Israel: Konservative Zeitungen löschen Frauen aus Regierungsfoto

090404israelNein, Israel ist kein islamisches Land. Nicht wirklich. Das neu-gebildete Regierungskabinett enthält zwei Frauen, Limor Livnat and Sofa Landver. Die konservative Tageszeitung Yated Neeman ersetzte im Kabinetts-Gruppenbild deren Köpfe durch die von zwei Männern. Die ebenfalls rechtslastige Shaa Tova übermalte die Ministerinnen einfach mit schwarzer Farbe.

Fortschrittlichere Publikationen kritisierten das. Für ultra-orthodoxe Juden gelten fotografische Abbildungen von Frauen als anstössig.

Aber alles in allem bin ich wahnsinnig froh darüber, dass Deutschland ein säkulares Land ist und die christliche Minderheit nicht viel zu sagen hat. Nicht mal in Bayern.

(bbc via dvorak)

8 Kommentare

  1. „Für ultra-orthodoxe Juden gelten fotografische Abbildungen von Frauen als anstössig“ ach du scheisse, mehr kann man dazu nicht sagen XD

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  2. nö, da muss man sagen dass ist das hinterwäldlerische jüdische PACK (die in ihren ansichten und handlungen keinen deut besser sind als das hinterwälderische muslimische PACK (allein mit dem großen unterschied das dass das eine PACK unbeschränkten zugang zu moderner bildung hat während das andere PACK mehrheitlich nicht mal weiß wie ein schulbuch von innen aussieht) für die zB. amerikanische, kanadische, australische, asiatische und europäische (sogar afrikanische) soldaten den kopf hinhalten müssen (zB. in afghanistan, irak etc.) während sie fröhlich munter weiter palästinenser (ich meine die mind. 95% die rein gar nichts getan haben – also hauptsächlich frauen, kinder und alte) abschlachten, sämtliche infrastrukturen zerbomben (zB. strassen, krankenhäuser, schulen), sie alles fruchtbaren landes berauben und obendrein noch dazu ihnen fast sämtliches wasser stehlen (zugänge zu flüssen und bäche abriegeln und versperren, brunnen zubetonieren oder sprengen, wasserleitungen kappen etc.)!

    und dass alles unter den augen der weltöffentlichkeit und absolut ohne jegliche internationalen konsequenzen nach sich zu ziehen!

    während gleichzeitig unsere vekackten polit-verbrecher nicht müde werden ein ums andere mal das gemeinsame jüdisch-christliche menschenbild (man bemerke mal die reihenfolge) beschwören und alles kritiklos (höchsten mal eine ganz milde und alibi-eske) unterstürzen was das rückwärts gewandte konservative judenpack verbricht – während sie gleichzeitig nicht genug luftholen können um das rückwärts gewandte konservative muslimenpack zu verdammen!

    worauf ich hinaus will?

    überspitzt formuliert:

    die zweierlei maßstäbe mit der man in (unserer) politik und in den mainstream-medien (mit christlich-jüdischem menschen/hintergrundbild) zu messen pflegt. in der (oftmals) das eigentliche „vergewaltungsopfer“, wenn nicht gar gleich zum allein schuldigen, mind. aber latent zum haupttäter erklärt (und teilweise sogar hochstilisiert) und gebrandmarkt wird um die verbrecherischen handlungen des „näherstehenden und genehmeren“ partners kleinzureden oder gar gleich zu entschuldigen und/oder zu legitimieren.

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  3. Aber ein Existenzrecht billigst du ihnen schon noch, oder?

