Downloadgate? Da hat also die Autorin, Politik-Doktorandin und Beisitzerin im Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland, Julia Schramm, ein subjektives Buch namens “Klick mich” über das Leben im frühen Informationszeitalter veröffentlicht, im Knaus-Verlag (Random House Gruppe).
Angeblich soll sie 100.000 Euro Vorschuss bekommen haben, aber die FAZ, die das schreibt, nennt keine Quelle für die Zahl. Das Teil wird übrigens von der Mainstreampresse zerrisssen, weil es subjektiv ist (unerhört!) und Begriffe wie “kohlenstoffbasierte Entitäten” statt “Menschen” und “mobile Endgeräte” statt “Handys” verwendet. Willkommen im 21sten Jahrhundert, liebe altbürgerliche Rezensenten.
Aber jetzt kommt erst das “Downloadgate” ins Spiel (Gegenwartsformulierung für “Aufregung um irgendwas im Internet”): Der Verlag liess nämlich beim US-Cloudanbieter Dropbox einen Link auf den kostenlosen Download des Buchs (als PDF) löschen. Was fällt uns hier auf? Aha, niemand wurde verklagt. Erste Anzeichen einsetzender Vernunft also. Das macht der Verlag, wie ich aus sicherer Quelle weiss, übrigens immer so: Wenn er rauskriegt, dass irgendwer seine Bücher herumfilesharet, sagt er kurz Bescheid, man solle das bitte lassen. Aber ohne Anwalt, Abmahnung und den ganzen anderen Bödsinn. Noch besser allerdings wäre, wenn der Verlag das PDF (und andere Formate) gleich zum kostenlosen Download auf seine Webseite stellen würde. Oder für 99 Cent Bearbeitungsspende. Weil wir ja wissen, dass die beiden Formate (Papier und Filesharing) relativ wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben. Das Problem ist nur, dass ab hier die üblichen Missverständnisse zu prächtigen verbalen Geysiren werden.
Mal im Ernst, Leute: Weder muss Miss Schramm ihr Buch kostenlos verbreiten, nur weil sie in der Piratenpartei ist (hier werden politisches Ziel und Gegenwartsrealität verwechselt), noch muss sie auf das Geld verzichten (sonst würde die globale Wirtschaft zusammenbrechen, weil fast alle Arbeitsplätze und Werkverträge über mindestens eine Ecke mit irgendwas unmoralischem verknüpft sind). Sorry, Folks, wir leben nun mal im Kapitalismus, und da werden Dinge für Geld verkauft. Das lässt sich vielleicht langfristig ändern, und wir Konsumenten können uns darüber hinwegsetzen und bei der Pirate Bay nachschaun, ob “Klick mich” schon im Angebot ist (Ja, ist es, ich habs grade nachgeprüft), aber Autoren müssen ihren Vertrag einhalten, sonst klappt das nicht mit dem Honorar, und man muss die Miete doch wieder mit Taxifahren verdienen. Und auf keinen Fall bringt es was, so zu tun, als wären die Vordenker und Vorkämpfer für eine bessere Welt mit einem Bein schon dort, und als könne man sie für diese postulierte Doppelrealität verantwortlich machen. Statt dessen sollten wir uns darum bemühen, dass die reale Realität auch offizielle Realität wird: Das Verbot von Filesharing muss aufgehoben (weil dadurch ja kein Schaden entsteht) und Kultur- und Wissenschaffende (wie Julia Schramm) besser gestellt werden. Durch eine Pauschalabgabe auf Internetzugänge, durch Stipendien, durch sonstirgendwas.
Disclaimer: Ich kenne Julia von gemeinsamen Veranstaltungen, die ist schon in Ordnung. Ich werde ihr Buch trotzdem weder kaufen noch gratis downloaden. Aus Zeitmangel. Und weil ich selber ein aktives Leben im frühen Informationszeitalter führe, das also nicht nachlesen muss (Für andere kann das Buch ein Gewinn sein). Hier ist ihr Blog.
pic insi dex
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… außerdem ist das Buch wie du schreibst bei Random House verlegt worden. Kauf ich nicht mehr. Fast auf jeder Seite ein Fehler. Ich kauf lieber Bücher von Verlagen, die sich noch nen Lektor leisten.
Hmm wer so extrem gegen Künstler und “Contentmafia” hetzt muss sich aber auch nicht wundern, wenn es ein Echo gibt, Hätte sie nicht immer so gegen das System gehetzt von dem sie jetzt massig profitiert wäre das ein lauer Sturm im Wasserglas geblieben.
Ich habe gar keine Probleme damit Geld für bücher auszugeben, dafür gebe ich mit am meisten Geld aus. Aber wieso für ein Buch zahlen, von einer Person, die offenbar geistiges Eigentum für “eklig” hält?
Vor allen kann man eben von diesen Leuten dann auch erwarten selbst den ersten Schritt zu machen. Da ist es feige und kontraprodutik sich auf das “System” zu berufen.
Wieso stellte sie das Buch nicht von vornherein kostenlos ins Internet? DAS wäre ein Zeichen gewesen und bei Erfolg bspw über Spenden hätte es sogar ein Schritt in die Piratenrichtung sein können. So hat sie mal eben der Piratenpartei ein großes Glaubwürdigkeitsproblem geschaffen. Welchen Künstler kann die Piratenpartei denn jetzt überhaupt noch von ihrer Sicht überzeugen? Wieso sollte ein Künstler Einbußen durch die Piratenpartei hinnehmen, wenn es jemand aus der Piratenpartei nicht macht?
(Außerdem: Wenn kein Schaden entstehen würde, dann würde auch nicht dagegen vorgegangen werden. Wer zahlt schon, wenn es etwas kostenlos gibt?Es ist kein Diebstahl, aber es ist ein Vorenthalten von Geld)
Du verstehst es nicht: Sie kann das Buch nicht ins Internet stellen, weil sie einen Vertrag mit dem Verlag hat. Hinweis: Das Buch ist natürlich im Internet gratis zu haben.
