USA ist nicht länger der globale Internethub

Die New York Times hatte am Freitag einen (für Amerikaner) alarmierenden Artikel: „Internet Traffic Begins to Bypass the U.S.“ Schlimme Sache, liefen noch vor zehn Jahren 70 Prozent des weltweiten Datenverkehrs über die USA, sind es heute nur noch 25 Prozent. Es gibt zwei Gründe dafür: Ausbau der regionalen Netze, und die Sorge nichtamerikanischer Internetnutzer, ihre Daten wären bei US-Geheimdiensten nicht gut aufgehoben. Was sie ja auch nicht sind: Wie man weiss, zögern die US-Behörden nicht, sensible Wirtschaftsinformationen an einheimische Firmen weiterzugeben. Also werden in allen Kontinenten regionale Netzwerke verstärkt. Am deutlichsten ist der Rückgang bei afrikanischen Internettraffic via USA: Hier fiel durch die Verbesserung der Infrastruktur und durch stärkere Anbindung an das neutraler wirkende Europa der Anteil des von den USA verwalteten Traffic von über 70% in den Neunzigern auf unter 10 % heute. Eine ähnliche Entwicklung, wenn auch nicht so stark ausgeprägt, findet sich in Südamerika und Asien, während Europa traditionell über eigene Infrastruktur verfügt, hier sank der in den USA abgewickelte Trafficanteil nur von 30 auf 20 Prozent.

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