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  4. @eris23

    was hat ihr existenzrecht mit dem unrechtmäßigen ausweiten von grenzen, dem rauben von fruchtbaren land, dem stehlen von wasser zu tun? das hat mit sogenannter selbstverteidigung (die jedem angegriffenen zusteht) nichts zu tun, sondern – politisch gesehen – eher mit großmachtbestrebungen.

    und genau solche „großmachtbestrebungen“ bzw. deren kontinuierliche verfolgung, befördert u.a. durch die vetreibung (oder wahlweise der physischen vernichtung) der mehrheitlich arabischen bevölkerung (jenseits der grenzen von 1967) mit anschließender errichtung des staates „Groß Israel“, ist den orthodoxen und ultra-orthodoxen juden zu unterstellen und anzulasten.

    das dem so ist ist alleine schon daran zu erkennen wie mit den knapp 1,2 bis 1,5 millionen israelis arbabischer abstammung (also knapp 20 % der „in israel“ lebenden gesamtbevölkerung) umgegangen wird und wie sie behandelt werden. nämlich als menschen und bürger bestenfalls 2ter klasse, durchschnittlich 3ter klasse (und oftmals noch um etliches schlimmer).

    ürigens:

    selbstverteidigung im sinne von: das recht haben die eigene existenz zu sichern – ist wenn sich jemand zur wehr setzt wenn jemand anders, mit zB. einem messer, auf ihn losgeht. notfalls – und wenn es eben nicht anders geht – dem angreifenden das messer in den bauch zu rammen um diesen aufzuhalten.

    selbstverteidigung im sinne von: das recht haben die eigene existenz zu sichern)
    – beinhaltet aber nicht das der ehemals angegriffene zu des angreifers familie, mitbewohner, freunde, bekannte und/oder vereins- stammes- religions- partei- angehörigen etc. geht um möglichst alle angehörigen dieser gruppen zu erschießen (im sinne einer bestrafung für eines anderen verbrechen).

    (und komm mir erst gar nicht mit antisemitismus o.ä. (meine urgroßmutter väterlicherseits war halbjüdin)

    hier mal die deutsche übersetzung zu diesem artikel der es sehr schön auf den punkt bringt:

    http://www.zmag.org/znet/viewArticle/17633

    „Erinnerung an 1948 und ein Blick in die Zukunft“

    Von Ali Abunimah, 14.05.2008 – The Electronic Intifada / ZNet vom 14. Mai 2008

    Diesen Monat begeht Israel den 60. Geburtstag seiner Staatsgründung. Mitten in den Festlichkeiten – inklusive Besuchen von internationalen Prominenten und Politikern – herrscht ein sehr ungutes Gefühl. Israel hat Leichen im Keller, die es bemüht war und ist, zu verstecken. Und Israel hat Angst angesichts seiner ungewissen Zukunft. Viele Israelis fragen sich, ob der Staat seinen 80. Geburtstag noch begehen wird.

    Das offizielle Israel leugnet weiterhin absolut, dass der gefeierte Geburtstag unentrinnbar mit der beinahe vollständigen Zerstörung einer lebendigen palästinensischen Kultur und Gesellschaft verbunden war, die bis dahin existiert hatten. Viele Siedlernationen kennen dieses Dilemma. Ich lebe in den USA – einem Land, das feststellen musste, dass für eine Nation selbst mehrere Jahrhunderte nicht ausreichen, um sich nicht mehr ihren Gründungsverbrechen stellen zu müssen.

    Der bekannte israelische Historiker und trotzige Zionist Benny Morris drückte es 2004 so aus: “Ohne die Entwurzelung von 700 000 Palästinensern hätte es keinen Jüdischen Staat gegeben. Aus diesem Grund war es notwendig, sie zu entwurzeln”. Weiter sagte er: “Es gibt historische Umstände, die eine ‘ethnische Säuberung’ rechtfertigen”.

    Wer nicht bereit ist, offen für ‘ethnische Säuberungen’ einzutreten, dem bleiben nur zwei Optionen: Erstens man leugnet die Geschichte und sucht Trost in einer geschönten Version – in der die Israelis als tapfere, von Gott inspirierte Pioniere dastehen, die in eine Wüste ohne indigene Bevölkerung kamen, umlagert von äußeren Feinden. Die zweite Möglichkeit ist, sich den Konsequenzen zu stellen und die enormen Bemühungen zu unterstützen, die nötig sind, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen.

    Kurz vor Gründung des Staates Israel waren zwei Drittel der sesshaften Bevölkerung des historischen Landes Palästina Palästinenser (aller Religionen). Das restliche Dritte bestand überwiegend aus jüdischen Immigranten, die kurze Zeit zuvor aus Europa gekommen waren.

