Peter Sunde kandidiert für das EU-Parlament

sunde-smallUnd zwar in Finnland, weil er dort herstammt. Und natürlich für die finnische Piratenpartei. Die Wahlen für das nächste EU-Parlament finden vom 22. bis zum 25. Mai 2014 statt. Das sind grossartige Neuigkeiten. Peter ist seit über 10 Jahren ein wichtiger Vorkämpfer für die digitalen Bürgerrechte, und seine Entscheidung, politisch aktiv zu werden, wird unsere Sache weiter voranbringen. Lies mehr …

Urheberrechtsbruch: Verwerflicher als Vergewaltigung und Totschlag

octopi

Auch in Deutschland wird man inzwischen härter bestraft, wenn man Links auf urheberrechtlich geschützte und unlizensiert weiterkopierte Filme postet (zB als Torrent-Seite) als im Fall von affektbeladener Tötung oder von Vergewaltigung. Wie kann das sein? Lies mehr …

Musik, Bücher, und die Zukunft

asymco itunes

Diese Grafik zeigt die Verkaufsentwicklung von Songs (blau), Apps (rot) und eBooks (gelb) auf iTunes, zwischen September 2004 und September 2012. Nun ist iTunes nur ein Ausschnitt des Medienbusiness, aber immerhin ist Apple mit diesem Onlinestore seit 5 Jahren grösster Musikeinzelhändler der USA. Obwohl die Durchschnittspreise stark unterschiedlich sind (Apps ca 23 Cent, Songs 1,10 und eBooks 10 USD) zeigen die drei Linien klar, wo es hingeht: Lies mehr …

Die Kulturflatrate ist immer noch ein Riesenmissverständnis

gerald spindler Der Göttinger Jurist und Ökonom Gerald Spindler (pic) hat von den Grünen den Job bekommen, ein ausführliches Rechtsgutachten zur “Machbarkeit der Kulturflatrate“ herzustellen. Das hat er auch hingekriegt, und beim Lesen der 220 Seiten wird einem ganz flau angesichts des Fleisses, mit dem der Gelehrte Bekanntes zusammengetragen und am Ende aufaddiert hat. So kommt er dann auch zu Monatskulturflatraten von 6,74 € bis 89,89 € pro Monat und Internetanschluss.

Warum das alles Unsinn ist, hab ich schon vor vier Jahren in der Telepolis erklärt, das könnt ihr dort nachlesen.

Für euch nochmal schnell ne Überschlags­rechnung [Update unten], um zu verdeutlichen, worin das Problem auch des oben erwähnten Gutachtens liegt: Lies mehr …

Bill Gates zeigt uns, wie man mit fremden Daten reich wird

bill _ melinda gates

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat ein Vorratsdatenspeicherungs­projekt im US-Bildungssektor finanziert: Eine Datenbank mit Millionen von US-Schülern, Studenten, ihren Klarnamen, Adressen, Sozial­versicherungsnummern, Prüfungsergebnissen, Hobbys, Berufswünschen, psychologischer Bewertung durch die Lehrer/Dozenten – eben alles, was sich so im Lauf einer Bildungskarriere in den Sekretariaten ansammelt. Lies mehr …

Wie man das Musikbusiness rettet: Amanda Palmer

Ja, natürlich. Das Musikbusiness aus dem letzten Jahrtausend wird verschwinden, weil das Prinzip der künstlichen Verknappung und der staatlich geschützten Massenproduktion von Kulturdatenträgern durch die Informationsrevolution obsolet geworden ist. Die bange Frage “Wovon sollen Musiker dann leben?” wird von der sehr erfolgreichen  Musikerin Amanda Palmer schlüssig beantwortet. Von ihrem Beruf. Von ihrer eigentlichen Stärke. Von dem das sie besser können als sonst jemand. hypebot

Neulich in Indien

super-batman

Wie gut, dass in Indien der “geistige Eigentums”-Wahnsinn etwas niedriger aufgehängt ist als hier im “Westen”. Hier würde man in Grund und Boden verklagt für eine “kommerzielle Nutzung” fremder “IP”. Wir müssen dieses Problem noch lösen, aber ich sagte das schon an anderer Stelle. Ich will jedenfalls auch solche Tshirts. Super-Batman, yeah! neatorama

