Canadas neues Anti-Piracy Gesetz: Erster Urteilsspruch

081116sweeney-toddRichard Craig Lissaman aus Calgary, Canada ist der erste Verbrecher Kinobesucher, der unter der neuen Canadischen Gesetzgebung bezüglich des Mitfilmens im Kinosaal (1 Juni 2007 in Kraft getreten) verurteilt wurde. Letzten Dezember filmte er „Sweeney Todd“ mit, indem er das rote Lämpchen abklebte und den Camcorder in einer Socke versteckte. Er flog trotzdem auf, die Saalbeleuchtung ging an, der Film stoppte und die Polizei von Calgary verhaftete ihn. Richard hat jetzt auf schuldig plädiert. Er muss $ 1.495 zahlen, hat ein Jahr auf Bewährung und ebensolange Kinoverbot. Außerdem darf er Videoaufnahmegeräte (selbst im Handy) weder kaufen noch besitzen, geschweige denn, außerhalb seiner Wohnung, bei sich tragen. Die Canadian Motion Picture Distributors Association (CMPDA) ist etwas enttäuscht, denn die hätte ihn lieber im Knast gesehen. Unter den alten Gesetzen musste dieser Sauhaufen noch beweisen, dass der Film tatsächlich vervielfältigt und verteilt wird, jetzt reicht schon die reine Unterstellung. Richard hatte also sogar Glück, denn er wurde nur, wegen „unerlaubtem mitfilmen“ angeklagt.

7 Kommentare

  1. „… hat ein Jahr auf Bewährung…“

    „… denn die hätte ihn lieber im Knast gesehen…“

    WTF? Logik? ;)

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  2. Wiso denn?

    1 Jahr Bewährung = „Zeitdauer der AUSSETZUNG einer Freiheitsstrafe“
    (sprich effektiv 1Jahr in Freiheit, wenn auch mit gewissen Auflagen)

    1 Jahr Knast = 1 Jahr tatsächlicher Freiheitsenzug
    (sprich: eches Absitzen in der Zelle)

    ergo:
    Logik!

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  3. war sowieso ein scheiß film! das risiko einzugehen war also von anfang an komplett für umsonst!

    ich warte aber immer noch auf den tag das mal einer vollkommen durchdreht – zu den gierhälsen aufmaschiert, seine M16 samt selbst gebastelten zeitzündergranaten auspackt und denen mal erklärt warum es eigentlich ziemlich scheiße ist wegen ein paar songs oder ein paar filmchen das leben von personen oder gar ganzen familien zu ruinieren!

    nun ist dieses urteil aus kanada ja nicht besonders schlimm – aber wir wissen es gibt auch ganz anders. zB. in den USA!

    würde ich mich nun in einer solchen situation befinden, in der ich mich ein paar getauschter/kopierter songs oder filmchen wegen mit hunderttausenden oder millionen dollar schulden den rest meines lebens rumschlagen müsste (gar vllt. noch eine jahrelange haftstrafe zu erwarten hätte) würde ich diese hemmungen ganz schnell verlieren und zur letzten tat meines lebens schreiten (weils eh egal wäre)!:

    nämlich der physischen vernichtung so vieler dieser nimmersatten und skrupellosen gierhälse wie nur irgend möglich.

    in den USA wäre es zudem, bei dem vorhanden waffen und sprengstoff-angebot, nicht einmal besonders schwierig solches umzusetzen!

    eines tages wird es dieses massaker geben. es wird sogar mehrere dieser massaker geben – und mir wäre es ehrlich gesagt vollkommen egal ob dabei 10 oder 1000 RIAA (oder sonstwelche orgs) manager/mitarbeiter/ anwälte dahinraffen würde.

    nicht weil ich besonders blutrünstig wäre, nein – sondern, ich meine es so – allles muss einer tat entsprechend „angemessen“ verfolgt und bestraft werden.

