Amazon Kindle 2 Teilrückzug

090302kindle2_king1Wir hatten uns ja schon vor einer Weile über die Aufregung um die Vorlesefunktion des Amazon eBooks amüsiert. Die US Author’s Guild hatte allen Ernstes behauptet, die Roboterstimme des Geräts dürfe keine Texte mehr lesen, dies stelle eine Copyrightverletzung dar. Erzählt das mal den Blinden, liebe Gildenmitglieder. Nun hat Amazon auf die drohende Rechtsangelegenheit reagiert.

In einer Presseerklärung von Ende letzter Woche besteht der Online-Buchhändler darauf, dass die Funktion 1a legal wäre. Trotzdem wolle man den „Rightsholders“ entgegen kommen und diesen die Entscheidung überlassen, ob das Gerät den Text lesen dürfe oder nicht. Jetzt kann also der Verbraucher entscheiden, welche eBücher er kauft, mit oder ohne Vorleserechte.

Das klingt irgendwie nach einer salomonischen Lösung des Problems. Nur wird es nicht funktionieren: Grosse Verlage wollen natürlich von ihren Buch-Bestsellern auch Hörbuch-Ausgaben verkaufen und daher die betreffende Kindle-Funktion ablehnen. Der Konsument hat eine weitere technische Möglichkeit verloren. Und zwar nur aufgrund von Forderungen der „Rechteverwerter“, nicht wegen eines Gesetzes oder Gerichtsurteils.

Muss die Buchverlags-Industrie wirklich erst in die selbe Falle laufen, in der heute die Musikindustrie zappelt? Ich glaube: Ja.

(amazon, lessig)

4 Kommentare

  1. Wobei ja die Aussage eine Roboterstimme wäre eine echte Konkurrenz schon viel über die Qualität der angeblich ach so tollen Hörbücher aussagt. Entweder man muss sich als Hersteller und Vertreiber von qualitativ hochwertiger Vorlesekost keine Sorgen machen von einem Roboter überholt zu werden oder man sollte sich ein paar Gedanken über die SprecherInnen machen die man auf CD bannt.

    Liken

  2. Also die hörbücher die ich bisher gehört habe würde ich echt nicht gegen eine roboter stimme tauschen wollen, interessant wäre es vielleicht wenn man halt das hörbuch mit verknüpfen würde aber das ginge wohl vom speicherplatz schlecht!

    Liken

  3. eine vorlese funktion kann keinen Menschen ersetzen. Und ist somit auch nicht vergleichbar. Emotionen, Betonungen, Gefühl… alles das fehlt.

    Da schreien wieder ein paar idioten auf die absolut null plan von der materie haben.
    Denen sollte man mal die vorlesefunktion im akrobat-reader vorführen. Viel besser dürfte das im Kindl auch nicht sein.

    Liken

  4. @Gördi:

    Münchner Kindl und Amazon Kindle sind zwei verschiedene Dinge ;D. Sorry, konnte nicht widerstehen.

    Liken


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.