Neurologen entdecken Zusammenhang von Religion, Autorität und Dummheit

090329brainadviceUrsprünglich erforschten Greg Berns und seine Kollegen von der Emory University die Wirkung von Ratschlägen durch sogenannte „Finanz-Experten“. Dazu liessen sie 24 Studenten am Bildschirm Investitions-Entscheidungen treffen, und setzten sie testweise den Empfehlungen des Wirtschaftswissenschatlers Charles Noussair aus.

090329bernsDie Gehirnströme der Testteilnehmer wurden aufgezeichnet. Dabei ergab sich folgende, einfache, aber erschreckende Erkenntnis: Solange Menschen um eine Entscheidung ringen, sind die als dafür zuständigen Hirnregionen aktiv.

Sobald aber eine Expertenmeinung, Autorität, Glaubensaussage dazu kommt, stellen die „entscheidenden“ Hirnregionen ihre Arbeit ein. Flatline. Und das eben nicht nur, wenn es um finanzielle Überlegungen geht.

Der Neurologe Berns (unteres Bild) überlegt nun, ein Gerät zu entwickeln, das den Benutzer durch Signale warnt, wenn seine Entscheidungs-Hirnregionen die Arbeit einstellen. Vielleicht keine schlechte Idee. Aber dann sollte jeder so ein Ding besitzen. Und prüfen, wann er selbsttätig denkt, und wann seine Entscheidungsfähigkeit aussetzt.

(via wired)

7 Kommentare

  1. War uns das nicht allen schon bewusst?
    ich meine seit hitler oder doch spätestens seit dem „post911-amerika“ sollte dies doch jedem klar sein…

    mindcontrolled greetings,
    Doc.G

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  2. Der Mechanismus, die dahinter steckt ist „Nachahmung“. Es ist besser – sofern man selbst kein Urteil fällen kann – sich einem anderen anzuschliessen.
    Auf diesem Vehalten basieren allerlei Kollektivismen wie Sozialismus und erklärt, warum die Intelligenten zur Einsamkeit verdammt sind, da sie zur Beantwortung der Fragen keine Kollektive brauchen.

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  3. Jetzt ist nur noch die Frage was besser ist ^^

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  4. Die Intelligenten sind nicht zur Einsamkeit verdammt. Nur weil man auch alleine klar kommen kann, heißt das nicht das man auch alleine klar kommen muss! Und wenn man die Hilfe anderer Menschen nicht nötig hat, so hat man doch mindestens ab und zu ihre Anwesenheit nötig um sich wohl zu fühlen.
    Man muss sich nur bewusster darum kümmern, weil vieles nicht so automatisch passiert wie bei den Hilfesuchenden.

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  5. Manche Arroganz schreit wirklich zum Himmel.

    Den Menschen möchte ich sehen, der nicht auf Autoritäten hält – und wären es „nur“ die Wissenschaften, die ständig etwas messen will, was nicht zu messen ist (siehe die Autorität von „Die Vermessung der Welt“!

    Der entscheidende Denkfehler (!) in dieser Argumentation ist aber, die Außerachtlassung der Evolution. Im Hirn hat schon alles seinen Sinn, sonst wäre der Mensch nicht derart erfolgreich …

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  6. Was an diesem Punkt der Diskussion ein interessanter Punkt wäre: gibt es unter atheisten eine höhere Selbstmordrate als unter Religiösen (die reliös motivierten Selbstmorde resp. Selbstopferungen mal eingeschlossen).
    Denn wenn dem so wäre, dass Religion evolutionsgeschichtlich entstehen musste, um ab und an eben Hirnfunktionen auszuschalten, damit diese nicht durchbrennen (ich assoziier halt mal so vor mich hin…), dann müssten doch Atheisten häufiger dem Wahnsinn anheimfallen und sich selsbt wegmachen.

    Ich persönlich merke noch nichts. Im Gegenteil, seit ich mich vom anerzogenen Zwangsglauben gelöst habe, bin ich wesentlich glücklicher und entspannter.

    Und das mit dem Erfolg der Menschheit, na ja, da fallen mir evolutionsgeschichtlich erfolgreichere Spezies ein. Kakerlaken zum Beispiel. Oder Silberfischchen.

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  7. @Frau Merkwürden

    . . . .und die dinosaurier. die haben es immerhin auf 165 millionen jahre durchgehender existenz geschafft – und wären wahrscheinlich noch heute da, hätte ihnen ein meteorit nicht einen strich durch die rechnung gemacht.

    der mensch ist hingegen so blöde das er sich in allerspätestens in (und das sind noch die günstigsten und optimistischsten prognosen) 1000 jahren komplett selbst ausgelöscht haben wird – und mit ihm 90 bis 95% allen irdischen lebens.

    @Mark Henckel

    ja ja, der mensch – das erfolgsmodell. die krone der schöpfung! kaum 3 millionen jahre geschichte auf dem buckel aber alles kaputtmachen, vernichten, vergiften, auf jahrmillionen verseuchen, ausrotten!

    sich selbst der elementarsten lebensgrundlagen berauben – UND – es auch noch wissen aber trotzdem (wider besseres wissen) einfach so weitermachen wie bisher (bzw. es mit jedem jahr seiner existenz immer schlimmer und schneller treiben – das mit der selbstvernichtung). das ist schon eine enorme erfolgsgeschichte die „der mensch“ da zum vorweisen hat – muss man schon sagen.

    dümmer gehts nümmer, oder?

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