    Zu den entwurzelten Palästinensern zählte auch meine Mutter. Sie war damals 9 Jahre alt. Sie lebt heute in Amman/Jordanien. Sie erinnert sich an eine glückliche Kindheit im Jerusalemer Stadtteil Lifta. Mein Großvater besaß dort mehrere Häuser, in denen auch viele jüdische Mieter wohnten, einschließlich einer Familie, die in das untere Apartment im Haus meines Großvaters gezogen war.

    Anfang des Jahres 1948 – noch ehe irgendeine Armee eines arabischen Staates sich einmischte -, wurde meine Mutter mit ihrer gesamten Familie von zionistischen Milizen vertrieben. In manchen Vierteln West-Jerusalems wurden sämtliche Bewohner vertrieben. Am 7. Februar sagte Israels Staatsgründer David Ben-Gurion zu Parteimitgliedern (über diese Viertel): “Wenn Sie (nach Jerusalem) reinkommen – durch Lifta-Romema, durch Mahane Yehuda, durch King George Street und Mea Shearim – gibt es dort keine Fremden (das heißt Araber). Einhundert Prozent Juden”. Die Palästinenser waren zu Fremden im eigenen Land geworden.

    Seither haben Millionen Flüchtlinge und deren Nachkommen Haus und Hof, Haine, Herden, Fabriken, Läden, Werkzeuge, Fahrzeuge, Bankkonten, Kunstwerke, Versicherungen, Möbel und Besitz aller Art verloren und wohnen im Exil – viele in dreckigen Flüchtlingslagern, die von Israel oder von arabischen Staaten aufrechterhalten werden. Mehr als 80% der Palästinenser, die heute im Gazastreifen belagert und ausgehungert leben, sind Flüchtlinge aus Städten, die heute israelisch sind. Doch etwas gibt es, von denen man Palästinenser nicht mit Gewalt trennen kann: Es ist die Liebe zu ihrem Heimatland und ihre Entschlossenheit, Gerechtigkeit zu finden. Das ist es, was wir feiern.

    Auf der ganzen Welt erinnern sich Palästinenser an den Beginn einer Tragödie, die noch immer nicht zu Ende ist. Wir sind an einem wichtigen Wendepunkt. Zwei Dinge gehen parallel vor sich. Ungeachtet der rituellen Erklärungen über entsprechende internationale Unterstützung gibt es kaum noch Aussicht auf eine Zweistaatenlösung. Die Palästinenser im Gazastreifen und in der Westbank sind – durch wachsende israelische Siedlungen und immer mehr ‘Straßen nur für Siedler’ – eingemauert und eingekerkert. Diese Situation erinnert an die Bantustans in Apartheid-Südafrika.

    Zweitens, obwohl Israel versucht, die Palästinenser unter Kontrolle zu halten, wächst die palästinensische Bevölkerung unter israelischer Herrschaft, so dass sie demnächst mehr Köpfe zählen wird als die 5 Millionen israelische Juden. Heute leben 3,5 Millionen Palästinenser in Westbank und Gaza. Weitere 1,5 Millionen Palästinenser sind nominell Bürger Israels. Letztere werden oft als “israelische Araber” bezeichnet. Diese Palästinenser in Israel sind zunehmend unzufrieden mit ihrem Status als Bürger Zweiter Klasse im Jüdischen Staat. Der Staat sieht sie als feindliche “Fünfte Kolonne”. Die Palästinenser in Israel fordern gleiche Rechte und einen Staat für alle Bürger. Einige israelisch-jüdische Politiker drohen (den israelischen Arabern) mit Abschiebung nach Gaza, in die Westbank oder noch weiter weg.

    Offizielle Zukunftsberechnungen belegen, die höhere Geburtenrate der Palästinenser wird bis 2025 dazu führen, dass zwei Millionen mehr Palästinenser im Land leben werden als israelische Juden. In der internationalen Gemeinschaft haben bislang nur Wenige die Realität kapiert, dass eine chirurgische Trennung zwischen den Populationen nicht möglich sein wird.