Und den Vertrag hat sie nicht selbstbestimmt unterschrieben?
Man hätte das Buch auch unter Creative Commons rausbringen oder unabhängig verlegen lassen können. Stattdessen geht sie bewusst einen Vertrag mit einem Rechteverwerter ein, der, wie ich sonst so gerne aus der Ecke der Piraten lese, dank Promotionmöglichkeiten im Internet nutzlos, dem Schöpfer des Werkes gegenüber unfair und überbezahlt ist? Hätte sie nicht ohne diese Instanz zwischen sich und dem geneigten Leser einen größeren Anteil des Kaufpreises bekommen, wo “die Contentmafia” sich doch jetzt auch daran bereichert?
Komisch, wo die Forderungen an die Urheber, sich aus ihrer Unmündigkeit gegenüber den bösen Verwertern zu befreien, bisher immer so deutlich und dieser Schritt so überfällig war, hätte man glauben können, jemand wie Frau Schramm geht mit gutem Beispiel voran?
PS: Ich erwarte von dir, lieber Fritz, nach deiner bisherigen “Performance” in Kommentarsektionen deines Blogs keine Antwort, die nicht überheblich, halbgar und bar jeder Bereitschaft ist, deine Argumente darzulegen…sollte ich also mal wieder was “nicht verstanden” haben, spar sie dir gleich!
bis auf das PS: stimme ich hierbei 100% zu- denn genau DAS ist das was mich auch umtreibt und wo in meinen Augen frau Schramm den Priaten ans Bein Pinkelt. Denn was kümmert mich mein Politisches geschäwtz so lange ich woanders die Kohle mit dem Gegenteil einstecken kann !
Zugegeben, das PS hätte man lassen können, auch wenn ich nichtsdestotrotz den Eindruck habe, dass bei allem Zeitmangel die Argumentationsfreude seinerseits recht überschaubar ist…
Einfache Antwort: Es ist heuchlerisch, von genau den Leuten Konsequenz zu erwarten, die von ihrer (geistigen) Arbeit leben müssen. Die Honorarhöhe von 100.000 ist ein unbestätigtes Gerücht, und sicher nichts, was man im Leben öfter angeboten bekommt. Für Konsumenten wie dich, lieber FPL, ist es leichter, aus dem Verwertungskreis auszusteigen. Und natürlich auch leichter, schlau daherzureden und Forderungen an andere zu richten.
Das Problem besteht ja keineswegs darin, dass sie davon leben muss und/oder will. Genau das soll sie ja auch dürfen und können. Außerdem bin ich jederzeit der Meinung gewesen, dass es dem Schöpfer eines Werkes völlig frei steht, die Wege und Konditionen der Veröffentlichung selbst zu wählen. Es gibt unzählige Arten der Auswertung und es muss jeder für sich entscheiden, wieviel er selbst in die Hand nehmen will und kann und was er lieber andere übernehmen lässt. Dafür stehen genug Optionen bereit, es gibt Dienstleister, die ausschließlich das technische Backend übernehmen, andere kümmern sich zudem um Marketing, machen evtl. die Abrechnungen und anderen Papierkram mit usw. usf. Ich denke ich muss das nicht weiter erklären!
Was aber wohl betont werden muss ist, dass es nicht nur selbstverständlich ist, dass jeder Urheber sich mit Verwertern zusammentun kann, um eine Veröffentlichung zu schultern, sondern auch, dass die Leute, die dort mitarbeiten auch entlohnt werden! Und die Frage, welche Anteile da an wen gehen, kann der Urheber selbst mitbestimmen, in dem er sich die Verträge im Vornherein genau durchliest und den für sich passensten Deal rauspickt, der es ihm ermöglicht, gutes Geld mit seinem Werk zu verdienen und faire Modelle zu unterstützen. Dass sich aber Außenstehende, wie beispielsweise du oder Frau Schramm, nachher hinstellen, behaupten die Urheber würden geknebelt und abgezockt, die Arbeit der Verwerter wäre im Grunde im Internet sinnlos und sie bereichern sich, ohne wirklich was zu machen, finde ich allein schon eine bodenlose Frechheit (ich habe das bewusst übersteigert, wir müssen über die Nuancen an dieser Stelle nicht philosophieren).
Die Heuchelei beginnt, indem man sagt das nichtkommerzielle Kopieren müsse straffrei sein (ich verstehe immernoch nicht, warum man das, was man konsumieren will, nicht einfach bezahlen kann und diese Milchmädchen-Rabulistik von wegen “das Original ist ja noch da” geht völlig am Kern des Themas vorbei…), weil alles andere der Gesellschaft und dem “freien Informationsfluss” schade… Das bedeutet auf der einen Seite nämlich, der Urheber hat keine Wahl mehr, wie er sein Werk auswertet, denn er muss sehen, dass er es überhaupt irgendwie auswerten kann, nachdem es per Gesetz monetär völlig entwertet ist. Dann kann er sich freuen, wenn ein Konzern sein Werk für trendy genug hält, es für seinen Werbespot zu nutzen oder ähnliches, auf die Konsequenzen für subversive Kunst und Ähnliches will ich hier nicht weiter eingehen, das führt zu weit. Ich gebe mich im Gegensatz zu vielen Fürsprechern dieser Forderung nicht der Illusion hin, dass ein Großteil der Leute nachher freiwillig für etwas bezahlt, was sie schon haben oder legal kostenlos haben können…
Auf der anderen Seite haben wir nun Frau Schramm: jemand, der genau das wiederholt, vehement und teils weit über der Grenze des Populismus mit pubertärem Eifer und Ausdruck fordert. Sie bringt ein Buch heraus und statt sich für Vertriebswege und Partner zu entscheiden, die ihr genau das ermöglichen (die gibt es nämlich schon jetzt, also erwartet man hier von ihr auch nichts unmögliches), nimmt sie den klassischen Verlag UND den klassischen Vertrag, an dem sie vormals kein gutes Haar gelassen hat. Sie kassiert den Vorschuss (wie hoch der war ist zweitrangig), der ihr nur gezahlt wird, weil der Verlag spekuliert, ihn später durch monetäre (!) Auswertung wieder reinzuholen und dann muss man hier jemandem den Widerspruch erklären. Allein durch kommerzielle Verwertung wird man den finanziellen Aufwand schwerlich aufwiegen, denn wie Frau Schramm selbst sagt, kostet auch die Produktion eines eBooks nicht wenig, mal abgesehen von den laufenden Kosten und ihren Anteilen am Verkaufspreis… Das sich die Piratenpartei nicht verar***t fühlt, wundert mich offen gesagt.