Geistiges Eigentum an Schulaufsätzen

prince georges county

Ich sagte schon: Niemand weiss, was Copyright wirklich ist. Oder was “geistige Eigentumsrechte” eigentlich sein sollen. Die Schulbehörde des Prince George’s County, einem Landkreis in Maryland, der den westlichen Sprawl der US-Bundeshauptstadt Washington, D.C. umfasst, ist auf die glorreiche Idee gekommen, demnächst ein geistiges Eigentum an  den Erzeugnissen ihrer Lehrer und Schüler zu beanspruchen. Für eine mögliche zukünftige finanzielle Verwertung des Geleisteten, ähnlich wie bei Unternehmen und ihren Angestellten. Lies mehr …

Space Night geht weiter, nur anders

Als die Nachricht kam, der BR müsse die Space Night wegen gieriger Gemaforderungen einstellen, kochte die nationale Nerd-o-sphäre auf. Neben Hasstiraden auf das Musikfinanzamt gab es jede Menge guter Vorschläge. Jetzt wissen wir Näheres. Lies mehr …

Morgen kommt Mega

mega screenshot

Morgen spätnachmittag mitteleuropäischer Zeit startet der neue Filetransferservice “Mega” vom notorisch bekannten Kim Dotcom (Kim Schmitz). Die verschlüsselte Dateiübertragung soll Nutzer und Musiker vor übereifrigen Copyright-Söldnern schützen. Der kostenlose Account enthält bereits 50 GB Speicherplatz. Oben ein Screenshot vom Login (click vergrössert), unter dem Link alle weiteren Infos: kim.

Neuestes Opfer der Gema: Space Night

Die Gema hat neue Verträge für Rundfunk und Fernsehen durchgedrückt, das Senden von Gema-vertretener Musik wird also teurer. Unmittelbare Folge: Die Kultsendung “Space Night” auf BR Alpha wird eingestellt. Lies mehr …

Wie Verbraucherrechte zu Marketingtricks werden: Amazon AutoRip

amazon autorip

Wer eine CD bei Amazon (wann gibt es bei euch endlich freie Betriebsräte?) gekauft hat, und zwar seit dem CD-Verkaufsstart im Jahr 1998, bekommt einen CloudPlayer-Account und die MP3-Versionen seiner gekauften CDs umsonst. Das ist aber praktisch, weil ja kaum noch jemand weiss, ob man seine eigenen CDs noch rippen darf oder ob man damit bereits mit einem Bein im Gefängnis steht. Hier sehen wir ein typisches postindustrielles Geschäftsmodell in Aktion: Lies mehr …

Terrorgruppe Urheberrecht und die Facebook-Bilder-Abmahnungen

facebook_recht

Weil ein Facebook-Nutzer die “Teilen”-Funktion benutzt hat und dadurch die stark verkleinerte Version eines Bildes mit auf seiner Seite gepostet hat, fordert eine Berliner Abmahnkanzlei im Namen der angeblichen Urheberin 1800 Euro. Wie geht das? Lies mehr …

Gegenwartsmusik: Strotter Inst.

strotter New York

Weil ich die vor ein paar Jahren von ihm auf einem Konzert gekaufte CD “live act at oblo” beim Aufräumen wiedergefunden habe, weil ich insgesamt 3 seiner grossartigen Industrial/Drone-Performances mit 4 bis 5 Turntables, Kartonscheiben, Gummibändern gesehen habe und innen im CD-Faltcover steht “intellectual property is prison. free the music. copy and reproduce at will,” will ich dem Wunsch des von mir sehr geschätzten Künstlers nachkommen. Lies mehr …

BitTorrent Zeitgeist: Was die Leute wirklich wollen

kath

Von Google bekommen wir zu jedem Jahresende ausführliche Statistiken darüber, wonach die Leute suchen. Das nennen die dann Zeitgeist. Aber welche Medien, vor allem zur Unterhaltung, wollen die Leute haben? Darüber sagt Google uns nichts, aber zum Glück helfen hier Bittorrent-Suchergebnisse weiter. Meistgesuchter Download: Lies mehr …