    Israels Führer wissen, welches Problem sie haben. Im November sagte der israelische Premier Ehud Olmert: “Wenn der Tag kommt, an dem die Zwei-Staaten-Lösung kollabiert und wir uns einem Kampf um gleiches Wahlrecht im Stile Südafrikas gegenüber sehen – sobald dies passiert, ist der Staat Israel erledigt”.

    Der Kampf hat schon begonnen. Immer mehr Palästinenser erkennen, dass ein (eigener) Staat unrealistisch ist. Sie diskutieren und optieren für eine Ein-Staaten-Lösung, die Israelis und Palästinensern gleiche Rechte in einem gemeinsamen Land bieten würde. 2007 gehörte ich zu einer Gruppe aus Palästinensern, Israelis und anderen, die eine ‘One State Declaration’1 veröffentlichte. Diese Erklärung war zu einem gewissen Teil inspiriert von ‘South Africa’s Freedom Charta’. In unserer Erklärung legten wir die Prinzipien für eine gemeinsame Zukunft in einem demokratischen Staat fest. Natürlich schrecken die meisten Israelis vor einem Vergleich mit Apartheid-Südafrika zurück. Die positive Nachricht für sie lautet: Das Ende der Apartheid führte nicht zu dem von vielen befürchteten Desaster, vielmehr war es die Morgendämmerung für alle Menschen Südafrikas.

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  5. Knallbonbon, gibt’s von dir eigentlich auch mal Texte, welche nicht als Beweis geistiger Armut durchgehen?

    „(und komm mir erst gar nicht mit antisemitismus o.ä. (meine urgroßmutter väterlicherseits war halbjüdin)“

    Sollen wir nun Still in der Ecke stehen? Stalin war Russe, Hitler behindert – Gehindert hat’s beide nicht…

    Was du ablässt in Anti Semitismus in Reinform. Das noch mit einem Text einer extremistischen Anti Semititischen Gruppe zu unterstreichen fand ich als Bestätigung im übrigen sehr freundlich!

    Lass uns das Thema nochmal ansprechen, wenn du mal in Israel warst – Dann wird hoffentlich dein Halbwissen und das Baullshit Bingo deinerseits aufhören.

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    • Es ist immer wieder bedauerlich Texte zu lesen, welche voll Bitterkeit für die Verlierer Partei ergreifen – ohne zumindest deren Schuld an Ihrer Situation hervorzuheben.

      1) Warum schreiben Sie nicht über die „prachtvolle“ Behandlung von palästinenschinen Gastarbeitern bei Ihren „Brüdern“ (Ägypten, Saudi Arabien, Jordanien, Golfstaaten)?

      2) Warum schreiben sie nicht über die Tatsache, dass bis vor ein paar Jahrzehnten ein paar hundertausend Menschen diese Landstriche bewohnten es heute aber Millionen sind?

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  6. 3) Warum schreiben sie nicht, dass Israel von ALLEN seinen so friedfertigen Nachbarn immer wieder angegriffen wurde, seit der Gründung?

    4) Warum schreiben sie nicht, dass die Araber und Palästinser nicht zu mehr fähig sind als Geld zu erbetteln, durch den Ölverkauf (an den soooo bösen Westen) erhaltene Gelder in Waffen, sinnlose Tourismousprojekte etc zu stecken oder -speziell auf die Palästinenser gemünzt – das Geld an Clans zu verteilen und dann doch noch Israel die Schuld zu geben?

    5) Warum schreiben sie nicht darüber, wieviel die Palästinenser dafür getan haben um ,zumindest den Willen erkenntlich zu machen, einen prosperierenden und friedlichen Staat zu gründen?

    In Maradonna’s Sprache an Sie:

    Blasen Sie mir eins, Sie Karnevalsblogger und Hobbyanalyst.

    P.S. Ich bin weder jüdisch noch sonst was. Aber es nervt einfach wie das Internet mit Scheisse zubetoniert wird. Ich will auch mitscheissen.

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  7. Und all meine Kommentare waren an Knallbonbon gerichtet.

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