Nebenher bin ich nicht nur Konsument, ich bin Musiker und arbeite außerdem in der Musikbranche und kenne zumindest im musikalischendie Dinge sehr genau, über die ich hier rede… Die Forderung stelle ich zudem mittlerweile an sie, nachdem von Leuten wie dir lange genug die Forderungen hagelten, man möge damit klarkommen, dass das jetzt eben so sei und das man endlich mal faire Geschäftsmodelle entwickeln möge und dergleichen mehr…
Das Problem ist, dass Frau Schramm versucht einen Unterschied zwischen der Rechtsgrundlage “geistiges Eigentum” und dem Rechtsgut “Urheberrecht” zu konstruieren, aber auch auf Nachfrage nicht erklären will oder kann, aus welcher Rechtsgrundlage “Urheberrecht” entstehen soll, wenn nicht aus geistigem Eigentum. Da macht also jemand einen “Doktor” in “Politik” und kriegt die einfachsten Zusammenhänge in Sachen Rechtsentstehung und Rechtsausübung nicht auf die Kette. Das halte ich durchaus für ein Problem.
“Geistiges Eigentum” ist ein Kampfbegriff, der im Urheberrechtsgesetz nicht vorkommt.
Das ist generell, dass ich bei ihr sehe. Ihre Positionen sind oft sehr wenig durchdacht. Schon ihr Spakeria-Position, dass nur staatliche Datensammlungen ein Problem seinen, aber privatwirtschaftliche nicht, ist natürlich unsinnig. Der Staat kann als Gesetzgeber und mit Gewaltmonopol sich immer Zugang zu Datensammlungen in Unternehmen verschaffen wenn diese auf dem Hoheitsgebiet des Staates liegen.
Na ob Julia dich jetzt fördert, nur weil Du hier als White Knight dummfaselst… ich weiß nicht.
Wasser predigen, Wein trinken.
Lieber Herr Denkerpose,
laut betroffenem Inhalteanbieter stamme der “takedown request” von “Julia Schramm Autorin der Verlagsgruppe Random House”. Wie Sie nun die Verantwortung auf den Verlag, bei dem die “Privilegienmuschi” wissentlich und willentlich unter Vertrag steht, schieben wollen, ist logisch nicht nachvollziehbar.
“Aber ohne Anwalt, Abmahnung und den ganzen anderen Bödsinn” –
Tipp: vorher über die Gesetzeslage schlau machen, Abmahnung ist da nicht möglich, DMCA sieht nur “notice and take down” vor.
Man muss sich doch nicht alles schön reden, oder?
Lies den OP ruhig nochmal, vielleicht wird dir dann der Zusammenhang klarer.
Hätte gerne gesehen, wie Julia Schramm und ihr deutscher Verlag dem US-Tool Dropbox eine kostenpflichtige Abmahnung per Luftpost schicken. Das mit “ohne Anwalt und Abmahnung” ist ein lächerlicher Schutzbehauptungsversuch, weil das gar nicht funktioniert hätte. Widerliche Heuchelei.
Ich muss gestehen, bei dieser Passage laut losgelacht zu haben:
“[...] und Kultur- und Wissenschaffende (wie Julia Schramm)”
Ansonsten kann man von jemandem, der sich politisch(!) engagiert für Ziele wie freien Informationsaustausch (z.B. auf der Basis von Filesharing) durchaus erwarten, dass er persönlich tatsächlich hinter diesen Forderungen steht und somit in diesem Fall das “Werk” auf der eigenen Homepage mit Spenden-Button für PayPal oder Flattr o.ä. anbieten würde.
Hätte Frau Schramm tatsächlich etwas Substantielles zu sagen, wäre dabei wahrscheinlich sogar ein hübsches Sümmchen zusammengekommen.
Mir genügt allerdings schon das Geschwurbel in der großzügigerweise kostenlos veröffentlichten Einleitung, um jegliche Motivation auf weitere Lektüre von Frau Schramms Werk dauerhaft zu eliminieren.
Wir leben im Kapitalismus, Autoren müssen ihren Vertrag einhalten, Taxi fahren will keiner, laut PArteiprogramm soll nicht kommerzielles Kopieren aber erlaubt sein, Frau Schramm meint in Interviews, sie habe nichts gegen Urheberrecht, nur gegen den Begriff, verunglimpft aber öffentlich tatsächlich Kunst schaffende, “Klick mich” ist einfach lächerlicher Mist und gehört nicht dazu… Wisst ihr Piraten überhaupt, was ihr wollt?
Und weil Kritik an Frau Schramm ja grundsätzlich nur vom sexistischen Mob kommt, hier volle Kanne: Darfste ihr für deine Unterstützung wenigstens ins Höschen? :-)
Wie auch immer, das ist schon ein krasser Fauxpas, wenn Schramms Name mit einem Takedown verbunden wird. Sie hätte das umgehen können, indem sie ein CC-Ebook veröffentlicht, aber dann hätte es sicherlich keinen Vorschuss vom Verlag gegeben, denn der hätte sicher gehen wollen, dass sich auch die Papierversion verkauft bevor sie Geld investieren.
