14. Februar 2013
Kategorien: kultur . Tags:movies, youtube . Autor: Fritz . Kommentare: 1 Kommentar

Über die Schuldfrage bei der anhaltenden Dissonanz zwischen der Google-Tochter Youtube und der deutschen Musikverwertungsgesellschaft Gema wird seit einigen Tagen wieder eifrig spekuliert. Selbst “Qualitätsjournalisten” fantasieren fiebernd von Werbeumsätzen in Milliardenhöhe, die ja eigentlich armen notleidenden Musikern zustünden (dass dieselben hungern, weil sie nur Brosamen vom Tisch der Konzerne abbekommen, interessiert hier niemanden). Wir sollten uns daher kurz zurücklehnen und einen Blick auf die Fakten werfen. Lies mehr …
Weil unser aller Freund Sven Regener sich neulich so bitterlich darüber beklagt hat, dass er von YouTube nicht bezahlt wird, musst ich doch noch einmal nachsehen. Und, Hoppla! Da ist doch tatsächlich dieser Artikel in der New York Times vom 19. Oktober 2006, in welchem erzählt wird, dass Google über 50 Millionen in Firmenanteilen an die vier grossen Musikkonzerne dafür bezahlte, dass es keinen Copyrightstress gibt. Die vier Majors sind also Mitinhaber von Youtube. Ich will jetzt nicht persönlich werden, aber… Sven? Lies mehr …
Zunächst mal, Sven, sag ich du zu dir, weil wir aus der selben Szene sind, und ich ein halbes Jahr älter bin als du. Wir haben auch eine teilparallele Entwicklung, ich bin in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern mit meiner Band auf Tour gewesen, habs aber dann gelassen, weil die Welt so ungleich viel grösser ist als dieses ausgetrocknete Biotop Rockmusik. War in der Gema, bin wieder ausgetreten. Ich hab mich danach mit Computerspielen beschäftigt, mit Internet und Gadgets, einfach weil da was passierte, und in der Rockmusik nicht. Die ist heute noch genauso wie vor dreissig Jahren, nur die Aufnahmequalität ist besser, weil die digitale Revolution auch hier die Maschinen billiger gemacht hat. Aber Mensch, weisst du noch? Wie wir beide uns die Platten von unseren Kumpels ausgeliehen haben, weil wir selber nicht genug Geld für alle geilen Scheiben hatten? Und wie wir die ganz schrägen Sachen nachts aus dem Radio aufgenommen haben? Genau so, wie das die Teens, Tweens und Millennials heute mit dem Internet machen. Lies mehr …
Was passiert da grade auf YouTube, dem wichtigsten globalen TV-Sender unserer Tage? An guten Tagen kann ich mich zu einem müden Lächeln durchringen, wenn ich den Vorwurf “ihr wollt doch nur alles umsonst” höre. An normalen Tagen ist mir der Pauschalvorwurf nicht nur gegen aktiven Piraten, sondern gegen alle Bürger und Konsumenten einfach egal. Wegen seiner epischen Haltlosigkeit. Lies mehr …
So. Wir hatten ja schon gehört, dass Universal Music ein Werbe-Video (siehe unten) des Filehosters Megaupload von der Videoplattform YouTube gekickt hatte. Mit der Begründung, dass hier ein Copyright verletzt worden wäre. Lies mehr …
Musiker gegen die selbsternannte Musikindustrie: Der freundliche Filehoster Megaupload hat sich von megabekannten Popgrössen wie P. Diddy, Will.i.am, Alicia Keys, Kanye West, Snoop Dogg, Chris Brown, The Game und Mary J. Blige ein Werbevideo einsingen und von Printz Board produzieren lassen. Lies mehr …
Wann immer ich im Web ein Video mit Musikanteil sehen will, ist die Chance gross, dass statt der interessanten kulturellen Entdeckung nur dieser Text gezeigt wird: Die Gema blockiert weiter, dass Musiker bekannt werden, indem sie ihre Arbeit auf dem weltweit wichtigsten TV-Sender, YouTube, vorstellen. Lies mehr …
Naja. Man kann ja nicht gut zugeben, dass seinen Laden besser zumachen würde, weil man zum alten, unbrauchbaren Eisen gehört. Aber trotzdem list sich haarsträubend, was die blonde Gema-Pressesprecherin Bettina Müller dazu von sich gibt. Sie findet, die Auseinandersetzung zwischen Videoplattform Youtube und der Musik-Verwertungsgesellschaft, in der von Lizenzgebühren von bis zu 12 Cent pro abgerufenem Video und Herausgabe aller Nutzerdaten an die Gema die Rede war, habe ein “emotionales Medienecho” erfahren, welches letztendlich “nicht mehr als heiße Luft” sei. Coole Idee, die Presse mal eben pauschal zu beleidigen. Lies mehr …
Wegen Youtube. Die Webseiten der Gema waren übers Wochenende nicht erreichbar, Anonymous hat ein Bekenner-Video auf Youtube hochgestellt und weitere Schritte angekündigt, wenn die Gema nicht aufhört, Musikvideos auf Youtube zu blockieren. Anonymous will diese Behinderung des freien Informationsflusses nicht mehr hinnehmen. Wenn ich die Gema wäre, würde ich anfangen, nachzudenken – so ein Emailserver mit brisanten Absprachen und formaljuristisch problematischen Verhandlungen drin ist schlisslich schnell gehackt und veröffentlicht. taz
