Skype im Fadenkreuz der Europolizei

090223skypeDie Eurojust-Behörde in Den Haag hat angekündigt, Krmininalbeamte aus allen 27 EU-Ländern zusammen zu bringen, um das bislang ungelöste Problem der Internet-Telefonie zu adressieren. Problematisch ist daran nicht etwa das kostengünstige Führen von Ferngesprächen, sondern das extrem schwierige Abhören der IP-Telefonate durch die Ermittler.

Protagonist Skype versichert einstweilen, man wolle mit den Behörden kooperieren, „wenn es rechtlich und technisch möglich ist“. Ah, ok.

Die Aktion wird von der italienischen Vertreterin bei Eurojust, Carmen Manfredda geleitet. In ihrem Land sei Internettelefonie ein stark wachsendes Problem, die Mafia und andere Kriminelle würden zunehmend vom Mobiltelefonie aufs Internet umsteigen, um ungestört ihre Verbrechen planen zu können. So hätten die italienischen Zollbehörden kürzlich ein Gespräch belauscht, in welchem der Drogenlieferant seinem Komplizen riet, auf Skype umzusteigen, um die Details der Übergabe von zwei Kilogramm Drogen zu erfahren.

Und deswegen macht ihr euch in die Hose? Wegen zwei Kilo? Habt ihr keine wirklichen Verbrechen, um die ihr euch kümmern könnt?

(goodgearguide via slashdot)

8 Kommentare

  1. . . . und andere Kriminelle . . .

    zB. S. Berlusconi und seine kriminelle Vereinigung „Forza Italia“!

    http://www.bornpower.de/mafia/berlusconi.htm

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  2. Naja, also…Drogenkriminalität ist tatsächlich mal ein echtes Verbrechen…und nur weil die jetz‘ nur ma über zwei Kilo und nicht zwei Tonnen Reden wird das Problem nicht kleiner. Muss man jetzt mal fairerweise sagen.

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  3. @sebasthos@gmx.de

    na dann frage dich mal selbst wer die besten und sichersten drogen/waffen/schwarzgeld/oder-sonst-was-illegales-kuriere wären/sind.

    ich würde einfach mal so behaupten dass es politiker und diplomaten sind. durch ihre allgemeine und absolute immunität geschützt, können sie sogar tonneweise drogen verschieben ohne das es jemand auch nur im entferntesten mitbekommen könnte.

    denn sobald irgendwo „diplomaten-eigentum/gepäck/fahrzeug/etc.“ (oder etwas ähnliches) auf koffern, autos, flugzeugen, schiffen oder containern prangt dürfen diese besitztümer nicht mal mehr durchleuchtet, geschweige denn physisch durchsucht werden.

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  4. Vor allem ist es der falsche Weg Drogen einfach zu verbieten und zu glauben das Problem erledigt sich damit. Typische Bekämpfung von Symptomen statt Ursachen.
    Eine bessere Aufklärung über Drogen und zwar eine ehrliche, wissenschaftlich fundierte und keine Propaganda wie momentan à la Alkohol und Zigaretten sind okay aber Marihuana macht böse abhängig, wäre in meinen Augen der bessere Weg.
    Und wer, nachdem er wirklich etwas über den verantwortungsvollen Umgang mit Drogen gelernt hat, trotzdem so ein bisschen Kopfkino ganz reizvoll findet, der sollte in der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit nicht eingeschränkt werden.
    So gesehen, ja es gibt schlimmeres als Leute die mit verhältnismäßig kleinen Mengen dealen. Deren Wegfall würde ich persönlich doch ziemlich vermissen. Wobei hier ja auch nichts darüber gesagt wird, um welche Substanz es sich handelt, „2 Kilo“ alleine lässt ja nicht wirklich das Ausmaß des Verbrechens abschätzen ;)

    Drogenkriminalität im großen Stil, deren Ziel es nicht ist den Leuten die Augen zu öffnen über die Unsinnigkeit unserer Drogenpolitik, sondern deren Ziel es ist die Unwissenheit der Leute auszunutzen um sich damit zu bereichern, ist aber in der Tat ein Problem. Alles hat eben immer zwei Seiten ;)

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  5. Na Knallbonbon, da machen wir uns aber nochmal schlau, was da rechtlich möglich ist und was nicht…

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  6. da hat doch das BKA schon vor 2 jahren rumgehult deswegen

    wenn es jetz amtlich wird das skype die junt auf den servern wie in china mithören lässt
    muss man wohl oder übel langsam voip alternativen suchen wie jabber

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  7. Alles Blödsinn.
    Klar kann man solche gespräche schlecht anhören… pech… was ist denn mit der guten alten Wanze? OK, schwierieger das ist.

    Und insbesondere die herren mafia werden auch ieder einen weg herum finden. Man jkann ja nicht den kompletten internettraffic „abhören“ sondern nur bestimmte protokolle.
    Da die Mafia genug kohle hat (vermute ich jetzt einfach mal) wääre es für die auch möglich sich einen pfiffigen programmierer zu angagieren der ihnen etwas kleines privates progt… ähnlich wie skyype nur eben etwas anders.

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  8. Ich finde es schon erstaunlich, wie die Mafia hier verharmlost wird. Die ist nun wirklich ein Problem. Und es ist völlig egal, ob es sich da um Drogen, Menschenhandel, illegale Müllgeschäfte oder sonstwas handelt. Die Mafia übernimmt einfach den Part der Wirtschaft, der illegal ist, weil sie dort mit großen Gewinnspannen arbeiten kann. Wir können natürlich auch versuchen, Menschenhandel mit Aufklärung zu bekämpfen.

    Das Problem ist aber, dass die Mafia und andere echte Kriminelle dann eben von Skype auf [aktuell abhörsicheres Medium] umsteigt. Blödes Katz- und Maus-Spiel also, das Europol nicht so richtig gewinnen kann.

    Aber wer sich bisher mit Skype (abhör)-sicher wähnte, nur weil es noch keine offizielle Abhörerlaubnis dafür gab, ist wohl schon ein Naivling. Die Übertragung läuft schließlich server-basiert. Da hat man den Man-in-the-Middle schon im Konzept.

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