So oder so, die ganze Sache ist Megafail, leider auch für die Piraten. Die Partei sollte sich jetzt schleunigst darum bemühen, hier die Wogen zu glätten, wenn sowas nämlich bei den Piraten geduldet wird, haben sie das letzte Mal meine Stimme bekommen und können sich meinetwegen wieder bei den Spinnern der Splitterparteien einreien.
Lese ich Paulo Coelho zu “Pirating”, verstehe ich, warum dies nur bei guter Literatur funktioniert… http://paulocoelhoblog.com/2012/01/20/welcome-to-pirate-my-books/
Dieser Link ist übrigens auch auf
http://juliaschramm.de/2012/03/30/urheberrecht-und-repression/
zu finden.
Lest einfach mal, was die Schramm (@laprintemps) und der Leppa (@s_leppa) so twittern. Die haben im Prinzip Null Ahnung, auf welchem Rechtsgebiet sie sich bewegen. Schmeißen Copyright und Urheberrecht wild durcheinander und glauben aus dem einen schließen zu können, dass “geistiges Eigentum” auch für das andere keine Voraussetzung ist. Aber da wir aktuell eine Kanzlerin haben, die sich trotz FDJ-Sekretärinnen-Vergangenheit als Demokratin gerieren darf, bereitet sich die Schramm offenbar mit “ich bin gegen geistiges EIgentum aber für Urheberrecht und hab darüber hinaus keine Ahnung, wie das alles mit Copyright zusammenhängen soll” (aka “klicknich”;-) gerade ihr Bett im Kanzleramt für 2035 …. Merke: Brüche machen den POlitiker nicht Glaubwürdigkeit oder Integrität. Oder wie Adenauer sagte: Was geht mich mein dummes Geschwätz von gestern an.
“Aber da wir aktuell eine Kanzlerin haben, die sich trotz FDJ-Sekretärinnen-Vergangenheit als Demokratin gerieren darf”
Das ist nun wirklich das Jämmerlichste, was ich seit Wochen lesen musste.
Eben, drakensang. Wenn man etwas ändern möchte und das wollen die Piraten ja, dann muss man mit guten Beispiel voran gehen, auch wenn es anstrengend ist und in die Hose geht. Früher haben Menschen ihr Leben aufs Spiel gesetzt für ihre Ziele, das ist hier bei uns glücklicherweise nicht mehr nötig, aber richtig überzeugt von der eigenen Idee scheint sie ja nicht zu sein, wenn ein paar Taler ihre Aufassung grundlegend ändern.
Ich kann doch nicht von anderen fordern und dann wenn ich am Zug bin nicht selbst den Schritt machen.
Die Veröffentlichung war sogar eine Chance Künstlern zu zeigen wie es in der Zukunft ablaufen könnte, aber stattdessen verkauft man sich doch lieber an das ach so verhasste System. Da merkt man schnell, das System ist mies solange man außen vor ist, drinnen ist es super kuschelig.
Abgesehen von all diesen rechtlichen und ethischen Fragen finde ich es bemerkenswert, dass offenbar weder Verlag noch Autorin auf das vorbereitet war, was da passiere musste. Mindestens eine Art Argumentarium würde man da schon erwarten. Die Frage ist ja nicht, ob Julia Schramm Geld verdienen darf. Sondern, ob sie den freien Fluss der Information behindern darf, wenn es gerade das ist, was sie für ungemein wichtig hält.
soo, buch gelesen.
subjektive wertungsstichworte: lebenszeitverschwendung, attention whore, kind.
wer weniger banale seifenoper und pubertätsprobleme, dafür mehr zu post privacy lesen will, dem empfehler ich “prima leben ohne privatsphäre” von christian heller.
Die Unglaubwürdigkeit (und Lachnummer) einer Julia Schramm färbt leider auf die Piraten, solange sie im Vorstand(!) sitzt. Oder um es piratig auszudrücken: Mitgefangen, mitgehangen.
Ich finde diesen Blogbeitrag von 11k2 schlecht bzw. traurig.
Es ist gar kein Problem, dass Julia Schramm ein Buch schreibt, dafür gut bezahlt wird, und der Verlag das Buch ganz regulär verkauft (und nicht verschenkt). Ich finde das sogar cool.
Was traurig ist, dass Beiträge wie dieser Blogpost folgende *Aussagen* geflissentlich weglassen:
- Die Aussage, dass man als Verlag oder Autor auch nicht-kommerzielle Verbreitung “inoffiziell” dulden kann. (Man könnte also noch netter sein, als nur die Abmahnung und Kriminalisierung wegzulassen.)
- Die Aussage, dass nicht-kommerzielle Vervielfältigung aus Piratensicht explizit okay (sogar zu begrüßen) wäre, und den Verkauf nicht tangieren würde (siehe unser Piraten-Grundsatzprogramm).
- Die Aussage, dass die Takedown-Notice nicht den Verkauf, die Gewinne oder die Autoren schützt, sondern einfach nur die Teilhabe an Wissen und Kultur mindert.
Das Motiv hinter dem bewussten Weglassen dieser zentralen Aussagen des Piraten-Programmes im Zuge in Debattenbeiträgen, wie hier in dem 11k2-Blogposting, sollte man deswegen hinterfragen. Denn wenn diese Aussagen zusätzlich ebenfalls genannt würden, würde das weder Julia Schramm noch dem Verlag Schaden zufügen. Aber es würde die Urheberrechtsdebatte weiterbringen, und nicht zurückwerfen, wie es dieser nettgemeinte Blogpost leider tut.
Ich glaube, du hast meinen Beitrag nicht vollständig gelesen, bevor der Antwortreflex eingesetzt hat.
Doch, habe ich :)
Den Punkt “Noch besser allerdings wäre es, wenn sich der Verlag/die Entscheider entschieden hätten, keine Take-Down-Notice zu verschicken, also die nichtkommerzielle Verbreitung — auch auf anderen Seiten — zu dulden.” konnte ich bei dir nicht finden.