Im Streit zwischen Youtube und der Gema mischen sich überraschend die Deutschland-Chefs von Sony und Universal ein. Und zwar, noch überraschender, für Youtube und gegen die Gema: “Deutschland ist im digitalen Musikmarkt ein Entwicklungsland”, und: “Ein Teil des GEMA-Aufsichtrates sei noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen”. Ja, richtig. heise
Gefundene Amateur-Musikvideos, kunstvoll zusammen geschnitten vom israelischen Internet-DJ Kutiman. Eigentlich ist es mir etwas zu seicht, aber darum geht es hier ja nicht. kutiman/youtube
Keine Toten. Aber nur knapp. (via reddit)
Die Schweizer Admir Jahic und Comenius Roethlisberger haben in 604 gezeichneten Bildern das legendäre Star Wars Kid Video (siehe unten) nachgestellt und wiederverfilmt. Zwischen den Bildern des dicken Jungen, auf der subliminalen Meta-Ebene, läuft übrigens die Todesszene der klassischen Medien mit den letzten Worten: Lies mehr …
Am Mittwoch dieser Woche ging der jahrelange Prozess zwischen dem US-Medienkonzern Viacom und der Google-Tochter YouTube zu Ende. Zumindest für diese Runde, da Viacom Berufung angekündigt hat. U.S. Bezirksrichter Louis Stanton, Manhattan, entschied, dass Google bzw YouTube nicht für “illegal” hochgeladene Videos verantwortlich sind. Lies mehr …
Rembrandt, Da Vinci oder Van Gogh hatten eben nichts anderes als grobe Tücher, Pflanzenöl und Farben aus Erde und Mineralen, um damit grosse Kunst herzustellen. Youtube hat jetzt ein Online-Videoschnitt-Werkzeug dabei (unten das Video). Lies mehr …
von Stephan Pastis (via dailywhat) (pic: click > big)
Ich nehme an, ihr habt schon gehört, dass die Langweiler von Constantin Film von Youtube verlangt haben, alle “Hitler-Parodien”, also Videoschnipsel aus dem deutschen Film “Der Untergang”, nur mit anderen (englischen) Untertiteln, zu entfernen. Hier ist die Antwort. Von Brad Templeton, der für die EFF tätig ist. Und er hat völlig recht. (via laughingsquid)
Die US-Sängerin Beyonce Knowles lässt ihre CDs von Sony Music vertreiben, also hat Sony das Vertriebsrecht. Ok. Beyonce hat natürlich auch einen Youtube-Channel, wo Fans ihre Musikvideos ansehen können. Klar. Jetzt hat Sony die Videos im Beyonce-Knowles-Youtube-Channel Lies mehr …
YouTube sagt: Musicians Wanted. Indiebands können sich mit ihrem Video bewerben, nicht alle werden genommen. Wer ins Programm aufgenommen wird, bekommen sie eine eigene Youtube-Seite mit Platz für Tourdaten und Links auf den eigenen CD- und Merchandising-Webshop. Das ist nicht alles. Lies mehr …
Im seit drei Jahren laufenden Gerichtsverfahren des Medienkonzerns Viacom gegen Google (als Besitzer von Youtube) wird das ganze heutige Ausmass der Copyrightzerstörung sichtbar. Viacom hat eben weitere 187 Videos aus der Anklageschrift gestrichen. Weil auch hier der Verdacht nicht auszuräumen war, dass die betreffenden Clips von Viacom-Mitarbeitern bei Youtube eingestellt wurden, und zwar gezielt und zu Marketing-Zwecken. Lies mehr …
Die Regierung Berlusconi hat einen Gesetzesvorschlag lanciert, wonach man eine Lizenz erwerben müsse, um Videos auf YouTube posten zu können. So dass jeder Bürger wie ein TV-Sender behandelt wird. Und die Meinungsfreiheit wieder ein Stück zurückgedrängt wird. Schicke Idee. Ich bin nicht sicher, wie lange das in Italien noch ohne Gewalt abgehen wird. ( thestandard)
Von Nebojsa Cvetkovic. (via superpunch)
Oder deins. Für alle eben. Probierts aus. Von kokokaka3000, via (likecool)
Das US-Duo Pomplamoose hat alleine im September 09 etwa 20.000 Songs via iTunes verkauft. Ohne Label, was bedeutet, dass etwa dreiviertel des Umsatzes an die Band gehen. Lies mehr …
Youtube-Videos werden inzwischen eine Milliarde mal pro Tag angesehen. Nach gerade mal 4einhalb Jahren Betriebszeit der Plattform. Zum Vergleich: Heise hat 158 Millionen Seitenaufrufe, Lies mehr …
Die holländische Musikrechte-Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra will zukünftig 21 Euro 60 dafür kassieren, wenn Blogger (oder wer auch immer) einfach so YouTube-Videos mit Musik (die bei der Buma/Stemra gelistet ist) drin veröffentlichen. Alternativ kann man auch ein Jahresabo abschliessen. Das hab ich auf der Website der Lies mehr …