet wird, wenn sie von (regulären oder irregulären) Einsatzkräften anderer Nationen genutzt wird (etwa mit Zeitzündersprengsätzen). Andererseits kennen wir eine solche Vorgehensweise aus dem Geschichtsbuch: Im zweiten Weltkrieg, also ab der Verfügbarkeit nennenswerter Bombenabwurfkapazität, wurden gerne Städte des “Gegners” ausradiert, um den Widerstandswillen der Zivilbevölkerung zu vermindern. Eine militärische Vorgehensweis, die übrigens gegen die Genfer Konvention verstösst. Also was machen wir mit einem aggressiven Staat, der sich nicht an internationale Vereinbarungen halten will, und der zu gross für eine militärische “Lösung” ist? Handelsboykott? Wäre es sinnvoll, so lange auf den Kauf US-amerikanischer Waren und Dienstleistungen zu verzichten (oder zumindest den Anteil zu verringern), bis die Terrorangriffe der US-Airforce aufhören? Oder zumindest, um damit öffentliches Bewusstsein für die totalitären Methoden der US-Militärs zu schaffen? Was denkt ihr? guardian

8 Kommentare

  1. Stell Dir vor, es machen alle mit. Dann wird das was.
    Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß sowas klappt?
    Stell Dir vor, es halten alle mal so richtig zusammen. DAS wäre eine Macht. Zum Glück wissen die Psychologen der Medienindustrie wie man die Massen manipuliert, daß die sowas eben NICHT hinbekommen. Zumindest nicht in den Größenordnungen, um effektiv mit den USA zu “kommunizieren”…meine Meinung.

    • … kürzlich mal auf den norden afrikas geschaut?

  2. das problem ist ja das es fast keine made in america konsum-produkte mehr gibt (bis auf ein paar autos und eine handvoll verbrauchsgüter die – tatsächlich noch drüben produziert werden und – nach hier verkauft werden). im großen und ganzen finden ja nur noch spezialisierte hi-tech-, industrie- und militärgüter sowie agrarrohstoffe zur weiterverarbeitung ihren weg nach DE/EU.

    die haben doch in folge der 70zige und 80ziger jahre alle irgendwie noch einigermassen anständig bezahlten (industrie)-jobs erst nach mexico, japan, hongkong, korea, dann taiwan und thailand und schlussendlich nach china ausgelagert.

    das ist ja auch der hauptgrund dafür das es die USA nicht mehr schaffen aus der krise herrauszukommen im gegensatz zu früheren krisen. der letzte jobmotor war (ganz zu anfang bis mitte) die sogenannte “new economy”. seit deren platzen ist aber auch in diesem bereich größtenteils essig mit (vor allem gut bezahlten) jobs,

    es gibt halt nur so und so viele schlecht-bezahlte dienstleistungs-, verwaltungs-, fenster/putz- und mc donalds jobs die verteilt werden können.

    was will man da als einzelner konsument noch großartig (im einzelnen) boykottieren als das es diesen multinational agierenden konzernen noch richtig wehtun würde (mit wirksamen rückstrahl-effekten auf die US-bevölkerung)?

    im übrigen passiert ja hierzulande und in resteuropa in den letzten 25 jahren haargenau das gleiche (jobverlagerungen) einhergehend mit massivem lohndumping usw. sowie der aushöhlung und zerstörung der stabilisierenden mittelschichten.

    auch das ist der (im prinzip) vorherrschende hauptgrund dafür das die jetzige krise in DE/EU sich immer weiter verschärft. denn wo in der breiten masse gar nichts mehr oder bestensfalls immer weniger verdient wird kann auch nichts gekauft/bezahlt (auch steuern) werden.

    am besten wäre der totale boykott hierzulande und EU-weit, damit wir endlich diese ganzen korrupten dreckfressen loswerden könnten. ein halbes jahr würde schon ausreichen – und dann wieder auf neusart schalten.

    bevor nicht die mehrzahl der heute agierenden zum großen teil total unfähigen und korrupten polit-kasper in der versenkung verschwinden (und zwar möglichst alle auf einen haufen und zur gleichen zeit) wird sich nichts ändern. ganz im gegenteil – es wird immer schlimmer werden weil sich nur noch die korrupten halten (wie man in immer größerem umfang beobachten und feststellen kann).