Wie das Wissen verschwindet

the alphabet fades away

Zum Beispiel dadurch, dass sich BMW den Buchstaben M oder die Telekom den Buchstaben T krallen. Bis das Alphabet durch ist. personalmessage

Copyright zerstört unsere Kultur

Amazon pub domain-thumb

Die Grafik zeigt Verkaufszahlen von Buch-Neuerscheinungen (Neuauflagen) auf Amazon, geordnet nach dem Jahrzehnt ihrer Erscheinung: Weil der urheberrechtliche “Schutz” bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors anhält, gelangen viele Werke erst dann (wieder) in die Öffentlichkeit, wenn sie gemeinfrei (public domain) geworden sind. Wir müssen die ausgeuferten Schutzfristen streichen. atlantic

Erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle: E-Books

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Zu den grössten Missverständnissen auf dem Weg zum geschäftlichen Erfolg in der Informationsära zählen: 1. Die Hacker, die Netzgemeinde oder wahlweise die Piratenpartei seien verantwortlich für das Entwickeln digitaler Geschäftsmodelle (falsch: dafür sind Unternehmen zuständig). 2. Es genügt, zu behaupten, eine digitale Kopie sei dasselbe wie ein physisches, massengefertiges Konsumgut mit Kaufanreiz Informationsgehalt (falsch: jedes Kind kann sehen, dass der Kaiser weder Kleider anhat noch Bücher, CDs oder DVDs in der Hand hält). 3. Der Anbieter kann entgegen aller marktwirtschaftlicher Grundregeln den Preis festsetzen (falsch: der Kunde zahlt, so viel er will).  Lies mehr …

Neuseeland bezahlte 120 Millionen, änderte und brach Gesetze für den Hobbit

hobbit dollars

Der Hobbit soll der nächste Hollywood-Blockbuster werden und den “Herr der Ringe”-Kassenerfolg wiederholen, also drei Milliarden US-Dollar Umsatz machen. Für die Regierung von Neuseeland war es wichtig, die Dreharbeiten im Land zu behalten. Man bezahlte deshalb Subventionen in Höhe von 120 Millionen US-Dollar an Hollywood (Metro-Goldwyn-Mayer), strich Tarifverträge für Produktionsmitarbeitern aus dem Arbeitsrecht und willigte in die illegale Zerstörung von Megaupload und die Verhaftung von Kim Schmitz (Dotcom) und seinen Mitarbeitern ein. Lies mehr …

Das Urheberrecht macht sich selbst überflüssig

dmca fail

Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben, hat Google in den letzten Tagen eine Vielzahl von Zensurwünschen der Copyrightindustrie veröffentlicht. Der am wenigsten schlimme Internetkonzern macht nämlich alle diese Link-Sperr-Wünsche öffentlich, damit wir wenigstens mitverfolgen können, was die Copyright-Industrie so treibt. Was aber ist daran erwähnenswert? Lies mehr …

The Promo Bay

the promo bay

Rechtzeitig zum ersten Dezemberweekend ist die Promo Bay online gegangen, das Indieportal der Pirate Bay. Kostenlos für Nutzer und Künstler, bietet es unbekannten Bands, Spieleprogrammierer und Filmemachern eine Plattform. Im wieder mal extrem Grossen Brittannien haben Internetprovider die Seite bereits gesperrt. Klar. Wenn sie könnten, würden die Medienkonzerne alles verbieten lassen, das ihnen keinen Profit bringt. Nur wird das eben nicht funktionieren. Weil Kreative, Musiker, Filmer, Hacker, eben kreativer sind. promo bay info

Ernie und Bert üben Schlagzeug

Nicht neu, aber lustig. In diesem Zusammenhang fordere ich, dass Mashups als eigene Kunstform anerkannt und urheberrechtich geschützt werden. Lies mehr …