    nun denn, wenn schon ein paar kopierte liedchen oder filmchen dafür ausreichen sollten um zB. ganze familien zu ruinieren und in ein unendliches leid und elend zu stürzten (zB. durch jahrelange und hohe haftstrafen der mütter/väter – hundertausende und millionen dollar strafen und entschädigungszahlungen, etc) – dann reicht dieses gierige verhalten, welches diese (in äquivalenz zur begangen tat des kopierens) unangemessen vorangetriebene „verelendisierung“ allemal dazu aus um es mit einem „angemessenem“ blutbad zu vergelten!

    denn die betroffenen haben ja eh nichts mehr zu verlieren außer dem leben selbst welches aber mehr oder weniger sowieso schon zu ende ist da diese hohen schulden i.d.R. nicht einmal die kindes kinder werden abtragen können.

    mein motto ist im allgemeinen – „leben und leben lassen“ –

    ist das aber nicht mehr möglich weil ein paar relativ wenige den hals nicht mehr voll genug bekommen können – dann plädiere ich für die variante:

    auge um auge – zahn um zahn!

    ihr nehmt mir mein leben (und evtl. das meiner familie (wenn vorhanden) – ich nehme mir dafür das eure!

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  4. Also ich kann da nicht das Problem sehen. Ich bin schon der Meinung dass die Filmfirmen ein Recht darauf haben, dass ihnen ihre Filme nicht kopiert werden. Und die unerlaubte Kopie, von der Fritz fordert dass sie nachzuweisen sei, ist doch schon im Kinosaal entstanden. Natürlich finde ich es sehr komisch, dass er jetzt ein Jahr lang sehr vorsichtig sein muss, welche Art Elektrogerät er sich kauft. Auch über die Höhe der Geldstrafe kann man diskutieren. Aber DASS er bestraft wird ist doch wohl OK.
    @knallbonbon: Auf diesen Artikel kann sich dein Kommentar nicht beziehen. Im Artikel wird niemandem „sein Leben genommen“. Des Weiteren solltest du mal darüber nachdenken, welche Art Sprache im Netz höflich ist. Ja, man kann im Netz alles schreiben, was man will. Hier geht niemand noch mal drüber bevor ein Text veröffentlicht wird. Gerade deswegen sollte man vor dem absenden seinen Text noch mal lesen und überdenken. Und dein Text ist ersten dämlich, da er nicht zum Thema passt, und zweitens total überzogen, da er zu Mord aufruft. Drittens ist das Palaver schwer zu lesen, da deine Shift-Taste kaputt ist.
    Dass die Music and Film Industry of America häufig völligen Mist baut weiß ich auch, aber gerade hier ist mit einem gewissen Augenmaß an die Sache ran gegangen worden.

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  5. dann lese dir meinen kommentar nochmals durch – vllt. wirds dann leichter mit dem verstehen! ich habe ja kanada ausdrücklich ausgenommen und habe mich auf die sich zT. ganze existenzen ruinierenden auswirkenden verfolgter „raub-mord-kopierer“ bezogen.

    ich rufe nicht zu mord auf. ich wundere mich nur dass das bisher noch nicht geschehen ist. denn es gab schon einige urteile die in höhe mehrerer hundertausend dollar gingen die von den betroffenen nie im leben (nicht mal von deren kindes kinder) werden bezahlt werden können (außer sie sollten evtl. mal im lotto gewinnen)

    und noch einmal:

    [zitat] würde ich mich nun in einer solchen situation befinden, in der ich mich ein paar getauschter/kopierter songs oder filmchen wegen mit hunderttausenden oder millionen dollar schulden den rest meines lebens rumschlagen müsste (gar vllt. noch eine jahrelange haftstrafe zu erwarten hätte) …..
    [zitat ende]

    würde ich also je in eine solch lage kommen das mein restliches leben dadurch ruiniert sein sollte (wegen ein paar kopierter songs und filme) – dann würde ich so viele von denen mitnehmen wie es nur irgend ginge (genauso absolut skrupel- und mitleidslos wie sie selber sind wenn sie die leben anderer zerstören nur wegen ein paar kopierter songs und/oder filmen).

    desweiteren sprach ich auch von „tat angemessener strafen“ – und nicht davon das die firmen keinerlei rechte hätten ihre rechte wahrzunehmen. aber mehrere hunderttausende und/oder millionen dollars strafe und schadenersatz und/oder mehrjährige haftstrafen (wie sie auch schon des öfteren verhängt wurden – zB. bei zahlungsunfähigkeit) sind „einer tat des illegalen kopierens“ nicht angemessen! egal wie man es dreht und wendet.