Dein Antwortreflex (dein Blogbeitrag) auf die “Aufregung im Internet” ist mir nämlich wiederum zu sehr “alles in Butter”. Das alte Urheberrecht, Take-Down-Notices sind ein nicht herunterzuspielendes Problem. Ein Teil der Aufregung ist deutlich mehr als berechtigt! :)
Da oben steht “Noch besser allerdings wäre, wenn der Verlag das PDF (und andere Formate) gleich zum kostenlosen Download auf seine Webseite stellen würde.” “Kein Takedown” ist eine Teilmenge von “auf seine Webseite stellen “.
Wie hätte der Verlag denn Dropbox kostenpflichtig abmahnen sollen? Einen US-Speicheranbieter? Takedown ist die einzige Möglichkeit. Und Julia Schramm stellt das noch als “Heldentat” und “Gelbe Karte statt Abmahnung” dar.
Moment mal. Dass der Verlag gegen das Filesharing vorgeht, ist in Ordnung und richtig. Aber das Verbot von Filesharing muss aufgehoben werden, weil dadurch ja kein Schaden entsteht. Ja, warum ist es dann noch in Ordnung, wenn der Verlag interveniert? Es entsteht doch kein Schaden. Dann verursacht doch – eben ganz nach Piratendenke – der Verlag den Schaden, indem er Zugang begrenzt. Dieser Widerspruch hat nichts damit zu tun, dass wir die gute neue Welt (mit Pauschalabgaben oder “sonstwas” (sehr bezeichnender Begriff)) noch nicht haben. Wo kein Schaden, da keine Notwendigkeit zum Reglement – ob mit oder ohne Abmahnung. Oder aber es entsteht eben doch Schaden. Frau Schramm schützt sich jetzt (über ihren Verlag) vor dem Schaden, den sie sonst so gern verleugnet. Daher: http://neuemodelle.wordpress.com/2012/08/29/sehr-geehrte-julia-schramm/
Zum letzten Mal: Der Verlag lässt den Downloadlink löschen weil er glaubt, dass dieser schadet. Eine reine Glaubensfrage. In Wirklichkeit ist da nix. Deswegen muss das Gesetz an die Wirklichkeit angepasst werden.
Jetzt mal ein bisschen tiefer schürfen: Warum sagt uns Frau Schramm nicht, dass sie diesen Glauben ihres Verlags für irrig hält? Warum veröffentlicht sie überhaupt bei so einem Verlag, bei “all den großartigen Selbstvermarktungsmöglichkeiten des Netzes” (sinngemäß Piratensprech), wo doch “die großen Verlage die Selbstvermarktung der Autoren nur behindern durch ihre rigide Politik und ihre Knebelverträge” (sinngemäß Piratensprech). Frau Schramm hätte doch geradezu unfassbar viel zur Glaubwürdigkeit ihrer Person und der ganzen Partei beitragen können, wenn sie gezeigt hätte: Schaut mal alle her, so geht das heute! Ohne Content Mafia, ohne Behinderung der Netzfreiheit, einfach so. Sie hätte doch ihre 100.000 Euro durch Crowd Funding zusammenkratzen können. Gerade (!) in einer Welt, in der das noch nicht Gang und Gäbe ist, wäre das doch DIE Chance gewesen, WENN sie den PiratenGLAUBEN auch im Bezug auf ihr eigenes Schicksal für belastbar gehalten hätte. Das hat sie offenbar nicht. Und damit demonstriert sie allen, die dem Piratenglauben (warum auch immer) fast schon zuneigen, dass es Quatsch ist, falls man auch davon leben möchte…
Deine Konsequenzforderung ist Quatsch. Nur weil jemand gegen Atomkraft ist, muss er nicht aufhören, Strom zu verbrauchen. Ja, wir müssen das Urheberrecht an die Gegenwart anpassen. Ja, Autoren dürfen trotzdem Geld verdienen. Ich hab auch schon Bücher (zu den üblichen Knebelverträgen) an Verlage verkauft. Besser als in der Gastro arbeiten isses allemal, und frei runterladen kann man das alles auch. Dass die Welt so kompliziert ist, können wir jedenfalls nicht den Urhebern anlasten.
“Nur weil jemand gegen Atomkraft ist, muss er nicht aufhören, Strom zu verbrauchen”
Er könnte sich z.B. einen Stromlieferanten suchen, der Strom aus regenerativen Quellen verkauft.
Frau Schramm suchte sich, um im Bild zu bleiben, einen der größeren Kohlekraftwerksbetreiber. Predigte aber Ököstrom.
@FRANZ
nur um deinen vergleich richtig zu proportionieren
(denn bei den verlagen handelt es sich um 100%ige BERTELSMANN töchter)
sie suchte sich nicht nur irgendeinen “kohlekraftwerksbetreiber” aus, sondern regelrecht den (wenn auch im dritten glied – damit es evtl. nicht gleich so auffällt) größten “atomkraftwerksbetreiber” deutschlands aus (im dem falle wäre das e.ON mit 11 kernkraftwerken) und predigt dafür strom aus dem fahrraddynamos.
Danke für den Beitrag. Ich verstehe sowieso nicht, warum die Piratenpartei nicht ganz klar sagt (klar genug ist es wohl offensichtlich noch nicht), dass sie keine “FREIE DOWNLOADS VON ALLEM FÜR ALLE!”, sondern eine Bürgerrechtspartei ist. Dann gäbe es möglicherweise auch diese Verirrungen nicht.
Aber bei den meisten Menschen scheint die Tatsache, dass es hier eine Differenzierung zwischen “Rechte für alle, nicht nur für Urheber” und “Raubkopien voll legal, Alta!” gibt.
Naja, eigentlich müsste man sagen “Die Raubkopie ist ein Papiertiger” und “Verbote sind kein Geschäftsmodell”. Ist aber doch schon gesagt worden, in anderen Worten vielleicht.
Praktisch ist es doch so: ginge es hier um einen Politiker oder eine Politikerin einer beliebigen anderen Partei und gäbe es einen Aufschrei über die (angeblich auf dem Verlag (wer’s denn glaubt) basierenden) Takedowns, würdest Du einen gegensätzlichen Post geschrieben haben und Twitter würde überkochen vor lauter Meldungen von Ponader, Lauer und Co, die sich aufregen.