    • us-produkte… hm… filme… musik… software…. hm….

      • nur sind das leider dinge die ihnen nicht wirklich, als ganzes, wehtun würden. die unterhaltungsindustrie scheint zwar sehr “groß und mächtig” zu sein (weil sie sich so sehr aufplustert und immens selber darstellt als sei sie ein signifikant wichtiger wirtschaftlicher faktor), aber wie du selbst schon oft genug betont hast, nicht wirklich relevant und gegenüber anderen industriezweigen praktisch verschwindend gering einzustufen ist. abgesehen davon das diese ganze unterhaltungs-industrie auch nicht wirklich viel zum (egal um welches land es sich handelt, aber auch einschließlich den USA) keinen relevanten beitrag zum allgemeinen BIP beiträgt – ihm dann auch sozusagen der tatsächliche machtfaktor fehlt sollten tatsächlich teile von aus dieser industrie erzielten steuereinnahmen (durch jobverluste) wegbrechen. wie denn auch? die allermeisten in der branche verdienen ja nur “mindestlöhne” und die reichen gerade mal zum überleben (sofern man mindestens 2 davon hat).

        das geschrei wäre zwar groß, aber die nachwirkungen nur sehr sehr eingeschränkt wahrnehmbar.

        das sah man ja in der näheren vergangenheit in der zT. massive, teils langjährige anti-kriegs aufrufe, anti-bush aufrufe sowie kriegs(dienst)-boykott-kampagnen aller art von seiten hollywoods (nicht nur die stars und strenchen) usw. geführt wurden – das diese aber eigentlich so gut wie gar keine wirkung gezeigt haben.

        PS. auf mich träfen boykotts eh nicht zu da ich schon seit mehr als einem jahrzehnt den ganzen american-mainstream-trash meide wo es nur geht.

        sei es nun unterhaltung oder auch mc kotz, würger king, pizza fart, starfucks,und/sowie dergleichen mehr. ernähren tue ich mich zB. fast ausschließlich bio (hier wiederum viel von wochenmärkten und auch direkt von den bauern und gärtnern in meiner nähe). und wenn ich ausgehe und mal nicht bio ernähre, dann gehe ich zu einem etablissement eines unserer zahlreichen mitbürgern mit migrationshintergrund.

        das alles mache ich aber nicht eines guten gewissens wegen sondern aus prinzip (nachhaltigkeit leben und nicht nur predigen) und weils einfach um ein vielfaches besser schmeckt (und weil das vermeiden der dümmlichen unterhaltung die nerven schont)!

        ich war schon immer gegen großteile dieses ganzen amerikanischen drecks! tut mir leid, aber sehr sehr vieles ist einfach nur – im sinne des wortes selbst – DRECK!!! selbstverständlich nicht alles, das meiste aber schon. ich weiß aus erster hand wovon ich rede denn wie schon mehrfach geschrieben, bin ich ja selber ein halb-ami und drüben in den staaten aufgewachsen und zur schule gegangen..

        . . . von daher . . .

  3. Ich glaube kaum das ein Boykott das amerikanische Selbstverständnis beeinflussen könnte. Ich vermute es würde eher zu einer “jetzt erst recht” und “wir gegen den Rest der Welt” Reaktion führen.

    • uups schon wieder unbeabsichtigt anonym

  4. Ah, lol. Falscher Tab. Hab mich schon gewundert was bei “Kunst mit Kugelschreibern” für Kommentare drunter stehn…


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