Verkaufserfolg mit kostenloser Musik

090107nin_amazonDas Instrumental-Album Ghosts I-IV der Industrial Rock Band Nine Inch Nails wurde, sehr zum Spott der alten Industrien, nach seiner Fertigstellung im letzten Jahr zum kostenlosen legalen Download für die Fans freigegeben.

Frontmann Trent Reznor sorgte eigenhändig dafür, dass auch in der Pirate Bay Kopien des CC-geschützten Werks zu finden waren. Mit den limitierten Fan-Editionen machte die Band vom Start weg 1,6 Millionen Dollar. Und toppte jetzt die kommerziellen Downloadcharts bei Amazon. Kein anderes Album wurde dort öfter als MP3 verkauft.

Verwirrung setzt ein: Warum bezahlen die Leute für etwas, das sie umsonst haben können, völlig entgegen aller, äh,  wissenschaftlichen Erkenntnisse der Musik-Manager-Fraktion? Trent erklärt den scheinbaren Widerspruch auf dem CreativeCommons-Blog: Weil die Fans etwas geben wollen. Und er erklärt auch: „Wenn nächstesmal einer behauptet, mit frei privat kopierbarer CC-lizensierter Musik könne man kein Geld verdienen, schickt ihn zu uns“.

So, dann noch schnell zum zweiten Scheinargument, nur grosse Bands könnten sich solche Marketing-Dinger leisten. Hand auf’s Herz, Leute, aber wer will für eine unbekannte Band den vollen Preis bezahlen? Kleine Bands müssen sich ihren Erfolg erst verdienen, und, egal ob mit tantiemenneutralem ‚Plattenvertrag‘ oder freiem Download der Songs, in den ersten Jahren wird kein Euro verdient. War schon immer so, wird sich nicht ändern. Bleibt realistisch. (via ars technica)

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