Das ganze passiert hier nur nicht, weil es jetzt “eine von uns” ist. Und das ist widerlich und unglaublich konventionell. So läuft’s in allen Parteien. Plötzlich erinnert sich niemand mehr daran, wer mit dem Spendenkoffer ankam. Ja, scheiße, meldet den Verein ab, euch geht’s doch offensichtlich auch nur um Pöstchen, Macht und Geld von Lobbyisten. Ob man das Geld nun über einen illusorisch hohen Betrag für ein paar Seiten kindergekritzel zahlt oder nicht: es kommt von den richtigen Leuten und fließt an die richtigen Leute.
Und jetzt wird ausgesessen. Lasst mal.
Haha. Klar, die FAZ rezensiert kritisch – da muss sie ja abendländisch-hinterwälderisch sein. Zur Info: Das Buch ist mies. Und das liest man nicht nur bei der FAZ, sondern genauso bei SPON und in den Amazon Rezension (die ja die Ausgburt an Altbürgertum sind).
Die Ziele der Piraten in Ehren, aber der Satz “Sorry, Folks, wir leben nun mal im Kapitalismus, und da werden Dinge für Geld verkauft.” steht für den neuen Realismus. Das liest man heute bei SPON von C. Lauer ebenso zwischen den Zeilen raus. Das mit dem Urheberrecht wird auch mit den Piraten noch 20 Jahre dauern. Mindestens.
Du hast den OP auch nicht bis zu Ende gelesen. Musste ja auch nicht. Freies Land und so.
tl;dr halt :P kennste doch..
Haben Sie das Buch gelesen oder ist es vom Hörensagen! Wenn ich den Beitrag und so viele Kommentare hier lese, ist es kein Wunder, dass das Buch als schlecht bezeichnet wird. Haben Sie das Buch die satanischen Verse gelesen? ich schon. Ein literarisch grottenschlechtes, völlig geistloses Buch, aber alle sogenannten Mainstreams und die westlichen Presse finden es prima. Lesen und danach beurteilen. Voreingenommen lässt die Glaubwürdigkeit in die Ferne schimmern, dies gilt auch für den Autor und die anderen Kommentatoren.
Ob jetzt alles im Internet zum Nulltarif zugänglich sein sollte oder nicht, kann jeder für sich beantworten. Sie können sie wählen oder nicht, die Wahl ist bei Ihnen. Ich habe sie nicht gewählt
tja lieber @, wie meintst du? du kennst die julia? wirklich?
das dachten – schon weitaus früher als du – auch viele die mit MATA HARI kontakt pflegten.
und sicherlich dachte auch dergute alte willi brandt das er den guten alten günther guillaume gut kennen würde.
und lasse die 100 000 euro vorschuss bitte nicht so riesig erscheinen. denn dafür das die anderen verlage (was für ein witz – da ja eh fast alle auf die eine oder andere weise dem BERTELSMANN KONZERN angehören) jetzt was richtig schön handfestestes zum herum-posaunen haben sind 100 mille geradezu geschenkt.
billiger kann man sich doch gar keine KAMPAGNEN (um die piraten als ganzes lächerlich erscheinen zu lassen) zusammenkaufen!
[ medienwirksame "wissenschaftliche" mietmäuler und PR-agenturen kosten wesentlich mehr. ]
Albrecht Knaus Verlag -> Random House -> Bertelsmann AG
das sich außerdem durch den (berechneten) inszenierten skandal via medienrummel die verkäufe vervielfachen werden steht prinzipiell außer frage.
erkennst du den “kausalen” zusammenhang?
es gibt also genau 2 szenarien die sich daraus ergeben
1) entweder ist die tussi wirklich so doof (naiv, eingebildet und/oder auch von sich selbst eingenommen – oder alles zusammen) sich für, einen erstlings-autor, recht stattlichen judaslohn aufs glatteis führen zu lassen . . .
oder
2) . . . sie hat es mit voller absicht getan um dann (mit der aussicht) – nachdem genug schaden angerichtet wurde – zu weitaus lukrativeren angeboten weiter zu marschieren (gut bezahltem job, weitere buchverträge, etc).
so oder so – mit BERTELSMANN legt man sich nicht ins bett!!!!!!!!!!!
und sage jetzt bitte nicht:
“nööööö, kann nicht sein (möglicherweise gefolgt von einem schwall an erklärungsversuchen zugunsten der dame) . . .
(denn)
. . . weil wir alle konnten uns damals auch nicht wirklich vorstellen das der gute alte Gerd S. seine partei (im besonderen) und im zuge dessen im prinzip ganz deutschland verraten würde nur um endlich (ein knappes 3/4 jahr später) seinen hochbezahlten posten bei GAZPROM antreten zu können.
naaaaaaTüüüüürlich, offiziell kann man das nicht so sagen, klar. wer aber an einer hand 2 + 3 zusammenzählen kann . . .
5, lieber knallbonbon. Ansonsten seh ich da keine Probleme.
Eine Endzwanzigerin, der unter anderen Umständen niemand zuhören würde, nutzt die Gunst der Stunde, um mit 208 Seiten Geschwafel 100.000 Euro einzufahren.
Ob Sie vielleicht doch lieber unter Creative Common hätte veröffentlichen sollen? Wie lange glaubst du, Fritz, hat sie über den Deal nachgedacht? – eine Minute ? Zu lang ? LOL.
Wenn es um die Wurst geht, entpuppen sich bei den Pirates&Friends viele der jungen, wilden, Idealisten als gewöhnliche, naive Opportunisten. Siehe auch Ponader.
Man hat bei der Berliner Abgeordneten, die erstmal ihr Büro mit Kumpels/Kumpelinen besetzt hat, deutlich gesehen, wieviel Kölsche Knügel” auch in den Piraten steckt.
