Britannien: Anti-Terror-Einsatz gegen Musiker

090404holmesdale-streetDer 63jährige Victor Frederick wurde auf der Karibikinsel St. Kitts geboren und lebt seit 35 Jahren im walisischen Cardiff. Er spielt in einer Band namens „Cougars“, die auch schon lokale Polizeibälle mit ihrem Groove erfreute.

Nachdem die Polizei „Informationen über verdächtigte Gegenstände“ in einem Haus im Stadtteil Grangetown erhalten hatte, startete diese einen Anti-Terror-Einsatz mit einem Helikopter und zahlreichen schwer bewaffneten Einsatzkräften, die Herrn Frederick auf dem Nachhauseweg verhafteten und auf der Strasse (siehe Bild) vor seinem Haus bis auf die Haut untersuchten.

Im Inneren des Gebäudes fanden die Polizisten Victors Tonstudio mit verdächtiger Schallisolierung und verdächtiger Verkabelung. Sie beschlagnahmten ein verdächtiges Videotape über den Boxer Muhammad Ali (!) und ein (verdächtiges) Gefäss mit der beliebten karibischen Bitterlimonade Mauby.

Victor Frederick wurde ohne Anklage freigelassen, jetzt fordern er, seine Familie, die Presse und Angehörige des walisischen Regionalparlaments Antworten von der South Wales Police.

Hey: Das ist in einem zivilisierten Nachbarland passiert. Wir müssen diese Terrorhysterie bekämpfen, bevor sie uns alle auffrisst.

(wales online via boingboing)

8 Kommentare

  1. Also, das mit der Hausdurchsuchung kann einem hier auch leicht passieren.
    Sobald Du einen arabisch klingenden Namen hast, fehlt Dir nur noch ein Nachbar, der Dich nun so gar nicht leiden kann….. und voila! schon wenige anonyme Anrufe später kommt die Polizei vorbei.
    Ob sie höflich klingeln oder die Tür eintreten hängt dann nur noch vom schauspielerischen Talent des Nachbarn ab.
    Klappt auch mit konvertiten (falls der Name nichts hergibt).

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  2. ..und wie? willkür und dummheit verbieten?

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  3. Die Terrorhistorie ist nur ein Trugbild. Was wir bekämpfen müssen sind die, die von solchen Aktionen (also von der Angstmache) profitieren.
    Und die fördern, die davon Schaden nehmen.

    Terrorhistorie selber ist kein (an)greifbares Objekt.

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  4. INSELAFFEN!! Warum bricht da nicht endlich der gepriesene 28 Days Later Virus aus??

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  5. Klingt nach einem TORCHWOOD-Einsatz.

    Muhammed Ali ist bekanntermassen ein Alien.
    Da muss man schon mit Konsequenzen rechnen …

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  6. Hmmm… 28 Days Later.. Torchwood… ich sehe, ihr denkt in die richtige Richting.

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  7. Also so gaaaanz allgemein denke ich das es eher die anfänge von dem ist was man in alten Arni -the governer-Schwarzenegger filmen gesehen hat…(und auch in manch anderen Filmer dieser Epoche).
    Totale kontrolle usw ….
    Damals noch fiktion.. zukünftig eventuell realität wenn das so weitergeht.

    Kein Mittel ist besser dazu geeignet teile seiner Freiheit abzugeben als (künstlich) geschürte Angst.

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  8. Wenn die Menschen mal darum kümmern, würden wie es ihren Nachbar, Freunden und Familienmitgliedern geht, würde das viel mehr Leben retten als diese Terrorhysterie.
    Es sind ja nicht nur Amokläufe die man so veilleicht veringern könnte, sondern auch jährlich 10000 Selbstmörder(vermutlich hohe Dunkelziffer) in Deutschland.
    ( Übringens gehört zur Terrorhysterie auch die Vorratsdatenspeicherung. Diese könnte allerdings auch Amokläufer und Sebstmordkandidaten davon abhalten, telefonisch oder im Internet nach psychologischer Hilfe nachzufragen.)

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