Software ist nicht umsonst

081211millajovovichAustin, Texas (muss in etwa so verschlafen sein wie Augsburg, Bayern, aber ich kenne persönlich nur letzteres) wurde dieser Tage von einem schweren OpenSource-Zwischenfall erschüttert, als eine Lehrerin an einer örtlichen Mittelschule einen der Schüler dabei erwischte, wie er Mitschülern auf seinem Laptop eine Software namens „Linux“ zeigte und anfing, CDs davon gratis zu verteilen.

Die verantwortungsvolle Lehrkraft wies den jungen Mann sofort zurecht: „Software ist nicht umsonst, und eine Verbreitung dieses Konzepts ist von Schaden“, und dass sie notfalls die Polizei rufen müsse. In dieser Welt liefe nun einmal Windows auf praktisch jedem Computer, und eine Kasperlaufführung eines Betriebssystems helfe den Kindern auf keinen Fall.

Mit „Kasperlaufführung“ meinte sie wohl das Zeigen von Linux und Schildern seiner Vorzüge, die Lokalzeitung schaltete sich ein, der Beschuldigte verteidigte sein Tun auf dem Blog des öffentlichen Helios-Projekts (das die Aufgabe hat, Linux an die Schulen zu bringen) und ich hab die Story letztendlich auf BoingBoing gelesen. Ich denke aber, die Lehrerin hat das nicht böse gemeint. Ich glaube, sie hat einfach keinen blassen Schimmer von der Wirklichkeit der digitalen Gegenwart. Und das ist ja auch nicht besonders gut.

Das Bild oben hat nur indirekt was mit der Geschichte zu tun, es soll Milla Jovovich darstellen, stammt von Rick Calzadilla, und der lebt in – hier schliesst sich der Kreis – Austin, Texas.

9 Kommentare

  1. ich würde mir, wenn ich du wäre, denn scheißdreck dieser geistig stehengeblieben toiletten-reinigungs-aushilfskraft nochmals durchlesen. und dieses mal etwas genauer. die hat es alles andere als nicht böse gemeint!

    aber ehrlich gesagt was will man von „so einer“ – also einer die aus „BUSH-Country“ stammt – denn erwarten. etwa inteligenz? eigentlich müsste man der – im interesse der kinder – den gnadenstoß versetzen und sie dahin befördern wo sie keinen schaden mehr anrichten kann. auf die strasse!

    tut mir leid – anderes geht es nicht: aber was für eine dumme schlampe is’n das denn???

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  2. @knallbonbon: Halt den Mund (respektive die Finger) wenn du nur auf dem Niveau reden (tippen) kannst. Beleidigungen sind zwar befreiend, aber keine Argumente.

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  3. @asdfg

    lese es nicht wenn’s dir nicht passt! und wenn du sonst nichts dazu beitragen willst/kannst – E. m. d. Fr. halten, du spako…! oder nennst du diesen scheiss von dir etwa ein konstruktives argument das in irgendeinerweise etwas mit dem thema zu tun hat?

    (hach war das jetzt aber befreiend!)

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  4. […] 11k2 […]

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  5. @knallbonbon

    Nun, über die Intelligenz anderer herziehen und dabei solche Kommentare von sich geben …
    Ein schönes Beispiel eines gelungenen Widerspruchs in Form und Inhalt.

    Schade, dass du wohl keine Chance hast, das selbst zu erkennen =>
    http://gagne.homedns.org/~tgagne/contrib/unskilled.html

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  6. Ist es eigentlich ein Merkmal für steigende Popularität eine Blogs, wenn sich die ersten Trolle dort breit machen? Wenn ja, dann mal herzlichen Glückwunsch, Fritz! ;)

    Mal abgesehen davon: Es gibt einfach Gegenden auf dieser Welt (überdurchschnittlich viele davon auf der dunklen Seite des Nordatlantiks), in denen mich ein solcher Vorfall überhaupt nicht überrascht. Kein bisschen. Ehrlich nicht!

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  7. Habe den LInk gerade auf der Mailingliste der Augsburger LInux Unser Group gepostet. Denn die hat auch so eine ähnliche Aktion geplant, Alt-PCs mit LInux fuer Beduerftige zu recyclen. So ganz ohne Gegenargumente zu bedenken, die boesen Buben ;.)

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  8. Nu ja,
    die Dame hat eben das Argument „Linux schadet den kommerziellen Anbietern, da es kostenlos ist“ eben recht tief aufgesogen. Das kann man eben auch leicht weiterspinnen in Richtung „Linux ist unamerikanisch“.
    Gut, die Aktion war sehr dumm von ihr, aber derlei dumme Aktionen gibt es auch diesseits des Atlantiks, keine Bange.
    btw
    Will noch jemand ein Softwarepatent? Oder ein Schäuble-Trojaner?

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  9. Die Nachbarn z.B. sind auch nicht besser. Die Wiener wollen jetzt von Linux auf Vista migrieren. Natürlich net alle. Nur in den Kindergärten. Wegen einem Sprachtest der nur auf dem IE läuft…. tststs. Die haben wohl noch nie was von VirtualBox gehört.

    http://netzpolitik.org/2008/wien-migriert-kindergaerten-von-linux-auf-vista/
    http://www.virtualbox.org/

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