Das Wetter muss deutsch bleiben!

081204christian_posseltAnlässlich der Debatten um den komplett verblödeten CDU-Vorschlag, die Sprache „deutsch“ im Grundgesetz festzuschreiben, liefert die Linkspartei bzw. deren Pressesprecher Christian Posselt einen exzellenten, spass-guerilla-orientierten Gegenvorschlag.

Man fordert linkerseits, den Artikel 22 (4) des Grundgesetzes um folgenden Satz zu bereichern: „Das Wetter in der Bundesrepublik ist deutsch, wo es auch her kommt.“ Jawohl! (via)

6 Kommentare

  1. Warum genau ist es Blödsinn, Deutsch als Landessprache in die Verfassung aufzunehmen?

    Klar, es gibt 1000% wichtigere Themen, aber an sich ist der Vorschlag nicht negativ, oder?

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  2. Es würde Sinn machen, wenn das Staatsgebiet Deutschlands von mehreren Volksstämmen bewohnt würde, die ihrerseits alle verschiedene Sprachen sprechen. Dann macht eine Amtssprache Sinn, da dies aber bei uns nicht der Fall ist, kann man den Vorschlag geschmeidig in die Tonne kloppen.

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  3. dann muß aber in die bayrische verfassung auch aufgenommen werden das bayrisch die landessprache ist und man nach 2 mass noch autofahren kann

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  4. Wieso ist der Vorschlag „verblödet“? Ich mag die CDU zwar nicht aber ich finde hier ist die Reaktion der Linken viel „blöder“.

    Aber als Franzose muss ich das vielleicht gar nicht verstehen. ^^

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  5. Warum der CDU-Vorschlag verblödet ist? Weil die Einführung von Nationalstaaten grundsätzlich mal ne Scheissidee war. Und man muss das heute nicht unbedingt fortsetzen. Die politische Herausforderung der Gegenwart ist nicht nationalistische Isolation, sondern das Fördern von Gemeinschaft und das Abbauen von Chauvinismus. Und ja, ich glaube, ich Frankreich ist das mindestens so schlimm wie hier in Deutschland.

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  6. Was war denn vor den Nationalstaaten? Fürstentümer mit absoluten Herrschern, Stammescliquen mit einem Häuptling oder Vielvölkerstaaten mit enormen inneren Spannungen. Was ist also am breit (aber eben nicht zu breit) angelegten Begriff der Nation das Problem? Wie auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht, Rasse oder Religion zu elitärem Denken führen kann, so ist dies auch bei Nationen der Fall. Allerdings stiftet der Nationalstaat auch im positiven Sinne Identität und erlaubt eine Solidarität unter den Bürgern. Globales Denken funktioniert meiner Meinung nach nur dann, wenn man im näheren Umfeld gesunde Gesellschaftsverhältnisse vorfindet. Ein weiterer Vorteil besteht in der kollektiven Erinnerung an die Geschichte des Staates mit all den schlimmen und vorbildhaften Geschehnissen. Man kann sich eben leichter mit lokalen Gegebenheiten identifizieren als mit vagen und abstrakten Begriffen wie Europa. Alle Bürger der EU stellen nur einen Teil Europas dar, insofern ist jeder heute propagierte Europa-Begriff schwammig und nur begrenzt identitätsstiftend. Dass nationalstaatlicher Chauvinismus existiert, will ich nicht bestreiten. Aber er überwiegt die Vorteile der Nation nicht. Warum die deutsche Sprache nicht in der Verfassung stehen soll, das ist mir schleierhaft. Ob die CDU damit jedoch lediglich einen populistischen Vorwahlkampfsvorschlag lanciert hat, der eben doch nur auf chauvinistische Gefühle abzielt, steht auf einem anderen Blatt.

    SomeVapourTrails

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