OpenLabs Dbeat: Musik-PC im Schafspelz

090404dbeatEigentlich kann man ja mit Notebooks prima Musik machen. Nur live, auf der Bühne, sind sie eine Krankheit. Warum? Weil es klapprige Plastikschüsseln mit windigem Scharnieren und winzigen Anschlüssen sind, die nach einem Mal runterfallen garantiert kaputt sind. Ohne Plumps dann spätestens nach einem Jahr.

Ganz anders Synthie, Mixer, Drumcomputer und Effektgeräte für Musiker: Die haben ein Stahlblechgehäuse (die grösseren zumindest), dicke, stabile Steckbuchsen und eine Lebensdauer von normalerweise vielen Jahren.

Also packt OpenLabs einen handelsüblichen PC mit Intel Core 2 Duo 3 GHz Prozessor, 4 GB RAM, 320 GB HD, DVD-Brenner und der ganzen Anschlusstirade in so ein Gehäuse (66x36x13 cm), dazu ein 12inch Notebook-Display und genügend Knöpfe und bietet das Ganze unter dem Namen Dbeat für 3999 US-Schleifen (2970 in unserer Währung) an.

Das klingt wie ein Haufen Asche, kann es aber Wert sein. Nur: Das muss erst jemand testen. So ab dem 10. Juni soll das Ding lieferbar sein.

090404dbeatslot(open labs via engadget)

4 Kommentare

  1. Musikhardware ist immer fünffach überteuert. Is normal. So Leute kaufen sich auch ohne mit den Augen zu blinzeln für 285€ ein 5×10×2-cm-Gerät mit zwei Drehknöpfen, weil es so ein geiles (für normale Menschen unhörbares) Retro-Rauschen in dem erzeugt, was durch es durch läuft.

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  2. Erster optischer Eindruck: die perfekte eierlegende Wollmilchsau. Allerdings kommt man mit so einem mageren Setup an Potis und Fadern nicht weit, vor allem nicht auf der Bühne und unter Ableton, wie auf dem lächerlichen Winzdisplay zu sehen. Alles viel zu frickelig, zu viel Killefit an der falschen Stelle, völlig unergonomisch. Da sind selbst die optisch versaubeutelten Plasteklöten von Behringer besser, und wer professionell mixt, wird bei einem Komplettgerät sowieso nicht unterhalb des Mackie-Standard arbeiten wollen. Das Ding hat jemand entwickelt, der noch nie im Leben einen Midi-Controller bedient hat. Keine Chance.

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  3. @BAReFOOt
    >für normale Menschen
    Ich kann (bei gewisser Musik) eine 256 kBit/s MP3 von der Original-CD unterscheiden (Trefferquote >80%).

    Ich bin jederzeit dafür, dass Leute die 128bBit/s MP3 für CD-Qualität halten einen Behindertenausweis bekommen sollen.

    Ich empfinde Mitleid für die armen Schweine, denen die feineren Genüsse der Musik entgehen. ;-)

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  4. da ich selber zu diesen gelaptopten langweilern gehöre finde ich die idee,
    die zwar nicht neu ist ziemlich gut
    nur der preis ist schon sau hoch.
    aber auf der anderen seit wenn man zusammen rechnet kommt ein laptop basierendes
    live set mit software- controller- soundkarte-keyboard und effektgeräten wenn man
    nicht gerade low budget produkte kauft auch nichr viel billiger weg
    das zweite manko ist dieses kleine display

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