Musikindustrie fordert mehr Zensur

In einem dapd-Gastbeitrag forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musik­industrie, Dieter Gorny (pic), eine stärkere Zensur von Meinungs­äusserungen von Konsumenten und Nutzern durch die Medien. Er versuchte dazu in seinem Beitrag, Journalisten zu verängstigen, sie als Opfer von Twitter und Co hinzustellen und einen Schulter­schluss für “den Wert des geistigen Eigentums” herbeizureden. Lies mehr …

Urheberrechtsreform: So wird’s gemacht

Im konservativen Kanada ist die Urheberrechtsreform “Bill C-11” zu grossen Teilen in Kraft getreten. In Kanada sind demnach jetzt Bildung, Parodie und Satire legale Ausnahmen vom Urheberrechtsschutz. Nichtkommerziell publizierte Inhalte (zB Urlaubsfotos, Hobbyband­aufnahmen) sind von den strengen Regeln des Urheberrechts befreit, auch die Webhoster sind vor rechtlichen Problemen sicher. Lies mehr …

Spieleentwickler gibt Support für Filesharer

Geschäftsmodelle des frühen Informationszeitalters, continued. Der sehr lustig aussehende Top-Down-Shoooter Hotline Miami (kommt in etwa so rüber wie das erste Grand Theft Auto) vom schwedischen Entwickler Dennaton wird derzeit für knappe 10 Schleifen bei GOG und Steam als Download verkauft – und natürlich auch fleissig gefilesharet. Lies mehr …

Pirate Bay wird grün, Warner geht pleite, Grooveshark bezahlt Musiker

Kulturgeschäftsmodelle des frühen 21sten Jahrhunderts: Internet-Musikstreamingplattform Grooveshark, die in Deutschland wegen der Gema nicht mehr sendet, gibt den Künstlern jetzt das Recht zur Moderation ihrer von Nutzern hochgeladenen Musik und setzt auf jede Seite einen Flattr-Buttton, damit die Urheber Geld bekommen. Lies mehr …

Mega! Kim Schmitz will das Internet befreien

Der kurzzeitig inhaftierte Megaupload-Kim hat der Wired ein Interview gegeben, worin er seine Pläne für den neuen Service “Mega” erläutert. Wenig überraschend handelt es sich dabei im Grunde wieder um einen Sharehoster, also eine Filesharing-Maschine. Lies mehr …

Ich habe die Petition gegen die Gema-Vermutung unterzeichnet

Endspurt! Nur noch ein Tag! Ich habe eben die Petition “Urheberrecht – Aufhebung der sogenannten GEMA-Vermutung” als 38.850ster unterzeichnet. Wir brauchen 50.000, und das schaffen wir auch. Dann nämlich muss sich der Bundestag mit der Forderung beschäftigen, dass die eigentlich verfassungswidrige “Gema-Vermutung” abgeschafft werden soll. Bisher kann die Gema nämlich immer behaupten, dass bei öffentlicher Musikwiedergabe bestimmt irgendwie Stücke aus ihrem Programm dabei wären, und die Beweislast liegt beim Beschuldigten (Musikfreund). Anders als sonst in unserem Rechtsstaat, da muss nämlich derjenige Beweise bringen, der einen beschuldigt. Diese Beweislastumkehr muss aufgehoben werden, damit freie Musik auch in unserem Land möglich ist. Also: Bitte zeichnet die Petition mit. Gegen Zensursula hat das letztendlich auch was gebracht.

CETA ist das neue ACTA

In sehr einfachen Worten: Sie versuchen uns ein zweites Mal mit derselben Nummer über den Tisch zu ziehen. Etwas genauer: CETA ist ein geplantes Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada, das derzeit hinter geschlossenen Türen verhandelt wird. Lies mehr …

Musiker werden reich mit Internetradio

Nicht alle. Und nicht in Deutschland. Der US-Internetradiosender Pandora hat Geschäftszahlen veröffentlicht. Mehr als 2000 Künstler/Bands bekommen im nächsten Jahr mehr als 10.000 USD jährlich, 800 mehr als 50.000. Lies mehr …

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