    übrigens:

    was im virtuellen leben höfflich ist und was nicht, ist mir relativ egal – genauso wie im realen leben. ich rede/schreibe was ich mir denke und wie ich es mir denke. KLARTEXT – EHRLICH – und wenn es in dem moment denn sein soll – HART und sogar ULTRA-HART!

    weniger höfflichkeit – dafür umso mehr ungeschliffener und ehrlicher klartext (und sollte er noch so hart sein) wäre bei weitem besser in dieser, ohnehin schon von leeren höfflichkeits-floskeln, aufblasbaren worthülsen und mit sprach-konsensen (und political correctness) überfrachteten, sich selbst belügenden kuschel-gesellschaft, in welcher „form und verkleidung“ (den stilmitteln der akustischen und schriftlichen augenwischerei) dem inhalt und farbton (stimmlage) vorgezogen wird.

    benenne ein „arschloch“ als „arschloch“ – wenn es sich denn um ein solches handelt – und sage dem „arschloch“ ehrlich ins gesicht das es immer noch ein „arschloch“ ist, auch (und gerade dann) wenn es sich als ein „HINTERN“ maskiert hat!

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  6. „auge um auge – zahn um zahn!“ – Sehr intelligent. Auf diese Denkweise gründen sich ja auch nur haufenweise Kriege, Morde und andere Verbrechen.

    Dass es dir vollkommen egal ist, ob man höflich ist und aus Respekt seine Beiträge in einem ordentlichen Deutsch unter Beachtung der Rechtschreibung sowie Interpunktion schreibt merkt man.

    „KLARTEXT“, „EHRLICH“, „HART“ oder gar „ULTRA-HART!“ ? Du schreibst von Worthülsen, Floskeln und political correctness und im selben Augenblick kommen von dir selbst nur hohle Phrasen. Du forderst Gewalt, gar „Massaker“ gegen Menschen, die ihre rechtlichen Interessen durchsetzen wollen (wenn auch mit den falschen Mitteln)?

    Ich denke, wir sind uns alle einig, dass das Abfilmen und Online zur Verfügung stellen von Kinofilmen eine Straftat darstellt. Wenngleich es unterschiedliche Ansichten zur Bestrafung gibt. Warum forderst du nun die Bestrafung derer, welche defacto „beraubt“ wurden? „Straffreiheit für Straftäter und Strafe für die Opfer!“ Klasse Einstellung…

    Aber da du ja die Ehrlichkeit so liebst: Ich erwarte nicht viel mehr, von jemandem, der weder seine Texte in einer anständigen Form schreibt noch irgendeine nachvollziehbare Begründung für seine Ansichten liefern kann – Vor allem nicht, wenn dieser regelmässig zu Zeiten seine Beiträge schreibt, wenn die arbeitende Bevölkerung schäft…

    Disclaimer:
    Ich heisse die ausufernden Versuche der Rechteverwerter weder Gut noch unterstütze ich deren Forderung nach drakonischen Strafen für Delikte, welche schlichtweg minderschwer sind. Nur solche holhe Phrasen, wie Sie der User „Knallbonbon“ von sich gibt, sind auf dem Niveau welches er selbst anprangert – Genauer gesagt weit darunter…

    -fozzie

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  7. 1.:
    @ knallbonbon+ fozzie, tauscht doch der einfachheithalber eureee-mail adressen aus!
    2.:
    mal sehn wann wir soweit sind das es einen gehirncsann nach absolviertem kinobesuch gibt, um urheberecht/copyright durchzusetzen, schliesslich kopier ich ja beim betrachten eines film´s selbigen auf meine boilogische festplatte,
    und gib diese imatrielle kopie auch gerne, wenn auch nur verbal an freunde weiter.
    wahrscheinlich komm ich dann ins gefängniss wenn beim scann mehr als 30% der „schützenswerten“daten diagnostiziert werden.
    euer militanter kinoverweigerer moussa

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