Neue Ära der Spielebranche

090316worldofgooAuf dem aktuellen South by South West Interactive Festival in Austin, Texas (13.-17.3.), wird von einer neuen Ära der Spielebranche gesprochen. Und von einer Renaissance der Independents. Gaming breitet sich mittlerweile über Medien aus, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab.

Neben Konsolen-, PC- oder Browsergames findet der digitale Zeitvertreib heute auch auf Smartphones oder in Social Networks statt. Die geringen Einstiegsinvestitionen für solche „Casual Games“ machen kommerziell erfolgreiche Ein- oder Zwei-Mann-Entwicklerstudios möglich.

Anbieter wie Kongregate bieten Zehntausende von kostenlosen Pausenfüllern, man spricht hier bereits von einem „YouTube für Spiele“. Die benötigte Produktionssoftware ist oft OpenSource und kostenlos (Das trifft nicht für das auf Kongregate verwendete Flash-Format zu, wie 11K2-Leser aktuell enthüllten). Die Revolution hat gerade erst begonnen.

Das sind schlechte Nachrichten für die Musikindustrie, und schlechte Nachrichten für spassarme Politikrentner, die im Gaming die Pestilenz unseres Jahrhunderts sehen (siehe unten). Wir wissen es natürlich besser. (via bbc)

090316kongregate

3 Gedanken zu “Neue Ära der Spielebranche

  1. Da ist dir aber ein kleiner Fehler unterlaufen Fritz: Du kannst nich Kongregate als YouTube für Spiele bezeichnen und im nächsten Satz von OpenSource Produktionssoftware sprechen. Kongregate hat nur Spiele im Flash-Format im Angebot und die dazugehörige Software ist alles andere als OpenSource.

    Bei der Masse an Spielen stelle ich mir sowieso häufig die Frage wieviele % tatsächlich eine Flash-Lizenz besitzen, so günstig ist das legal nämlich nicht zu haben.

    Was den Indiebereich an sich angeht hast du natürlich recht, dort sind viele Tools frei verfügbar, allen voran AGS (Adventure Game Studio), mit einer grossen Auswahl an Adventures und das in den meisten Fällen umsonst. Und selbst die mit Preisschild versehenen kosten meist kaum mehr als 10$ und sind allesamt grossartig.

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  2. Wo der P-Punkt recht hat, hat er recht.

    Allerdings kann ich, als Brancheninsider, nur sagen, dass ich Kongregate liebe. xkcd, hat es wie immer, perfekt gesagt: http://xkcd.com/484/

    Die Seite läuft großen Spielen den Rang ab. Und warum?
    Weil halt immer realisitscher, und immer komplexere Welten, nicht das nonplusultra sind. Nachdem die Grafik-Bombastik da nämlich schon in Sichtweite zum Ziel ist, fangen alle an, den gleichen Mist mit der Physik nochmal durchzuziehen.

    Derweil stehlen ihnen kleine Flashgames die Show. Und warum?
    Sie haben einfach so eine wunderbare Vielfalt an Kreativität, Liebe zum Spielekreieren, und sind zugunsten des Spielspaßes auf die abstrakten Aspekte reduziert. Also das, was uns den größten Spaß bietet.
    Phantasie haben wir selber genug. Und die schlägt sogar die Realität in Sachen Realistik!* ^^

    Ausserdem ist es einfach toll, dass ich mal eben, nach zwei Monaten Arbeit, ein kleines Spiel auf die Wii raushauen kann, und dann Freunde besuchen kann, die das Spiel auf ihre Wii gezogen haben!!
    Das macht einfach SPAẞ!! °Best. Job. Ever.°

    ___
    * Da wir immer nur eine interne Repräsentation der Aussenwelt sehen, und diese uns dadurch nur als abstraktes Konzept (alias Physik) begegnen kann.

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  3. ich liebe casual games !
    und ausserdem auch E-Sports, E-Lerning, Edutainment, Serious Games, Educative Games, Corporate Games, Educational Games, Persuasive Games, Health Games….
    weil ich die Musik dafür schreibe ;)

    trallala

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