Schön sich selbst und die eigenen Forderungen demontieren. Man selbst ist dann als nächstes dran..
Franz, du bist dir der Tragweite dessen, was da passiert ist, vielleicht nicht bewußt.
Frau Schramm wurde nicht für das Buch bezahlt, sondern über Sie die Priaten von einem ihrer Widersacher (vulgo Content Mafia) gekauft.
Sorry. Natürlich Fritz und nicht Franz ;)
“Klick mich” von Julia Schramm als kostenfreier Download http://bit.ly/NBUuzA
Schön und gut, was aus den subjektiven, piratennahen Kreisen zur Rettung von Frau Schramm verfasst wird.
Aber was verborgen bleibt ist die Tatsache, dass das Buch scheiße ist. Wenn es so im Kopf von Frau Schramm aussieht, kann ich nur dringend raten, alles mit Politik sein zu lassen und sich dem Beruf einer Kindergärtnerin oder direkt der Küchenfraktion zuzuwenden.
Ist es das einzige Argument, dass ja nicht abgemahnt sondern nur gelöscht wurde. Warum? Wenn geistiges Eigentum nichts zählt, dann kann es Frau Schramm doch egal sein. Es müsste ihr reichen, dass ihre kranken Thesen unters Volk gespült werden. Ihr ist es aber nicht egal, weil es ausnahmsweise mal um das eigene Konto geht.
Ich habe das Buch als ePub (Freakshare, ul.to, etc.) gratis “erworben” und werde es meinen Diplomanden zur Verfügung stellen. Als abschreckendes Beispiel, wie man nicht strukturiert, wie man Themen nicht aufbereitet.
Mal ehrlich. Die Selbstgefälligkeit der Piraten nervt. Die Wähler sind Opfer. Die armen Hascherl, die sich Medien nicht leisten können und diese gratis saugen wollen… oder eben die, die nicht arbeiten wollen und sich mit einem bedingungslosen Grundeinkomnen alimentieren lassen wollen, um entweder auf der faulen Haut zu liegen oder ihren wirren politischen Spinnereien hinterherlaufen zu können.
Geschenkt gibt es nichts. Von diesem gruseligen Buch mal abgesehen…
Nein, C., “dieses Buch finde ich schlecht” ist keine Rechtfertigung dafür, es via Filesharing runterzuladen. Statt dessen versuchen wir (ja, Julia auch), den Download zu dekriminalisieren und zu regulieren. Hm. Und mit deiner Arroganz gegenüber dem Prekariat (schau dir mal die Zahlen für offene Stelle, Stellensuchende, Aufstocker an) disqualifizierst du dich selber. Wie, Diplomanden? Du bist im Lehrbetrieb? Da seh ich natürlich schwarz für unser Bildungssystem.
In Deinem Text springst Du für den Kapitalismus und Wirtschaftssystem und Leistungsgesellschaft in die Bresche und dann kommst Du damit, dass ich arrogant gegenüber dem Prekariat wäre.
Ich habe bestenfalls ein Problem mit Soziallutschern, dürfen Hintern nicht hochkriegen. Glaubst Du ich würde irgendwas geschenkt kriegen??? Oder andere?
Ich nehme an, dass Du ebenfalls dieses Werk gelesen hast. Es ist für die Tonne und da sehe ich schwarz für die universitäre Ausbildung… u.a. von Frau Schramm. Pseudointellektuelles Gebrabbel auf Elftklässler-Niveau.
Aber schön, dass Du Deine Überheblichkeit so deutlich zur Schau stellst und meine Qualifikation beurteilen kannst.
“Glaubst Du ich würde irgendwas geschenkt kriegen???”
naja, zumindest deine schulbildung dürfte auf jeden fall “umsonst” gewesen sein.
“da sehe ich schwarz für die universitäre Ausbildung”
betrifft dich ja gottseidank nicht. phew!
“Pseudointellektuelles Gebrabbel auf Elftklässler-Niveau.
Aber schön, dass Du Deine Überheblichkeit so deutlich zur Schau stellst und meine Qualifikation beurteilen kannst.”
selbstreflektion?
Schlag mal Hybris im Duden nach.
D-U-D-E-N… nicht werweisswas.de oder die tausendste Halbwissen-Wiki.
Diskutiert Euch mal schön zu Tode, malt Plakate, geht bitte demonstrieren. Dann verseucht ihr nicht meine Optik, wenn ich meinen Prickelbrause in einer entspannten Location zu mir nehme.
Leutz, ich schmeiß mich weg: Die Autorin ungefähr so:
“Cybersex ist total intim. Und deswegen ist ein Staatstrojaner voll doof”.
Ganz großes Kino, dieses Buch!!! Leute, saugt es for free, wenn ihr Euch mal über die Inkompetenz von den Piraten oder vom unvermögen heutiger Geisteswissenschaftler überzeugen wollt.
und der preis für die beste, gekünzelte jugendsprache 2012 geht an ….
Wahrheit tut weh. Schade, dass euch die grundlegenden Fähigkegen zur Textanalyse fehlen.
Hahaha, Good one…
Man, cool, Guy!
Oha. “Muss ich alle Löcher zur Verfügung stellen?” (Seite 69)
Frau Schramm: Ja, das müssen Sie, ist voll normal heute. Wer mit 15 noch keinen Analsex hatte, ist nämlich zurückgeblieben.
Noch besser wäre es allerdings, das sabbernde Loch in Kopfhöhe einfach geschlossen zu halten…
bleib bitte im internet. wär echt angsteinflössend zu wissen, dass leute wie du frei rumlaufen
Zum Glück ist “er” nur ein Bot. Trollbot 0.75 beta, seine Antworten generiert er aus dem gängigen Phrasenarsenal von über 500 für die Datenbank erfassten hauptberuflichen und ehrenamtlichen Blog- und Forentrollen.
hahahaha. good one.
