Pause an der westafrikanischen Rohstoffzone

Ronan Le Fur (DoFresh) aus Rennes, France, arbeitet als Illustrator für Videogames und andere moderne Medien. Das Bild hier ist aus einer Welt der nahen Zukunft, in der alle industriellen Ressourcen verbraucht sind, ausser an wenigen Stellen wie der westafrikanischen Küste. Wo sich die Bewohner mit umgebauten Booten und Flugzeugen gegen den Rohstoffdiebstahl wehren. Im Moment haben sie Pause.
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Das Internet ist gerettet – vorerst

Die Bedrohung für ein freies Internet durch den wirklich entsetzlichen Urheber­rechts­entwurf der Europäischen Union ist vorerst weg. Hier hat Demokratie einmal funk­tioniert: Die 27 EU-Mitgliedsländer konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen, also stimmten 11 Länder (Deutschland, Belgien, die Niederlande, Finnland, Slowenien, Italie, Polen, Schweden, Kroatien, Luxembourg und Portugal) gegen den Kompromissvorschlag des aktuellen Ratsvorsitzenden Rumänien. Weiterlesen

Was genau ist jetzt das Beste im Mann?

In sehr kurzen Worten: Das mit dem nicht scheisse sein. Mehr Worte: Rasiererfirma Gilette hat den uralten Werbespruch mal in einen Kurzfilm gepackt und vor drei Tagen veröffentlicht. Elf Millionen Views and counting. Und natürlich die ganze Hass­lawine, die immer dann losdonnert, wenn jemand es wagt, toxische Männlichkeit auch nur anzusprechen. Nur dass diesmal keine einzelne Frau sowas gesagt hat, die man vielleicht mit sehr vielen Vergewaltigungs- und Morddrohungen ein­schüch­tern kann, sondern ein multinationaler Konzern, dem sowas elegant an seinem shiny metal ass vorbeizischt. Ja, richtig, ihr rasierenden Marketinggewinner der Wocher, Männer haben die Pflicht, andere Männer für ihr Verhalten in die Verantwortung zu nehmen. See something, say something. Und wisst ihr, Geschlechtsgenossen, eigentlich wäre das ganze beschissene Thema der sexuellen Gewalt (Belästigung, Vergewaltigung, Unterdrückung) völlig leicht aus der Welt zu schaffen: Einfach nicht machen. Einfach nicht scheisse sein, und wenn man als Mann noch so unsicher ist. Dafür müssen wir uns keine original Gilette Razor kaufen. Aber wir müssen das mit dem männlichen Scheissesein mal in den Griff kriegen. Ehrlich. Dann läuft auch alles andere besser.

Die Wahrheit über den Kapitalismus, aus italienischer Sicht

Politische Street-Art aus Rom: Blu ist seit 15 Jahren damit beschäftigt, Häuserwände mit den korrekten Farben zu versehen. Aktuell zeigt er uns mit „Capita“, wie ein bunter Wasserrutschenpark genau einen Weg zum Pool des Luxus hat, für die Elite des Landes, dazu eine für die Dienerschaft und Polizei und schliesslich mehrere in grau verlaufende Röhren, die Mitglieder der arbeitenden Klasse in eine grünlich schimmernde Abfallgrube werfen. Wir pittoresk, wie wahr. pic/klick/grösser

Wie unsere Gene unser Leben bestimmen (garicht)

Die allgemeine Vorstellung, gegründet auf zurückliegenden Forschungsergebnissen und Theorien, ist, dass unser Ergbut, die Gene, Chromosomen, DNS, unser Leben und das unserer Nachfahren bestimmen. Ob man erfolgreich, schön, glücklich wird. Wir sollten allerdings nicht übersehen, dass der heutige Forschungsstand ein völlig anderer ist: Nämlich dass alle Organismen im Laufe ihres Lebens die eigene DNS umprogrammieren, und dass die anlässlich der Fortpflanzung weitergegebenen Informationen tatsächliche einen maximal winzigen Einfluss auf die nächste Generation haben. Detailliert hier: It’s the End of the Gene As We Know It pic Steffen Dietzel cc by sa

Amazon Direktkaufbutton Dash: Illegal

Die Verbraucherzentrale NRW hat gerichtlich durchgesetzt, dass der Amazon Dash Button hierzulande nicht verkauft werden darf. Der ach so praktische Nachfüllknopf sollte nach den Vorstellungen von Amazon, dem derzeit weltweit ausdrucksstärksten Kapitalismusdarsteller, an Waschmaschinen und andere Orte des wiederholten Konsums geklebt werden. Mit einem einzigen Druck sollen Konsumenten dann Waschpulver (oder andere Verbrauchsmaterialien) nachbestellen können, wobei sich Amazon nicht auf einen Preis, Liefertermin, nichtmal die Marke festlegen lassen will. Was natürlich nicht in die Tüte kommt. Gut, dass es (noch) keine internationalen Schiedsgerichte gibt, wie sie unsere Konzerne gerne per TTIP, JEFTA, CETA usw installieren wollen, dann wäre ein solches oberlandesgerichtliches Urteil anfechtbar. pic amazon

5 Millionen mal gelesen

Das kleine Blog hier. 11k2. Seit August ’08. Wobei die 5 Millionen page impressions (Seitenaufrufe) bei 715.810 Besuchen (unique visits) erzeugt wurden. Also 6,99 angeklickte Beiträge pro Besuch. Ganz schön viel, wenn der Durchschnitt im Online-Publishing eher zwischen 2 und 3 liegt. Das würde bedeuten, dass die durch­schnitt­liche 11k2-Leserin eine Menge Beiträge ansieht. Oder die Bots machen seltsame Dinge. Man rechnet ja grade damit, dass rund die Hälfte von allem, was im Internet passiert, von Bots verursacht wird. Egal, sollen die meinetwegen auch Spass haben. Für mich ist dieses Blog aber eigentlich ein jahrelanger Kommunikationsvorgang, ein Gespräch über Themen, die mich interessieren, mit allen Leuten (und Bots), die daran teilnehmen möchten. Mal sehn, welche Themen in der nächsten Zeit so auf uns zukommen. Was meint ihr so?