Haha, voll lustig. Respekt, wie souverän du mit dem Medium Internet umgehen kannst. Findest sicher auch Piratenbraut aka Privilegienmischi, die mit Dir Blümchensex hat, damit Du nicht heulend wegrennst.
Ist der Titel ne Anspielung der Autorin? Also statt “Kl” ein “F”… ich mich??
keine angst, selbst Du kriegst warscheinlich noch eine ab. traurig aber wahr.
Du meinst so in Echt, nicht nur bei youpron? Gruselig…
ich fürchte ja. yup, gruselig, da geb ich dir recht.
Die Autorin wollte wirklich “Fick mich” sagen, es meinen und auch das Buch(das den Namen nicht verdient) so betiteln. Nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Schramm
Wer dieses “Buch” erst lesen muß, dem mangelt es an Menschenkenntnis.
Im Vergleich z.B. zu der “68-Bewegung” oder den Grünen in den ersten Jahren verkörpern die Kinderpiraten letztlich ja auch nur eine Facette des Zeitgeistes. Alles so schön bunt hier…und wichtig-sein vom Sofa aus.
Konsequenz war gestern. Trendy Pol-It Girl.Lächerlich.
Wer dieses “Buch” erst lesen muß, dem mangelt es an Menschenkenntnis.
wow, ganz schön “braune” denkweise. hut ab.
Ganz toll: gehen den Piraten oder anderen Wannebes die Argumente aus, wird erstmal ein Nazivergleich zu Rate gezogen.
Ziemlich faschistisch, deine Sichtweise, oder? Ist schon übel, andere Meinungen tolerieren zu müssen…
So viel Doppelmoral habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Vor einiger Zeit war Sven Regner ein Volldepp, der zu doof ist, die tollen neuen Möglichkeiten der Vermarktung im Internet zu nutzen.
Und jetzt waren Frau Schramm diese tollen Möglichkeiten nicht toll genug. Das ist total OK, schließlich ist die Welt da draussen böse und noch nicht bereit für die alternativen Angebote der Piraten. Da muss man schon noch im System bleiben dürfen.
BS!!
Auf den Punkt! danke!
Jepp, das kann man so unterschreiben
Sven Regner macht zu 80% beschissene Musik. Julia Schramm schreibt zu 100% beschissene Bücher. Regner ist besser als diese Piraten-Kind, das weder Lebenserfahrung noch ein qualifiziertes Studium hat.
Hier noch ein guter kommentar zum thema aus ner meta perspektive heraus: http://feynsinn.org/?p=15560
allerdings bin ich bezüglich des fazits etwas optimistischer als flatter, solche sachen wie die causa schramm sind zwangsläufige begleiterscheinungen, da wird in nem monat niemand mehr drüber sprechen
aaah, jetzt hammers. werbung für das eigene geschreibsel machen. verstehe. ;)
entweder ich versteh grad den gag nicht oder du irrst dich schlicht, der verlinkte beitrag ist nicht von mir
Was die Leute so hässig macht, ist diese offensichtliche Mitnahmementalität, die mit gewundenen Argumenten versteckt werden soll. Julia Schramm hat einen Vertrag mit einem der ganz Grossen der von ihr selbst so genannten “Content-Mafia”. Das Buch wird also ganz traditionell vertrieben, sie stützt sich auf die bestehenden Geschäftsmodelle ab, eine Alternative bietet sie nicht an.
Ich bin auf diesen Blog gekommen, weil ich die Debatte um den Sven-Regner-Rant nochmals nachlesen wollte. http://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/
Du schreibst dort: “Ich lebe von meiner Arbeit als Urheber, vor allem als Journalist, mit Artikeln, die zu 100 % frei im Internet zu lesen sind. So leid es mir tut, das schon wieder sagen zu müssen, aber die Industrie-Ära ist vorbei, und mit ihr das Geschäftsmodell der massenproduzierten Kulturdatenträger. Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen. Mach das doch auch, bitte.”
Für Julia Schramm scheint das nicht zu gelten, da bist Du von einer ganz unglaublichen Nachsicht. Warum, weiss ich nicht. Aber diese verkrampften Rechtfertigungsversuche, hier wie auch in den offiziellen Piratenkanälen, werden der Partei noch jahrelang vorgeworfen werden. Zu Recht. Ihr gebt eine ganz unglaublich weiche Vorstellung, keinen Deut besser als irgendwelche Parteipolitiker.
Tippt man “kohlenstoffbasierte Entitäten” bei Google ein, erhält man 194 Ergebnisse. So viel zum modernen Internetsprech.
Besonders “lustig” ist der Satz “Filesharing schadet keinem”. Doch, weil dadurch kein Anreiz mehr gegeben wird, ein Buch / Lied etc. zu kaufen. Normalerweise kauft man ein Produkt und findet dann heraus, ob es einem gefällt und wenn nicht, kauft man halt nichts mehr von dem betreffenden Unternehmen.
Und wer gegen Internetzensur ist, kann gerne ohne Virenscanner surfen. Auch der Virus hat ein Recht auf Leben.
Wer diese Kinderporaten-Troll-Kommentare verteilt, ist sicher Depp Jabbusch…
Piraten sind unwählbar. Nicht mal die etablierten Dinosaurierparteien verheddern sich so in Widersprüchen, Inkonsequenz und vor allem in schlechtem Geschmack.
mannometer. da is mal wieder jemand mit ner menge wut und noch mehr usernamen unterwegs. sehr unterhaltsam.
hallo captain future. der von dir gewaehlte onscreen name ist uebrigens jemand anderes geistiges eigentum. siehst du die ironie? so von wegen umsonst bedienen und so. immer diese heuchler.
Ich erbringe dem Unternehmen, dem die Rechte an CF gehören, keine finanziellen Einbußen o.ä. indem ich z.B. die Folgen verkaufe oder kostenlos anbiete. Ich nenn mich im Netz nur so. Nach deiner Logik dürfte es auch keine inoffiziellen Fanforen geben, da User sich dort oft nach Charakteren der entsprechenden Serie nennen.